Kommende Gäste & Specials

Kurzfilmprogramm in Kooperation mit dem Filmbüro Bremen

Di. 28.6. / 18.00 mit Gästen und Diskussion

„Komplexe innere Vorgänge zu visualisieren ist seit jeher ein universaler Wunsch von Künstler:innen. Gerade vor dem Hintergrund der Pandemie haben wir uns mit dem Innenleben und unseren Empfindungen auseinandergesetzt und Themen wie Einsamkeit, Isolation und der Umgang mit Emotionen hat an Präsenz gewonnen.
Das war auch für das drei CLOSE UP Stipendiaten Team „THE TANK“ Ausgangspunkt, um ein interdisziplinäres Filmprojekt zu realisieren. Das Kollektiv bringt in einem spannenden Kurzfilm seine verschiedenen Hintergründe und Arbeitsschwerpunkte ein und verwebt eindrucksvolle Bilder, Sound, analoge und digitale Aspekte zu einer eigensinnigen ästhetischen Welt. Mit ihrem Themenschwerpunkt sind sie nicht allein, am 28.06 laden sie in Kooperation mit dem Filmbüro Bremen e.V. zu einem Kurzfilmabend mit spannenden Beiträgen über den Umgang mit Isolation ein.
Kurzfilme von jungen und etablierten Filmemacher:innen nähern sich dem Thema mit ungewöhnlichen Bildern, überraschendem Sound, Einfühlungsvermögen und Kreativität. Im Anschluss an das Screening darf diskutiert werden: über das Thema Isolation uns verschiedenen Blickwinkeln, denn es werden neben den Filmemacher:innen auch Gäste aus der Therapie, der Kunst und Filmwissenschaft dabei sein. Und über das Format Kurzfilm und das künstlerische Arbeiten unter schwierigen Bedingungen.“

Eintritt frei! Kartenreservierung bitte per Mail an ticket@city46.de oder telefonisch unter 0421 - 957 992 90.
 

Die Filme

Y
von Gina Wenzel, 24 Min.
Laura ist eine der jungen Frauen, die der neuen selbstbewussten Ich-Ich-Ich-Generation, auch „Generation Y“ genannt, angehört. Das Leben hält so eine Fülle an Möglichkeiten bereit, dass Laura ihre eigenen Ziele und Ideale aus den Augen verloren hat. Sie ist stets auf der Suche, nur wonach, das weiß sie nicht. Eines Nachts trifft sie auf Safi, die aus ihrem Heimatland geflohen ist. Die Begegnung gibt Laura einen Denkanstoß.

THE TANK
von Sarah Frede, Marcel Becker-Neu und Falk Helmbold, 9 Min.
THE TANK nimmt als eindrucksvoller, bildstarker Kunstfilm das Publikum mit in die Tiefen von Angst und Isolation. Immersiv und kontrastreich sind die Zuschauenden ganz nah am Protagonisten, in dessen Zimmer sich die Einsamkeit ausbreitet. Digitale und analoge Aspekte verweben sich so ineinander, dass eine in ihrer Ästhetik neuartige Welt entsteht. Inhaltlich kommen einem damit Probleme wie Isolation oder Angststörungen auf völlig neue Weise näher.

Do Caterpillars Dream of Salvation?
von Leon Sahiti, 10 Min.
"Do Caterpillars Dream of Salvation?" handelt von einem kleinen, fanatischen Internet-Kult, dessen Mitglieder nach einem Tod in Teigform streben. Genau wie bei allem, begann es als Theoretisierung über die Bildung einer Internetgemeinschaft. Auf ihren Höhepunkten scheinenGemeinschaften (insbesondere jene im Internet) auf bestimmte Art und Weise zu zerbröseln. Durch ihre selbst gewählte Isolation, im Leben und im Internet, fehlt ein empirischer Kontakt mit der Realität, die sich abarbeitet zu einem digitalen Abstraktum. Eine Beschäftigung mit der Beziehung zwischen dem Tod des Selbst und seinem Katalysator, dem Internet.

