23. Internationales Bremer Filmsymposium - Grenzüberschreitendes Kino

25. - 29. April 2018

 

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Das 23. Internationale Bremer Symposium zum Film lädt Fachleute und Interessierte ein, um über die Bedeutung von Grenzen in politischen, sozialen und ästhetischen Zusammenhängen sowie ein grenzüberschreitendes Kino nachzudenken. Jüngste Ereignisse in Politik und Zeitgeschehen geben der internationalen Grenzpolitik ein neues Gewicht. Das Verhältnis zur Rekonstitution und Überschreitung von Grenzen wird medial in ein anderes Licht gerückt. Ein Vorgang, den es zu befragen gilt. 

Von seinen Anfängen bis in die Gegenwart scheint das Kino ein prädestiniertes Medium zu sein, Grenzüberschreitungen zu inszenieren, zu reflektieren, zu dokumentieren – und auf diese Weise Grenzpraktiken mitzugestalten oder Grenzen neu auszuhandeln. Das grenzüberschreitende Kino durchzieht die unterschiedlichsten Formen wie Hollywoodfilm, Dokumentarfilm, Autorenfilm, Essayfilm etc. Thematische Schwerpunkte sind neue Formen des kosmopolitischen Kinos, die Grenzen Europas, die Grenzen Amerikas sowie Genre-Grenzen.

Das Bremer Symposium zum Film verbindet ausgewählte Filmvorführungen mit Publikumsdiskussionen und Vorträgen von internationalen Wissenschaftler*innen. Mit seiner Mischung aus Filmkultur und Forschung bringt das Symposium seltene Filme in aufbereiteter Kontextualisierung nach Bremen und spricht sowohl Fachbesucher*innen als auch das Bremer Filmpublikum an.

Das Internationale Bremer Symposium zum Film wird seit über 20 Jahren erfolgreich in Kooperation des CITY 46 / Kommunalkino Bremen e.V. und der Universität Bremen veranstaltet. Seit 2002 unterstützt die nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH das Projekt.

 

Zu Gast sind die Film- und Medienwissenschaftler*innen Kathrin Rothemund und Matthias Christen (Bayreuth), Camilla Fojas (Virginia) und Laura Rascaroli (Cork). In vier transdisziplinären Diskussionsforen werden weitere 14 Wissenschaftler*innen ihre Forschungsperspektiven auf die Thematik präsentieren.

Neben zwei kuratierten Kurzfilmprogrammen werden Raritäten des internationalen Kinos quer durch die Filmgeschichte jeweils mit einer Einführung gezeigt: u.a. der Stummfilm Ramona (von D.W. Griffith, USA 1910), der Arbeiterfilm Redes (Netze, Fred Zinneman, Emilio Gómez Muriel, MEX 1936), das Diskriminierungsdrama Nothing But a Man (Michael Roemer, USA 1964), der politische Thriller El Norte (Der Norden, Gregory Nava, USA 1983), der Spielfilm The World (Jia Zhangke, CHI 2004), der Dokumentarfilm Sacro GRA (Das andere Rom, Gianfranco Rosi, IT 2013), der Coming-of-Age-Film Bande des Filles (Mädchenbande, Céline Sciamma, F 2014), sowie das experimentelle Filmereignis Les Sauteurs (Those Who Jump, Moritz Siebert, Estephan Wagner und Abou Bakar Sidibé, DK 2016).

Ein Rahmenprogramm ergänzt die Filmvorführungen. Dazu gehören eine interaktive Virtual-Reality-Installation in Kooperation mit dem IRIS (International Research Centre for Interactive Storytelling), Leeds und der Leeds Trinity Universität, UK und die von dem Kulturzentrum Schlachthof e.V. initiierte Migrationsausstellung „100 Faces – 100 Stories“. Die Ausstellung ist vom 24.4. bis zum 13.5. im CITY 46 zu sehen.

 

 

 

PROGRAMM 


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DIENSTAG 24.4.

/ 19:00

Film // EL NORTE

USA 1983, Regie: Gregory Nava, mit Zaide Silvia Gutiérrez, David Villalpando, Ernesto Gómez Cruz, 142 Min., OmengU

* mit Einführung von Delia González de Reufels 

 

 

MITTWOCH 25.4.

/ 19:00

VORTRAG 1 // MATTHIAS CHRISTEN & KATHRIN ROTHEMUND (BAYREUTH)

FILMISCHE WELTEN. ZUR KOSMOPOLITISCHEN THEORIEBILDUNG IM KINO


MI 25.4. / 20:30

Film zu Vortrag 1 // THE WORLD

Shijie, CHI 2004, Regie: Jia Zhangke, mit Zhao Tao, Chen Taisheng, 135 Min., OmengU

* mit Einführung von M. Christen und K. Rothemund

* in Kooperation mit dem Konfuzius-Institut Bremen

 

 

DONNERSTAG 26.4.

