Kommende Gäste & Specials

Programm: Wolfen (USA 1981), Sword of God (PL/B 2018), The Visit (USA 2015)

Sa. 31.10. / ab 18:00 mit Einführung

Als ob uns das Jahr 2020 bisher nicht schon genug Ängste und Grusel bereitet hätte: Wir laden Euch herzlich ein zu einem kleinen, aber feinen Halloween-Spektakel! Unsere Mischung aus drei sehr unterschiedlichen Horrorfilmen bietet eine Vielfalt aktueller Themen und wird jeder/jedem von Euch das Fürchten lehren: Im ökopolitischen Underground-Klassiker WOLFEN treiben grausige Geschöpfe ihr Unwesen im mystischen New York der frühen 1980er Jahre; SWORD OF GOD führt uns – eher unkonventionell inszeniert a la „Valhalla Rising“ und „Apocalypto“ – die blutige Realität der christlichen Missionierung im Mittelalter vor Augen; und schließlich sorgt THE VISIT als moderne Version von Hänsel und Gretel für schaurige, aber dennoch witzige Unterhaltung zum krönenden Abschluss.

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Filme vom 22.10. bis 28.10.

GB 2019, Regie: Jared P. Scott, 92 Min., OmU

ab Do. 22.10. / 17:30

In der Sahel-Zone Nordafrikas sind die Auswirkungen des Klimawandels schon lange zu spüren. Die Wüste breitet sich aus, die Dürreperioden verlängern sich und die Versorgung der Bewohner ist gefährdet. 2007 startete ein Projekt, um die Wüste aufzuhalten: Quer über den Kontinent soll ein 8.000 Kilometer langer Grüngürtel aus Bäumen wachsen, quasi eine Mauer, die Menschen verbindet, anstatt sie zu trennen.
Jared P. Scott begleitet die Sängerin und Aktivistin Inna Modja aus Mali, die Unterstützer*innen des Projekts aufsucht. Sie selbst hat ein Album aufgenommen, dessen Erlös in das Projekt fließt. Während ihrer Reise durch verschiedene Länder nutzt sie ihr musikalisches Talent, um Beziehungen aufzubauen. Inna Modja spricht mit den Menschen über ihre Träume und Ängste, die Verantwortung gegenüber der nächsten Generation. Viele der Gebiete, über die sich die Mauer erstrecken soll, sind von Konflikten gezeichnet und können nicht begrünt werden. In 21 afrikanischen Staaten ist die Initiative bereits tätig und es wurden insgesamt 15 Prozent der ursprünglich geplanten Bäume gepflanzt. Doch der Film macht auch Mut: Wenn wir gemeinsam handeln, können wir viel erreichen.

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D/DK 2019, Regie: Anders Østergaard & Erzsébet Rácz, 88 Min., engl. OmU

ab Do. 22.10. / 20:00

Günther Goldschmidt und seine Frau Rosemarie haben es die längste Zeit ihres Lebens genauso gemacht wie viele andere Überlebende Nazi-Deutschlands: die Vergangenheit ruhen gelassen. Selbst als erwachsener Mann weiß Martin nur wenig über die Lebensumstände seiner Eltern vor ihrer Flucht in die Vereinigten Staaten im Jahr 1941. Als seine Mutter stirbt, wird das Schweigen jedoch unerträglich. Endlich konfrontiert er seinen Vater mit dessen Vergangenheit.
In ungewöhnlicher filmischer Hybridform zwischen fiktionalen Elementen der Inszenierung und dokumentarischer Aufarbeitung erzählt Anders Østergaard die wahre Geschichte eines jüdischen Musikerpaars aus Oldenburg. Der Film basiert auf der realen Familiengeschichte des US-Amerikanischen Radiomoderators Martin Goldsmith, der in Arizona aufwuchs und lange nicht wusste, was seine Eltern erlebt hatten, bevor sie 1941 entkamen. Der Film über die Familie Goldschmidt zeigt den wunderbaren Bruno Ganz in seiner letzten Rolle.