Knock, Knock, Knock
von Arom Choi, 15 Min.
"Knock, Knock, Knock" folgt Hana, einer jungen Frau, die sich in einem winzigen, kastenförmigen Raum einschließt. Sie interagiert mit der Welt, indem sie durch die dünnen Wände lauscht, die sie von ihren Nachbarn trennen. Hana wird von Gedanken an den Tod verzehrt, nur um dann mit einem unerwarteten Tod konfrontiert zu werden. Der Raum selbst fungiert als Antagonist; der begrenzte Raum und die Geräusche haben die Macht, menschliche Gefühle zu manipulieren.

Die neonorangene Kuh
von Mischa Leinkauf und Matthias Wermke, 6:30 Min.
Eine Entdeckungsreise durch das nächtliche Berlin, bei der durch den sonderbaren Umgang mit öffentlichem Raum Bekanntes zu Unbekanntem wird.

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USA 1943, Meshes of the Afternoon; USA 1944, At Land + Livemusik

Fr. 1.7. / 20:00 vertont & begleitet von David Wallraf, Hamburg

Den Auftakt macht der Hamburger Experimentalmusiker David Wallraf, der zwei Kurzfilme von Maya Deren vertonen wird. Meshes of the Afternoon von 1943 entstand als Kooperation mit Derens damaligem Ehe-Mann Alexander Hackenschmied. Der Film wurde auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes mit dem Grand Prix International für 16-mm-Experimentalfilme ausgezeichnet. Maya Deren bedient sich surrealistischer Stilmittel zur Darstellung psychischer Probleme und ist in Form und Symbolik stark von Bunuels Andalusischem Hund beeinflusst. At Land von 1944 beschäftigt sich mit der Gefahr des Verlusts der eigenen Identität. Der Komponist John Cage und der Filmkritiker Alexander Hammid treten in dem Film auf.
Maya Derens Filme werden ergänzt von zwei Spoken Word Performances der besonderen Art des kanadischen Dichters pbNichol (1944-1988) von 1978.

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Filme vom 23.6. bis 29.6.

USA 2021, Regie: Sean Baker, mit Simon Rex, Suzanna Son, Bree Elrod, 131 Min., OmU

ab Do. 23.6. / 17:30

Nach einer ziemlich turbulenten Zeit voller krummer Geschäfte und unendlich vielen Filmshoots kehrt Ex-Porno-Star Mikey Saber Los Angeles den Rücken. Ohne rechten Plan oder Geld zieht er zurück in seine heruntergekommene Heimatstadt Texas City. Charmant wie er ist, kann er seine verflossene Ehefrau Lexi – zur Scheidung hat es noch nicht gereicht – überreden, ihn aufzunehmen und ihr Zusammenleben läuft gar nicht schlecht. Doch seine „Referenzen“ aus dem Pornogeschäft lassen ihn nicht mal einen Job im Fast-Food-Laden finden. „Was sollen denn unsere Gäste denken, wenn sie Sie zufällig wiedererkennen?", fragt die Besitzerin eines Lokals beim Vorstellungsgespräch pikiert. Als Mikey in einer verramschten Donut-Bude der jungen Kellnerin Strawberry begegnet, die davon träumt, ein Pornostar zu werden, sieht er die Chance, wieder auf die Füße zu kommen. Um aufzusteigen, hat er schon immer Menschen benutzt, ohne sich schuldig zu fühlen.

