Kommende Gäste & Specials

D 2018, Regie: Gregor Erler, mit Matthias Ziesing, Pegah Ferydoni, Moritz Heidelbach, FBW-Prädikat: bes. wertvoll, 97 Min.

Do. 7.7. / 20:00 mit Dr. Dominik Santner, Referent für Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik, Arbeitnehmerkammer

Dietmar weigert sich vehement auszuziehen. Als einziger übrig gebliebener Bewohner des letzten heruntergekommenen Wohnhauses in einer frisch sanierten Straße in Berlin, soll er endlich den Weg frei machen für den Wohnraum für Besserverdienende. Von dem Vorschlag seines Sohnes Tobias, einfach in eine Sozialwohnung umzusiedeln, will Dietmar nichts wissen. Nach Jahrzehnten am gleichen Ort kann und will er sich keine Zukunft in einem anonymen Plattenbau vorstellen. Doch der Tag der Zwangsräumung lässt sich nicht weiter hinauszögern. Als die Polizistin Shirin vor seiner Tür auftaucht, greift Dietmar zu drastischen Maßnahmen. Bald ist das Haus vom SEK umstellt.

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Filme vom 30.6. bis 6.7.

FIN/D/EST/R 2021, Regie: Juho Kuosmanen, mit Seidi Haarla, Yuriy Borisov, 106 Min., OmU

ab Do. 30.6. / 17:30

Als Laura den Zug ins abgeschiedene Hafenstädtchen Murmansk besteigt, gibt es für sie keinen Grund, wehmütig zurückzuschauen. In Moskau lässt sie eine unglückliche Romanze hinter sich; an ihrem Ziel nördlich des Polarkreises warten besondere Felsenmalereien auf die finnische Archäologiestudentin. 2.000 Kilometer weit geht es mit dem Zug in den Norden, und je länger die Fahrt dauert, desto weniger erinnert sich Laura an ihre eigentlichen Beweggründe ihrer Reise. Zu allem Überfluss muss sie das Schlafwagenabteil Nr. 6 mit dem Minenarbeiter Ljoha teilen. Ljoha schüttet hemmungslos Wodka ins sich hinein und rückt der Finnin unangenehm auf die Pelle.
Regisseur Kuosmanens Adaption des Romans von Rosa Liskom verlegt die Handlung des Buches in die 1990er-Jahre. Sein Film erhielt 2021 in Cannes den Großen Preis der Jury und ist unter anderem in der Kategorie „Bester Internationaler Film” für den Oscar 2022 nominiert.

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D/Ukraine 2020, Regie: Marcus Lenz, mit Yelizar Nazarenko, Udo Samel, Maria Bruni, 96 Min., teilw. ukr. OmU

ab Do. 30.6. / 18:00

Nach dem Tod seiner Großmutter gibt es in dem ukrainischen Dorf niemanden mehr, der sich um den 9-jährigen Roman kümmern kann. Seine Mutter Oksana arbeitet als illegale Pflegekraft in Deutschland. In einem Lieferwagen versteckt, reist Roman zu ihr. Aber Oksana ist nicht allein. Sie lebt mit dem Witwer Gert Schwarz zusammen, dessen Frau sie einige Monate zuvor vorher betreut hatte. Eifersüchtig kämpft Roman mit allen Mitteln um die Aufmerksamkeit seiner Mutter und gegen den 62-jährigen Gerd. Als Oksana mit einem Blinddarmdurchbruch schwer erkrankt und ohne Versicherung ins Krankenhaus muss, bleibt Roman allein mit seinem vermeintlichen Rivalen. Da die junge Ukrainerin keine Aufenthaltsgenehmigung hat, droht auch Roman die Abschiebung. Gerd versteckt sich mit dem Jungen in einer alten Jagdhütte im Wald. Nun sind die beiden Kontrahenten auf sich allein gestellt, getrieben von Abhängigkeit, Liebe und Eifersucht.
Der Film von Marcus Lenz erhielt u.a. den Förderpreis Neues Deutsches Kino bei den Hofer Filmtagen 2020. Gedreht wurde zum Teil auch in Kyjiw.