/ 10:00 FORUM 1 // KOSMOPOLITISCHES KINO

 

DO 26.4. / 14:30

Film zu Forum 1 // BANDE DE FILLES

F 2015, Regie: Céline Sciamma, mit Karidja Touré, Assa Sylla, Idrissa Diabaté, 113 Min., OmU

* mit Einführung von Olesya Dronyak 


DO 26.4. / 16:45

VORTRAG 2 // LAURA RASCAROLI (CORK)

UNFOLDING BORDERS: FILMING TERRITORY IN THE AGE OF GLOBALIZATION


DO 26.4. / 20:00

FILM ZU VORTRAG 2 // SACRO GRA

Das andere Rom, I 2013, Regie: Gianfranco Rosi, 93 Min., OmU

* mit Einführung von Laura Rascaroli

 

 

FREITAG 27.4.

/ 10:00 FORUM 2 // GRENZEN EUROPAS


FR 27.4./ 14:30

Film zu Forum 3 // NOTHING BUT A MAN

USA 1964, Regie: Michael Roemer, mit Ivan Dixon, Abbey Lincoln, 95 Min., OV

* mit Einführung von Severin Müller


FR 27.4. / 16:45

VORTRAG 3 // CAMILLA FOJAS (VIRGINIA)

BORDER FUTURES: MIGRANT LABOR AND THE FRONTIERS OF SECURITY


FR 27.4. / 20:00

Film zu Vortrag 3 // SLEEP DEALER

MEX/USA 2008, Regie: Alex Rivera, mit Leonor Varela, Jacob Vargas, Luis Fernando Peña, 90 Min., OmU

* mit Einführung von Camilla Fojas

VORFILM / RAMONA

USA 1910, Regie: D.W. Griffith, mit Mary Pickford, Henry B. Walthall, 17 Min., stumm

* mit Einführung von Olaf Stieglitz


FR 27.4. / 22:00

Film zu Forum 3 // SICARIO

USA 2015, Regie: Denis Villeneuve, mit Emily Blunt, Josh Brolin, Benicio del Toro, 121 Min., OmU

* mit Einführung von Martin Holtz

 

 

SAMSTAG 28.4.

/ 10:00 FORUM 3 // GRENZEN AMERIKAS


SA 28.4. / 14:30

FILMPROGRAMM // GRENZERFAHRUNGEN

* kuratiert und vorgestellt von Klaas Dierks (Bremen)

* mit Gästen

Neighbours

CAN 1952, Norman McLaren, 9 Min.

Die Grenze

D 1995, Franz Winzentsen, 3 Min.

Grenzzone

D 1992, Lutz Homann, 10 Min.

Preservation

D 2017, Annagul Beschareti, 7 Min.

On Standardisation. Or how to be sure us humans win the final battle against nature

D 2017, Bruno Siegrist, 11 Min.

A Set of Non-Computable Things

D 2017, Charlotte Eifler, 21 Min.


SA 28.4. / 16:30

Film zu Forum 3 // REDES

Netze, MEX 1936, Regie: Fred Zinnemann und Emilio Gómez Muriel, Kamera: Paul Strand, 63 Min., OmU

* mit Einführung von Sergej Gordon


SA 28.4. / 19:30

Film zu FORUM 2 // LES SAUTEURS – THOSE WHO JUMP

DK 2016, Regie: Moritz Siebert, mit Estephan Wagner, Abu Bakar Sidibé, 82 Min., OmU

* mit Einf. von A. Marklund * und anschließendem Gespräch mit Abu Bakar Sidibé


SA 28.4. / 22:00

Filmmuseum on Location // NO COUNTRY FOR OLD MEN

USA 2007, Regie: Ethan und Joel Coen, mit Javier Bardem, Tommy Lee Jones, Josh Brolin, 122 Min., OV

* mit Einf. von L. Soberon

* in Kooperation mit dem österreichischen Filmmuseum

 

 

SONNTAG 29.4.

/ 10:00 FORUM 4 // GENRE-GRENZEN

 

SO 29.4. / 11:30

FILMPROGRAMM // FILM:ART 81: BORDER LINES & BORDER CROSSINGS

* kuratiert und vorgestellt von Christine Rüffert (Bremen)

* mit anschließendem Gespräch mit Moslem Salmani

Best of Luck with the Wall

USA 2016, Josh Begley, 7 Min.

Koropa

F 2016, Kaura Henno, 19 Min.

Dirty Pictures (Hotel Diaries #6)

Palästina 2007, John Smith, 14 Min.

Women in Sink

ISR/GB 2015, Iris Zaki, 36 Min.

Exposure

GR 2016, Treasa O'Brien, Moslem Salmani, 1 Min.

