Kommende Gäste & Specials

D 2018, Regie: Mala Reinhardt, 62 Min., dt./türk. OmU

Mo. 18.10. / 20:00 Gast: Ferat Ali Kocak, Betroffener der Anschlagsserie in Neukölln

„Fragen wir uns selbst einmal, wie viele hier in diesem Raum denn die Betroffenen des NSU kennen." fragt Ibrahim Arslan, Opfer eines Brandanschlages. Nach rassistischen Gewalttaten in Deutschland stehen meistens die Täter*innen und nicht die Betroffenen im Interesse der Öffentlichkeit. Im Film wird versucht diesen Missstand aufzuheben und die Perspektive der Betroffenen in den Mittelpunkt gestellt.
Osman Taşköprü erzählt von dem Mord an seinem Bruder Süleyman durch den NSU 2001. Ibrahim Arslan und Mai Phương Kollath berichten als Betroffene von den rassistischen Brandanschlägen in Mölln und Rostock-Lichtenhagen 1992. Gemeinsam mit vielen weiteren von rassistischer Gewalt Betroffenen bilden sie ein Netzwerk und kämpfen für eine lückenlose Aufklärung.

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D 2006, Regie: Ulrike Franke & Michale Loeken, 96 Min., teilw. OmU

Di. 19.10. / 20:00 mit Gästen: Klaus Hering, ehemaliger Gesamtbetriebsratsvorsitzender ArcelorMittal Bremen, und Michale Loeken, Regisseur

Nach gerade mal acht Jahren Betrieb wurde die 1,3 Milliarden DM teure Kokerei „Kaiserstuhl“ in Dortmund im Jahre 2000 stillgelegt. Was war passiert? Durch den globalisierten Stahlmarkt und die billige Konkurrenz in Asien war der Betrieb unrentabel geworden. Wenig später kauft ein chinesisches Unternehmen den riesigen Industriekomplex, lässt ihn in seine Einzelbestandteile zerlegen und nach China verfrachten.
Eineinhalb Jahre lang begleiten die Ulrike Franke und Michael Loeken die Demontage und die involvierten Menschen: die 400 chinesischen Arbeiter, die in einem Wohncontainerdorf eine chinesische Insel im Ruhrgebiet errichtet haben; und die wenigen deutschen Arbeiter, die den Prozess begleiten – sie sind die „Verlierer“ der Globalisierung. Kulturen und Mentalitäten, Träume und Enttäuschungen treffen aufeinander. Spannend, facettenreich, komisch und eindringlich spürt der Film nach, was Globalisierung beinhaltet.

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USA 1975, Regie: Milos Forman, mit Jack Nicholson, Louise Fletcher, Will Sampson, 134 Min., DF

Mi. 20.10. / 17:00 mit Gerda Engelbracht (Kulturwissenschaftlerin)

Um dem Zuchthaus zu entgehen, lässt sich der mehrfach vorbestrafte Randall Patrick McMurphy in die Nervenheilanstalt einweisen. Natürlich hegt er Fluchtgedanken, doch die Psychiatrie wird für den Simulanten bald zur Hölle. Die mit Medikamenten ruhiggestellten, willenlosen Patienten stehen unter der Fuchtel von Schwester Ratched. Mit List startet McMurphy eine Revolte. Aber das System schlägt gnadenlos zurück.
Das „Irrenhaus“ als Synonym für einen reglementierungswütigen Staat, der nur angepasstes Verhalten duldet. Die düstere Parabel von Milos Forman („Amadeus“, „Goyas Geister“) ist ein Plädoyer für die Mündigkeit des Individuums und die Vielfalt des Lebens. Jack Nicholson, Louise Fletcher und Milos Forman gewannen einen Oscar. Insgesamt erhielt das Drama fünf Trophäen. Produziert wurde es u. a. von Michael Douglas, der die Filmrechte zur Romanvorlage von Ken Kesey (1962) von seinem Vater Kirk übernommen hatte.

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Filme vom 14.10. bis 20.10.

CDN 2019, Regie: Deanne Foley, mit Carolina Bartczak, Peter MacNeill, Chris Jacot, 93 Min., engl. OmU

ab Do. 14.10. / 17:30

Neufundland: Maura Mackenzies Weg als talentierte Konzertpianistin führt gerade steil bergauf. Dann verpasst sie „Dank“ ihres Ehemanns eine großartige Chance und ihre Karriere ist schlagartig beendet. Sie rutscht in eine Depression und langsam auch in eine bipolare Störung ab. Als Maura in ihrem Zustand zu einer Gefahr für ihre zwei Töchter wird, nimmt ihr Mann Duncan das zum Anlass, aus der unglücklichen Ehe auszubrechen und ihr die Kinder zu entziehen. In der tiefsten Krise steht Maura nur ihr Vater zur Seite. In kleinen Schritten versucht sie, gesund zu werden und ihr Leben wieder selbst zu bestimmen, denn nur so hat sie die Hoffnung, Bonnie und Briana wieder zu sehen. Nach dem Roman „An Audience of Chairs“ von Joan Clark.

