Kommende Gäste & Specials

P/D 2017, Regie: Elwira Niewiera & Piotr Rosołowski, 82 Minuten, OmU

Sa. 19.9. / 20:00 Bremer Premiere mit Filmemacherin Elwira Niewiera (ausgebucht!)
weitere Termine ab So. 20.9. / 20:00
 

Sein Leben begann 1904 in der Ukraine als Sohn eines jüdischen Schmiedes und endete 1965 in Italien als Katholik und Prinz. Moshe Waks alias Michał Waszyński war in den 1930er Jahren einer der renommiertesten Regisseure Polens; zu seinen berühmtesten Werken gehört der in Jiddisch gedrehte „Der Dibuk“ ("Der Dybbuk", PL 1937), ein im Milieu jüdisch-polnischer Kleinstädte spielendes Familien- und Liebesdrama. Während des 2. Weltkriegs flüchtete Waszyński aus Polen und wurde in Italien Produzent großer Hollywoodfilme wie „Der Untergang des römischen Reichs“ (1964). Als Michal Waszynski 1965 starb, wurde er in Rom pompös beigesetzt, sogar die Wochenschau berichtete darüber. Für ihr Porträt dieses menschlichen Chamäleons, das mit großem Geschick seine jüdische Herkunft und seine Homosexualität verschleierte, um Intoleranz und Antisemitismus zu entgehen, wurden Elwira Niewiera und Piotr Rosołowski 2017 in Venedig mit dem Löwen für den Besten Dokumentarfilm ausgezeichnet.

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Filme vom 17.9. bis 23.9.

Zehn Filme, verschiedene Länder, 80 Min., teilw. OmU

ab Do. 17.9. / 17:30

Das Pandemie-Frühjahr hat die Vision einer autofreien Stadt unversehens wahr werden lassen: mehr Raum für Menschen, freie Bürgersteige und Plätzen, saubere Luft und weniger Lärm, Spiel- und Begegnungsräumen für Jung und Alt. Das Radfahren erlebt einen ungeahnten Boom. Zum Programm der Europäischen Mobilitätswoche 2020 vom 16. bis 22. September steuern wir ein Kurzfilmprogramm aus dem Jahr 2017 bei, als das Rad 200 Jahre feierte. Am 12. Juni 1817 fuhr Karl Drais erstmals auf einer Laufmaschine (Draisine) durch Mannheim. Die Laufmaschine gilt als die Urform des Fahrrads.

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D 2019, Regie: Sandro Giampietro, 90 Min.

ab Do. 17.9. / 18:00

Kriminelle Machenschaften im Gasthaus an der Hamme: Die junge Ehe Hendriks mit Gesine gerät in Schieflage durch den von ihm selbst verschuldeten Diebstahl des zur Hochzeit geschenkten Kanus. Bei der Suche nach dem Boot wird er in einen Kriminalfall verwickelt. Nun muss er unter schwierigen Bedingungen das Kanu finden, um seine Unschuld zu beweisen und seine Ehe zu retten. Der erste plattdeutsche Kinofilm seiner Art als spannende Krimikomödie. Gedreht in Bremen und Niedersachsen, feiert er nun seine Premiere bei Kommunalkino Bremen.
Gefördert von der nordmedia.

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IS 2019, Regie: Ásthildur Kjartansdóttir, 89 Min., isl. OmU

ab Do. 17.9. / 20:00

Gisella nimmt ihren Job sehr ernst: Als Journalistin will sie über wirklich weltbewegende Themen berichten und sich nicht nur ständig nach möglichen Verkaufszahlen richten müssen. Das Schicksal der Einwanderinnen in Reykjavik, die seit Jahren in einer herunter gekommenen Unterkunft am Hafen hausen, scheint wie gemacht für Gisellas Ambitionen. Kurzerhand nimmt sie Marisol wie auch Abeba und deren Tochter Luna bei sich auf, um sie zu unterstützen. Doch was sich für alle Beteiligten zunächst anfühlt wie ein simpler Akt der Fürsorge, wird schnell zu einer Gradwanderung zwischen gegenseitigem Respekt und Bevormundung.

