Kommende Gäste & Specials

D 2021, Regie, Kamera: Volker Klotzsch & Oliver Matthes, 98 Min.

Do. 2.2. / 18:00mit Regisseur Volker Klotzsch und weiteren Gästen von Schattenriss e.V. und Weißer Ring e.V.

Der letzte Abend vor ihrer geschlechtsangleichenden Operation: Die 50-jährige Caroline wähnt sich endlich auf der Seite des Glücks. Als sich das Klinikum in die Nachtruhe begibt, verabschiedet sie sich von ihrem alten Ich „Ulrich“ und fühlt sich zum ersten Mal in ihrem Leben glücklich. Wochen später liegt ihr Vater im Sterben. Caroline blickt wie paralysiert von der Balkonbrüstung ihres Hochhauses in Leipzig und spricht über den ersten Missbrauch in ihrer Kindheit - an Heiligabend. Sehr bald wird ihr klar, dass sie ohne Verarbeitung ihres Traumas keine Chance hat, eine Zukunft aufzubauen und im neuen Geschlecht anzukommen. Mithilfe eines Therapeuten begibt sich Caroline zurück in ihre Vergangenheit – mit ungewissen Ausgang. (Quelle: 55. Internationale Hofer Filmtage 2021)
In Kooperation mit „Schattenriss e.V.“ und „Weißer Ring e.V.“

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USA 2019, Regie: Melina Matsoukas, 132 Min., OmU

Sa. 4.2. / 20:00mit Einführung / Black Story Month

Queen, eine junge Anwältin, und Slim, ein tief gläubiger junger Mann, sind nach ihrem ersten Date auf der gemeinsamen Heimfahrt im Auto, als sie von einem Polizisten angehalten werden. Die Verkehrskontrolle eskaliert, der Polizist beleidigt und misshandelt das afroamerikanische Paar. In Notwehr erschießt Slim ihn. Angelas Erfahrung mit dem Rechtssystem, wenn Schwarze betroffen sind, bewegt das unfreiwillige Paar zur Flucht Richtung Florida und Kuba. Was sie nicht wissen: Der Vorfall wurde gefilmt, die Aufnahmen gehen viral.
Melina Matsoukas bedient in ihrem Spielfilmdebut nicht die vornehmlich auf Spannung ausgelegten Klischees einer Verfolgungsjagd. „Sie entfaltet in diesem Roadmovie eine große poetische Kraft, die weit mehr ist als politische Polemik. In den meist nächtlichen Fahrten durch Amerika, in den vielen Begegnungen, in Ablehnung und Solidarität, öffnen sich ihre Figuren, geben sehr glaubhaft Ängste und bittere Erfahrungen preis. Das liegt nicht zuletzt am wunderbaren Spiel von Daniel Kaluuya („Get Out“) und Jodie Turner-Smith, die diesem Paar eine verletzliche Menschlichkeit schenken, die in kein Heldenschema passt.“ (Knut Elstermann, www.radioeins.de).
Als der Film 2019 in die Kinos kam, war er angesichts der Ereignisse in Atlanta um George Floyds Tod durch Polizeigewalt mit neuen Augen zu sehen. Was zu Beginn von „Queen & Slim“ unbescholtenen schwarzen Menschen in den USA passiert, die unberechenbare rassistische Polizeigewalt, die sie erleben, war plötzlich ein großes Thema in den realen Medien.

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D 1919, Regie: Ernst Lubitsch 65 Min.

So. 5.2. / 18:00mit Livemusik-Begleitung / Ort: Kulturkirche St. Stephani

Die temperamentvolle Tochter eines amerikanischen Geschäftsmannes, der als “Austernkönig” sein Vermögen mit Meeresfrüchten verdient hat, will unbedingt einen europäischen Adligen ehelichen. Das ruft den Prinzen Nuki auf den Plan. Der mittelose Adelige schickt jedoch seinen Diener Josef vor. Im Glauben, endlich einen wahren Thronfolger kennengelernt zu haben, heiratet die „Austernprinzessin” entschlossene diesen bei der erstbesten Gelegenheit. Auf die überstürzte Trauung der zwei folgt eine Kette turbulenter Ereignisse, die unter anderem in ein Trinkgelage und einen Boxkampf gipfeln.
Mit diesem Film etablierte Ernst Lubitsch seine eigene Form der rasanten Gesellschaftskomödie. Schon der „Film-Kurier“ zeigte sich 1919 beeindruckt: "Das ganze Lustspiel ist elegant und in einer Aufmachung gezeigt, wie nie zuvor in einem deutschen Lustspiel. Es ist ein eleganter Stil in dem Ganzen, der Schwung hat." Kurze Zeit später folgte der Durchbruch Lubitschs als erster internationaler Starregisseur deutscher Herkunft in Hollywood. In Kooperation mit dem Arbeitskreis Kirche & Kino.
Der Film wird durch die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zur Verfügung gestellt.