 

 

 


DIE FILME

DI 24.4. / 19:00 / *mit Einführung

EL NORTE

Der Spielfilm des mexikanisch-stämmigen US-Regisseurs Gregory Nava begleitet die Geschwister Rosa und Enrique Xuncax auf ihrer Flucht vor dem Terror des Militärs in ihrer Heimat Guatemala. Sie treten den gefährlichen Weg in den Norden an, der dem Film seinen Titel gibt, und durchqueren Mexiko, in dem die Träume von Migrant*innen meist ein jähes Ende finden. Auch Rosa und Enrique treffen hier ,Coyotes‘, die einen sicheren Grenzübertritt versprechen, sie aber ausrauben und ihr Leben bedrohen. Schließlich erreichen sie Los Angeles, in dem sie sich ihren Platz erst erobern müssen. Als Melodrama mit surrealistisch anmutenden Traumsequenzen und bisweilen drastischen Bildern, entfaltet Nava hier das Schicksal zweier Guatemalteken, das stellvertretend für das vieler anderer lateinamerikanischer Migrant*innen steht.

USA 1983, Regie: Gregory Nava, mit Zaide Silvia Gutiérrez, David Villalpando, Ernesto Gómez Cruz, 142 Min., OmengU

MI 25.4. / 20:30 / *mit Einführung

THE WORLD

„The World“ ist ein Freizeitpark am Rande von Peking. Er präsentiert die Welt in Form von Touristenattraktionen und Show-Einlagen. Als Besucher – so sagt es der Werbeslogan – bewegt man sich in einem Tag durch die ganze Welt und besucht z.B. den Eiffelturm, die Halbinsel von Manhattan, die ägyptischen Pyramiden u.v.m. Der gleichnamige Film erzählt von Tao, die als Show-Girl in dieser Anlage arbeitet, und ihrem Freund Taisheng, der dort beim Sicherheitsdienst angestellt ist. Der Regisseur Jia Zhangke porträtiert mit diesen Figuren und ihren Freunden eine neue Generation von Werktätigen – Chinesen, aber auch Russen –, die in dieser Tourismus-Industrie arbeiten und zwischen den Staffagen und Showeinlagen versuchen, ihr eigenes Leben als Weltbürger des 21. Jahrhunderts zu entwerfen.

Shijie, CHI 2004, Regie: Jia Zhangke, mit Zhao Tao, Chen Taisheng, 135 Min., OmengU

* in Kooperation mit dem Konfuzius-Institut Bremen

DO 26.4. / 14:30 / *mit Einführung

BANDE DE FILLES

Céline Sciamma zeichnet das Portrait eines jungen Mädchens aus einem Pariser Banlieue. Marieme (Karidja Touré) ist für den Haushalt und die kleinen Geschwister verantwortlich. Für die Schule bleibt keine Zeit, sie kann auch keine Lösungen bieten. Als Marieme auf Lady (Assa Sylla) und ihre Mädchenbande trifft, findet sie Freiheit und Selbstbewusstsein, bewegt sich aber oft am Rande von Gewalt und Kriminalität. Mit Willenskraft und Drang zur Freiheit probiert sie verschiedene Rollen auf der Suche nach Identität und einem Ausweg aus der Perspektivlosigkeit. In starken Bildern bewegt sich der Film zwischen Sozialdrama und Coming-of-Age-Geschichte im postkolonialen Kontext und verfolgt den Versuch, aus den eng gesteckten, sozialen Grenzen auszubrechen, in der Hoffnung auf ein Leben, das mehr zu bieten hat.

F 2015, Regie: Céline Sciamma, mit Karidja Touré, Assa Sylla, Idrissa Diabaté, 113 Min., OmU

DO 26.4. / 20:00 / *mit Einführung

SACRO GRA

Sacro GRA handelt zunächst von Menschen rund um einen italienischen Autobahnring, der als Grenze zwischen ihnen sowie als ästhetische Begrenzung für Schnitt- und Erzählweisen des Films dient. Kurze Episoden geben Einblicke in den Alltag von zehn Protagonist*innen. Sie zeugen von Unterschieden, die größer kaum sein könnten. Der verarmte Adel bietet Bed & Breakfast für seine Gäste an, während ein Fischer – sich echauffierend – seiner schweigsamen Frau aus der Zeitung vorliest. Ein Palmenforscher jagt gefräßige Käfer und ein Rettungssanitäter scherzt mit Verletzten, die er umsorgt. Die Situationen entbehren nicht einer gewissen Komik. Mit seinem in Venedig preisgekrönten Dokumentarfilm lenkt Gianfranco Rosi den Blick auf periphere Aufenthaltsorte als Wahrzeichen eines vergangenen Europas.

