Aktuelles Kinderfilmprogramm

Das City 46 zeigt jedes Wochenende super tolle Kinderfilme. Aber das ist längst nicht alles. Beim Kinderkino mit action&fun! passiert nach dem Filmgucken noch ganz viel – passend zum gerade gesehenen Film und alles ganz umsonst!

Und richtig spannend wird es jedes Jahr im Herbst, wenn das KIJUKO-Filmfestival ein ganz besonderes Programm mit Gästen und mehr anbietet. Lasst es euch nicht entgehen!

Kinderfilme rund um die Uhr gibt es auch in unserem neuen virtuellen Kinosaal DIGY 46!

Jim Knopf und die Wilde 13

D 2020, Regie: Dennis Gansel, mit Solomon Gordon, Henning Braun, Annette Frier, 109 Min., FBW-Prädikat: bes. wertvoll, ab 7 J.

Nach ihrem glorreichen Sieg über die gemeine Frau Mahlzahn kehrt auf Lummerland erstmal wieder Ruhe ein. Jedenfalls glauben Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer das. Denn schon steht das nächste Abenteuer vor der Tür! Die Wilde 13, eine schrecklich gefährliche Piratenbande, hat herausgefunden, was mit Frau Mahlzahn geschehen ist und will um jeden Preis Rache. Allerdings ahnt davon auf Lummerland niemand etwas. Prinzessin Li Si ist zu Besuch und eine neue Reise steht den Freunden bevor: Jim und Lukas wollen nämlich den Scheinriesen Herrn Tur Tur auf ihre Insel holen. Doch auf dem Weg fällt Jims kleine Lokomotive Molly ausgerechnet in die Hände der erbarmungslosen Piraten.

Auch der zweite Teil der Verfilmung von Michael Endes bekannter Geschichte macht junge Kinofans mit einer filmischen Reise in das fantastisch schöne Lummerland glücklich. Ein Muss für Jim Knopf-Fans. (FBW-Prädikat: Besonders wertvoll)

Binti – Es gibt mich!

B 2019, Regie: Frederike Migom, mit Bebel Tshiani Baloji, Mo Bakker, Joke Devynck, Baloji, 90 Min., empf. ab 9 Jahren

„Hallo Leute! Ich bin Binti und willkommen auf meinem Kanal!“ begrüßt die strahlende 12-Jährige das Publikum voller Energie in ihrem neusten Videoclip. Als begnadete Vloggerin hat Binti schon über 1.000 Follower*innen, doch geht es ihr weniger um Selbstdarstellung sondern vielmehr darum, sich selbst und der Welt zu beweisen, dass sie überhaupt existiert. Denn Binti ist mit ihrem Vater aus dem Kongo nach Belgien gekommen und lebt seither ohne Ausweis oder Aufenthaltsgenehmigung in jenem Land, das ihr Zuhause ist. Als eines Tages die Polizei vor ihrer Tür steht, schaffen es die beiden noch, in letzter Sekunde zu fliehen und sich in einem Waldgebiet zu verstecken. Dort treffen sie auf den elfjährigen Elias, der sich aus seinem selbstgebauten Baumhaus heraus für die vom Aussterben bedrohten Okapis in Afrika einsetzt. Die schlagfertige Binti freundet sich schnell mit dem schüchternen Jungen an und ist gerne bereit, ihn bei seiner Mission zu unterstützen. Und wäre es nicht auch eine rettende Möglichkeit, wenn ihr Vater mit Elias Mutter zusammenkommen würde und so das Problem der fehlenden Papiere gelöst werden könnte?
Ganz auf Augenhöhe der Kinder erzählt, schafft es der belgische Film überzeugend, eine schwerwiegende Thematik leichtfüßig zu vermitteln und wurde dafür mit dem ECFA-Preis 2020 als Bester europäischer Kinderfilm ausgezeichnet.

If American kids‘ movies were as naturally energetic, and as willing to explore some hard emotional truths, as the Belgian movie „Binti,“ our children and Hollywood would be much better for it. (Sean P. Means, The Movie Cricket)

Yakari – Der Kinofilm

D/F/B 2020, Regie: Toby Genkel & Xavier Giacometti, Animation, FBW-Prädikat: besonders wertvoll, 82 Min., empfohlen ab 5 Jahren

Der kleine Häuptlingssohn Yakari lebt mit dem Stamm der Sioux in der Prärie. Sein größter Traum ist es, auf Kleiner Donner zu reiten, einem Wildpferd, das noch kein Stammesmitglied zähmen konnte. Als die Sioux gerade dabei sind eine Herde Mustangs einzufangen, gelingt es Kleiner Donner zu entfliehen. Dabei gerät das Tier jedoch mit seinem Huf unter einen Felsbrocken. Zum Glück ist Yakari zur Stelle, der dem jungen Pferd in die Freiheit verhilft. Als Dank erhält er dafür von seinem Totemtier Großer Adler die Gabe, mit allen Tieren sprechen zu können. Während Yakari weiter den Spuren von Kleiner Donner folgt, fällt er in einen reißenden Fluss, der ihn von seinem Zuhause wegtreibt. Diesmal ist es Kleiner Donner, der dem kleinen Sioux zu Hilfe kommt. Gemeinsam machen sich die beiden neuen Freunde auf den weiten und abenteuerlichen Rückweg durchs Gebirge zu Yakaris Eltern, die bereits auf der Suche nach ihm sind.

