Kommende Gäste & Specials

D 2020, Regie: Jim Rakete, mit Zion Lights, Wim Wenders, Luisa Neubauer, 74 Min., teilw. OmU

Di. 25.1. / 20:00 mit Gästen von Fridays for Future Bremen, Ende Gelände, Parents for Future

In Kooperation mit attac Bremen.

„If you fail, we will never forgive you!“ Zornig appelliert die Generation junger Klimarebellen an die Erwachsenen und macht 2019 zum Jahr ihres Protests. Die globale Erwärmung bedroht uns alle und doch sitzen viele der Verantwortlichen in Machtpositionen noch immer still, reden zu viel, handeln zu wenig. Besonders die Jugend von heute sieht ihre Zukunft in Flammen aufgehen. Und sie wehrt sich mit ungeheurer Energie und Fakten! Now! Greta Thunberg steigt zur Leitfigur einer weltweiten Bewegung auf, die mit zivilem Ungehorsam, Streiks und Demos rasant an Einfluss gewinnt. Fridays for Future ist dabei nur der Anfang: Ende Gelände, Extinction Rebellion und Plants for the Planet sind weitere Gruppierungen junger Aktivist*innen, die Fotograf und Regisseur Jim Rakete nach ihren Motiven befragt. mit ihrer ungeheuren Energie und ihrem Wissensdurst an. Ihre Ziele haben alle klar vor Augen: Was immer auch geschehen muss, es muss jetzt geschehen. Bei der Realisierung des Projektes wurde natürlich auf Nachhaltigkeit geachtet. Unter anderem passte das gesamte Team in ein Taxi.

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NL 2018, Regie: Aboozar Amini, 88 Min., OmU

Mi. 26.1. / 18:00 mit Shafigha Karmand & Zaher Habib von der Afghanisch-deutschen Kulturinitiative e.V.

„Zwanzig Jahre große Worte von Demokratie und Meinungsfreiheit, von diesem und jenem. Und plötzlich: Alles vorbei. Das wird fürchterliche Auswirkungen haben," sagte Regisseur Aboozar Amini vor dem Abzug der NATO-Truppen aus Afghanistan (Quelle: DasErste.de) und sollte mit dieser Aussage leider Recht behalten. Seit den Sommermonaten 2021 hat sich die politische Lage in Afghanistan erneut gewendet, und Bilder des Schreckens bestimmen wieder einmal die westlichen Medien.
„Kabul, City in the Wind" wurde wenige Jahre vor den aktuellen Ereignissen in Afghanistan gedreht. Die Kamera folgt den Brüdern Afshin und Benjamin. Ihr Vater musste aus dem Land fliehen und sein zwölfjähriger Sohn trägt als der „Mann im Haus" nun die Verantwortung für die Familie. Der Busfahrer Abas ist ein weiterer Protagonist in Aboozar Aminis Film. Abas ist Mitte 40, hoch verschuldet und schafft es kaum, seine Familie zu ernähren. Einen Ausweg sucht er im Drogenrausch. Aboozar Amini zeigt die Hauptstadt eines Landes, das seit mehr als 40 Jahren vom Krieg zerrissen ist. Es geht ihm um die Menschen, die dort leben, deren Alltag von Unsicherheit und Angst bestimmt ist und die ihre Stadt dennoch lieben. Selbstmordanschläge sind Alltag in Kabul, doch Amini wollte den Alltag in Kabul zeigen, nicht den Krieg. Er porträtiert die Stadt und ihre Bewohner, ohne Gewalt oder spektakuläre Explosionen, und doch ist die ständige Bedrohung in jeder Szene greifbar.

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Filme vom 20.1. bis 26.1.

