Aktuelles Kinderfilmprogramm

Das City 46 zeigt jedes Wochenende super tolle Kinderfilme. Aber das ist längst nicht alles. Beim Kinderkino mit action&fun! passiert nach dem Filmgucken noch ganz viel – passend zum gerade gesehenen Film und alles ganz umsonst! Unter dem Motto Vom Bilderbuch auf die Kinoleinwand startet das neue Begleitprogramm des Kinderkinos von November 2021 bis Februar 2022. In Kooperation mit der Uni Bremen schauen wir uns die schönsten Bilderbuchverfilmungen an.

Und richtig spannend wird es jedes Jahr im Herbst, wenn das KIJUKO-Filmfestival ein ganz besonderes Programm mit Gästen und mehr anbietet. Lasst es euch nicht entgehen!

Kinderfilme rund um die Uhr gibt es auch in unserem neuen virtuellen Kinosaal DIGY 46!

Wo die wilden Kerle wohnen

US 2009, Regie: Spike Jonze, mit Max Records, Mark Ruffalo, FBW-Prädikat: bes. wertvoll, 97 Min., ab 8 Jahren
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Max fühlt sich von seiner Familie unverstanden. Um den ständigen Streitereien mit seinen Eltern und seiner Schwester zu entkommen, flieht der jähzornige Junge mit einem Boot zur Insel der wilden Kerle - seltsamen Wesen, deren ungestüme Empfindungen und Taten absolut unvorhersehbar sind. Die wilden Kerle freuen sich. Sie wünschen sich nichts sehnlicher als einen Anführer – und Max träumt davon, über ein Königreich zu herrschen. Also wird Max zum König gekrönt und gelobt, ein Reich zu schaffen, in dem alle glücklich sind. Doch bald merkt Max, dass der Umgang mit seinen Untertanen weitaus komplizierte ist, als er sich das vorgestellt hat.
Nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Maurice Sendak.

Ein lustiger und zugleich tiefgründig-schöner Kinderfilm von Spike Jonze mit fantastischen Bildern, herrlicher Bildgestaltung und einem kindgerechten Soundtrack, getragen von großer Melancholie und Liebe fürs Detail… So zaubert Jonze eine wunderbare, atmosphärisch dichte Geschichte voller Magie und Faszination auf die große Leinwand, genauso, wie es das Kino braucht und sucht. (FBW-Prädikat: besonders wertvoll)

Lauras Stern

D 2021, Regie: Joya Thome, mit Emilia Kowalski, Michel Koch, FBW-Prädikat: bes. wertvoll, 79 Min., ab 5 Jahren
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Als die kleine Laura in eine neue Stadt zieht, fällt ihr das Ankommen nicht so leicht wie ihrem kleinen Bruder Tommy. Sie vermisst ihre Freunde und fühlt sich oft traurig und einsam. Eines Abends beobachtet Laura aus ihrem Fenster, wie ein Stern vom Himmel fällt. Neugierig sucht sie nach ihm, findet ihn mit einer angeknacksten Zacke und nimmt ihn mit nach Hause, um ihn zu verarzten. Schnell werden Laura und der Stern die besten Freunde, endlich fühlt sie sich nicht mehr so allein. Die Magie des Sterns erweckt Kuscheltiere zum Leben und richtet allerlei Chaos in der neuen Wohnung an. Doch je besser es der verletzten Zacke des Sterns geht, desto näher rückt der Moment, an dem die beiden sich voneinander verabschieden müssen. Denn Sterne können nicht lange am Erdboden überleben. Zum Glück gibt es noch den Nachbarsjungen Max, der Laura zur Seite steht.

Ein perfekter Familienfilm zur Weihnachtszeit, der zum Träumen einlädt, untermalt mit fulminantem Score von Hans Zimmer. (Katrin Hoffmann, epd-film)

Nach dem erfolgreichen Animationsfilm von 2004 schafft es auch Joya Thome in ihrer Realverfilmung, den Kinderbuchklassiker von Klaus Baumgart auf bezaubernde Weise und mit einem wundervollen Schauspielensemble auf die große Leinwand zu bringen. (Filmfest München)

Meine Wunderkammern

D 2021, Regie: Susanne Kim, FBW-Prädikat: wertvoll, 79 Min, ab 8 Jahren
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„Wunderkammern - Das sind Orte, an die wir entschwinden können, wenn mal wieder alles zu viel und zu anstrengend ist, wo sich alle Probleme in Luft auflösen.“ Vier Kinder nehmen uns mit in ihre ganz eigene, geheime Welt. Das sind Joline, die niemals erwachsen werden will, und Wisdom, dessen Großvater in Kamerun schon gegen einen Löwen gekämpft hat. Außerdem Roja, die aus dem Iran geflohen ist und seitdem gegen ihre Angst vor Wasser kämpft. Und Elias, der auf seinem eigenen, bunten Planeten im All wohnt. In ihren Wunderkammern gibt es weder Leistungsdruck noch Einsamkeit, gemeine Mitschüler*innen oder zu schwierige Hausaufgaben. Stattdessen werden sie bevölkert von wundersamen Tieren, fernen Planeten und wunderbaren Abenteuern.
„Meine Wunderkammern“ ist ein dokumentarischer Kinderfilm, ergänzt durch Animationen und selbstgeschriebene Musik – mit, von und für Kinder!

