Kommende Gäste & Specials

UdSSR 1990, Regie: Pavel Lungin, mit Pyotr Mamonov, Pyotr Zaychenko, FBW-Prädikat: bes. wertvoll, 110 Min., OmU

Mo. 6.12. / 18:00 mit Einführung: Elias Angele, Universität Bremen

Während einer nächtlicher Taxifahrt durch Moskau treffen zwei grundverschiedenen Männer aufeinander: Shlykov, Taxifahrer und braver Sowjetbürger, und der jüdische Saxophonist Ljosa, der sich gerne dem Alkohol und einem haltlosen Lebensstil hingibt. Trotz aller Unterschiede entwickelt sich langsam eine Freundschaft zwischen dem Arbeiter und dem Künstler.
Pavel Lungins Film, als Reminiszenz an „Taxi Driver“ angelegt, porträtiert nicht nur verschiedene Lebensphilosophien und den Umgang mit der Perestroika, sondern auch die Metropole Moskau zu Beginn der 1990er Jahre. Der sowjetische Popstar Pyotr Mamonov spielte den Saxophonist Ljosa. Lungins Film war eine der ersten Koproduktion mit dem Westen, wie sie in der Folge durch gelockerte Regelungen häufiger zu finden waren. 1990 wurde „Taxi Blues“ in Cannes mit der Goldenen Palme für die beste Regiearbeit ausgezeichnet.

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DDR 1981, Regie: Evelyn Schmidt, mit Heidemarie Schneider, Roman Kaminski, 89 Min.

Mo 6.12. / 20:00 mit Einführung von Lea Lünenborg zur Darstellung der Frau im DEFA-Film der achtziger Jahre

Susanne schlägt sich als alleinerziehende Mutter und ungelernte Arbeiterin durch den Alltag. Als sie ihren eintönigen Job als Metallstanzerin aufgibt, gerät sie schnell in finanzielle Schwierigkeiten. Andere Arbeitsplätze gibt es zwar - jedoch nicht für Ungelernte. Sie entschließt sich, ihr Fahrrad als gestohlen zu melden, um die Versicherungssumme zu kassieren. Ihr neuer Freund Thomas, ein erfolgreicher Ingenieur, reagiert vorwurfsvoll, als er von dem Betrug erfährt. Sein Unverständnis für ihre Situation festigt ihren Entschluss, sich zu trennen und ihr Leben grundlegend zu ändern.

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D 2021, Regie: Carmen Eckhardt, 97 Min.

Di 7.12. / 17:30 mit Regisseurin Carmen Eckhardt, Dorothee Häußermann, Klima-Aktivistin und Gabriele Bischoff, Geschäftsführerin der Bewegungsstiftung

Angesichts der steigenden Zahl an globalen Krisen und Konflikten scheint gemeinschaftliches Handeln für alle statt Ellbogengesellschaft wie bisher zu einer immer wichtigeren Aufgabe werden. Carmen Eckhardt stellt Projekte vor, die sich dieser großen Herausforderung auf verschiedene Art und Weise stellen. Eine Solidarische Landwirtschaft in Dortmund, ein Kooperativenverbund mit 20.000 Mitgliedern in Venezuela oder die internationale Protestbewegung Fridays for Future: Sie alle nutzen vielfältige Strategien, mit der sie einen grundsätzlich anderen Umgang miteinander und vor allem mit den Ressourcen der Erde voranbringen wollen. Im Fokus steht dabei die Frage, ob ein Systemwandel, weg vom individualistischen Denken, hin zu einem solidarischen Miteinander, möglich ist. Wenn der Staat sich nicht bewegen will oder kann – was können dann Einzelne oder Gruppen bewirken? Durch Crowdfunding finanziert, sollte „Homo Communis“ schon letzten November anlaufen. Nach dem Klimagipfel 2021 ist das Thema aktueller denn je. Eine Veranstaltung in Kooperation der Bewegungsstiftung Verden.

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Filme vom 2.12. bis 8.12.

F/LUX/B 2019, Regie: Christophe Honoré, mit Chiara Mastroianni, Benjamin Biolay, 86 Min., OmU

ab Do. 2.12. / 17:30

Maria und Richard sind seit zwanzig Jahren verheiratet, von außen betrachtet führen sie eine erfolgreiche Ehe. Doch Maria sehnt sich nach den alten Zeiten, in denen zwischen ihnen nicht nur liebevolle Freundschaft, sondern auch unbändige Leidenschaft herrschte. Ihre Frustration lebt sie hinter Richards Rücken mit unzähligen jungen Männern aus. Als ihre Affären auffliegen, verlässt Maria die gemeinsame Wohnung. Richard bemerkt gar nicht, dass Maria den Koffer packt und sich im Hotel gegenüber ihrer Wohnung einquartiert. Von dort blickt sie als Voyeurin auf das Leben, das sie verlassen hat. Während Maria ihn beobachtet, werden die Zweifel an ihrer Entscheidung immer größer. Lohnt es sich, ihrer Ehe noch eine Chance zu geben? Oder stimmt es, dass die Liebe immer nur das Früher meint? Auf einmal verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Fantasie, Erinnerungen und Gegenwart und das Hotelzimmer 212 verwandelt sich für Marie in eine Projektionsfläche vergangener Schicksale und zukünftiger Möglichkeiten.

