Kommende Gäste & Specials

Kurutta Ippeiji, J 1926/72, Regie: Kinugasa Teinosuke, mit Yoshie Nakagawa, 60 Min., ohne Zwischentitel

Sa. 25.9. / 20:00 mit Einführung von Tobias Dietrich (Uni Bremen) und Livemusik-Begleitung von David Eßer

Ein alter Seemann nimmt den Hausmeisterjob in einer ländlichen Nervenklinik an, um für seine dort internierte Frau zu sorgen. Die verkündete Verlobung ihrer Tochter löst in der Mutter Erinnerungsfetzen und Gedankenstrudel aus – und im Vater Sorgen über die Vorurteile der Bräutigamfamilie. Bei seinen vergeblichen Versuchen, seine Frau zu befreien, muss er sich dem Chefarzt und anderen Insassen stellen. Als er in einem von ihnen den künftigen Schwiegersohn zu erkennen glaubt, beginnt er selbst, an seiner Wahrnehmung zu zweifeln.
„A work that has advanced a step ahead of Dr. Caligari“, urteilte die Filmkritik bereits 1926. Aus der Avantgarde-Gruppe Shinkankaku-ha, der Schule der neuen Wahrnehmung, entstand ein Film, der das Drehbuch Kawabata Yasunaris (Literaturnobelpreis 1968) mit innovativer Kameratechnik und dem Tanztalent von Eiko Minami meisterhaft verbindet.
Lange Zeit verschollen, ist der Film seit seiner Wiederentdeckung 1972 nur noch als Fragment erhalten. Dennoch veranschaulicht dies auf eindrückliche Weise den Anspruch der Künstler*innen, modernes Erzählen und innovative Form- und Lichtspiele zu verquicken und die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Phantasterei zu überwinden.

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D 2019, Regie: Sandro Giampietro, mit Helge Tramsen, Dirk Böhling, Marita Ahlers, 90 Min.

Di. 28.9. / 17:30 mit Regisseur Sandro Giampietro

Platt-Kino op de grote Lienwand: Die Kriminalkomödie „Boot un Dood“ feierte 2020 im City 46 seine Premiere. Hendrik gerät auf der Suche nach seinem verschwundenen Hochzeitsgeschenk, einem knallgelben Kanu, in den Fokus von Mordermittlungen. Schafft Hendrik es, das Boot zu finden, seine Unschuld zu beweisen und seine Ehe zu retten? Der Film ist nicht nur eine Adaption des gleichnamigen Romans von Günter Ihmels, er ist auch eine Hommage an die norddeutsche Landschaft, ihre Sprache und die Musik. Regisseur Sandro Giampietro ist ja „nebenbei“ auch noch „en beropen Muskant“ und dürfte Helge Schneider-Fans gut bekannt sein.

Ein Filmabend in Kooperation mit dem Festival PLATT Land Fluss.

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Filme vom 23.9. bis 29.9.

I 2020, Regie: Giorgio Verdelli, mit Paolo Conte, Roberto Benigni, Isabella Rossellini, Jane Birkin, 100 Min., OmU

ab Do. 23.9. / 17:30
 

Paolo Conte, die Verkörperung von lässiger Eleganz und eine der großen Jazz-Legenden, ist ein weltberühmtes Wahrzeichen italienischer Kultur. Mit der Hymne „Azurro“ schrieb der studierte Jurist 1968 Musikgeschichte und konzentrierte sich von da an ganz auf seine Musik. Als Pianist, Sänger und Komponist gab er seinen Arrangements eine ganz eigene gefühlvolle Note. Filmemacher Giorgio Verdelli besucht den mittlerweile über 80-jährigen Conte, der sonst eher medienscheu ist, in seinem Atelier in Asti, Italien. Umfangreiches Konzert-Archivmaterial und Interviews mit berühmten Weggefährten wie Jane Birkin, Roberto Benigni oder Isabella Rossellini lassen alte Zeiten lebendig werden. Verdellis Porträt zeigt einen leidenschaftlichen Künstler, der in seinen Liedern Emotionen, Perfektion und Grandezza zu einem musikalischen Gesamterlebnis verwebt.

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D 2019, Regie: Lothar Herzog, mit Daria Mureeva, Evgeni Sangadzhiev, Alexei Filimonov, 77 Min., OmU

ab Do. 23.9. / 18:00

Elena ist Studentin in Minsk, Weißrussland. Als ihr Vater verhaftet wird, muss sie, um seine Schulden zu bezahlen, seine illegalen Geschäfte weiterführen. Dafür fährt sie immer wieder in die gesperrte Zone von Tschernobyl. In den Ruinen sammelt Elena Schrott und anderes Wiederverwertbare. Sie ist fasziniert von den verlassenen Dörfern und der Natur mit ihren endlosen Wäldern, deren trügerische Schönheit sie die Verstrahlung vergessen lässt. Doch bald scheint ihr Leben wie kontaminiert. Lena überschreitet immer weitere Grenzen. Auch ihre intensive Liebesbeziehung mit Viktor leidet darunter. Beim Filmfest Hof 2019 ausgezeichnet für die Beste Regie, den Hauptpreis.

