Kommende Gäste & Specials

CS/D 2014, Regie: Douglas Wolfsperger, 85 Min.

Mi. 8.2. / 20:00mit Regisseur Douglas Wolfsperger

Wie gelingt es, die Erinnerung an die Verbrechen der Nazi-Zeit und das Gedenken an die vielen Opfer des Holocausts lebendig zu halten? Und vor allem – wie bringt man das Thema Schüler*innen näher, sodass die Vergangenheit 70 Jahre später nicht in Vergessenheit gerät? Die Jugendlichen der Theatergruppe „Die Zwiefachen” sehen nach dem Holocaust im Geschichtsunterricht das Thema als erledigt an. Sie haben ganz eigene persönliche Probleme. Der Oper „Brundibár” als neuem Theater-Projekt stehen sie eher skeptisch gegenüber. Hans Krásas Kinderoper wurde 1944 im Ghetto Theresienstadt aufgeführt und trägt ein schweres historisches Erbe. Als die Theatergruppe Greta Klingsberg kennenlernt, Holocaust-Überlebende und ehemalige Kinderdarstellerin aus „Brundibár”, wird alles anders. Durch die entstehende Freundschaft fangen die Jugendlichen an, sich persönlich mit den Verbrechen der NS-Zeit auseinanderzusetzen.

Eine Veranstaltung der Heinrich Böll-Stiftung Bremen und des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ der Landeszentrale für politische Bildung Bremen im Rahmen des Gedenkprogramms 27. Januar. Anmeldung zur kostenlosen Schulvorstellung am Do. 9.2. unter kontakt@boell-bremen.de

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AU/IND/SEN/INO 2021, Regie: Irja von Bernstorff, 88 Min.

Di. 14.2. / 18:00vorgestellt von: Dr. Yvette Gerner

Dass die menschengemachte Klimakrise eine der größten Gefahren für die Menschheit und unseren Planeten darstellt, ist in der Wissenschaft längst belegt, trotzdem ändert sich in der globalen Umweltpolitik kaum etwas. Besonders hart trifft dies die jüngsten Generationen, die sich mit einer Zukunft auf einem womöglich unbewohnbaren Planeten und der Tatenlosigkeit der Politik diesbezüglich konfrontiert sehen. Irja von Bernstorff begleitet in ihrem Dokumentarfilm vier Mädchen zwischen 11 und 14 Jahren, die sich auf besondere und inspirierende Art und Weise in ihren Ländern gegen die Klimakrise engagieren. Fatou setzt sich in ihrem Heimatland Senegal gegen die enorme Wasserknappheit ein, während Sabyah sich gegen die Zerstörung der Korallenriffe vor der australischen Küste stark macht. In Indonesien kämpft Nina gegen die Plastik- und Müllberge, die in ganz Südostasien mittlerweile Realität sind und Gagan leistet Widerstand gegen die industrielle Landwirtschaft, die den Boden und die Luft im indischen Punjab zerstört.

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Filme vom 2.2. bis 8.2.

B/D/F/KAT 2022, Regie: Davy Chou, 116 Min., OmU

ab Do. 2.2. / 17:30

Freddie wurde als Baby von einem französischen Paar adoptiert und hat keine Erinnerungen an ihr Geburtsland Südkorea. Trotzdem ist es ein unweigerlicher Teil ihrer Biographie und Identität, etwas Unergründetes, was so untrennbar mit ihrer Person verbunden ist, und doch so fern und fremd. Entschlossen, der eigenen Herkunft auf den Grund zu gehen, bricht die charismatische 25-jährige in Frankreich alle Zelte ab und reist nach Südkorea. Dort angekommen macht sie sich auf die Suche nach ihren biologischen Eltern in einem Land, von dem sie kaum etwas weiß. Dank ihrer eigensinnigen Art und Weise, Menschen für sich zu begeistern, gewinnt Freddie schnell neue Bekannte in den Bars der Stadt, und auch der Kontakt zu den biologischen Eltern ist schneller hergestellt als gedacht. Während Freddies Mutter kaum Interesse an einem Wiederaufleben der Beziehung zu haben scheint, sucht ihr Vater die Nähe der unverhofft wiedergefundenen Tochter.

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D/F 2022, Regie: Helena Wittmann, 106 Min., engl., franz., portug., tamazight, serbokroatisch OmU

ab Do. 2.2. / 20:00

Wie in einem Traumzustand lebt Ida mit ihrer Besatzung von fünf Menschen an Bord eines Segelschiffes, mit dem sie das Mittelmeer bereist. Wohin, ist nicht wichtig, Freiheit und der Lauf der Wellen bestimmen die Navigation. In Marseille macht Ida, als sie im Vorort Aubagne ein umzäuntes Quartier passiert, jedoch eine faszinierende Entdeckung. „Wir brauchen Sonnenschein, wir brauchen Raum, um unsere Leichen zu bräunen, wir, die Elenden der Erde, wir, die Verwundeten aller Kriege“ heißt es im Gesang der dort ansässigen französischen Fremdenlegion. Diese Welt ist ihr völlig fremd, und Ida beschließt, die Fährte der Soldaten aufzunehmen. Die lange Seereise führt an der französischen Küste entlang über Korsika in die algerische Stadt Sidi bel Abbès, wo sich bis 1962 das Hauptquartier der Fremdenlegion befand. Während Ida und ihre Crew neugierig dem entgegenschippern, was wohl auf sie warten wird, verschwimmen Raum und Zeit, Realität und Traum immer weiter ins Unkenntliche.