IR/PL/SLO/CS 2020, Regie: Agnieszka Holland, mit Claudia Vaseková, Ivan Trojan, Jana Kvantiková, 118 Min., OmU

ab Do. 20.1. / 17:30

Jan Mikolášek war eine schillernde und geheimnisvolle Persönlichkeit, die damals wie heute noch polarisiert. 1889 geboren, zeigt der junge Gärtnerssohn Mikolášek bereits früh ein geniales Talent für alternative Heilmethoden auf Pflanzenbasis. Mit seiner intuitiven Methode im Diagnostizieren von Krankheiten wird Mikolášek schnell zu einem der berühmtesten Heiler der damaligen Tschechoslowakei. Neben vielen Behandlungen armer Bürger*innen wird er auch von den Reichen und Mächtigen zu Rate gezogen. Sowohl mit den Nazis als auch mit den Kommunisten pflegt Mikolášek lukrative Kontakte und nutzt die damit verbundenen Privilegien, ohne zu viel von sich preiszugeben. So ahnt zum Beispiel kaum jemand von der homosexuellen Beziehung zwischen Mikolášek seinem Assistenten František. Doch als das kommunistische Regime nach dem Zweiten Weltkrieg ins Wanken gerät und der Post-Stalinismus eine neue Epoche einläutet, wird Mikolášek Opfer eines politisch motivierten, initiierten Schauprozesses.

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BHU 2020, Regie: Pawo Choyning Dorji, mit Sherab Dorji, Ugyen Norbu Lhendup, Pem Zam, 109 Min., OmU

ab Do. 20.1. / 18:00

Das kleine Bhutan im Himalaya ist für seine beeindruckende Natur bekannt, aber mehr noch dafür, dass die Bhutaner:innen angeblich im glücklichsten Land der Welt leben - gemessen als Bruttosozialglück statt als Bruttoinlandsprodukt. Der junge Lehrer Ugyen ist trotzdem wenig begeistert, in der Abgeschiedenheit im Bergdorf Lunana an und an der isoliertesten Schule der Welt unterrichten zu müssen. Hier gibt es weder Strom noch eine Mobilfunkverbindung. Im Kontakt mit den Bewohner:innen der Gegend lernt allmählich Ugyen die Schönheit der Natur wie auch die Entschleunigung eines Lebens ohne technische Reizüberflutung zu schätzen.
In einer besonderen Mischung aus Spiel- und Dokumentarfilmelementen inszeniert der bhutanische Filmemacher Pawo Choyning Dorji in seinem Regiedebüt die Dorfbewohner:innen von Lunana und ihre faszinierende Welt. Sie spielen sich als Laiendarsteller:innen selbst.
Das Dorf Lunana ist eine Siedlung im Himalaya und nur über einige der höchsten Berge der Welt erreichbar. Von den 56 Menschen, die dort leben, haben die meisten noch nie die Welt außerhalb ihres Dorfes gesehen. Lunana bedeutet wörtlich das dunkle Tal, ein Tal, das so weit entfernt ist, dass nicht einmal das Licht es erreicht.

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D/A 2020, Regie: Jens Meurer, mit Florian „Doc“ Kaps, 99 Min., Engl. OmU

ab Do. 20.1. / 20:30

Mit dem Einzug des Smartphones Mitte der 2000er Jahre ging es mit den analogen Medien rasend schnell bergab. Platten, Bücher, analoge Filme und Fotographie erscheinen im Vergleich mit dem übermächtigen Goliath der digitalen Welt als nicht mehr zeitgemäß.
20 Jahre später wird unser tägliches Leben stärker denn je von digitalen Medien und Technologien bestimmt und die Nachfrage nach analoger Technik ist gering. 2008 sollte zum Beispiel die letzte Polaroid-Fabrik geschlossen werden und der Erhalt dieser besonderen Art der Fotographie schien unmöglich. Doch Analog-Fan Florian „Doc” Kaps schaffte es unter Einsatz seines gesamten Vermögens, die Firma am Leben zu halten. Und rettete noch Platten. Und Kasetten. Das Impossible Project war geboren.
Jens Meurers Dokumentarfilm ist eine Liebeserklärung an die Analogie: Dem Thema treu bleibend wurde auf 35mm Film gedreht. Zudem wurde der Soundtrack im Direktschnittverfahren auf Vinyl aufgenommen.