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COR 2019, Regie: Ko Myoung-Sung, mit Kim Sang-kyung, Heo Sung-Tae, 106 Min., OmU

ab Do. 30.6. / 20:00

Der Koreakrieg endete 1953 nicht im Frieden, sondern mit einem Waffenstillstand. Als Folge entstand eine vier Kilometer breite, entmilitarisierte Zone an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea, die das Verhältnis der Länder bis heute prägt.
In den 1950er Jahren, in denen die verheerenden Folgen des Koreakrieges und der Spaltung des Landes noch überall zu spüren sind, kommt ein Dichter in einem Teehaus in Seoul unter verdächtigen Umständen zu Tode. Das Militär schickt Detektiv Sergeant Kim Ki-chae in das heruntergekommene Teehaus, einem Treffpunkt für Künstler aller Art, um den vielleicht politisch motivierten Mord zu untersuchen. Nach einer höflichen Ansprache lässt Kim Ki-chae zwei Soldaten vor der Tür Stellung beziehen und beginnt das Verhör.
Im Stil eines Film noir und Kammerspiels inszeniert Ko Myoung-Sung in seinem Debütfilm, wie das Miteinander der Menschen in der Nachkriegszeit von Misstrauen zersetzt war. Seoul in Südkorea war während des Krieges vom kommunistischen Nordkorea besetzt worden. Wem konnte man also trauen?

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USA 2021, Regie: Sean Baker, mit Simon Rex, Suzanna Son, Bree Elrod, 131 Min., OmU

ab Do. 30.6. / 20:30

Nach einer ziemlich turbulenten Zeit voller krummer Geschäfte und unendlich vielen Filmshoots kehrt Ex-Porno-Star Mikey Saber Los Angeles den Rücken. Ohne rechten Plan oder Geld zieht er zurück in seine heruntergekommene Heimatstadt Texas City. Charmant wie er ist, kann er seine verflossene Ehefrau Lexi – zur Scheidung hat es noch nicht gereicht – überreden, ihn aufzunehmen und ihr Zusammenleben läuft gar nicht schlecht. Doch seine „Referenzen“ aus dem Pornogeschäft lassen ihn nicht mal einen Job im Fast-Food-Laden finden. „Was sollen denn unsere Gäste denken, wenn sie Sie zufällig wiedererkennen?", fragt die Besitzerin eines Lokals beim Vorstellungsgespräch pikiert. Als Mikey in einer verramschten Donut-Bude der jungen Kellnerin Strawberry begegnet, die davon träumt, ein Pornostar zu werden, sieht er die Chance, wieder auf die Füße zu kommen. Um aufzusteigen, hat er schon immer Menschen benutzt, ohne sich schuldig zu fühlen.

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KinderKino

S 1966, Regie: Olle Hellbom, mit Torsten Lilliecrona, Louise Edlind, Maria Johansson, 90 Min., ab 6 Jahren

Sa. 25.6. / 15:00 // So. 26.6. / 15:00 mit a&f! //Sa. 2.7. + So. 3.7. / 15:30

Auf der kleinen schwedischen Insel Saltkrokan ist einfach immer etwas los! Onkel Melker hat sich für Tjorven, Pelle und die anderen Kinder einen besonders aufregenden Ausflug überlegt: Zusammen besuchen sie die sagenumworbene „Totenbucht”, wo das Wrack eines alten Segelschiffs namens Albertina liegt. Eine tolle Idee! Die Kinder teilen sich in zwei Piratenmannschaften auf und die große Schlacht um den berühmten Mysak-Diamanten kann beginnen! Bald ist das Spiel in vollem Gange, und selbst die Erwachsenen machen mit! Besonders Onkel Melker hat die besten Tricks auf Lager, um der feindlichen Bande den Schatz abzujagen.

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NOR/S 2018, Regie: Christian Lo, mit Tage Hogness, Jakob Dyrud, Tiril Marie Høistad Berger, 94 Min., ab 9 Jahren

Sa. 2.7. + So. 3.7. / 15:00 // Sa. 9.7. + So. 10.7. / 15:30

Schon von klein auf träumen Aksel und Grim davon, mit ihrer Rockband „Los Bando Immortale“ berühmt zu werden. Als die beiden besten Freunde eines Tages die Nachricht bekommen, dass sie an der norwegischen Rock-Championship teilnehmen dürfen, können sie ihr Glück kaum fassen. Nur Grim schwant, dass es nicht so einfach werden wird. Denn Aksel kann eigentlich gar nicht singen und auch die Suche nach einem geeigneten Bassisten gestaltet sich schwierig. Dafür entdecken sie die neunjährige Thilda, die zwar viel zu jung ist, aber erstaunlich gut Cello spielen kann. Fehlt also nur noch ein Fahrer, der sie zum Festival in den hohen Norden bringt. Diesen finden sie in Martin, der froh ist, eine Pause von seinem Job in der Autowerkstatt seines strengen Vaters zu haben. Im geklauten Wohnmobil von Martins Bruder begeben sich die ungleichen Vier auf eine abenteuerliche Reise quer durch Norwegen, um allen zu zeigen, dass sie die beste Band der Welt sind. Dass Thilda ein Geheimnis verbirgt, ahnen die Jungen nicht.

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