Kommende Gäste & Specials

UA 2020, Regie: Taras Dron, mit Maryna Koshkina, Oleg Shulga, Larysa Rusnak, 100 Min., OmengU

Mi. 7.12. / 18:00mit Einführung: Elias Angele, Forschungsstelle Osteuropa, Uni Bremen

Yulia ist eine erfolgreiche Sportlerin, eine Mixed Martial Arts-Kämpferin. Als sie erfährt, dass ihr Freund Denys im Krieg in der Ostukraine gefallen ist, verändert sich ihr Leben schlagartig. Die Öffentlichkeit erwartet von ihr, den Trauerschleier zu tragen und von nun an in der Rolle der Witwe eines Kriegshelden aufzutreten. Aber Yulia will ihr Leben und ihre Rolle selbst bestimmen. Sie wagt es sogar, eine neue Beziehung mit Maksym einzugehen, was Denys‘ Mutter sehr missfällt.

„Im Film gibt es eine weitere spannende Frauenrolle: die Mutter des verschollenen Soldaten. Da seine Leiche nicht gefunden wird, gibt sie die Hoffnung, dass er noch am Leben ist, nicht auf. Beide Frauenfiguren werden einander gegenübergestellt: die eine möchte weiterleben, die andere hält an der Vergangenheit fest. Damit greift der Film klassische Frauenrollen der sozialistischen Kriegsfilme auf: die Mutter, die symbolisch für das Heimatland steht, und die Geliebte, die die friedliche moderne Gesellschaft repräsentiert. So erzählt BLINDFOLD nicht nur eine individuelle Geschichte, viel mehr ist der Film ein Kommentar auf die Auswirkungen des seit 2014 andauernden Krieges in der Ukraine auf das gesamte gesellschaftliche Gefüge. Die Themen, die der Film behandelt, sind vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine aktueller denn je. Dabei erschien der Film schon 2020 und verdeutlicht damit, dass der Krieg den Alltag der Menschen in der Ukraine schon lange bestimmte, bevor er 2022 im Westen präsent wurde." (Text: Filmfestival Cottbus)

Eine Veranstaltung im Rahmen der bundesweiten Filmreihe „Frauenrollen im Sozialismus und danach“, die Teil des 32. Filmfestival Cottbus war. Gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Weiterlesen...
F 1930, Regie: Julien Duvivier, mit Dita Parlo, Ginette Maddie, Andrée Brabant, Madame Barsac, 89 Min.

Fr. 9.12. / 20:00Stummfilm mit elektronischer Livemusik von Jan van Hasselt und Gregor Hennig

Denise, eine junge Waise aus der Provinz, kommt nach Paris, um im kleinen Laden ihres Onkels zu arbeiten. Ihr Onkel hatte ihr nach dem Tod ihres Vaters eine Anstellung in seinem Stoffgeschäft in Aussicht gestellt. Doch als Denise in der Metropole ankommt, zerplatzen ihre Träume. Gleich gegenüber vom Laden ihres Onkels hat kürzlich ein prächtiges Kaufhaus eröffnet, das „Paradies der Damen“. Dieses wartet mit einem größeren Angebot und niedrigeren Preisen auf – da können die Einzelhändler in der Umgebung nicht mithalten. Doch Denise ergattert eine Anstellung als Modell im „Paradies der Damen“ und verliebt sich prompt in den Besitzer des Imperiums. Die Situation spitzt sich zu, als Denise’ Cousine stirbt.
Julien Duviviers Adaption der gleichnamigen Romanvorlage von Emile Zola zählt zu den großen französischen Stummfilmklassikern.

Weiterlesen...

Filme vom 1.12. bis 7.12.

