Kommende Gäste & Specials

Mi. 18.5. – Sa. 21.5. kuratiertes Filmprogramm mit Gästen, Vorträgen, Foren

Unter dem Titel „Grünes Kino. Beziehungen von Film und Ökologie“ versammelt das Bremer Filmsymposium 19 internationale Gäste aus Wissenschaft und Praxis, um die ökologischen Dimensionen von Film, Kino und Ästhetik zu erkunden. Insgesamt sechs Spielfilme und ein Experimentalfilmprogramm aus verschiedenen Epochen und Kulturen verdeutlichen die Verbindungs- und Bruchlinien vorherrschender Naturmodelle und ihrer Bilder.

Gesamtprogramm auf www.uni-bremen.de/film/symposium

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D 2022, Regie: Jürgen J. Köster und Elizabeth Dinh, ca. 80 Min.

Di. 24.5. / 17:30 + 20:00 mit Gästen & Diskussion

Jürgen J. Köster und Elizabeth Dinh: „Menschen mit Behinderung und/ oder psychischer Erkrankung werden häufig mit Barrieren konfrontiert, die sie daran hindern, ein freies und selbstbestimmtes Leben zu führen. In unserem Film berichten die Mitwirkenden anschaulich über räumliche, geistige, psychische, körperliche und/ oder soziale Barrieren in ihrer eigenen Geschichte und Gegenwart. Diese Barrieren können, je nach Intensität, zu einer kompletten Isolation von Gefühlen und Wissen führen und Folgeerkrankungen wie z.B. Depressionen auslösen. Unsere Interviewpartner:innen berichten aus verschiedenen Perspektiven über ihr Erleben und haben Ideen, die Barrieren zu beseitigen. So entwickeln sie Zukunftsvisionen über eine offene Gesellschaft, die alle Menschen am Leben teilhaben lässt."
Der ca. 80 minütige Film wurde durch die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen Bremen e.V. produziert und der Aktion Mensch e.V. gefördert. Realisiert wurde er durch die «compagnons cooperative inklusiver film».

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I/F 2016, Regie: Paolo Virzi, mit Valeria Bruni Tedeschi, Micaela Ramazzotti, 118 Min., DF

Mi. 25.5. / 17:00 mit Katrin Lange (Referat 46 – Psychiatrie und Sucht) und Vertreter*innen von EX-IN Bremen

Die pausenlos manisch quasselnde Gräfin Beatrice gehörte einst zur gehobenen italienischen Gesellschaft. Aus Liebe zu einem Berufsverbrecher geriet sie in allerlei Konflikte mit der Justiz und befindet sich nun als Patientin in der alternativen Nervenklinik „Villa Biondi“. Hier lernt sie die schwer depressive Donatella kennen, die nach einem Suizidversuch eingeliefert wurde. Schnell nimmt Beatrice die zerbrechliche Neue unter ihre fürsorglichen Fittiche, und als sich die Gelegenheit bietet, ergreifen die beiden die Flucht. Sie wollen Donatellas Sohn finden, der in einem Heim untergebracht wurde. Es folgt eine abenteuerliche Jagd durch Italien, da ihnen die Staatsgewalt stets dicht auf den Fersen bleibt. Momente manischen Übermuts wechseln mit traurigen und stillen Augenblicken. Ein tragikomisches Roadmovie um zwei sehr gegensätzliche Frauen.

 

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Filme vom 19.5. bis 25.5.