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D/SEN 2020, Regie: Florian Dietrich, mit Farba Dieng, Julius Nitschkoff, Seyneb Saleh, 96 Min.

ab Do. 23.9. / 20:00

Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis schwört Babtou, von nun an nicht mehr in Schwierigkeiten zu kommen. Als erstes will er seine neu gewonnene Freiheit mit seinem besten Kumpel Dennis voll und ganz auskosten. Ein Neuanfang will natürlich gebührend gefeiert werden! Als die Willkommensfeier völlig aus dem Ruder gerät, findet sich Babtou unversehens in Handschellen wieder. Und diesmal fallen die Konsequenzen für ihn drastisch aus. Wegen wiederholter Straftaten soll Babtou direkt in den Senegal abgeschoben werden, in ein Land, dass er noch nie gesehen hat. Wie Dennis ist er in Deutschland geboren und in Frankfurt aufgewachsen. Doch das interessiert die Behörden wenig. Es scheint nur einen Ausweg zu geben, der Abschiebung zu entgehen: Babtou muss heiraten. Als sie keine passende Kandidatin finden, springt Dennis ein – denn wer hat gesagt, dass das nicht möglich wäre?

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D 2020, Regie: Natalija Yefimkina, 95 Min., FBW-Prädikat: bes. wertvoll, OmU

ab Do. 23.9. / 20:30

Die Garage als ultimativer Rückzugsort, an dem „Mann“ sich sicher und frei fühlen kann? Das scheint es in Russland gang und gäbe zu sein. Filmemacherin Natalija Yefimkina deckt in ihrem dokumentarischen Debut das geheime Leben von russischen Garagensiedlungen auf. Hinter jeder der zunächst so unscheinbar wirkenden Tore befindet sich ein Mikrokosmos ganz nach den Wünschen ihrer Bewohner individuell eingerichtet. Vor allem Männer wohnen, arbeiten und verbringen hier ihre Freizeit. Manche züchten Wachteln oder Hunde, einige treiben Sport oder stellen Kunstgegenstände her, andere haben sich bis tief in die Erde gebuddelt, um ihr Refugium zu vergrößern. Als Ort der Erholung und der Selbstverwirklichung sind diese Garagensiedlungen im russischen Norden eine feste Instanz.
„Durch das Leben in den Garagen kann man in Russland die Gesellschaft erzählen. Nicht nur die Alten sind in der Garage, sondern auch die Jungen. Nicht nur die Aufsässigen, sondern auch Bergwerksingenieure, Künstler, Musiker, Intellektuelle.” (Natalija Yefimkina, Regisseurin)

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KinderKino

D/A 2020, Regie: Kim Strobel, mit Felice Ahrens, Florian Lukas, Maxi Warwel, 87 Min., ab 9 J.

Sa. 18.9. + So. 19.9. / 15:00  //  Sa. 25.9. + So. 26.9. / 15:30

Madison hat einen Traum: Die Zwölfjährige möchte als jüngste Nachwuchssportlerin in den Nationalkader der deutschen Radrennfahrerinnen aufgenommen werden. Wie schon ihr Vater vor ihr hat sie nur ein Ziel: Gewinnen! Als sie nach einem Streit mit einer Konkurrentin aus dem Trainingslager geworfen wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Zu allem Überfluss schleift ihre Mutter sie dann auch noch in ein verschlafenes Bergdorf im österreichischen Tirol. Hier lernt Madison die aufgeweckte Vicky kennen, die sie spontan mit zum Mountain-Bike-Parcours nimmt. Nach anfänglicher Skepsis beginnt Madison nicht nur der neuen sportlichen Herausforderung, sondern vor allem einer neuen Freundschaft eine Chance zu geben.
Ein rasant radelnder Familienfilm über Ehrgeiz, Leistungsdruck, Freundschaft und die erste Liebe!

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D 2021, Regie: Peter Popp, Animation, 66 Min., FBW-Prädikat: bes. wertvoll, ab 6 Jahre

Sa. 25.9. + So. 26.9. / 15:00

Barsch Shorty, seine kleine Schwester Indigo und der schlaue Sägefisch Jake sind die besten Freunde. Eigentlich könnte ihr Leben im bunten und friedlichen Korallenriff nicht besser sein - wären da nicht die gefährlichen Fischesser mit ihren Netzen. Ausgerechnet während des großen Unterwasser-Fußballturniers passiert das Unfassbare: Ein riesiges Schleppnetz zerstört das Korallenriff und zwingt die Meerestiere zur Flucht. Shorty, Indigo und Jake gelingt es, dem Netz zu entgehen. Doch sie und alle anderen Korallenriff-Bewohner haben ihr Zuhause verloren. Eine Begegnung mit der Orakelkrake Oana gibt ihnen neue Hoffnung: Irgendwo in den Weiten des Ozeans soll es ein Zauberriff geben, einen Ort, an den die Fischesser niemals gelangen werden. Eine abenteuerliche Reise mit allerhand Gefahren beginnt.

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Vom 2. bis 10. Oktober wird es im CITY 46 wieder kunterbunt: Freut euch auf neun großartige Kinder- und Jugendfilme, die allesamt in Bremen ihre Premiere erleben werden! Dazu erwarten euch spannende Gäste aus der Filmwelt, die Kinderjury, ein Trickfilmworkshop und die KIJUKO-Kurzfilmrolle. Das volle Programm findet ihr auf kijuko.city46.de