Kommende Gäste & Specials

D 2023, Buch, Regie: Kollektiv Amitié, 102 Min., div. OmU

Mi. 28.2. / 20:00mit Gast: Anna Stieblich, Schauspielerin

Zwei Menschen reisen in einem Bus an: Agnieszka aus Polen, zur Pflege eines älteren Herrn, der langsam ins Vergessen abdriftet. Dieudonné von der Elfenbeinküste, um in einem riesigen Gewächshaus zu arbeiten. Sie sind nicht allein. Heerscharen von freundlichen Pflegekräften kümmern sich um verwirrte Deutsche. Arbeitsmigrant:innen ernten, verpacken und liefern Biogemüse aus. Auf den ersten Blick mag dies wie ein Sklavenhalter-System des 21. Jahrhunderts aussehen. Doch die vermeintlich Subalternen kommunizieren über ein perfektes Netzwerk: Die AMITIÉ. Eine selbstlernende künstliche Intelligenz, die in der Lage ist, Informationen auszutauschen, Sprachen zu lehren, Migrationsrouten zu vergleichen, Jobs zu vermitteln und Geld zu transferieren. Eine KI, der sich jede:r anschließen, eine virtuelle Realität, in die jede:r eintreten kann. Freundschaft hat Fraternisieren ersetzt. Wäre da nicht der verrückte Polizist, der auf Schleuserjagd ist! (Verleihtext)

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D/GEO 2023, Buch, Regie: Veit Helmer, 83 Min., ohne Dialog

Do. 29.2. / 17:30Vorpremiere mit Regisseur Veit Helmer & Livemusik vom georgischen Frauenchor Phazi

Zwei Gondeln einer altmodischen Seilbahn in den georgischen Bergen kreuzen sich alle halbe Stunde. Die Bahn verbindet eine Kleinstadt im Tal mit einem Bergdorf. Iva und Nino sind die Schaffnerinnen: Immer dann, wenn Ivas Gondel hochfährt, fährt Ninos Gondel runter und umgekehrt. Iva ist neu im Team und begegnet Nino bloß durch flüchtige Blicke und kollegiale Grüße von Gondel zu Gondel. Passagiere haben sie nur wenige, dafür einen diktatorischen und eifersüchtigen Boss. Bald wird aus den Grüßen ein humorvolles Necken und später sogar ein Flirt. Dabei kommunizieren Iva und Nino völlig ohne Worte und sagen doch alles, wenn sie ihre Gondeln in Raumschiffe verwandeln oder einander im Flug Äpfel pflücken. Und dann sich begegnen die zwei sich zum ersten Mal nach Feierabend am Boden. Ninos Wunsch, als Flugbegleiterin zu arbeiten und den Ort zu verlassen, stellt die junge Liebe auf eine harte Probe.

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Filme vom 22.2. bis 28.2.

S/DK 2023, Regie: Axel Danielson, Maximilien Van Aertryck, 88 Min., DF / teilw. OmU

Ab Do. 22.2. / 17:30

Für ihren Found-Footage-Dokumentarfilm über das Verhältnis von Mensch, Abbild und Kamera, von den Anfängen der Fotografie bis ins Internetzeitalter, haben Axel Danielson und Maximilien Van Aertryck über Jahre Material gesammelt. Mit ihrer Collage aus Archivmaterial, Amateurvideos, Live-Streaming und Videoschnipseln nehmen sie uns mit auf eine Reise durch die Filmgeschichte: Von der Geburt der Camera obscura zur ersten Filmvorführung, von der Erfindung der Webcam zum ersten viralen Video. Sie erzählen vom Aufstieg der Bildkultur und Folgen. Was bedeutet es für uns und unsere Gesellschaft, tagtäglich einer stetigen Flut von aus Bildern ausgesetzt zu sein, die um unsere Aufmerksamkeit wetteifern?
Noch nie wurde Mediengeschichte so umwerfend vermittelt – ein bildgewaltiges Feuerwerk und scharfsinnige Medienkritik zugleich, ausgezeichnet auf der Berlinale mit dem „Cinema Vision 14plus“-Preis und einer lobenden Erwähnung der Jugendjury Generation 14+

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BUL/D 2023, Regie: Stephan Komandarev, 119 Min., OmU