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A 2021, Regie: Arman T. Riahi, mit Aleksandar Petrović, Maria Hofstätter, Luna Jordan, 103 Min., OmU

ab Do. 23.6. / 18:00

Hannes Fuchs Leben nimmt eine dramatische Wendung, als sein Sohn Felix Selbstmord begeht. Fuchs kehrt seinem Alltag als Lehrer den Rücken zu und beginnt, mit Jugendlichen im Gefängnis zu arbeiten. An der Schule einer Wiener Haftanstalt wird der Pädagoge von seiner Vorgängerin Elisabeth Berger eingearbeitet. Diese entpuppt sich als recht eigenwillig. Als Erziehungsmethoden zieht sie Kuchenbacken und therapeutisches Malen anderen Fächern wie Mathe oder Deutsch vor. Für den Gefängnisvorstand ist Frau Berger daher schon länger auf der Abschussliste und auch Aufseher Weber findet, sie würde die Insassen anstacheln. Als Neuankömmling gerät Fuchs schnell in die Schusslinie der Grabenkämpfe. Zu allem Überfluss eskaliert unter seiner Aufsichtspflicht eine Situation zwischen zwei Schülerinnen.
Max Ophüls Festival – Beste Regie; Fritz-Raff-Drehbuchpreis, Preis der Jugendjury

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D/Ukraine 2020, Regie: Marcus Lenz, mit Yelizar Nazarenko, Udo Samel, Maria Bruni, 96 Min., teilw. ukr. OmU

ab Do. 23.6. / 20:00

Nach dem Tod seiner Großmutter gibt es in dem ukrainischen Dorf niemanden mehr, der sich um den 9-jährigen Roman kümmern kann. Seine Mutter Oksana arbeitet als illegale Pflegekraft in Deutschland. In einem Lieferwagen versteckt, reist Roman zu ihr. Aber Oksana ist nicht allein. Sie lebt mit dem Witwer Gert Schwarz zusammen, dessen Frau sie einige Monate zuvor vorher betreut hatte. Eifersüchtig kämpft Roman mit allen Mitteln um die Aufmerksamkeit seiner Mutter und gegen den 62-jährigen Gerd. Als Oksana mit einem Blinddarmdurchbruch schwer erkrankt und ohne Versicherung ins Krankenhaus muss, bleibt Roman allein mit seinem vermeintlichen Rivalen. Da die junge Ukrainerin keine Aufenthaltsgenehmigung hat, droht auch Roman die Abschiebung. Gerd versteckt sich mit dem Jungen in einer alten Jagdhütte im Wald. Nun sind die beiden Kontrahenten auf sich allein gestellt, getrieben von Abhängigkeit, Liebe und Eifersucht.
Der Film von Marcus Lenz erhielt u.a. den Förderpreis Neues Deutsches Kino bei den Hofer Filmtagen 2020. Gedreht wurde zum Teil auch in Kyjiw.

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D/A 2021, Regie: Stephan Bergmann, 92 Min., OmU

ab Do. 23.6. / 20:30

Wie könnten so elementare Prozesse wie Leben und Sterben in einer gar nicht allzu entfernten Zukunft aussehen? Akzeptieren wir Geburt, Krankheit und Tod weiter als natürlichen Verlauf unseres Lebens? Oder wollen wir hier künftig mitbestimmen? Seit jeher ist unser Verhältnis zum Tod etwas, mit dem wir uns auseinandersetzen. Der Traum vom ewigen Leben ist grundlegend für die meisten Paradiesvorstellungen verschiedener Religionen sowie fester Bestandteil von Science Fiction-Szenarien oder wissenschaftlicher Forschung. Filmemacher Stephan Bergmann geht dem Phänomen der unendlichen Körper-Optimierung auf den Grund, besucht Laboratorien, trifft sogenannte Biohacker*innen und unterhält sich mit Größen der sogenannten Transhumanist*innen-Bewegung. Warum wollen Menschen zum Cyborg zu werden?

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D 2022, Regie und Projektkoordination: Jürgen J. Köster, mit Brenda Ruiz Silva, Oliver Kurschat, 160 Min.

am Sa. 25.6. + Mo. 27.6. / 20:30

«Es muss so sein, wie ich das will!! Wehe dem, der mir widerspricht, denn nur ich allein bin die Wahrheit!» Zitat Ferdinand Schäfer, Berlin 2004 nachdem ihm unterstellt wurde, das Wiener Trinkwasser mit Shampoo verseucht zu haben.