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D 2019, Regie: Michael Fetter Nathansky, 104 Min.

ab Do. 22.10. / 18:00

Ein Unbekannter hat Monis Schwester Silke völlig grundlos von einer Brücke geschubst. Nach diesem verstörenden Angriff auf ihre kleine Schwester kehrt Moni aus Spanien in ihre Heimat nach Potsdam zurück. Silke ist zum Glück mit einem Schrecken und einer Halskrause davongekommen. Die Polizei tut den Angriff als Tat eines Betrunkenen ab, doch damit will Moni sich nicht zufrieden geben. Sie beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln, obwohl Silke dagegen ist. Der Täter ist schnell gefunden. Doch warum er es getan hat, kann René selber nicht mehr nachvollziehen. Er hat einen soliden Job, eine gute Beziehung zu seinen Eltern, enge Freundschaften. Bald zeigt sich, dass nichts so ist, wie es anfangs schien und sich die Wahrheit zwischen viel zu vielen Lügen versteckt. Ein Wechselspiel aus drei Perspektiven beginnt, ein dramaturgischer Tanz zwischen drei Menschen, zwischen Täter und Opfer, Selbstzweifeln und der Suche nach Vergebung.
„Sag du es mir“ gewann 2019 den Filmkunstpreis des 15. Festivals des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein.

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D 2020, Regie: Carmen Losmann, 89 Min.

ab Do. 22.10. / 20:30

Spätestens seit der Finanzkrise 2008 und dem großen Schaden für viele Menschen ist klar: Irgendetwas läuft in unserem Wirtschaftssystem schief – und das schon sehr lange. Wenn Großkonzerne keine Steuern bezahlen müssen, geschweige denn Verantwortungsbewusstsein für die Zerstörung der Umwelt einkalkulieren, wenn Normalverbraucher*innen dagegen für den Lebensunterhalt auf mehrere Jobs gleichzeitig angewiesen sind, kann man wohl kaum von einer Marktwirtschaft sprechen, die gerecht ist. Höher, schneller, besser, um jeden Preis – so lautet die Devise des Kapitalismus. Warum können wir angesichts der zahlreichen internationalen Krisen nicht einfach aufhören ständig weiter zu wachsen? Wohin soll das alles noch führen? Schafft sich der Kapitalismus wirklich selber ab? Mit der Kernfrage „Wie entsteht eigentlich das ganze Geld?“ geht Carmen Losmann (Work Hard Play Hard) den oftmals undurchsichtigen und komplizierten Prozessen nach, die unser aller Leben bestimmen oder auch vernichten können. Der Film zur Coronakrise.

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KinderKino

S 1972, Regie: Olle Hellbom, 94 Min., ab 6 J.

ab Sa. 24.10. / 15:00

Die Bewohner aus Lönneberga haben Geld gesammelt. Vielleicht könnte man Michel damit nach Amerika schicken? Die Magd Lina findet das zwar eine gute Idee, andererseits tun ihr aber die Amerikaner leid. Denn Michel ist bekannt für seine Streiche, genauso wie für seine immer größer werdende Männchensammlung. Diese schnitzt er im Tischlerschuppen, wenn er dort nach einem Streich zur Strafe mal wieder „nachdenken“ soll. Auch diesmal hat Michel wieder viele Ideen, die er unbedingt ausprobieren muss. Weder Flusskrebse, eine Blaubeersuppe noch die Geburtstagsfeier des Bürgermeisters sind vor ihm sicher. Doch als sein Freund Alfred erkrankt und draußen ein Schneesturm tobt, wächst Michel über sich hinaus.
Der gutmütige Michel, der im schwedischen Original von ¬Astrid Lindgren eigentlich Emil heißt, wächst einem mit seinen lustigen Streichen auch heute noch ans Herz. Ein Klassiker.

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D 2019, Regie: Tim Trageser, 97 Min., ab 8 Jahren

ab Sa. 31.10. / 15:00

Vampir Vlad zieht mit seinem Vater Barnabas ins sagenumwobene Crailsfelden, um dort die magische Penner-Akademie zu besuchen. Doch gleich am ersten Tag muss sich der 13-Jährige beim Anblick eines winzigen Blutstropfens vor versammelter Mannschaft übergeben. Und das als Vampir! Oberpeinlich! Zusammen mit seinen neuen Freunden Faye, einer Fee mit Flugangst und Wolf, einem Werwolf, der unter einer Tierhaarallergie leidet, droht er zur Lachnummer der ganzen Schule zu werden. Doch die drei Freunde halten zusammen, während sich in der Stadt nach und nach eine düstere Verschwörung offenbart: Erst soll Vater Barnabas von der verschlagenen Hexe Frau Circemeyer genötigt werden, mit einem wertvollen roten Kristall aus dem Familienbesitz seine Schulden zu begleichen, dann laufen einfache Zaubersprüche aus dem Ruder. Alles weist darauf hin, dass der Bürgermeister Louis Ziffer seine Hände im Spiel hat und ganz Crailsfelden ins Chaos stürzen wird, wenn die Wolf-Gäng ihn nicht aufhält.

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