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F/D 2019, Regie: Dominik Moll, mit Valeria Bruni Tedeschi, Denis Ménochet, Laure Calamy, 116 Min., OmU

ab Do. 14.10. / 18:00

In den Bergen der französischen Provinz wird ein verlassenes Auto gefunden. Von der Fahrerin Evelyne Ducat, einer jungen Frau aus Paris, fehlt jede Spur. Ein Schneesturm erschwert die Suche nach der Vermissten, und die Dorfbewohner*innen zeigen sich wenig kooperativ. Niemand will etwas gesehen haben. Doch hinter dem beharrlichen Schweigen gegenüber der Polizei verbirgt sich ein Geflecht aus Geheimnissen und Verstrickungen. Es scheint, dass fünf Menschen mit der Verschwundenen eine Verbindung hatte. Sie tun alles, damit die Wahrheit nicht ans Licht kommt, denn das würde verheerende Konsequenzen haben. Im Laufe der Ermittlungen führt die Spur von Evelyne von der schneebedeckten Stille des Bergdorfs bis in die flirrende Hitze der fernen Elfenbeinküste.

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D 2021, Regie: Manuel Fenn, 119 Min., diverse OmU

ab Do. 14.10. / 20:00

Seit nun über eineinhalb Jahren hält die Corona-Pandemie die ganze Welt buchstäblich in Atem. Die Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens sowie die gesundheitliche Gefahr, sichtbar in den stetig steigenden Opferzahlen, veränderten den Alltag aller Menschen von Grund auf. Manuel Fenn dokumentiert in 12 Kapiteln aus der ganzen Welt die Ausnahmesituation des ersten Pandemiejahres. Die verlassenen Straßen in den sonst so überfüllten Metropolen London, Berlin oder New York sind beeindruckend. Ebenso, wie das Leben mit dem Virus den selbstverständlichen Alltagstrott überall ausgebremst hat und stattdessen neue Lösungen notwendig macht. Ob in Nadschafabad, Kuala Lumpur, Rom oder Nairobi – das Nachdenken über ein bewussteres Globales Handeln und mögliche Wege aus der aktuellen Krise ist essenziell. Denn wir können nicht so weitermachen wie bisher. Wie kann eine neue Welt nach der Pandemie aussehen? Wie wird sich unser Zusammenleben verändern?

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A/B 2020, Regie: Evi Romen, mit Thomas Prenn, Noah Saavedra, Josef Mohamed, 108 Min., teilw. OmU

ab Do. 14.10. / 20:30

Mario will aus seinem engen Leben im heimatlichen Dorf in Südtirol ausbrechen. Da, wo andere gerne Urlaub machen, ist er schon lange ein Außenseiter. Mit seiner sensiblen Art und dem innigen Wunsch, Tänzer zu werden, passt Mario einfach nicht in das Männlichkeitsbild der Dorfbewohner*innen. Sein Vater steht ihm jedoch zur Seite und versucht ihn zu unterstützen. Als Mario eines Tages seinem Jugendfreund Lenz wieder über den Weg läuft, scheint sich ein Fenster in eine andere Welt zu öffnen. Mario reist seiner neuen Flamme nach Rom hinterher, sie treffen sich in einer Schwulenbar. Doch der Abend verläuft anders als gedacht, als die Bar plötzlich von bewaffneten Männern gestürmt wird. Lenz kommt auf tragische Weise um, Mario mit dem Leben davon. Traumatisiert kehrt er in die südtirolische Heimat zurück. Dort begegnet er dem schönen Nadim, der ihm vom Islam erzählt.

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KinderKino

D 2021, Regie: Peter Popp, Animation, 66 Min., FBW-Prädikat: bes. wertvoll, ab 6 Jahre

Sa. 16.10. + So. 17.10. / 15:30

Barsch Shorty, seine kleine Schwester Indigo und der schlaue Sägefisch Jake sind die besten Freunde. Eigentlich könnte ihr Leben im bunten und friedlichen Korallenriff nicht besser sein - wären da nicht die gefährlichen Fischesser mit ihren Netzen. Ausgerechnet während des großen Unterwasser-Fußballturniers passiert das Unfassbare: Ein riesiges Schleppnetz zerstört das Korallenriff und zwingt die Meerestiere zur Flucht. Shorty, Indigo und Jake gelingt es, dem Netz zu entgehen. Doch sie und alle anderen Korallenriff-Bewohner haben ihr Zuhause verloren. Eine Begegnung mit der Orakelkrake Oana gibt ihnen neue Hoffnung: Irgendwo in den Weiten des Ozeans soll es ein Zauberriff geben, einen Ort, an den die Fischesser niemals gelangen werden. Eine abenteuerliche Reise mit allerhand Gefahren beginnt.

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S 2020, Regie: Michael Lindgren, mit Hugo Krajcik, Julia Pirzadeh, Frank Dorsin, 89 Min., ab 10 Jahren

Sa. 16.10. + So. 17.10. / 15:00
Sa. 23.10. + So. 24.10. / 15:30

Bert will in der Mittelstufe alles anders machen – endlich cool und beliebt und der Schwarm aller Mädchen sein. Bisher war er immer nur die Brillenschlange. Vor allem Leila würde er gern gefallen – die ist zwar zwei Jahre älter, aber als Basketballstar und Schönheitskönigin einfach nur mega cool. Glücklicherweise ist Leilas kleine Schwester Amira in Berts Klasse! Berts Plan ist, sich mit Amira anzufreunden und durch sie Leila kennenzulernen Ob das eine so gute Idee ist, kümmert Bert wenig, denn für ihn gilt nur eins: das Herz seiner Angebeteten zu erobern! Leider löst er mit seinem Plan eine Katastrophe nach der anderen aus. Und irgendwann muss Bert sich seinem angehäuften Chaos stellen.

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