Das andere Rom, I 2013, Regie: Gianfranco Rosi, 93 Min., OmU

FR 27.4. / 14:30 / *mit Einführung

NOTHING BUT A MAN

Duff Anderson (Ivan Dixon), ein schwarzer Bahnarbeiter in den Südstaaten der USA, verliebt sich in die Tochter des örtlichen Priesters und heiratet sie, trotz der Widerstände ihres Vaters. Die alltäglichen Schwierigkeiten des schwarzen Paares zeigt der Film in undramatischer, realistischer Weise. Eingebettet in eine Liebesgeschichte werden Themen aufgegriffen wie Diskriminierung und Rassismus, Vater- und Wurzellosigkeit der Afroamerikaner und immer wieder die Frage danach, was es bedeutet, sich nicht unterordnen und seinen Stolz nicht aufgeben zu wollen. In dokumentarischer Herangehensweise recherchierten Regisseur Michael Roemer und Robert Young, die gemeinsam das Drehbuch schrieben, in den Südstaaten und schufen einen der ersten Filme des Black Cinema.

USA 1964, Regie: Michael Roemer, mit Ivan Dixon, Abbey Lincoln, 95 Min., OV

FR 27.4. / 20:00 / *mit Einführung und Vorfilm RAMONA

SLEEP DEALER

In einer Zukunftsvision Mexikos lebt Memo (Luis Fernando Peña) mit seiner Familie in einem Dorf nahe eines Stausees, der von einem US-amerikanischen Wasserkonzern privatisiert wurde. Gegen hohe Gebühren können die Einwohner Wasser aus dem umzäunten Gebiet holen. Um für seine Familie Geld zu verdienen und deren Überleben zu sichern, zieht Memo nach Tijuana. Dort können sich Menschen über Implantate mit Computern verbinden, sodass es Unternehmen in den USA ermöglicht wird, Arbeitskräfte aus Mexiko einzustellen, ohne die Arbeiter*innen im eigenen Land aufzunehmen. Riveras Science-Fiction-Film thematisiert die Bedeutung von Medien für die Errichtung und Aufrechterhaltung der Grenze zwischen den USA und Mexiko.

MEX/USA 2008, Regie: Alex Rivera, mit Leonor Varela, Jacob Vargas, Luis Fernando Peña, 90 Min., OmU

RAMONA / STUMMFILM

Ramona (Mary Pickford), die spanische Waise einer wohlhabenden Familie, verliebt sich in den amerikanischen Ureinwohner Alessandro (Henry B. Walthall). Anhand der Liebesgeschichte verhandelt Griffiths Kurzfilm die US-amerikanische Landnahme.
USA 1910, Regie: D.W. Griffith, mit Mary Pickford, Henry B. Walthall, 17 Min., stumm

 

 

 

 

 

FR 27.4. / 22:00 / *mit Einführung

SICARIO

Bei einer Razzia findet die FBI-Agentin Kate Macer (Emily Blunt) zwölf Leichen, die Opfer des stetig eskalierenden Drogenkrieges sind. Nach dem gewaltsamen Tod zweier Kollegen schließt sie sich einer neu gegründeten CIA-Einheit an. Der erbitterte Kampf gegen das Kartell überschreitet nicht nur die Nationalgrenze zu Mexiko, sondern birgt auch ethisch-moralischen Zündstoff. Aus der privilegierten Perspektive Macers werden die Konturen eines asymmetrischen Krieges sichtbar, in dem das Bollwerk der physischen Grenzbefestigungen durch die Entgrenzung der Gewalt ausgehebelt wird.

USA 2015, Regie: Denis Villeneuve, mit Emily Blunt, Josh Brolin, Benicio del Toro, 121 Min., OmU

SA 28.4. / 14:30 / *kuratiert und vorgestellt von Klaas Dierks (Bremen) *mit Gästen

GRENZERFAHRUNGEN // FILMPROGRAMM

Grenzen werden in der Regel dann erfahren und thematisiert, wenn man sich an ihnen stößt. In sechs Beiträgen beschäftigen sich die Filmemacher*innen mit ihren Grenzerfahrungen im wörtlichen wie im übertragenden Sinn. Gezeigt und diskutiert werden Fischzubereitungspraktiken in Turkmenistan als kulturelles Schmuggelgut in der europäischen Fremde; Umdeutungen eines als weiß und männlich determinierten Narrativs durch weibliche Auszubildende und welche Rolle alte Radiergummis hilfloser Kartografen spielen. Wir gehen mit auf den Spuren der Grenzer im Harz, erleben die Praxis der Standardisierung als Waffe im Abgrenzungskampf Mensch gegen Natur und werden Zeuge, wie ein Streit vom Zaun gebrochen wird. Einladungen, sich mit Grenzüberschreitungen ästhetisch und inhaltlich auf neues Terrain zu begeben.

Neighbours
CAN 1952, Norman McLaren, 9 Min.

Die Grenze
D 1995, Franz Winzentsen, 3 Min.

Grenzzone
D 1992, Lutz Homann, 10 Min.