Die Botschaften sind durchweg positiv und inspirierend, ob es nun darum geht, zusammen alles schaffen zu können oder auch mit Achtsamkeit und Respekt auf Mensch und Tier zuzugehen. Es gibt viele einzelne spannende Momente, die aber immer ohne Hektik inszeniert sind, sodass für die jungen Zuschauer genug Zeit bleibt, die Bildeindrücke zu verarbeiten. Das alles macht YAKARI – DER KINOFILM zu einem bezaubernden Kinoerlebnis für die ganze Familie. (FBW-Prädikat: besonders wertvoll)

Der geheime Garten

GB/F 2020, Regie: Marc Munden, mit Dixie Egerickx, Colin Firth, Julie Walters, 100 Min., FBW-Prädikat: bes. wertvoll, ab 9 J.

Die zehnjährige Mary Lennox wächst in Indien auf. Von ihren Eltern erhält sie nur wenig Beachtung, von den Dienern der Familie wird sie dafür rund um die Uhr verwöhnt. Als das gesamte Haus einer Choleraepidemie zum Opfer fällt, wird sie als einzige Überlebende zu einem unbekannten Verwandten nach England geschickt. Ihr Onkel Archibald Craven lebt auf dem düsteren Schloss Misselthwaite in den Mooren von Yorkshire. Neugierig beginnt Mary das Haus mit den hundert verschlossenen Türen und den umliegenden Garten zu erkunden. Dabei stößt sie auf ein verstecktes Tor, mit dichtem Efeu berankt und seit über zehn Jahren verschlossen. Dahinter liegt ein geheimer Garten, der weitaus mehr ist, als es am Anfang scheint. Gemeinsam mit ihrem kränklichen Cousin Colin und ihrem neuen Freund Dickon entdeckt sie eine farbenprächtige und nahezu magische Welt, die nicht nur ihr eigenes Leben von Grund auf verändern wird.
Fantastische Bilder und psychologisches Feingefühl – die Wiedergeburt des Klassikers von Frances Hodgson Burnett erstrahlt in neuem Glanz.

Basierend auf dem Kinderbuchklassiker von Frances Hodgson Burnett gelingt dem britischen Regisseur Marc Munden ein im wahrsten Wortsinn zauberhafter Film, der von einer eigenwillig-schönen Atmosphäre geprägt ist und sowohl seine kindlichen Figuren als auch sein potenzielles junges Publikum auf wunderbare Weise sehr ernst nimmt. (FBW-Prädikat: besonders wertvoll)

Ferien auf Saltkrokan

S 1962, Regie: Olle Hellbom, mit Torsten Lilliecrona, Louise Edlind, Maria Johansson, 90 Min., empfohlen ab 6 Jahren

Auf der kleinen Insel Saltkrokan vor der schwedischen Küste ist zum Sommer hin immer ordentlich was los! Dann kommen nämlich die seltsamen Leute aus der Großstadt, um ihren Urlaub am Meer zu verbringen. Die kleine Tjorven und ihr treuer Hund Bootsmann kennen das alljährliche Theater schon, seit sie denken können. Doch diesen Sommer zieht die Familie Melkerson ins Ferienhaus nebenan ein, und gleich freundet sich Tjorven mit dem gleichaltrigen Pelle an. Zusammen gibt es auf Saltkrokan unzählige Abenteuer zu erleben!

Liebevoll erzähltes und frisch gespieltes Ferienabenteuer, das unaufdringlich die Geborgenheit einer behüteten Kindheit über materielle Werte stellt. Mit seinem ruhigen Erzählrhythmus besonders für die kleinsten Kinogänger geeignet. (filmdienst.de)

Die Adern der Welt

D/MON 2020, Regie: Byambasuren Davaa, mit Bat-Ireedui Batmunkh, Enerel Tumen, Yalalt Namsrai, 95 Min., ab 9 Jahren

In der mongolischen Steppe lebt der zwölfjährige Amra mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester ein traditionelles Nomadenleben. Wenn er nicht gerade in der Schule ist, hilft er seiner Mutter, die Ziegen und Schafe zu hüten. Und insgeheim träumt Amra davon, als Sänger bei der Fernsehshow "Mongolia's Got Talent" aufzutreten. Doch das friedliche Leben der Familie wird durch das Eindringen internationaler Bergbauunternehmen bedroht, die den Lebensraum der Nomaden rücksichtslos zerstören. Amras Vater ist der Anführer derer, die sich der Ausbeutung widersetzen. Als dieser jedoch bei einem Unfall ums Leben kommt, ändert sich alles – und Amra versucht mit aller Macht, den Kampf seines Vaters fortzusetzen.
Das Spielfilmdebüt der Regisseurin und Drehbuchautorin Byambasuren Davaa („Die Geschichte vom weinenden Kamel“) ist eine berührende und bildgewaltige Familiengeschichte, die nicht nur ein junges Publikum begeistern dürfte. Gewinner des Publikumspreises auf dem 7. Bremer Kinder- & Jugendfilmfest KIJUKO!

Die Geschichte, und das ist das Besondere an diesem Film, ist aber auch stimmig und authentisch eingebettet in eine Warnung vor der Habgier des Menschen und in einen Appell für die Achtung vor der Natur und gegen die Zerstörung von Natur- und Kulturwissen. (...) Die Filmemacherin ist davon überzeugt, dass nur die junge Generation Veränderungen in der Welt bewirken kann, allerdings auch nur in einem generationenübergreifenden Dialog. Insofern ist „Die Adern der Welt“ im besten Sinn des Wortes ein Film für die ganze Familie. (Holger Twele / Kinder und Jugend Filmportal)