Kommende Gäste & Specials

D 2021, Regie: Klaus Maeck & Tanja Schwerdorf, mit Wau Holland, Linus Neumann, Peter Glaser, 90 Min.

Fr. 23.7. / 20:30 Preview mit Regisseur Klaus Maeck

Als das Internet Einzug in unser Leben hielt, war klar, dass sich vieles von Grund auf verändern würde: endlich vernetzt mit allem und jeden in der grenzenlosen digitalen Welt; freie und interkulturelle Netzwerke ohne Grenzen. Der blinde Glaube an die mehr oder weniger sozialen Netzwerke wurde zum Glück schon früh durch Hacker unterlaufen. 1981 gründeten ein paar Hacker*innen den Chaos Computer Club – kurz CCC - bis heute eine Bastion in der Verteidigung der Persönlichkeitsrechte innerhalb der digitalen Welt. Wau Holland als Deutschlands erster digitaler Bürgerrechtler wollte eine demokratische digitale Kultur schaffen. Er und die Mitglieder des CCC sind Aktivisten, Spione, Genies und machen immer wieder international mit medienwirksamen Hacks auf sich aufmerksam. Für Wau Holland und den CCC ist Digitalisierung nicht nur Heilsbringer, sondern eine Regierungstechnik, von der nichts weniger als der soziale Zusammenhalt der Gesellschaft abhängt. 40 Jahre später, in Zeiten von Fake News, staatlicher Überwachung, Propaganda und Repression sowie Spionage-Angriffen auf unzählige Privatpersonen ist die Hackerethik des CCC wichtiger denn je.

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A 2005, Regie: Michael Glawogger, 122 Min., teilw. OmU

Di. 27.7. / 20:00 Publikumsgespräch mit Gertraud Gauer-Süß, BIZ

Stirbt die Arbeiterklasse aus? Verschwindet körperliche Schwerstarbeit? Oder wird sie nur unsichtbar? In sechs Kapiteln, mit faszinierenden Bildern und kongenial vertont von John Zorn, dokumentiert Michael Glawogger (1959 – 2014) Schwerstarbeiter: in den illegalen unsicheren Kohleminen der Ukraine; bei den Schwefelarbeitern in Indonesien, die auf ihren Schultern bis zu 100 Kilogramm Schwefel vom Vulkan heruntertransportieren; in einem riesigen Schlachthof in Nigeria, in dem die Männer stolz sind, mit der blutigen Arbeit ihre Landsleute zu versorgen; bei landlosen indischen Bauern, die in Pakistan alte Tankschiffe zerschneiden; und bei chinesischen Stahlarbeitern, die in ihrer Branche einer glorreichen Zukunft entgegensehen. In Deutschland dagegen wird eine ehemals wichtige Hochofenanlage in einen Freizeitpark verwandelt.

Michael Glawoggers Film war 2005 ein sensationeller Kino- und Festivalerfolg.

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Filme vom 22.7. bis 28.7.

A/RUM 2019, Regie: Johannes Holzhausen, 92 Min., OmU

ab Do. 22.7. / 17:30

Eine Geschichte wie aus einer vergangenen Zeit: Obwohl das Königreich Rumänien schon seit mehr als 70 Jahren nicht mehr existiert - nach der erzwungenen Abdankung König Mihais 1947 - scheint die Idee einer Monarchie immer noch Anklang zu finden. Prinzessin Margareta von Rumänien verfolgt seit Jahren einen sehr ernsthaften Kampf darum, ihrem Haus wieder den „rechtmäßigen“ Platz an der Spitze des Staates zu verschaffen. Der „Königliche Zug“ spielt dabei eine wesentliche Rolle. Nach historischem Vorbild fährt Margareta mit ihrer Entourage im Salonwagen durch das Land und wird von Menschen gefeiert, für die das Königshaus ein bedeutender Identitätsfaktor ist. Regisseur Johannes Holzhausen, den zufällig auch eine entfernte Verwandtschaft mit der Prinzessin verbindet, dokumentiert die bizarr wirkende Werbe-Tour der „Hüterin der Krone“ durch Rumänien.

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Ema y Gastón - CHL 2019, Regie: Pablo Larraín, mit Mariana Di Girolamo, Gael Garcia Bernal, Santiago Cabrera, 102 Min., span. OmU

ab Do. 22.7. / 18.00

Ema ist Mitte Zwanzig, als sie eine Entscheidung trifft, die sich nicht rückgängig machen lässt. Eigentlich lief es gut in der Ehe mit Gastón, der gleichzeitig auch Choreograph ihrer Tanzkompanie ist. Doch als Emas Schwester von Polo, ihrem Adoptivsohn, schwer verletzt wird, gibt sie ihn kurzerhand zurück ans Jugendamt, wie einen bissigen Hund. Nicht nur Gastón ist entsetzt über diese herzlos erscheinende Tat, und die Ehe geht in die Brüche. Emas Leben liegt in Scherben, doch statt zu verzweifeln, ergreift die junge Tänzerin die Flucht nach vorn. Der Streetdance Reggaeton, den Gastón als herablassend als Knastmucke bezeichnet, wird zum Ausdruck von Emas Rebellion. Bewaffnet mit einem Flammenwerfer und jeder Menge Tatendrang streift Ema mit ihrer Truppe durch die chilenische Hafenstadt Valparaíso und sucht nach ihrer nächsten erotischen Eroberung.