Preservation
D 2017, Annagul Beschareti, 7 Min.

On Standardisation. Or how to be sure us humans win the final battle against nature
D 2017, Bruno Siegrist, 11 Min.

A Set of Non-Computable Things
D 2017, Charlotte Eifler, 21 Min.

SA 28.4. / 16:30 / *mit Einführung

REDES

In der kleinen Fischergemeinde Alvarado an der mexikanischen Golfküste herrschen bittere Armut und soziale Ungerechtigkeit. Es kommt zum Aufstand der Fischer gegen den kapitalistischen Fabrikbesitzer. Der renommierte Photograph Paul Strand, Freund und Bewunderer Eisensteins, schrieb 1933 ein Drehbuch für ein politisches Lehrstück. Fred Zinnemann, der Robert Flaherty als Einfluss benennt, machte daraus eine emotional aufgeladene Erzählung. Die Laiendarsteller*innen an den von Strand kongenial abgelichteten Originalschauplätzen verleihen dem Film eine beeindruckende Intensität mit fast neorealistischer Anmutung.

Netze, MEX 1936, Regie: Fred Zinnemann und Emilio Gómez Muriel, Kamera: Paul Strand, 63 Min., OmU

SA 28.4. / 19:30 / *mit Einführung und anschließendem Gespräch mit Abu Bakar Sidibé

LES SAUTEURS – THOSE WHO JUMP

Ein Wald in Marokko unweit der Grenze zur spanischen Enklave Melilla an der nordafrikanischen Mittelmeerküste. Hier leben Geflüchtete. Ihr Ziel ist es, die mit hohen Zäunen und Überwachungskameras gesicherte Landesgrenze zur EU zu überwinden. Die Kamera führt Abu Bakar Sidibé, der an diesem Ort lebt. Zunächst ist es nur eine Auftragsarbeit für andere. Doch der Blick durch die Kamera entfaltet einen subjektiven und reflexiven Blick. Les Sauteurs dokumentiert aus der Perspektive der Geflüchteten. Der Film erzählt von den Hoffnungen und Ängsten, sowie von einer prekären Existenz und von einem Alltag an der EU-Außengrenze. Am Ende gelingt das Überspringen des Zauns – und der Filmemacher kann das essayistische Voice-Over in einem Filmstudio in Europa selbst einsprechen.

DK 2016, Regie: Moritz Siebert, mit Estephan Wagner, Abu Bakar Sidibé, 82 Min., OmU

SA 28.4. / 22:00 / *mit Einführung

NO COUNTRY FOR OLD MEN

Bei der Jagd in der texanischen Wüste stößt Llewelyn Moss (Josh Brolin) auf den Schauplatz eines gescheiterten Drogendeals. Dort nimmt er einen Koffer mit 2 Millionen Dollar Bargeld an sich und sieht sich fortan von einem Auftragskiller (Javier Bardem) verfolgt. Das Geld kann Llewelyn auf der anderen Seite des mexikanischen Grenzzauns in Sicherheit bringen, doch für sein Leben findet er dort keine Sicherheit. Der alte Sheriff (Tommy Lee Jones) steht den Gräueltaten seiner Zeit resigniert gegenüber. Er kann nur versuchen, Llewelyn zuerst zu finden und ihm Schutz anzubieten, ohne dabei selbst ins Kreuzfeuer zu geraten. Die Coen-Brüder spinnen in ihrem Oscar-prämierten Film ein Spiel auf Leben und Tod um drei Männer in einer Zeit, in der pure Gewalt die Oberhand zu gewinnen scheint.

USA 2007, Regie: Ethan und Joel Coen, mit Javier Bardem, Tommy Lee Jones, Josh Brolin, 122 Min., OV

* in Kooperation mit dem österreichischen Filmmuseum

SO 29.4. / 11:30 / *kuratiert und vorgestellt von Christine Rüffert (Bremen)
*mit anschließendem Gespräch mit Moslem Salmani

FILM:ART 81: BORDER LINES & BORDER CROSSINGS // FILMPROGRAMM

Grenzen teilen Länder, Nationen, Religionen und politische Systeme. Grenzen teilen auch die Menschen, die versuchen, diese zu überwinden. Das Programm mit Kurzvideos veranschaulicht, wie Menschen in Grenzgebieten mit Demarkationslinien leben und sie real oder in ihren Köpfen zu überwinden trachten. Es handelt von der Unmenschlichkeit und Unmöglichkeit von Grenzen. Es handelt auch von Fluchtbewegungen. Und natürlich von der Freiheit. Best of Luck with the Wall wirft einen aus Satellitenbildern montierten, ironischen Blick auf Trumps amerikanisch-mexikanische Mauerpläne. Koropa lässt auf der Leinwand die schwarze Nacht in einem kleinen Boot auf dem Indischen Ozean hautnah erstehen. In Dirty Pictures beleuchtet ein monologischer Essay die Palästina-Frage aus der Perspektive eines Hotelzimmers in Ost-Jerusalem, während die Frauen in Women in Sink in einem Frisiersalon in Haifa bei der Haarwäsche plaudernd Einblicke in ihren israelisch-arabischen Alltag geben. Exposure schließlich setzt den Schlussakkord als künstlerisches Blitzlicht mit Ausrufezeichen.