D 2021, Drehbuch & Regie: Ulrike Franke & Michael Loeken, FBW-Prädikat: bes. wertvoll, 120 Min.

ab Do. 19.5. / 18:00

Bochum und Detroit scheinen auf den ersten Blick nicht viel gemein zu haben. Doch beide Städte und ihre Peripherie erlebten in den letzten Jahrzehnten radikale Veränderungen. Detroit in den 1950ern, in Bochum kam die Krise 2015 an. Die vormals großen Arbeitgeber der Autoindustrie stellten die Produktion ein. Es blieben schmerzhafte Lücken, zerstörte Existenzen ebenso wie Chancen, wenn auch nicht für alle Verlierer der Globalisierung. Grimme-Preisträger Ulrike Franke und Michael Loeken haben in Detroit und Bochum über mehrere Jahre die Folgen der Standortschließungen festgehalten. Da gibt es die junge Familie in Detroit, die sich weigert, ihr Haus in der fast leerstehenden Nachbarschaft aufzugeben. Sie kämpfen um ihr Viertel, betreiben auf den Brachen Urban Gardening, verkaufen ihre Produkte auf Wochenmärkten und bauen sich eine neue Existenz auf. Da ist das ältere Ehepaar in Bochum, das mit Sorge auf den Bau eines Paketzentrums auf dem alten Opel-Gelände blickt – denn dafür sollen Akazienbäume weichen, die schon ewig dort stehen. Und sie gründen eine Bürgerbewegung, um für ihren Erhalt zu kämpfen.
„Mit Empathie und dem genauen Blick fürs Wesentliche gelingt Ulrike Franke und Michael Loeken ein vielschichtiges Porträt von Menschen, die hier ihr Zuhause haben und den wirtschaftlichen und strukturellen Wandel miterleben und mitgestalten.“ (Filmbewertung Wiebaden, Prädikat: besonders wertvoll)

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D 2022, Regie: Lutz Pehnert, 107 Min.

ab Do. 19.5. / 20:30

Bettina Wegner, als Liedermacherin bekannt geworden mit „Sind so kleine Hände…“, blickt auf eine lange und bewegte Biographie zurück. Geboren 1947 in Westberlin, aufgewachsen in Ostberlin ist sie bereits als Kind von Politik fasziniert. Schon im Teenageralter begann sie, ihre Träume, und Forderungen an die Gesellschaft in Liedtexte und Lyrik zu verpacken. Doch Wegners Meinungen und Kritiken stoßen in der DDR, immerhin die Wahlheimat der sozialistischen Eltern, auf Ablehnung seitens der staatlichen Organe. Dieser Konflikt mit der DDR verdichtet sich, als am 21. August 1968 sowjetische Panzer Prag überfallen. Bettina Wegner positioniert sich mit Flugblättern gegen die militärische Aggression, wird verhaftet, verurteilt und bekommt später, mit zunehmender Bekanntheit als Liedermacherin, auch ein Berufsverbot. Der Konflikt zwischen Staat und Sängerin endet 1983 mit ihrer Ausbürgerung aus der DDR. Trotz der schwierigen Entwurzelung und der weiterbestehenden tiefen Verbundenheit mit ihrer Heimat lässt sich die Liedermacherin nicht unterkriegen.

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D 2022, Regie: Kai Wessel, 112 Min., FBW-Prädikat: bes. wertvoll

ab Sa. 21.5. / 20:30

Roger und Eugen Cicero, Sohn und Vater, zwei Musiker, viele Parallelen und ebenso Differenzen. Eugen Cicero war in den 1960er Jahren ein sehr erfolgreicher Jazzpianist, spielte noch mit Künstlern wie Ella Fitzgerald oder Shirley Bassey. Roger wurde als Sänger in den frühen 2000er Jahren bekannt, als er Swingmusik mit ironischen deutschen Texten interpretierte. Beide Künstler sind bereits in jüngeren Jahren nach einem Hirninfarkt gestorben.
Regisseur Kai Wessel zeichnet ihr Leben nach, mit Archivaufnahmen zu Eugen und einigen gemeinsamen Auftritten, und mit neueren, selbst gedrehten Sequenzen von Roger – die Produktion war noch zu seinen Lebzeiten 2012 gestartet. Auch 50 Zeitzeugen aus den Leben der Ciceros kommen zu Wort, darunter der Trompeter Till Brönner und der Schlagzeuger Charly Antolini, und lassen die Geschichte des deutschen Jazz zwischen den 1960er und den 2010er Jahren lebendig werden. Nach Rogers Tod 2016 stand das Filmprojekt auf der Kippe, bis 2017 Kai Wessel als Regisseur es in neuer Form weiterführte. Roger Cicero hatte seine großen Erfolge als Sänger übrigens erst nach dem Tod seines Vaters 1997. Der Vater hielt nicht so viel von Rogers Gesang. Auf ihre enge sowie schwierige Vater-Sohn-Beziehung richtet Wessels berührender und vielschichtiger Film den anderen Fokus.