Susanne Kim hat solche Kinder gesucht, die lauter oder leiser sind als andere, langsamer oder schneller. Die eigene Geschichten mitbringen, vielleicht auch eigene Welten sich vorstellen und entwickeln. Und hat mit diesen Kindern gemeinsam überlegt, entwickelt, inszeniert: Einen Blick in ihre Welten. In ihr Inneres, in das Gefühlsleben. (Rochus Wolff, Kino-Zeit)

Lotta aus der Krachmacherstraße

S 1992, Regie: Johanna Hald, mit Grete Havnesköld, Linn Gloppestad, 85 Min., ab 5 Jahren
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Die kleine Lotta aus der Krachmacherstraße lässt sich von niemandem etwas sagen. Auch nicht von ihren älteren Geschwistern, wenn diese sie nicht mitnehmen wollen, weil sie zu klein für große Abenteuer sei. Dann heckt sie mit ihrem Kuscheltier und treuen Begleiter „Schweinebär“ Pläne aus oder flüchtet zu ihrer Nachbarin Frau Berg. Zu ihrem fünften Geburtstag wünscht Lotta sich nichts sehnlicher als ein richtiges Fahrrad. Am liebsten eines wie das der Nachbarin Frau Berg. Doch ihre Eltern finden es zu gefährlich und so vergeht ihr Geburtstag ohne das große Geschenk. Trotzig „leiht“ sich Lotta das Fahrrad von Frau Berg, um allen zu zeigen, wie groß sie ist!

Sie ist eine Nervensäge: Lotta aus der Krachmacherstraße. Selbstbewusst hat das Mädchen ihr schmuddeliges Plüsch-Schwein zum Teddy erklärt. Genauso selbstbewusst erkämpft sie sich die Gesellschaft ihrer beiden älteren Geschwister. Greta Havneskøld spielt die kleine Lotta in dem wunderschönen Kinderfilm aus Schweden. Dass man ihm die 50er Jahre nicht ansieht, liegt an der zeitlosen Inszenierung von Johanna Hald, die augenzwinkernd menschliche Schwächen auf's Korn nimmt." (Berliner Kurier, 27.1.94)

Zathura – Ein Abenteuer im Weltraum

USA 2005, Regie: Jon Favreau, mit Josh Hutcherson, Jonah Bobo, Dax Shepard, 101 Min., ab 9 Jahren
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Wenn die Brüder Danny und Walter sich streiten, können schon mal so richtig die Fetzen fliegen und nicht mal ihren Eltern gelingt es, sie zu besänftigen. Als ihr Vater am gemeinsamen Wochenende plötzlich zu einem dringenden Termin muss, durchstöbern die Jungen gelangweilt das Haus und stoßen im Keller auf eine spannende Entdeckung: Ein altes Brettspiel namens Zathura verspricht intergalaktischen Spaß! Doch kaum haben sie begonnen, katapultiert das magische Spiel sie auf einmal mitten ins Weltall und das auch noch mitsamt ihrem Haus. In den Weiten der Galaxis treffen Walter und Danny nicht nur auf feindselige Außerirdische, einen sonderbaren Astronauten und einen rasenden Roboter. Schnell stellen die Brüder fest, dass sie ihre Streiterei beilegen müssen, um heil wieder nach Hause zu kommen.
Eine weitere Abenteuergeschichte von „Jumanji"-Autor Chris van Allsburg, verfilmt von Jon Favreau, begeistert auf der Leinwand die ganze Familie.

Fantasiereiches Science-Fiction-Spektakel, das zwischen atemberaubenden Spezialeffekten, nachvollziehbaren Personenzeichnungen und einer nicht zu übertriebenen Moral die Balance wahrt. Ein rundum gelungener Unterhaltungsfilm. (Filmdienst.de)