Best of Luck with the Wall
USA 2016, Josh Begley, 7 Min.

Koropa
F 2016, Kaura Henno, 19 Min.

Dirty Pictures (Hotel Diaries #6)
Palästina 2007, John Smith, 14 Min.

Women in Sink
ISR/GB 2015, Iris Zaki, 36 Min.

Exposure
GR 2016, Treasa O'Brien, Moslem Salmani, 1 Min.

AUSSTELLUNG

100 FACES – 100 STORIES

Grenzen gibt es überall: In Raum, Zeit und in den Köpfen. Jeder Mensch überschreitet ständig Grenzen – wir alle sind Migrant*innen.

100 Bremerinnen und Bremer sprachen mit einem Interviewteam über ihre Grenzerfahrungen. Dabei konnte es um den Grenzübertritt in ein anderes Land gehen oder um die Grenze zwischen krank und gesund, einsam und zweisam, Frau und Mutter – es gibt viele verschiedene Grenzen. Antworten gibt es u. a. von Erwachsenen jeden Geschlechts und Alters, Menschen unterschiedlicher Herkunft oder Religion, Aktiven aus dem Werder-Fan-Projekt, aus dem Bremer Sinti-Verein, aus dem Martinsclub Bremen. Der Fotograf Frank Scheffka machte während der Gespräche Porträtaufnahmen: Die 100 Fotos und Interviewvideos werden gemeinsam präsentiert.

In dem europäischen Kulturprojekt „Europe Grand Central“ beschäftigten sich Organisationen in sechs Ländern mit dem Phänomen der Grenze. In Deutschland ist das Kulturzentrum Schlachthof Partner in dem EU-geförderten Projekt.

Die Ausstellung ist vom 24.4. bis zum 13.5. im CITY 46 zu sehen.


DIE VORTRÄGE

VORTRAG 1 // MATTHIAS CHRISTEN & KATHRIN ROTHEMUND (BAYREUTH) MI 25.4. / 19:00

FILMISCHE WELTEN. ZUR KOSMOPOLITISCHEN THEORIEBILDUNG IM KINO

Das Kino ist seit seinen Anfängen ein Raum, in dem (ästhetische) Welterfahrungen und (imaginäre) Grenzüberschreitungen ermöglicht werden, doch vor allem seit der Jahrtausendwende finden sich vermehrt Filme aus unterschiedlichsten Produktionskontexten, deren zentrales Thema weltumspannende Narrative sind. Sie erzählen Geschichten von Flüchtenden, Reisenden, Migrant*innen oder Kosmopoliten und schaffen transnationale, liminale Räume, die sich als skalierbare filmische Artefakte zu realweltlichen Topografien hin öffnen. Diese Filme, die unterschiedliche Aspekte der Globalisierung ästhetisch verhandeln, bedürfen unseres Erachtens nach einer filmtheoretischen Auseinandersetzung, die das kinematographische Verhältnis zur Welt als Ausgangspunkt nimmt und lokale Verortung und globale Grenzüberschreitung unter Bezugnahme auf kosmopolitische Theorieansätze verhandelt. Raum, Gemeinschaft und Normativität bilden dabei zentrale Kategorien einer Fachgrenzen überschreitenden Theoriebildung. Kosmopolitische Filmtheorie möchte nicht nur Konzepte von „Transnational Cinema“, „World Cinema“ oder „Migrant Cinema“ miteinander verknüpfen, sondern sie betont darüber hinaus die ethische Dimension filmischer Theoriebildung, die über Aspekte von Motivik und Stilistik, Genre, Autorschaft und Produktionskontexte hinausgeht und das Kino als Raum der Vergemeinschaftung einer Weltgesellschaft versteht.

Matthias Christen ist seit 2011 Professor für Medienwissenschaft an der Universität Bayreuth (Schwerpunkt Film und Fotografie).

Kathrin Rothemund, Dr. phil., ist Medienwissenschaftlerin an der Universität Bayreuth (Schwerpunkt Film und Fernsehen) und beschäftigt sich mit audiovisueller Un|Schärfe.

Gemeinsam arbeiten sie an einem Buch zum kosmopolitischen Kino.


