Kommende Gäste & Specials

Die verflixte Gastfreundschaft - USA 1923, Regie: Buster Keaton und John Blystone, 74 Min. (Rest. Fassung), engl. Zwischentitel

So. 11.1. / 18:00im Theater am Goetheplatz 
Mit Livemusik-Begleitung durch das Landesjugendorchester Bremen; Dirigent: Stefan Geiger. Musik: Carl Davis

Der Junggeselle Willie McKay nimmt den Zug von New York in seine Heimatstadt, wo ihn eine Erbschaft erwartet. Auf der Fahrt lernt er die attraktive Virginia Canfield kennen, die ihn nach Hause einlädt, als sich die Erbschaft als Reinfall entpuppt. Im Haus der Canfields wird Willie anfangs freundlich aufgenommen. Doch dann wird allen klar, dass die Familien McKay und Canfield seit Generationen in einer blutigen Fehde verstrickt sind, die nun wieder aufflackert. Solange Willie sich im Haus aufhält, schützt ihn das das Gesetz der Gastfreundschaft vor der Rache seiner Gastgeber. Doch sobald Willie vor die Tür tritt, trachten ihm die drei Männer der Canfields nach dem Leben.

Stefan Geiger, musikalischer Leiter des LJO Bremen: 
So wie der Film sich auf wunderbar humorvolle Weise dem „Romeo und Julia” Thema annimmt und es in eine funkelnde Komödie verwandelt, fügt Carl Davis der Geschichte eine brillante Partitur hinzu. Ihre Musik führt uns in den Wilden Westen und lässt uns Pathos fühlen, nur um einen Augenblick später mit musikalischem Slapstick aufzuwarten, der Ohren und Zwerchfell kitzelt. Carl Davis beweist mit diesem Werk, das er zurecht als einer der bedeutendsten Komponisten für Stummfilme gilt.

Stefan Geiger leitet seit 1997 das Landesjugendorchester Bremen. Im selben Jahr begann auch die Zusammenarbeit mit dem Kommunalkino Bremen e.V. Seitdem wurden 15 Stummfilme in mehr als 30 Vorstellungen von besten jungen Musiker*innen aus Bremen und umzu begleitet.

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Filme vom 11.12. bis 17.12.

D 2025, Regie: Stella Marie Markert, FSK 16, 105 Min.

Ab Do. 11.12. / 17:30

Katharina, Ricky, Victoria und Malou leben in einer betreuten Wohngruppe für psychisch auffällige Jugendliche mitten in Berlin. Gemeinsam verbringen sie ihre Tage in einem abgerockten Altbau und verweigern sich den Erwartungen der Gesellschaft. Eltern, Schule, Regeln – all das lehnen sie konsequent ab. Malou zum Beispiel hat seit Jahren nicht mehr geredet; Katharina hat mehrere Suizide hinter sich. Ballack, ihr zuständiger Betreuer vom Jugendamt, zeigt wenig Durchgriffskraft angesichts diverser Krisen und wird von den jungen Frauen ziemlich verarscht. Eigentlich geht es ihnen ganz gut in ihrer kleinen Bubble. Doch als Katharinas 18. Geburtstag näher rückt, gerät die anarchische Utopie ins Wanken. Denn Katharina hatte nie vor, volljährig zu werden und das bleibt nicht ohne Konsequenzen. Nach mehreren Suizidversuchen droht das Jugendamt, die Wohngemeinschaft aufzulösen. Mehr denn je müssen die Außenseiterinnen jetzt zusammenhalten und sich gegenseitig schützen.

Stella Marie Markert, Studentin an der Filmuniversität Babelsberg gewinnt für ihr Spielfilmdebüt DANKE FÜR NICHTS den Big Audience Award beim FIRST STEPS Award 2025. 

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GB/USA 2025, Regie: Lynne Ramsay, FSK 16, 118 Min., OmU

Ab Do. 11.12. / 18:00

Die Schriftstellerin Grace und ihr Freund Jackson verlassen New York, um in das renovierungsbedürftige Landhaus von Jacksons Familie nach Montana zu ziehen. Geld ist bei ihnen knapp und so scheint das alte Haus erst einmal eine gute Alternative, denn Grace ist schwanger. Die ersten Wochen im Haus sind erfüllt von Tänzen über den Dielenboden und wildem Sex in der Küche. Doch die Idylle hält nicht lange. Nach der Geburt ihres Sohnes erkrankt Grace an einer postpartalen Depression. Während Jackson tagelang als Truck-Fahrer unterwegs ist, um Geld zu verdienen, bleibt Grace mit dem Baby auf sich allein gestellt im einsamen Haus. Sie verliert zunehmend allen Halt und Erschöpfung und Eifersucht treiben sie in eine Abwärtsspirale. Grace wird immer unberechenbarer, sowohl für sich als auch für Jackson.
Die Adaption des Romans Stirb doch, Liebling von Ariana Harwicz aus dem Jahr 2012 wurde von Jennifer Lawrence produziert.