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P 2019, Regie: Pedro Costa, 124 Min., kapverd. port. OmU

ab Do. 17.9. / 20:30

Vitalina kommt mit 55 Jahren endlich von den Kapverden nach Portugal. 40 Jahre wartete sie auf ein Flugticket, und nun kommt sie zu spät: Ihr Mann Joaquin, der sie damals auf den Kapverden mit dem Versprechen zurückgelassen hat sie nachzuholen, ist drei Tage zuvor gestorben. Irritiert versucht sie, sich in seiner Behausung im Lissaboner Armenviertel Fontainhas zurechtzufinden. Während die Bewohner*innen des Viertels sie aufsuchen, reflektiert Vitalina ihre Zeit, die sie gemeinsam mit und vor allem getrennt von ihrem Mann verbracht hat. Sie möchte nun sein Leben kennenlernen, ein Leben, das auch ihres hätte sein können.
Mit „Vitalina Varela“ führt der portugiesische Filmemacher Pedro Costa seine Kinokunst zu neuen Höhen. Wie kunstvolle Gemälde schälen sich die Filmbilder aus dem Dunkel der Leinwand. Pedro Costas Film wurde weltweit als Kino-Meisterwerk gefeiert: Goldener Leopard als bester Film & Silberner Leopard als beste Darstellerin beim Internationalen Filmfestival Locarno 2019

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D 2019, Regie: Faraz Shariat, 92 Min., teilw. farsi OmU

Fr. 18.9.  / 20:00

Parvis wächst in Hildesheim in komfortablem Wohlstand auf. Seine aus dem Iran eingewanderten Eltern haben sich den in 30 Jahren hart erarbeitet. Das langweilige Provinzleben versucht er durch Popkultur, Grindr-Dates und Raves bunter zu machen. Nach einem Ladendiebstahl muss Parvis Sozialstunden als Übersetzer für geflüchtete Menschen leisten und lernt dort die iranischen Geschwister Banafshe und Amon kennen. Zwischen ihnen entwickelt sich eine fragile Dreierbeziehung, da sie alle auf unterschiedliche Weise nicht in diesem Land zu Hause sind.
In seinem queeren und autobiografischen Regiedebut erzählt Faraz Shariat sensibel und witzig vom Aufwachsen und Zusammenleben mehrerer Generationen im Einwanderungsland Deutschland. Ein kraftvolles Plädoyer für Diversität. Ausgezeichnet auf der Berlinale 2020 mit zwei Teddys, u.a. Bester Spielfilm, und als bester Nachwuchsfilm bei den First-Steps-Awards 2019.

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KinderKino

D 2018, Buch & Regie: Mieko Azuma & Susanne Mi-Son Quester, 67 Min., FBW-Prädikat: wertvoll, empfohlen ab 10 Jahren

Sa. 19.9. + So. 20.9. / 15:00

Stell dir vor, du muss alles, was du mitnehmen kannst, in einen einzigen Koffer packen. Alles andere bleibt zurück. Und dann verlässt du die Stadt und deine Freunde und weißt nicht, ob du sie je wiedersehen wirst. So ist es den fünf Menschen ergangen, junge und alte, die erzählen, wie sie als Kind ihre Heimat verlassen mussten. Wir lernen den 10-jährigen Ahmad aus Syrien kennen, die 17-jährige Deutsch-Japanerin Lena, die das verheerende Erdbeben von Fukushima miterlebt hat; den heute 35-jährigen ehemalige Fußballstar Cacao aus Brasilien, Leila aus Bosnien und Frau Schiller, die nach dem zweiten Weltkrieg aus Ostpreußen fliehen musste. Für alle ist Deutschland mittlerweile zur zweiten Heimat geworden. Sie fühlen sich beiden Ländern gleichermaßen verbunden.

Im Rahmen des bundesweiten Kurzfilmtages „Let’s DOK“ in Kooperation mit dem Filmbüro Bremen.

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