 

VORTRAG 2 // LAURA RASCAROLI (CORK) DO 26.4. / 16:45

UNFOLDING BORDERS: FILMING TERRITORY IN THE AGE OF GLOBALIZATION

While globalization has been eroding boundaries and promoting mobility and homogenization, we are witnessing in parallel a steady escalation of identitarian discourses predicated on difference, separation and the restriction of movement. Spaces and borders are at issue: the rhetoric of neoliberal globalizing economy and that of identity politics alternatively erase or erect borders which position people and objects “inside” or “outside”. Meanwhile, with the transnational turn, contemporary film studies has thrived on challenging the parameters of national borders and thinking of film supranationally. I argue that both the national and the transnational perspectives fail to account for film’s extraordinary embeddedness. I propose to mobilize a different notion that has been widely overlooked in film studies: territory. Operating “at a variety of spatial scales” (Storey), territory is a flexible concept not restricted by fixed borders. I will reflect on recent works that engage with the question of the border through characteristically filmic strategies of framing and reframing the territory, thus highlighting the politics and dynamics of globalization and localization alike.

Laura Rascaroli is Professor of Film and Screen Media at University College Cork, Ireland. Her new book, How the Essay Film Thinks, was published by Oxford University Press in 2017.


 

VORTRAG 3 // CAMILLA FOJAS (VIRGINIA) FR 27.4. / 16:45

BORDER FUTURES: MIGRANT LABOR AND THE FRONTIERS OF SECURITY

Sleep Dealer is part of an archive of speculative fictions – notably, the TV show Westworld and the novel Lunar Braceros – that take place in the borderlands and imagine a future of complete surveillance and the denaturing and dehumanization of labor. It presents a future of deeply integrated networks, the proliferation of security technologies, new forms of labor, and the end of migration. The movement of those living in the southern borderlands is monitored and targeted by armed military drones, the action which is part of U.S. entertainment media in the TV show, simply named “Drones”. The borderlands’ future is one in which mobility is highly regulated and controlled, while the labor needs of the Global North are met without the irksome presence of the Global South. Sleep Dealer suggests that the condition along the border represents a future of complete surveillance, the collapse of entertainment and military endeavors, and the continued dehumanization of those at the bottom of the labor market. This dystopic future exposes aspects of the present that demand critical attention and points to possibilities for resistance and collective action.

Camilla Fojas teaches in the American Studies Program and the Department of Media Studies at the University of Virginia. She is currently working on a new project on surveillance and borders tentatively titled Border Securities/Border Futures.


 

FORUM 1 // DO 26.4. / 10:00

KOSMOPOLITISCHES KINO

Das Kosmopolitische Kino ist in vielfältiger Weise von Grenzüberschreitungen geprägt: Die globale Zirkulation von Filmen trägt zur Bildung von transkulturellen Identitäten bei und macht eine Auseinandersetzung mit symbolischen Grenzen und ‚third spaces‘ wie dem Exil notwendig. Die Grenzüberschreitung soll in Forum 1 somit auch aus einer anderen Perspektive – als filmisch hervorgerufenes (Lebens-)Gefühl – betrachtet werden, das ungeahnte Erkenntnismöglichkeiten bereithält.

10:00 

Grenzüberschreitung als Gefühl. Migration als mediale Zirkulation

Hauke Lehmann (Berlin)

10:45

Exil als Erkenntnismöglichkeit durch Grenzüberschreitung der Exterritorialität

Anke Zechner (Frankfurt am Main)

11:40

Reimagining French Immigrant Descent Youth in Sciamma's Girlhood (2014) and Benyaminas's Divines (2016): Transcultural Identities, Symbolic Borders and Third Spaces

Olesya Dronyak (Deusto) * Vortrag in englischer Sprache

12:25

Brazilian Cinema Goes Global: An Analysis of Aquarius (2016) Festival Tour

Humberto Saldanha (Cork) * Vortrag in englischer Sprache


 

FORUM 2 // FR 27.4. / 10:00

GRENZEN EUROPAS

Europas Grenzen oszillieren zwischen Bollwerk und durchlässigem Transferraum. Der Film verhandelt diese Zuschreibungen. Forum 2 ermöglicht einen Ausblick, der über die geographischen, zeitlichen und kulturellen Grenzen Europas hinausgeht und eine Typologie der Grenzüberschreitung entwirft. Hierbei stehen insbesondere die filmischen Reflexionen der vielfältigen Krisen – vom Nahostkonflikt bis zu den Ängsten vor kapitalistischen Dystopien – im Fokus.