Ab Do. 22.2. / 18:00

In einer kleinen Stadt im Nordosten von Bulgarien lebt die pensionierte Lehrerin Blaga, 70 Jahre alt und frisch verwitwet. Nun möchte sie für sich und ihren Mann ein schönes Grab kaufen. Ihre Ersparnisse reichen gerade so dafür, und sie kann eine Anzahlung machen. Es bleiben 40 Tage, bis ihr Mann begraben sein muss. So lange verweilt nach christlich-orthodoxem Glauben die Seele des Verstorbenen noch auf der Erde. Da ruft ein Polizist bei ihr an, der sie um Mithilfe bei der Festnahme einer Bande in ihrem Viertel bittet. Dafür solle sie all ihre Wertsachen vom Balkon werfen, das Viertel sei umstellt und in wenigen Stunden erhalte sie alles zurück. Ängstlich kommt Blaga der Aufforderung nach und merkt erst später, dass sie auf einen Telefonbetrüger reingefallen ist. All ihre Ersparnisse sind weg und sie kann den Grabstein ihres Mannes nicht bezahlen. Die Polizei hilft ihr nicht weiter, die Bank verwehrt einen Kredit und einen Job findet sie wegen ihres Alters nicht mehr. Also muss sie eine Entscheidung treffen, die ihre moralischen Grundsätze auf den Kopf stellt. Blaga beginnt, sich mit der Arbeitsweise der Telefonbetrüger zu befassen und lässt sich als Botin rekrutieren. 
Der neue Film des renommierten bulgarischen Regisseurs Stephan Komandarev (THE JUDGEMENT, ROUNDS) thematisiert universelle Fragen um Schuld und Gerechtigkeit. Einer der meist ausgezeichnetsten Filme des Jahres mit über 17 internationalen Filmpreisen, u.a. dreifacher Gewinner des Internationalen Filmfestivals Karlovy Vary.

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CH 2023, Konzept, Regie: Karin Bucher, Thomas Karrer, 84 Min., engl. OmU

Ab Do. 22.2. / 20:00

„Welcome to City Beautiful“ steht auf Plakatwänden in der indischen Stadt Chandigarh. Chandigarh entstand 1951 auf dem Reißbrett. Nach der Teilung Indiens und der Befreiung aus der Kolonialherrschaft Englands sollte am Fuße des Himalayas aus dem Nichts eine neue Hauptstadt für den Punjab gebaut werden. Die alte Hauptstadt Lahore war Pakistan zugeteilt worden. Die Planstadt Chandigarh stand für die neue Demokratie, den Fortschritt und den Glauben an die Zukunft. Engagiert wurden dafür Architekten aus dem Westen. Zuerst Albert Mayer, dann der schweizerisch-französische Architekt Le Corbusier. Für Le Corbusier bot Chandigarh die einmalige Gelegenheit, sein Lebenswerk zu vollenden und seine städtebaulichen Ideen umzusetzen. Seine Vision war die einer modernen, humanen und gerechten Stadt, nach dem «Mass des Menschen» erbaut, die ein kulturelles Leben und ein harmonisches Zusammenspiel von Mensch und Natur ermöglichte.
Zum 70-jährigen Bestehen der Planstadt von Le Corbusier fragen Karin Bucher und Thomas Karrer nach, ob in Chandigarh diese Vision Realität geworden ist. Auf Streifzügen treffen wir Bewohner*innen und tauchen in das alltägliche Leben ein, welches sich die baulichen Strukturen zu eigen gemacht hat. Wir begleiten Menschen auf ihren Wegen durch die Stadt und suchen Orte auf, wo alte Träume und gegenwärtiges Leben, Utopie und Alltag, Zerfall und Schönheit sichtbar sind. Ein Zeitzeuge erinnert sich an die Gründerzeit. Die Direktorin des Le Corbusier Centers, ein Künstler, ein Schauspieler und ein Architekt erzählen vom Wagnis, sich in Chandigarh niederzulassen. Bester Film beim Venice Architecture Film Festival 2023.