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Filme vom 2.2. bis 8.2.

B/D/F/KAT 2022, Regie: Davy Chou, 116 Min., OmU

ab Do. 2.2. / 17:30

Freddie wurde als Baby von einem französischen Paar adoptiert und hat keine Erinnerungen an ihr Geburtsland Südkorea. Trotzdem ist es ein unweigerlicher Teil ihrer Biographie und Identität, etwas Unergründetes, was so untrennbar mit ihrer Person verbunden ist, und doch so fern und fremd. Entschlossen, der eigenen Herkunft auf den Grund zu gehen, bricht die charismatische 25-jährige in Frankreich alle Zelte ab und reist nach Südkorea. Dort angekommen macht sie sich auf die Suche nach ihren biologischen Eltern in einem Land, von dem sie kaum etwas weiß. Dank ihrer eigensinnigen Art und Weise, Menschen für sich zu begeistern, gewinnt Freddie schnell neue Bekannte in den Bars der Stadt, und auch der Kontakt zu den biologischen Eltern ist schneller hergestellt als gedacht. Während Freddies Mutter kaum Interesse an einem Wiederaufleben der Beziehung zu haben scheint, sucht ihr Vater die Nähe der unverhofft wiedergefundenen Tochter.

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D/F 2022, Regie: Helena Wittmann, 106 Min., engl., franz., portug., tamazight, serbokroatisch OmU

ab Do. 2.2. / 20:00

Wie in einem Traumzustand lebt Ida mit ihrer Besatzung von fünf Menschen an Bord eines Segelschiffes, mit dem sie das Mittelmeer bereist. Wohin, ist nicht wichtig, Freiheit und der Lauf der Wellen bestimmen die Navigation. In Marseille macht Ida, als sie im Vorort Aubagne ein umzäuntes Quartier passiert, jedoch eine faszinierende Entdeckung. „Wir brauchen Sonnenschein, wir brauchen Raum, um unsere Leichen zu bräunen, wir, die Elenden der Erde, wir, die Verwundeten aller Kriege“ heißt es im Gesang der dort ansässigen französischen Fremdenlegion. Diese Welt ist ihr völlig fremd, und Ida beschließt, die Fährte der Soldaten aufzunehmen. Die lange Seereise führt an der französischen Küste entlang über Korsika in die algerische Stadt Sidi bel Abbès, wo sich bis 1962 das Hauptquartier der Fremdenlegion befand. Während Ida und ihre Crew neugierig dem entgegenschippern, was wohl auf sie warten wird, verschwimmen Raum und Zeit, Realität und Traum immer weiter ins Unkenntliche.

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R/F/D/CH 2020, Regie: Kirill Serebrennikov, mit Semyon Serzin, Chulpan Khamatova, 145 Min., OmU

ab Do. 2.2. / 20:30

Während im postsowjetischen Russland die klirrende Winterkälte in jede Ritze dringt, kämpft die dreiköpfige Familie des Klempners Petrov mit einer hartnäckigen Grippe. Ihr Alltag vermischt sich mit wirren Fieberträumen. Die dunklen Tage verlaufen in einem Delirium voller Halluzinationen, in denen Wirklichkeit und Traum mit Kindheitserinnerungen verschmelzen, was einen schon mal verrückt machen kann. Trotz allem geht ihr Leben weiter. Petrov verarbeitet Alltagssituationen in seinen kleinen japanischen Comics, und seine Ehefrau, eine Bibliothekarin, entdeckt ihre Leidenschaft am Ermorden auffällig gewordener Männer.
Basierend auf Alexey Sainikovs gleichnamigen Roman legt Regisseur Kirill Serebrennikov eine sehr kritische wie auch ins Surreale driftende, schwarz-humorige Studie der heutigen russischen Gesellschaft vor. Die grippale Hölle, der Familie, die auch die Zuschauer*innen in einen Strudel von Schmutz, Rotz, Alkohol und Neonlichtern zieht, darf als bissiger und zorniger Kommentar verstanden werden. Serebrennikov hat wegen seines politisch-künstlerischem Engagement bereits mehrfach Repressionen des russischen Staates erlebt.