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R/F/D/CH 2020, Regie: Kirill Serebrennikov, mit Semyon Serzin, Chulpan Khamatova, 145 Min., OmU

ab Do. 2.2. / 20:30

Während im postsowjetischen Russland die klirrende Winterkälte in jede Ritze dringt, kämpft die dreiköpfige Familie des Klempners Petrov mit einer hartnäckigen Grippe. Ihr Alltag vermischt sich mit wirren Fieberträumen. Die dunklen Tage verlaufen in einem Delirium voller Halluzinationen, in denen Wirklichkeit und Traum mit Kindheitserinnerungen verschmelzen, was einen schon mal verrückt machen kann. Trotz allem geht ihr Leben weiter. Petrov verarbeitet Alltagssituationen in seinen kleinen japanischen Comics, und seine Ehefrau, eine Bibliothekarin, entdeckt ihre Leidenschaft am Ermorden auffällig gewordener Männer.
Basierend auf Alexey Sainikovs gleichnamigen Roman legt Regisseur Kirill Serebrennikov eine sehr kritische wie auch ins Surreale driftende, schwarz-humorige Studie der heutigen russischen Gesellschaft vor. Die grippale Hölle, der Familie, die auch die Zuschauer*innen in einen Strudel von Schmutz, Rotz, Alkohol und Neonlichtern zieht, darf als bissiger und zorniger Kommentar verstanden werden. Serebrennikov hat wegen seines politisch-künstlerischem Engagement bereits mehrfach Repressionen des russischen Staates erlebt.

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D 2022, Regie: Tine Kugler & Günther Kurth, 99 Min.

ab Fr. 3.2. / 20:30

Die „Allee der Kosmonauten“ klingt eindrucksvoll. Doch wer wie Pascal, genannt Kalle, in den Plattenbauten dort im Berliner Bezirk Hellersdorf aufwächst, hat von vornherein nicht die besten Karten im Leben. Seine Mutter arbeitet viel, sein Opa trauert der DDR nach und die Oma kämpft gegen ihre Alkoholsucht, doch sie sind eine liebevolle Familie. Der zu Beginn des Filmprojekts Zehnjährige, aufgeweckt und begeisterungsfähig, will kein typisches „Ghetto-Kid“ sein.
Zehn Jahre lang haben Tine Kugler und Günther Kurth Kalle auf seinem Weg zum Erwachsenwerden mit der Kamera begleitet. Vertrauensvoll lässt Kalle sie an den Stationen seines Lebens teilhaben, das ihn vom „Schlüsselkind“ mit alleinerziehender Mutter über Hip-Hop und Mutproben als Teenager bis in die Straffälligkeit führen. Kalle wird wegen schwerer Körperverletzung zu einer Haftstrafe verurteilt und kämpft nach der Entlassung gegen sich selbst und den scheinbar vorgezeichneten Lebensweg eines „Knastis“. Mal voller Hoffnung und Ehrgeiz, mal von Ängsten und Problemen geplagt, erzählt der Film vom Aufwachsen in einer Gesellschaft, in der eben nicht alle die gleichen Chancen haben.

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KinderKino

D/CH 2022 Regie: Michael Krummenacher, mit Nicholas Ofczarek, Hans Marquardt, Benedikt Jenke, 106 Min., ab 6 Jahren

Sa. 4.2. / 15:00; So. 5.2. / 15:00mit action&fun! // Sa. 11.2. + So. 12.2. / 15:30

Als Großmutters geliebte Kaffeemühle gestohlen wird, haben Kasperl und Seppel sofort einen Verdacht: Der finstere Räuber Hotzenplotz muss es getan haben! Also machen sie sich auf, um dem Dieb das Handwerk zu legen. Ihr Plan geht allerdings gründlich schief. Die beiden müssen getrennte Wege gehen und werden entführt. Der eine landet in der Höhle des Räubers, der andere im Schloss des Zauberers Petrosilius Zwackelmann. Dort wartet auch die verwunschene gute Fee Amaryllis auf ihre Befreiung. Wird es den Freunden gelingen, den Schurken zu entkommen und ihren dunklen Machenschaften das Handwerk zu legen?

Die Neuverfilmung des Räuber Hotzenplotz begeistert als liebevoll-nostalgische Adaption eines absoluten Kinderbuchklassikers – das Buch erschien 1962.

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D/A 2022, Regie: Florian Siegl, mit Jack Wolfe, Iwan Rheon, Sabine Devieilhe, 124 Min., ab 10 Jahren

Sa. 11.2. + So. 12.2. / 15:00 // Sa. 18.2. + So. 19.2. / 15:30

Der 17-jährige Engländer Tim Walker träumt davon, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und professioneller Sänger zu werden. Als er am legendären Mozart-Internat in den österreichischen Alpen angenommen wird, ist er überglücklich. Eines Nachts entdeckt Tim im Internat ein geheimes Portal, das ihn direkt in die Welt von Mozarts „Die Zauberflöte“ befördert. Dort muss er die Rolle des Prinzen Tamino übernehmen und mithilfe des Vogelfängers Papageno die schöne Prinzessin Pamina befreien. Gleichzeitig geht tagsüber der Schulalltag mit all seinen Herausforderungen weiter: neue Freunde finden oder sich gegen gemeine Mitschüler wehren. Dann ist da auch noch die taffe Sophie, die ihm nicht mehr aus dem Kopf geht. Mozarts klassischer Opernstoff wird in diesem Filmabenteuer für die ganze Familie in einer fantastischen neuen Welt frisch aufgelegt.

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