Die fabelhafte Reise der Marona

F/RUM/B 2019, Regie: Anca Damian, 92 Min., ab 9 Jahren
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Marona spult für uns den Film ihres Lebens zurück. Die Hündin mit der herzförmigen Nase hat schon viel erlebt. Als „Welpe Nummer 9“ geboren, lernt sie viele Menschen kennen, die sie für seltsame Wesen hält und die ihr unterschiedlichste Namen geben. Ana nennt sie der Akrobat Manole, mit dem sie viele Momente des Glücks erlebt. Sara wird sie vom liebevollen Ingenieur Istvan genannt, der sie kurzerhand seiner alten Mutter gibt. Und das Mädchen Solange nennt sie schließlich Marona. Doch bei keinem der Menschen kann sie bleiben. So sehr sie immer wünscht, dass alles so bleibt wie es ist, so sehr Streben die Menschen nach Veränderung. Kurz vor ihrem Tod blickt Marona zurück auf ihr buntes, spannendes Leben und auf all die Menschen, die sie getroffen hat. Sie alle schienen nie zufrieden, wollten immer noch mehr und immer das, was sie gerade nicht haben. „Sie nennen es träumen“, sagt Marona. „Ich nenne es: Nicht wissen, wie man glücklich ist.“

Mit ihrer Entscheidung zur Animation öffnet die rumänische Regisseurin Anca Damian einen Raum, in dem alles möglich ist. Ihr Zeichentrickfilm ist ein fantasievoller Farbenbilderrausch, an dem man sich nicht satt sehen kann, und der sich jenseits bekannter Muster à la Disney oder Pixar bewegt. (Kirsten Taylor, Kinder und Jugend Filmportal)

Ernest & Célestine

F 2012, Regie: Stephane Aubier, Animation, FBW-Prädikat: bes. wertvoll, 80 Min., ab 7 Jahren
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Können Mäuse und Bären Freunde sein? Die Antwort ist ein klares Nein, zumindest, wenn man den Schauergeschichten der alten Leute glaubt, die sie den Mäusekindern von klein auf erzählen. Immerhin können Bären Mäuse mit einem Happs auffressen! Die kleine Célestine lässt sich aber so leicht keine Angst einjagen und wagt sich in die Oberwelt. Doch als sie dort dem grummeligen Bären Ernest begegnet, versucht der tatsächlich sie zu verspeisen! Gut, dass Célestine schnell einen Ausweg weiß: Sie führt den hungrigen Ernest in eine volle Speisekammer, in der er sich nach Herzenslust satt essen kann. Und plötzlich ist der große böse Bär gar nicht mehr so wütend und furchteinflößend. Eine innige Freundschaft entwickelt sich. Können Ernest und Célestine schließlich auch die anderen Mäuse und Bären davon überzeugen, ihre Vorurteile abzulegen?
Der liebevoll gestaltete Animationsfilm nach der Kinderbuchreihe Mimi & Brumm!

Die Erzählung ist angereichert mit unzähligen originellen Ideen und braucht keine Spezialeffekte und rasante Action-Sequenzen, um die kindgerechte Spannung unterhaltsam voranzutreiben. So ist der Film schon für kleinste Zuschauer geeignet. Doch auch alle anderen, die Kind geblieben sind, werden sich dem Zauber der Bilder, der pfiffigen Dialoge und der warmherzig gestalteten Figuren nicht entziehen können. Ein wahrer Kinderfilmschatz, den es zu entdecken gilt! (FBW-Prädikat: besonders wertvoll)

Rémi – sein größtes Abenteuer

F 2018 Regie: Antoine Blossier, mit Daniel Auteuil, Maleaume Paquin, 109 Min., ab 8 Jahren
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Mit 10 Jahren wird der Waisenjunge Rémi seiner liebevollen Adoptivmutter entrissen und an den mysteriösen Wandermusiker Vitalis verkauft. Mit Akrobatik, viel Musik und dressierten Tieren verdient Vitalis sein Geld und Rémi lernt an seiner Seite das harte Leben eines fahrenden Artisten kennen. Auch er muss seinen Teil zum Tageseinkommen beitragen und lernen sein Lampenfieber zu überwinden, um vor Publikum zu singen. Gemeinsam mit dem Hund Capi und dem Äffchen Joli-Coeur ziehen die zwei durchs Land und wachsen langsam zu einer ungleichen Familie zusammen. Auf der Reise erleben sie allerhand Abenteuer, knüpfen neue Freundschaften und stoßen dabei auf die geheimnisvolle Spur von Rémis wahrer Herkunft. Als Vitalis jedoch erkrankt, spitzt sich die Lage zu…
Der Film basiert auf dem über 100 Jahren alten Roman "Heimatlos" von Hector Malot und erweckt eine längt vergangene Zeit für Augen von Kindern und Erwachsenen zu neuem Leben.

Ruhig und mitfühlend erzählt, sehen wir Rémi beim Älterwerden zu. Und obwohl nur ein Jahr vergeht, ist der Junge am Ende seiner Reise ein ordentliches Stück erwachsener, weil er an den Unwägbarkeiten des Lebens wächst. (Falk Straub, Kino-Zeit.de)