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La memoria infinita – CHI 2023, Regie: Maite Alberdi, 85 Min., span. OmU

Ab Do. 22.2. / 20:30

„Erinnerung ist Identität” – der Satz beschreibt vielleicht am treffendsten, worum es in der neuen Dokumentation der Regisseurin Maite Alberdi geht. Was bleibt von der Vergangenheit, wenn das Gedächtnis schwindet? Wer sind wir ohne unsere Erinnerungen? Wie wichtig es ist, nicht zu vergessen, weiß der chilenische Journalist Augusto Góngora sehr genau. Góngora ist einer der prominentesten Chronisten der Verbrechen des diktatorischen Pinochet-Regimes. Seit einigen Jahren kämpft er mit geistigen und körperlichen Aussetzern aufgrund einer Alzheimer-Erkrankung. Doch Augusto ist nicht allein. Seit mehr als 20 Jahren stets an seiner Seite ist Partnerin Paulina Urrutia, bekannte Schauspielerin und ehemalige Kultusministerin in Chile. Das Paar hat sich immer gemeinsam allen Herausforderungen gestellt, so bekämpft es auch die unaufhaltsam voranschreitende Krankheit Augustos gemeinsam. Jeden Tag lernen sich die beiden Liebenden neu kennen, verbunden in inniger Zuneigung, Geduld und Zärtlichkeit.
Alberdis Dokumentation wurde unter anderem mit dem großen Preis des Sundance Festivals 2023 ausgezeichnet. In Chile wurde der Film zur erfolgreichsten Dokumentation aller Zeiten erklärt verdrängte sogar den Sommer-Hit „Barbie” von Platz 1 der Kinocharts. Augusto Góngora verstarb wenige Monate nach der Premiere des Films im Alter von 71 Jahren.

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Kinder- & Jugendkino

D/A 2023, Regie: Mike Marzuk, 100 Min, FSK: 0, empf. ab 8 J.

Sa. 24.2. + So. 25.2. / 15:00 // Sa. 2.3. + So. 3.3. / 15:30

Das Chaos trägt vier Vor-, aber nur einen Nachnamen: Die Martini-Schwestern Livi, Tessa, Malea und Kenny haben auf den ersten Blick wenig gemeinsam. Während Livi sich für Umwelt- und Tierschutz engagiert, interessiert sich Tessa bloß für Make-Up und Jungs. Malea will Spionin werden wie James Bond und Kenny, die Jüngste, wünscht sich ein eigenes Pony. Meistens versuchen sie, sich aus dem Weg zu gehen, denn die eigenen Geschwister sind ja mindestens so peinlich wie Mama und Papa. Das ändert sich, als sie unerwarteten Besuch von Paul bekommen. Paul ist ein Pinguin und wurde aus dem Zoo entführt. Dahinter stecken zwei Magier, die den Pinguin als Attraktion für ihre Show benutzen wollen. Doch das wollen die Schwestern auf keinen Fall zulassen, dabei sind sich alle vier ausnahmsweise einig!
Die Komödie für die ganze Familie basiert auf der mittlerweile zehn Bände umfassenden gleichnamigen Buchreihe von der deutschen Autorin Dagmar H. Mueller.

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D 2023, Regie: Thomas Stuber, mit Elisabeth Bellé, Lale Andrä, Noél Kipp, 90 Min., FSK: 6, empfohlen ab 9 Jahren

Sa. 2.3. / 15:00 // So. 3.3. / 15:00KIJUKO Club // Sa. 9.3. + So. 10.3. / 15:30

So hatte sich Tammi ihre Ferien nicht vorgestellt: Statt Urlaub auf Formentera zu machen, fährt sie mit ihrer Mutter irgendwo in die Pampa zur Beerdigung ihres Opas Jackel, einem Jahrmarktbesitzer, den sie nie gekannt hat. Dort trifft sie auf ihre Tante Britta, Cousin Umbo und Cousine Keks, mit denen sie zunächst nicht viel anfangen kann. Auch sonst ist es in dem Freizeitpark nur langweilig und Handyempfang gibt es auch nicht. Doch dann schlägt ein Blitz in die Geisterbahn ein und drei der Figuren erwachen zum Leben. Hexe, Riese und Rumpelstilzchen sorgen mit ihren magischen Fähigkeiten für jede Menge Chaos. Plötzlich müssen Tammi, Umbo und Keks gemeinsam nicht nur den Freizeitpark retten, sondern auch noch ihre zerstrittene Familie wieder versöhnen.
„Spuk unterm Riesenrad” ist die Neuverfilmung der gleichnamigen DDR-Kultserie aus den 1980er Jahren, die beim Publikum damals wie heute sehr beliebt ist.

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