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D 2021, Regie: Henrika Kull, mit Katharina Behrens, Adam Hoya, Nele Kayenberg, 90 Min.

ab Do. 22.7. / 20:00

Eine Liebesgeschichte, die in einem Bordell beginnt – das klingt erstmal ungewöhnlich. Maria ist Mitte 20 und neu in Berlin, als sie Sascha kennenlernt, eine der älteren Sexarbeiter*innen. Von Anfang an fühlen sie sich zueinander hingezogen. Sascha ist fasziniert von der jungen Italienerin, die in den Pausen in ihrem Notizbuch kritzelt und offen zu ihrer queeren Identität steht. Maria wiederum bewundert Saschas Charisma und ihre besondere Position unter den Kolleg*innen. Aus einem vorsichtigen Flirt entwickelt sich rasch eine aufregende innige Beziehung zwischen den beiden Frauen. Von der neuen Liebe beflügelt, entschließt sich Sascha, Maria ihrem 11-jährigen Sohn Max vorzustellen, der bei seinem Vater auf dem Land lebt. Doch im Umfeld des konservativen Dorfes und weit ab vom diversen Berlin bekommt das junge Beziehungsglück Risse.

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D 2020, Drehbuch, Regie, Kamera und mehr: Matthias Ditscherlein, 90 Min.

ab Do. 22.7. / 20:30

Als Helmut Göldner mit 15 Jahren das erste Mal „Kino machte“, war es um ihn geschehen. 60 Jahre ist das her. Seit damals und auch heute noch bestimmen Filmrollen, Projektoren und Landstraßenkilometer sein Leben. Und die ganze Familie im Örtchen Sieglitz, irgendwo in Sachsen-Anhalt, wird auch noch dafür eingespannt. Beinahe täglich ist der 75-jährige mit ungebrochener Energie unterwegs, um dort Filme zu zeigen, wo es schon lange kein Kino mehr gibt. Mit einem Projektor aus dem Jahr 1938 reist Helmut Göldner von Dorfplatz zu Dorfplatz, um die Bewohner*innen mit seinem mobilen Kino zu unterhalten. Voller Empathie weiß er um die Sorge und Nöten seiner Besucher*innen, die häufig lange überlegen müssen, ob sie sich eine Karte leisten können.
Der Regisseur Matthias Ditscherlein zeigt in „Kinomann“ eine fast vergessene Zeit – und was Kino für Menschen sein kann. Die Weltpremiere bei den 54. Internationalen Hofer Filmtagen erfolgte ganz traditionell analog auf 35 mm. „Ein Film für das Kino, für das gemeinsame Erleben und gegen die Vereinzelung. Ein Film für das Weitermachen, für das kompromisslose Leben einer Idee, an die man glaubt, egal was die anderen dazu sagen.“ (Matthias Ditscherlein, Hofer Filmtage)

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KinderKino

GB/F 2020, Regie: Marc Munden, mit Dixie Egerickx, Colin Firth, Julie Walters, 100 Min., FBW-Prädikat: bes. wertvoll, ab 9 J.

Sa. 17.7. + So. 18.7. / 15:00  //  Sa. 24.7. + So. 25.7. / 15:30

Die zehnjährige Mary Lennox wächst in Indien auf. Von ihren Eltern erhält sie nur wenig Beachtung, von den Dienern der Familie wird sie dafür rund um die Uhr verwöhnt. Als das gesamte Haus einer Choleraepidemie zum Opfer fällt, wird sie als einzige Überlebende zu einem unbekannten Verwandten nach England geschickt. Ihr Onkel Archibald Craven lebt auf dem düsteren Schloss Misselthwaite in den Mooren von Yorkshire. Neugierig beginnt Mary das Haus mit den hundert verschlossenen Türen und den umliegenden Garten zu erkunden. Dabei stößt sie auf ein verstecktes Tor, mit dichtem Efeu berankt und seit über zehn Jahren verschlossen. Dahinter liegt ein geheimer Garten, der weitaus mehr ist, als es am Anfang scheint. Gemeinsam mit ihrem kränklichen Cousin Colin und ihrem neuen Freund Dickon entdeckt sie eine farbenprächtige und nahezu magische Welt, die nicht nur ihr eigenes Leben von Grund auf verändern wird.
Fantastische Bilder und psychologisches Feingefühl – die Wiedergeburt des Klassikers von Frances Hodgson Burnett erstrahlt in neuem Glanz.

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S 1962, Regie: Olle Hellbom, mit Torsten Lilliecrona, Louise Edlind, Maria Johansson, 90 Min., empfohlen ab 6 Jahren

Sa. 24.7. + So. 25.7. / 15:00  //  Sa. 31.7. + So. 1.8. / 15:30

Auf der kleinen Insel Saltkrokan vor der schwedischen Küste ist zum Sommer hin immer ordentlich was los! Dann kommen nämlich die seltsamen Leute aus der Großstadt, um ihren Urlaub am Meer zu verbringen. Die kleine Tjorven und ihr treuer Hund Bootsmann kennen das alljährliche Theater schon, seit sie denken können. Doch diesen Sommer zieht die Familie Melkerson ins Ferienhaus nebenan ein, und gleich freundet sich Tjorven mit dem gleichaltrigen Pelle an. Zusammen gibt es auf Saltkrokan unzählige Abenteuer zu erleben!

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