F 2022, Regie: Amandine Fredon & Benjamin Massoubre, Animation, 86 Min., OmU

ab Do. 1.12. / 17:30

Über ein großes Blatt Papier gebeugt, irgendwo zwischen Montmartre und Saint-Germain-des-Prés im Paris der 1950er Jahre, erwecken Jean-Jacques Sempé und René Goscinny einen lachenden und schelmischen kleinen Jungen zum Leben, den kleinen Nick. Zwischen Kameradschaft, Streit, Raufereien, Spielen, Dummheiten und haufenweisen Strafen erlebt Nick eine fröhliche und glückliche Kindheit. Im Laufe seiner Abenteuer schlüpft der neugierige Junge immer wieder auf den Schreibtisch seiner Schöpfer und stellt sie zur Rede. Sempé und Goscinny erzählen Nick von ihrer Begegnung, ihrer Freundschaft, aber auch von ihren Lebenswegen, Geheimnissen und ihrer Kindheit.
„Die Geschichten des kleinen Nick“ wurden schon als Realfilme umgesetzt, „Der kleine Nick erzählt vom Glück“ in Zeichentrickform ist aber der erste Film, der der Vorlage von Autor Rene Goscinny und Zeichner Jean-Jacques Sempé wirklich entspricht. Die zauberhaften Zeichnungen fangen den Charme der Bücher ein und sind die perfekte Übertragung vom Buch zum Bewegtbild. Der ganz eigene Stil der Kinderbücher gepaart mit einer Erzählung über die Künstler, die den kleinen Nick erschufen, setzt den beiden ein Denkmal.
Der auf der französischen Buchserie „Le petit Nicolas“ basierende Animationsfilm feierte seine Weltpremiere bei den 75. Filmfestspielen von Cannes und wurde als Bester Spielfilm beim Festival in Annecy ausgezeichnet.

Weiterlesen...
S/B/N 2022, Regie: Magnus Gertten, 92 Min., frz./schwed./engl./span. OmU

ab Do. 1.12. / 20:00

Weihnachten 1944 im KZ Ravensbrück lernen sich zwei Inhaftierte kennen, die belgische Opernsängerin Nelly Mousset-Vos und die chinesische Widerstandskämpferin Nadine Hwang. Ab diesem Moment verbringen die beiden Frauen so viel Zeit wie möglich miteinander. Kurz vor Kriegsende werden sie für einige Monate getrennt, finden sich wieder, ziehen zusammen nach Venezuela, um dort ihre Liebe frei leben zu können, und später nach Brüssel.
Viele Jahre lang wurde ihre Liebesgeschichte geheim gehalten, sogar vor einigen ihrer engsten Familienmitglieder. Nach 20 Jahren hat Nellys Enkelin Sylvie nun das Privatarchiv des Liebespaars geöffnet, weil sie in Magnus Gerttens Doku „Every Face has a Name“ Nadine Hwang erkannt und ihn kontaktiert hatte, um ihre Familiengeschichte aufzuarbeiten. In Fotografien, Super-8- und Audioaufnahmen sowie in poetischen und erschütternden Tagebucheinträgen stößt die Enkelin auf die Erinnerungen ihrer Großmutter an das KZ und auch auf Zeugnisse eines gemeinsamen Lebens mit Nadine – einer Paarbeziehung, die von der Familie nie als solche benannt wurde.
Magnus Gertten berührender Dokumentarfilm erzählt eine bemerkenswerte Geschichte über den Horror des Krieges, gut gehütete Familiengeheimnisse und die Liebe gegen alle Widerstände.

Weiterlesen...
CH 2022, Regie: Susanne Regina Meures, 97 Min.

ab Do. 1.12. / 20:30

Die vierzehnjährige Leonie aus einem Berliner Vorort verdient als Influencerin ihr Geld. Ihre Eltern unterstützen sie, wo sie können, denn sie wünschen sich für Leonie ein besseres Leben, als sie es als Arbeiterfamilie haben. Über vier Jahre hat Susanne Regina Meures die Familie begleitet. Zu Beginn der Dreharbeiten hat Leonie etwas mehr als eine halbe Million Fans, am Ende sind es 1,6 Millionen auf YouTube, Instagram und TikTok. Vater Andreas und Mutter Sani machen das Management, löschen auch die Hasskommentare im Internet.
Und Leonie muss liefern für ihre Follower*innen, die zu ihr aufschauen und so sein wollen wie sie. Darunter auch ihr größter Fan Melanie aus Bayern. Melanie verbringt oft zwölf bis 17 Stunden am Handy, um Bilder und Videos von Leonie zu bearbeiten und auf Social Media zu verbreiten. Ihr größter Traum ist es, Leonie endlich zu treffen. Leonie jedoch leidet zunehmend unter dem starken Druck, immer das makellose Idol sein zu müssen – nur eine der vielen Schattenseiten des „perfekten” Lebens als Influencerin. »86 Prozent der befragten Teenager streben eine Karriere als Influencer:in an. 80 Prozent aller Brands setzen auf Influencer-Marketing«, heißt es einmal im Film.