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D/F/ISR/ZYP 2025, Regie: Nadav Lapid, 149 Min., FSK 16, hebr. OmU

Ab Do. 11.12.,  / 20:00

Tel Aviv nach dem Massaker des 7. Oktobers: Der Musiker Y. und die Tänzerin Yasmine unterhalten als sexy Partyclowns mit grellen Performances eine dekadente israelische Oberschicht. Das Paar träumt davon, ihr prekäres Leben hinter sich zu lassen und durch ihre Talente zu Wohlstand zu kommen. Als Y. von einem russischen Oligarchen den Auftrag erhält, eine blutige Hymne auf den Krieg Israels gegen die Palästinenser*innen zu schreiben, verändert sich das Leben des Paares radikal: Während über die Bildschirme Nachrichten vom Grauen in Gaza flimmern und sich die Straßen Tel Avivs mit nationalistischer Propaganda füllen, werden Y. und Yasmine mit den Grundlagen ihres moralischen Koordinatensystems konfrontiert.
Nadav Lapid ist, seitdem sein Film SYNONYMES den Goldenen Bären der Berlinale gewonnen hat, der weltweit sichtbarste, israelische Filmemacher. Zügellos und bissig zeigt er in YES sein Heimatland als Nation zwischen Dekadenz und Zerstörung, Hoffnung und Resignation. Zu Recht gilt Lapids mit Brutalität und Zärtlichkeit erzählte Satire auf eine von Krieg und Terror zerrissene Gesellschaft als Israels umstrittenster Film des Jahres (Presseheft).

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F 2025, Regie: Alice Douard, 97 Min., frz. OmU

Ab Do. 11.12. / 20:30

Paris, 2014. Die Tontechnikerin und DJ Céline wird Mutter – doch schwanger ist ihre Frau Nadia. Während Nadia zwischen Übelkeit und Atemnot im zahnärztlichen Notdienst arbeitet, übt Céline das Babyhandling an den Kindern eines Kollegen. Dieses Chaos soll bald ihr Alltag werden? Trotz der „Ehe für alle“ muss Céline dem Staat mit 15 persönlichen Briefen aus dem Freundes- und Familienkreis beweisen, dass sie ihrer Rolle gewachsen ist – und zugleich Frieden schließen mit ihrer Mutter, die stets einen eigenen Weg ging.
 

Schon in ihrem Kurzfilm „L'attente“ stellte Alice Douard ein lesbisches Paar vor der Geburt in den Mittelpunkt. 2024 gewann sie mit L’attente einen César für den besten Kurzfilm. 15 Liebesbeweise ist ihr erster Langfilm. „15 Liebesbeweise", ihr erster Langspielfilm zum selben Thema, feierte seine Premiere in der Semaine de la Critique bei den Filmfestspielen von Cannes.

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Kinder- & Jugendkino

F/D 2024, Regie: Camille Alméras, Caroline Attia, Ceylan Beyoğlu, Natalia Chernysheva, 72 Min., FSK 0, empf. ab 4 J.

Sa. 13.12. + So. 14.12. / 15:00 // Sa. 20.12. + So. 21.12. / 15:30

Vorfreude und Vorweihnachtszeit im Reich der Tiere! Aber es gibt ein Problem - oder auch gleich mehrere: Das Haus des Weihnachtsmanns treibt auf einer Eisscholle im Meer, und die schmilzt langsam weg. Das große Fest im Hühnerstall ist in Gefahr. Und der junge Luchs muss sich beeilen, um noch rechtzeitig die Bergspitze zu erreichen und die Polarlichter zu erleben. Fünf Regisseurinnen erzählen von Tieren aus allen Ecken der Welt, von Deutschland über Japan bis hin zum Nordpol, die ihr ganz eigenes Weihnachtsfest erleben.

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D 2025, Regie: Christian Ditter, 92 Min., FSK 6, empf. ab 10 J.

Sa. 20.12. / 15:00  // So. 21.12. / 15:00KIJUKO Club // Fr. 26.12., Sa. 27.12. + So. 28.12. / 15:30

Momo, ein junges Waisenmädchen, lebt in den Ruinen eines römischen Amphitheaters. Unter den vielen Menschen aus der Nachbarschaft ist ihr engster Vertrauter Gino, der stets an ihrer Seite steht. Eines Tages beginnt ein mächtiger Konzern, den Menschen ihre Zeit zu stehlen. Seltsame Menschen in grauen Anzügen sind auf der Straße zu sehen. Auch Gino wird vollkommen vereinnahmt. Alle sind gestresst und keiner hat noch Zeit für den anderen. Momo versteht die Welt nicht mehr. Plötzlich auf sich allein gestellt, begegnet sie Cassiopeia, einer geheimnisvollen Schildkröte. Diese weist ihr den Weg zu Meister Hora, dem Hüter der Zeit. Dort erfährt Momo, wie groß die Gefahr ist, in der die Menschheit schwebt. Nur gemeinsam können sie es mit den gefährlichen Zeit-Dieben aufnehmen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Neuverfilmung des gleichnamigen Kinderbuchs von Michael Ende.

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