10:00 

Demarkationen, Barrieren, Grenzen – Reflexionen über einen Topos im arabischen Filmschaffen

Evelyn Echle (Berlin und Zürich)

10:45 

Geraubte Sichtbarkeit und "Cinematic Justice". Filmische Grenzkorrektur

Iris Fraueneder (Zürich)

11:40 

Towards a Typology of Crossing Borders in Popular European Cinema

Anders Marklund (Lund) * Vortrag in englischer Sprache

12:25 

Nation, Patriarchy and the Capitalist Death Drive in Catalan Science-Fiction

Aidan Power (Cork) * Vortrag in englischer Sprache


 

FORUM 3 // SA 28.4. / 10:00

GRENZEN AMERIKAS

Amerika – ein Land, in dem die sprichwörtlichen ‚unbegrenzten Möglichkeiten‘ in vielerlei Hinsicht Utopie bleiben. Forum 3 widmet sich der filmischen Repräsentation und Reflexion US-amerikanischer Grenzen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf dem Grenzgebiet zu Mexiko, das in diesem Zusammenhang sowohl aus einer (film-)historischen, als auch einer gegenwartspolitischen Perspektive befragt wird. Doch auch die Grenzen des amerikanischen Traums zwischen Armut, Drogen und Kriminalität sollen hierbei nicht aus dem Blick geraten.

10:00 

Bordered Lands: Die Visualisierung des Grenzgebiets zu Mexiko im US-Kino der 1910er Jahre

Olaf Stieglitz (Köln)

10:45

Das Gedächtnis einer Transnation: Die mexikanische Küste als Kontaktzone

Sergej Gordon (Eichstätt)

11:40

Grenzüberschreitung als Kriegsmetapher: Die Frontier zwischen Mexiko und den USA in Sicario

Martin Holtz (Greifswald)

12:25

Stimmen von der anderen Seite: Grenzüberschreitungen in Roberto Minervini’s The Other Side

Severin Müller (Mainz)


 

FORUM 4 // SO 29.4. / 10:00

GENRE-GRENZEN

Die Grenzüberschreitung ist fester Bestandteil des Genre-Diskurses und kann auf vielfältige Weise auch für angrenzende Forschungsfragen fruchtbar gemacht werden. Forum 4 spürt zwei Ansätzen nach, die ausgehend von generischen Begriffen das filmische Überschreiten von Grenzen ausloten: dem Black Cinema und dem amerikanischen Actionthriller.

10:00 

Postkoloniale Dispositive: Black Cinema als transgressives Kino

Ivo Ritzer (Bayreuth) 

10:45 

Building Borders: American Action Thriller and the Politics of Space

Lennart Soberon (Gent) * Vortrag in englischer Sprache

 

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PROJEKT

VIRTUAL REALITY

Virtual Reality (VR) gewinnt beim Filmemachen immer mehr an Popularität und kann dem Publikum bereits eine beträchtliche Anzahl an aktuellen Projekten präsentieren. VR hat das Potential, Menschen, Orte und Erfahrungen näher zusammen zu bringen und die physischen, geographischen und politischen Grenzen oder die der Realität zu überschreiten.

Mit Hilfe von VR-Brillen bekommen die Besucher die Möglichkeit, einige eindringende Filmerfahrungen zu machen. Durch die Projektion werden sie sich in verschiedenen Situation vorfinden: zum Beispiel, in der Gesellschaft einer Migrantengruppe, die versucht, eine Grenze zu überqueren, in einem syrischen Flüchtlingslager oder in einem Wohnzimmer in Bagdad.

In Kooperation mit dem IRIS (International Research Centre for Interactive Storytelling), Leeds und der Leeds Trinity Universität, UK.

 


 

BÜCHER

NEUERSCHEINUNGEN ZUM INTERNATIONALEN SYMPOSIUM

D. González de Reufels / R. Greiner / S. Odorico / W. Pauleit (Hg.): Film als Forschungsmethode. Produktion – Geschichte – Perspektiven Bertz + Fischer 2018 / ISBN 978-3-86505-258-2

Bettina Henzler / Winfried Pauleit (Eds.): Childhood, Cinema and Film Aesthetics Bertz + Fischer 2018 / ISBN 978-3-86505-257-5

Weitere Bücher zum Symposium sind bei Bertz + Fischer erhältlich.


 

Kontakt und weitere Informationen

CITY 46

Karolin Leitermann: Leitermann(at)city46(dot)de
Tel.: +49 (0)421 449 635 85

Universität Bremen

Angela Rabing: rabing(at)uni-bremen(dot)de

Eintrittspreise und Dauerkarten

Einzelkarte: 9 € / 5,50 € erm.
Dauerkarte: 35 € / 25 € erm. / 15 € Koki-Mitglieder

Anmeldung bei Karolin Leitermann, Leitermann(at)city46(dot)de

 


Gefördert von

Gefördert mit Mitteln der nordmedia
– Film- und Mediengesellschaft
Niedersachsen/Bremen mbH

 

Mit freundlicher Unterstützung von

                  

 

 

In Kooperation mit

 

       

 


Veranstalter

CITY 46 / Kommunalkino Bremen e.V.

Filmwissenschaft / FB 9 Kulturwissenschaften // Universität Bremen

Geschichte Lateinamerikas / FB 8 Sozialwissenschaften // Universität Bremen