Diesen Sommer können viele von uns in den Ferien nicht wie sonst verreisen. Also müssen wir andere Wege finden, um die Welt kennenzulernen. Wir finden, dass das sehr gut mit einer Filmreise gehen kann! Für zwei Stunden in fremde Länder eintauchen, in die Abenteuer von Mädchen und Jungen, die vielleicht ganz anders leben, als wir es kennen. Ab in die Berge oder aufs Meer, in die Großstadt oder aufs Land. Überall gibt es eine Menge für euch zu entdecken! Und das Schöne ist, dass ihr im Kinosessel sofort da seid, ohne hinfahren zu müssen. Gut für die Umwelt ist das sowieso und eure Freunde können auch mitkommen. Jeden Samstag und Sonntag um 15:00 Uhr geht die Reise im Kinosaal vom CITY 46 los.

Zu weit weg

D 2019, Regie: Sarah Winkenstette, mit Yoran Leicher, Sobhi Awad, 89 Min., empfohlen ab 10 Jahren

Da sein Heimatdorf einem Braunkohletagebau weichen soll, müssen der 12jährige Ben und seine Familie in die nächstgrößere Stadt umziehen. In der neuen Schule ist er erst mal der Außenseiter. Und auch im neuen Fußballverein laufen die Dinge für den talentierten Stürmer nicht wie erhofft. Zu allem Überfluss gibt es noch einen weiteren Neuankömmling an der Schule: Tariq, 11 jahre, Flüchtling aus Syrien, stiehlt ihm erst in der Klasse die Show und punktet dann auch noch auf dem Fußballplatz. Wird Ben im Abseits bleiben – oder hat sein Konkurrent mehr mit ihm gemeinsam, als er denkt?

„Regisseurin Sarah Winkenstette erzählt mit ZU WEIT WEG auf Augenhöhe seiner jungen Protagonisten und seines Publikums eine Geschichte über den Verlust der Heimat und die grenzüberschreitende Kraft von Freundschaft. Ein sommerlicher und humorvoller Abenteuerfilm für die ganze Familie.“ (farbfilm verleih)

„Für das Gelingen dieses topfitten, putzmunteren Familienfilms ist neben Susanne Finken als Autorin vor allem Sarah Winkenstette als Regisseurin zuständig, die ihr hoffnungsvolles Kinodebüt mit leichter Hand und angemessener Sensibilität inszeniert hat. Ebenso aber gebührt den beiden jungen Hauptdarstellern Respekt und Hochachtung.“ (www.programmkino.de)

„Für die Zielgruppe von 10 bis 12-jährigen zählt in dieser Geschichte vor allem die Freundschaft, die die beiden Jungs verbindet. Einfache und kurze Dialoge machen den Film leicht verständlich und manch coole Kamera- und Specialeffects gaben der Handlung Schwung. Vor allem die schauspielerische Leistung von Tariq hat uns überzeugt und ließ seine Geschichte sehr realistisch wirken, während uns die tragische Story um seinen Bruder mitgerissen hat.“ (www.jugend-filmjury.com)

Flussfahrt mit Huhn

BRD 1983/2014, Regie: Arend Agthe, mit Julia Martinek, David Hoppe, Fedor Hoppe, 86 Min., empfohlen ab 6 Jahren

Opa Ewald staunt nicht schlecht, als er eines Morgens statt seiner Enkelin nur einen Zettel in ihrem Bett vorfindet. Doch da ist Johanna bereits mit ihrem Cousin Robert und den Nachbarskindern samt Huhn unterwegs auf der Weser. Gemeinsam wollen die Piraten einen neuen Zugang zum Meer erkunden. Opa Ewald bleibt nichts anderes übrig, als schleunigst die Verfolgung aufzunehmen, bevor die Eltern etwas von dem Verschwinden der ihm anvertrauten Kinder merken. Eine abenteuerlich-witzige Verfolgungsjagd beginnt, an dessen Ende die kleinen Ausreißer in eine wirklich brenzlige Lage geraten und sich sehnlichst ihren Opa herbeiwünschen. Doch gerade da hat Ewald eigene Probleme.
Wenn es einen Bremer Sommerferienfilm gibt, dann ist es dieser Kinderfilmklassiker von Arend Agthe: Ein großer Kinospaß für kleine und große Abenteurer – fantasievoll, witzig und rotzfrech!

„Den Anstoß zur Geschichte des Films gab meine eigene Begeisterung für Abenteuergeschichten. Die Bücher von Melville, Stevenson und Jack London habe ich als Kind verschlungen, und ich habe darunter gelitten, dass meine eigene, reale Umwelt so wenig Ansatzpunkte für Abenteuer und Spannung geboten hat.“ (Arend Agthe, Regisseur)

Espen und die Legende vom Bergkönig

NOR 2017, Regie: Mikkel Brænne Sandemose, mit Vebjørn Enger, Eili Harboe, 104 Min., empfohlen ab 10 Jahren

Espen Askeladd, der Jüngste von drei Brüdern einer armen Bauernfamilie, ist fröhlich und hilfsbereit, aber auch ziemlich schusselig. So passiert es, dass er aus Versehen das Bauernhaus seiner Familie in Brand steckt und sie alle nun vor dem Nichts stehen. Die einzige Chance, die den Brüdern noch bleibt, ist, die vom Bergkönig entführte Prinzessin zu retten. Denn dafür gibt es eine große Belohnung! Doch der Bergkönig erweist sich als mordsmäßiger Troll und Unhold.  

Ein märchenhafter Abenteuerfilm um den in Norwegen beliebten Sagenhelden "Askeladden", "zeitgemäß und mit grandiosem Witz, die Bilder sind opulent, die Hexen wahnsinnig fies und das Monster riesengroß." (Nordische Filmtage Lübeck) 

Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten

D 2019, Regie: Martin Tischner, mit Tobias Krell, 84 Min., Dokumentarfilm, FBW-Prädikat: besonders wertvoll, empfohlen ab 7 Jahren

Als Checker Tobi eine magische Flaschenpost aus dem Meer fischt, beginnt für ihn das größte Abenteuer seines Lebens. Denn diese enthält eine rätselhafte Botschaft, die ihn dazu auffordert, das Geheimnis unseres Planeten zu lüften. Auf der Suche nach des Rätsels Lösung begibt sich Tobi auf eine Reise um die Welt. Neugierig erklettert er einen Vulkan auf der Südseeinsel Vanuatu, taucht durch die Unterwasserwelt vor der Küste Tasmaniens, besucht eine Forschungsstation in der Arktis und landet schließlich in der indischen Megastadt Mumbai. Mit faszinierenden Bildern bietet die Forschungsreise des KiKA-Reporters „spannendes Unterhaltungskino für junge Entdecker, Nachwuchswissenschaftler und die Reiselustigen von morgen“ (FBW-Filmbewertung).

„Mit spielerischer Leichtigkeit bringt der Film nicht nur naturwissenschaftliche Phänomene näher, sondern vermittelt auch, dass wir Menschen eine große Verantwortung für das Leben auf unserem Planeten haben und er demonstriert dazu auch noch ganz spielerisch die globalen Auswirkungen unseres lokalen Handelns.“ (FBW-Prädikat: besonders wertvoll)