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LIBN/US/KAT/N 2019, Regie: Oualid Mouaness, mit Nadine Labaki, Mohamad Dalli, 100 Min., arab. OmU

ab Fr. 21.1. / 18:00

Libanon, Sommer 1982: Israelische Truppen bereiten den Einmarsch in den Libanon vor und langsam dringt die Nachricht des nahenden Krieges durch das Land. Die Schüler:innen einer englischen Privatschule in den Bergen vor Beirut wissen davon noch nichts. Sie lernen fleißig für die anstehenden Prüfungen. Es ist eine gemischte Schule, sowohl Jungen und Mädchen wie auch verschiedene religiöse, nationale und ethnische Zugehörigkeiten – im Libanon keine Selbstverständlichkeit. Der elfjährige Wissam ist trotz Prüfungen mit den Gedanken ganz woanders: Er ist zum ersten Mal verliebt, in Joana, und will ihr seine Gefühle gestehen. Joanna ist jenseits der Schule für Wissam unerreichbar, weil sie im muslimisch geprägten Westen von Beirut wohnt, er selbst im mehrheitlich christlich geprägten Osten. Ihre Lehrer Yasmine und Josef bemühen sich, die Kinder nicht zu beunruhigen. Doch auch ihre Beziehung ist durch die politischen Spannungen des Libanon schwierig geworden.
Der libanesische Regisseur Oualid Mouaness ließ sich in seinem Langfilmdebüt von eigenen Erinnerungen an den letzten Schultag vor Kriegsausbruch inspirieren.

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KinderKino

D 2021, Regie: Joya Thome, mit Emilia Kowalski, Michel Koch, FBW-Prädikat: bes. wertvoll, 79 Min., ab 5 Jahren

Sa. 22.1. + So. 23.1. / 15:00 // Sa. 29.1. + So. 30.1. / 15:30

Als die kleine Laura in eine neue Stadt zieht, fällt ihr das Ankommen nicht so leicht wie ihrem kleinen Bruder Tommy. Sie vermisst ihre Freunde und fühlt sich oft traurig und einsam. Eines Abends beobachtet Laura aus ihrem Fenster, wie ein Stern vom Himmel fällt. Neugierig sucht sie nach ihm, findet ihn mit einer angeknacksten Zacke und nimmt ihn mit nach Hause, um ihn zu verarzten. Schnell werden Laura und der Stern die besten Freunde, endlich fühlt sie sich nicht mehr so allein. Die Magie des Sterns erweckt Kuscheltiere zum Leben und richtet allerlei Chaos in der neuen Wohnung an. Doch je besser es der verletzten Zacke des Sterns geht, desto näher rückt der Moment, an dem die beiden sich voneinander verabschieden müssen. Denn Sterne können nicht lange am Erdboden überleben. Zum Glück gibt es noch den Nachbarsjungen Max, der Laura zur Seite steht.

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D 2021, Regie: Susanne Kim, FBW-Prädikat: wertvoll, 79 Min, ab 8 Jahren

Sa. 29.1. + So. 30.1. / 15:00 // Sa. 5.2. + So. 6.2. / 15:30

„Wunderkammern - Das sind Orte, an die wir entschwinden können, wenn mal wieder alles zu viel und zu anstrengend ist, wo sich alle Probleme in Luft auflösen.“ Vier Kinder nehmen uns mit in ihre ganz eigene, geheime Welt. Das sind Joline, die niemals erwachsen werden will, und Wisdom, dessen Großvater in Kamerun schon gegen einen Löwen gekämpft hat. Außerdem Roja, die aus dem Iran geflohen ist und seitdem gegen ihre Angst vor Wasser kämpft. Und Elias, der auf seinem eigenen, bunten Planeten im All wohnt. In ihren Wunderkammern gibt es weder Leistungsdruck noch Einsamkeit, gemeine Mitschüler*innen oder zu schwierige Hausaufgaben. Stattdessen werden sie bevölkert von wundersamen Tieren, fernen Planeten und wunderbaren Abenteuern.
„Meine Wunderkammern“ ist ein dokumentarischer Kinderfilm, ergänzt durch Animationen und selbstgeschriebene Musik – mit, von und für Kinder!

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