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D 2022, Regie: Tine Kugler & Günther Kurth, 99 Min.

ab Fr. 3.2. / 20:30

Die „Allee der Kosmonauten“ klingt eindrucksvoll. Doch wer wie Pascal, genannt Kalle, in den Plattenbauten dort im Berliner Bezirk Hellersdorf aufwächst, hat von vornherein nicht die besten Karten im Leben. Seine Mutter arbeitet viel, sein Opa trauert der DDR nach und die Oma kämpft gegen ihre Alkoholsucht, doch sie sind eine liebevolle Familie. Der zu Beginn des Filmprojekts Zehnjährige, aufgeweckt und begeisterungsfähig, will kein typisches „Ghetto-Kid“ sein.
Zehn Jahre lang haben Tine Kugler und Günther Kurth Kalle auf seinem Weg zum Erwachsenwerden mit der Kamera begleitet. Vertrauensvoll lässt Kalle sie an den Stationen seines Lebens teilhaben, das ihn vom „Schlüsselkind“ mit alleinerziehender Mutter über Hip-Hop und Mutproben als Teenager bis in die Straffälligkeit führen. Kalle wird wegen schwerer Körperverletzung zu einer Haftstrafe verurteilt und kämpft nach der Entlassung gegen sich selbst und den scheinbar vorgezeichneten Lebensweg eines „Knastis“. Mal voller Hoffnung und Ehrgeiz, mal von Ängsten und Problemen geplagt, erzählt der Film vom Aufwachsen in einer Gesellschaft, in der eben nicht alle die gleichen Chancen haben.

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KinderKino

CS, F, PL 2021, Regie: Denisa Grimmová & Jan Bubeníček, Stop-Motion, 87 Min, ab 9 Jahren

Sa 28.1. + So 29.1. / 15:00  //  Sa 4.2. + So 5.2. / 15:30

Nach einem Unfall treffen sich die kleine Maus Dalli und der Fuchs Weißbauch im Tierhimmel wieder. Eine Verfolgungsjagd zwischen den beiden endete abrupt mit dem hellen Licht von heranrauschenden Scheinwerfern. Auf der Erde waren sie Außenseiter*innen, im Himmel lernen sich die Maus und der Fuchs als ihr natürlicher Feind und Jäger neu kennen. An diesem wundersamen Ort legen sie langsam ihre Vorurteile ab und es bildet sich eine tiefe Freundschaft zwischen ihnen. Und die hilft ihnen, die vielen Herausforderungen während ihrer gemeinsame Reise im Jenseits zu meistern.
Das Stop-Motion Abenteuer erhielt beim SCHLiNGEL-Festival 2021 den Preis für den besten Animationsfilm.

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D/CH 2022 Regie: Michael Krummenacher, mit Nicholas Ofczarek, Hans Marquardt, Benedikt Jenke, 106 Min., ab 6 Jahren

Sa. 4.2. / 15:00; So. 5.2. / 15:00mit action&fun! // Sa. 11.2. + So. 12.2. / 15:30

Als Großmutters geliebte Kaffeemühle gestohlen wird, haben Kasperl und Seppel sofort einen Verdacht: Der finstere Räuber Hotzenplotz muss es getan haben! Also machen sie sich auf, um dem Dieb das Handwerk zu legen. Ihr Plan geht allerdings gründlich schief. Die beiden müssen getrennte Wege gehen und werden entführt. Der eine landet in der Höhle des Räubers, der andere im Schloss des Zauberers Petrosilius Zwackelmann. Dort wartet auch die verwunschene gute Fee Amaryllis auf ihre Befreiung. Wird es den Freunden gelingen, den Schurken zu entkommen und ihren dunklen Machenschaften das Handwerk zu legen?

Die Neuverfilmung des Räuber Hotzenplotz begeistert als liebevoll-nostalgische Adaption eines absoluten Kinderbuchklassikers – das Buch erschien 1962.

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