Als der Nasenstöpsel tragende Berliner Ferdinand Schäfer sowie sein Assistent Bruno Maas vom Shampoo-Konzern «PONT 1843» Bremen erreichen, wird schnell klar, dass Toleranz und Empathie ein NO GO für diese Herren sind. Knallhart versuchen sie, gemeinsam mit der Regionalassistentin Vera, den inklusiven Gesundheitsladen «Salon Ramona» samt Heilpädagogin und Biochemikerin Lou Hendrix sowie ihren Assistenten Godo platt zu machen. Der Fernsehjournalist Gerd Lau ist völlig neben der Spur, weil er nicht verstehen kann, dass diese Idioten aus Berlin ihn erstens eingeseift haben und zweitens Lous individuelles Bioshampoo als eine Gefahr für ihren Konzern betrachten. Auch der auf sein Heilmittel «DIE FARBEN von PARIS» fixierte Dr. Heinz wundert sich, dass Lous Shampoo und ihr Salon Ramona eine Gefahr für die Menschheit sein sollen. Immerhin helfen sie dort Menschen mit schweren Krisenerfahrungen durch Gespräche und mit dem individuellen Bioshampoo. Und selbst der mediensüchtige Bürgermeister Dr. Ohmken höchstpersönlich lässt sich den Schorf seiner Frau auf seiner Kopfhaut von Lous Basisshampoo entfernen.

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KinderKino

S 1966, Regie: Olle Hellbom, mit Torsten Lilliecrona, Louise Edlind, Maria Johansson, 90 Min., ab 6 Jahren

Sa. 25.6. / 15:00 // So. 26.6. / 15:00 mit a&f! //Sa. 2.7. + So. 3.7. / 15:30

Auf der kleinen schwedischen Insel Saltkrokan ist einfach immer etwas los! Onkel Melker hat sich für Tjorven, Pelle und die anderen Kinder einen besonders aufregenden Ausflug überlegt: Zusammen besuchen sie die sagenumworbene „Totenbucht”, wo das Wrack eines alten Segelschiffs namens Albertina liegt. Eine tolle Idee! Die Kinder teilen sich in zwei Piratenmannschaften auf und die große Schlacht um den berühmten Mysak-Diamanten kann beginnen! Bald ist das Spiel in vollem Gange, und selbst die Erwachsenen machen mit! Besonders Onkel Melker hat die besten Tricks auf Lager, um der feindlichen Bande den Schatz abzujagen.

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NOR/S 2018, Regie: Christian Lo, mit Tage Hogness, Jakob Dyrud, Tiril Marie Høistad Berger, 94 Min., ab 9 Jahren

Sa. 2.7. + So. 3.7. / 15:00 // Sa. 9.7. + So. 10.7. / 15:30

Schon von klein auf träumen Aksel und Grim davon, mit ihrer Rockband „Los Bando Immortale“ berühmt zu werden. Als die beiden besten Freunde eines Tages die Nachricht bekommen, dass sie an der norwegischen Rock-Championship teilnehmen dürfen, können sie ihr Glück kaum fassen. Nur Grim schwant, dass es nicht so einfach werden wird. Denn Aksel kann eigentlich gar nicht singen und auch die Suche nach einem geeigneten Bassisten gestaltet sich schwierig. Dafür entdecken sie die neunjährige Thilda, die zwar viel zu jung ist, aber erstaunlich gut Cello spielen kann. Fehlt also nur noch ein Fahrer, der sie zum Festival in den hohen Norden bringt. Diesen finden sie in Martin, der froh ist, eine Pause von seinem Job in der Autowerkstatt seines strengen Vaters zu haben. Im geklauten Wohnmobil von Martins Bruder begeben sich die ungleichen Vier auf eine abenteuerliche Reise quer durch Norwegen, um allen zu zeigen, dass sie die beste Band der Welt sind. Dass Thilda ein Geheimnis verbirgt, ahnen die Jungen nicht.

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