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CND 2019, Regie: Sophie Deraspe, mit Nahéma Ricci, Nour Belkhiria, 109 Min., frz. OmU

ab Do. 2.12. / 18:00

Nach dem gewaltsamen Tod der Eltern und ihrer Flucht aus Algerien lebt die 16-jährige Antigone Hipponomes mit ihren drei Geschwistern und ihrer Großmutter in Quebec. Während Antigone eine exzellente Schülerin ist, lässt sich ihr Bruder Polynice mit einer Straßengang ein. Bei einer fatalen Begegnung mit der Polizei wird Polynice verhaftet und soll aus Kanada abgeschoben werden. Überzeugt, dass ihr Bruder in Algerien nicht überleben würde, fasst Antigone einen gleichermaßen kühnen wie gefährlichen Rettungsplan.
In freier Anlehnung an die Tragödie von Sophokles schildert Regisseurin Sophie Deraspe das Aufbegehren einer aufopferungsbereiten Heldin gegen inhumane Verhältnisse. Ihre kämpferische Klassiker-Adaption wurde 2019 beim Toronto International Film Festival als Bester kanadischer Film ausgezeichnet.

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SRB/KRO/D/F 2020, Regie: Srdan Golubović, mit Goran Bogdan, Boris Isaković, FBW-Prädikat: bes. wertvoll, 120 Min., OmU

ab Do. 2.12. / 20:30

Eine Kleinstadt irgendwo in Serbien: Nikola ist Tagelöhner und schafft es kaum, seine Familie zu ernähren, geschweige denn, ausstehende Rechnungen zu bezahlen. Der Sozialdienst droht, ihnen das Sorgerecht für die beiden Kinder zu entziehen. In die Enge getrieben, sieht seine Frau ihren einzigen Ausweg in einer schrecklichen Verzweiflungstat. Trotz aller Bemühungen von Nikolas greift der Staat sofort ein und bringt die Kinder in Pflegefamilien unter. So lange, heißt es von Seiten der Behörden, bis ihr Vater in der Lage sei, ihnen angemessene Lebensbedingungen zu bieten. Trotz der entmutigenden Umstände bleibt Nikola hartnäckig. Als er herausfindet, dass der ortsansässige Sozialdienst in Korruptionen verstrickt ist, beschließt er kurzerhand, zu Fuß den Weg in die Hauptstadt Belgrad anzutreten.
Otac gewann den Panorama-Publikumspreis der Berlinale 2020.

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F 2019, Regie: Anne Fontaine, mit Omar Sy, Virginie Efira, Grégory Gadebois, Payman Maadi, 99 Min., OmU

ab So. 5.12. / 17:30

Als wäre der Arbeitsalltag der Pariser Polizei nicht schon anstrengend genug, müssen sich die Beamt*innen Virginie, Erik und Aristide auch noch mit privaten Problemen herumschlagen. Eriks Ehe steht kurz vor dem Ende und Virginie und Aristide müssen sich mit den Folgen ihrer heimlichen Affäre auseinanderzusetzen. Die Nerven des ungleichen Dreiergespanns sind also bereits angespannt, als sie einen eher ungewöhnlichen Befehl erhalten. Sie sollen einen Asylbewerber zum Flughafen fahren, damit er nach Tadschikistan abgeschoben wird. Als Virginie herausfindet, dass Tohirov dort wahrscheinlich der Tod droht, gerät sie in einen Gewissenskonflikt. Sie versucht, Erik und Aristide zu überzeugen, dem ihm zur Flucht zu verhelfen, statt den Befehl auszuführen.
Nach der französischen Romanvorlage “Police” von Hugo Boris.

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KinderKino

D 2020, Regie: Christian Theede, mit Emilia Flint, Caspar Fischer-Ortmann, Leander Pütz, FBW-Prädikat: wertvoll, 94 Min., ab 9 J.

Sa. 11.12. + So. 12.12. / 15:30

Die 12-jährige Alice freut sich riesig auf die Sommerferien bei ihrem Freund Tarun in Nordirland. Doch statt einem entspannten Urlaub, entpuppt sich die Reise bald schon als neuer Fall für die Pfefferkörner: Taruns Mutter Jaswinder ist Meeresbiologin und arbeitet an einem streng geheimen Projekt, das die Ozeane von Müll befreien soll. Leider hat sie sich damit mächtige Feinde gemacht! Die Forschungsstation wird überfallen, geheime Unterlagen werden gestohlen und schließlich verschwindet Jaswinder selbst spurlos. Für die Jungde-tektiv*innen ist klar, dass sie entführt wurde. Eine abenteuerliche Suche beginnt und führt die Pfefferkörner mit rasanten Verfolgungsjagden von Nordirland zu einem dubiosen Recyclingkonzern in Deutschland bis auf das Forschungsschiff der verschwundenen Biologin im Fischerort Wesemünde. Dort finden Alice und Tarun tatkräftige Unterstützung in den Geschwistern Johnny und Clarissa sowie einer Bande Fischerskinder, die sich gemeinsam den finsteren Entführern in den Weg stellen.

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