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D/B 2020, Regie: Petra Seeger, mit Margarita Broich, Felizia Trube, Momo Beier, 118 Min.

ab So. 22.5. / 20:00

Filmemacherin Marie sucht verzweifelt einen Weg aus einer belastenden Schreibblockade, um endlich ein neues Drehbuch anzufangen. Als wie aus dem Nichts eine Kiste mit Film- und Fotoaufnahmen aus ihrer Kindheit vor der Haustür steht, scheint das Schicksal Marie in das Mysterium der eigenen Autobiographie gestupst zu haben. Die Aufnahmen stammen von ihrem Vater, der nach dem frühen Tod der Mutter mit der Erziehung der zwei Kindervöllig überfordert war. Maries traumatische Kindheit findet sich in den fröhlich anmutenden Bildern kaum wieder. Langsam erinnert sie sich an die sexistische Normalität der Nachkriegsjahre und an die Zeit des Heranwachsens, in der sie endlich aufhörte, ihren Schmerz wegzulächeln. Petra Seeger ("Auf der Suche nach dem Gedächtnis" über den Hirnforscher Eric Kandel) lässt den Muff deutscher Nachkriegszeit lebendig werden. Seeger nutzt dafür Original-Dokumente aus ihrer eigenen Vergangenheit, verknüpft mit Spielszenen in Rückblenden für das jeweilige Marie-Lebensalter sowie Szenen aus dem Hier und Jetzt.

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KinderKino

D/A 2022, Regie: Ali Samadi Ahadi, 85 Min., Animation, FBW-Prädikat: bes. wertvoll, ab 8 Jahren

Sa. 14.5. + So. 15.5. / 15:00 // So. 22.5. / 15:30

Die Geschwister Anna und Peter sind gerade erst neu in die Stadt gezogen und haben noch keine Freunde gefunden. Als Anna eines Abends dem sprechenden Maikäfer Sumsemann begegnet, ändert sich schlagartig alles für die beiden. Sumsemann hat sein sechstes Bein und sein Zuhause in einer Birke an den gemeinen Mondmann verloren. Und der hat beides auf den Mond verbannt. Nur zwei Kinder, die keinem Tier etwas Böses tun würden, können Sumsemann noch helfen. Peter und Anna überlegen nicht lange und wagen die atemberaubende Reise zum Mond. Zum Glück helfen den mutigen Kindern eigenwillige Naturgeister, den Mondmann mit seinem Plan, das Universum zu beherrschen, aufzuhalten. Neuverfilmung des Kinderbuchklassikers von Gerdt von Bassewitz.

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B/NL/D 2021, Regie: Anouk Fortunier, mit Savannah Vandendriessche, FBW-Jugendjury: Daumen hoch, 83 Min., ab 10 Jahren

So. 22.5. / 15:00 // Sa. 28.5. + So. 29.5. / 15:30

Zoës Papa arbeitet seit vierzehn Jahren bei derselben Bank mit demselben Taschenrechner. Als er seiner Familie beim Abendessen verkündet, dass er von einem Tag auf den anderen gekündigt hat, sind alle fassungslos. Er will endlich seinen Traum verwirklichen und Schauspieler werden. Zoës Mutter und ihre Geschwister halten das für eine echte Schnapsidee! Nur die elfjährige Zoë glaubt an Papas Traum und beschließt ihn zu unterstützen. Als sie die Schule schwänzt, um bei einem Werbedreh zu helfen, bei dem Papa eine riesige Wurst spielt, geht der Ärger erst richtig los.

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