Weiterlesen...

KinderKino

Für Kinder ab 10 Jahren, Teilnahme kostenlos – Anmeldung erforderlich ⇒ info@filmbuero-bremen.de 

Sa. 10.12. / 10:00 – 14:00 in Kino 3

Wie sollen die Städte in der Zukunft aussehen? Was muss sich verändern? Was muss weg? Was muss dazukommen? Wie soll das Zusammenleben funktionieren? Wer soll das alles bestimmen? In diesem Kreativworkshop beschäftigen wir uns mit diesen Fragen und machen eure Ideen für unsere Städte von morgen sichtbar und hörbar. Hierzu entwickeln wir zunächst gemeinsam Ideen und Konzepte, zu denen wir dann Bilder malen und zeichnen oder dreidimensonale Objekte basteln. Von diesen Ergebnissen machen wir Fotos und fügen sie zu einem einfachen Animationsfilm zusammen. Eure Stimmen werden der Soundtrack zu diesem Film sein. Ihr gebt hier also den Ton an. Der Film, die Bilder und Objekte werden im Anschluss an den Workshop im Foyer des Kinos ausgestellt. Am Abend beim Symposium wird der Film den Gästen und einigen lokalen Politiker*innen auf der Kinoleinwand präsentiert.

Für die Teilnahme am Workshop sind keine Vorkenntnisse notwendig. Fantasievolle Ideen und Spaß an der kreativen Umsetzung sind das Wichtige.

Teilnahme kostenlos – Anmeldung erforderlich ⇒ info@filmbuero-bremen.de 

Sa. 10.12. / 10:00 – 14:00 in Kino 3

Weiterlesen...
D 2022, Regie: Ali Samadi Ahadi, mit Uwe Ochsenknecht, André Jung, ChrisTine Urspruch, 81 Min., ab 6 Jahren

Sa. 10.12. + So. 11.12. / 15:30

Um überleben zu können, brauchen Mucklas Chaos und Durcheinander. Doch da die Menschen immer ordentlicher leben und nichts mehr herumliegen lassen, sind die Mucklas heute fast vollständig ausgestorben. Zum Glück gibt es aber noch einen kleinen Stamm, der seit mehreren Generationen im chaotischenKramladen von Herrn Hansson lebt. In seinem Sammelsurium an Dingen fühlen sie sich besonders wohl. Doch als ein neuer Besitzer den Laden übernimmt, ändert sich schlagartig das alles für die Mucklas. Der Nachmieter ist nämlich nicht nur ein regelrechter Ordnungsfanatiker, sondern zugleich ein Kammerjäger, der ihnen an den Kragen will. Darum werden die kleinen Mucklas Svunja, Tjorben und Smartö losgeschickt, um für ihren Stamm ein neues Zuhause zu finden. Auf ihrer abenteuerlichen Reise müssen die drei lernen, sich und anderen zu vertrauen.

Weiterlesen...
D 2021, Regie: André Hörmann, 90 Min., mit Levi Eisenblätter, Jonas Oeßel, Meike Droste, ab 10 Jahren

Sa. 10.12. + So. 11.12. / 15:00  //  Sa. 17.12. + So. 18.12. / 15:30

Pauls Vater Thomas ist schon seit einem Jahr verschwunden und für alle scheint die Suche nach ihm vergebens. Die Leute im Dorf halten Thomas für einen Spinner, der sich Hals über Kopf auf Expedition ins Nirgendwo begab. Und selbst Pauls Mutter würde gern mit ihrem neuen Freund zusammenziehen, statt weiter den alten Geschichten nachzuhängen. Doch Paul gibt seinen Vater nicht verloren. Der Zwölfjährige weiß noch, dass dieser sich damals aufmachte, um eine geheime Höhle im Schwarzwald zu entdecken, von der er in einer Sage gelesen hatte. Kurz vor den Sommerferien stößt Paul auf die alten Aufzeichnungen seines Vaters und fasst einen abenteuerlichen Entschluss: Zusammen mit seinem besten Freund Max will er Thomas auf eigene Faust finden. Doch die Bergwälder der Schwäbischen Alb zu durchqueren erweist sich als ziemlich schwierig und noch dazu gefährlich.

Weiterlesen...