Die Neuen stellen sich vor / WUNSCHFILME

Durch den Ruhestand von Alfred Tews in 2018 und Karl-Heinz Schmid in 2019 gibt es einen Generationenwechsel im Team des Kommunalkinos. Seit dem 1. August sind „die Neuen“ komplett. Nach der ersten Einarbeitungsphase können sich alle Neugierigen im September an einem Abend einen Eindruck verschaffen, wer jetzt neu an Bord ist, wenn Johanna Melinkat, Holger Tepe und Matthias Wallraven sich und einen ausgesuchten Film im Kino vorstellen.

Johanna Melinkat ist seit dem Sommer 2018 beim Kommunalkino für die Geschäftsführung in den Bereichen Finanzen, Personal und Spielstellenleitung zuständig und übernimmt dort wesentliche Bereiche von Alfred Tews.  

Holger Tepe ist seit am 1. August 2019 als Mitglied der Geschäftsführung u.a. für die Programmgestaltung zuständig und andere wesentliche Aufgabenbereiche von Karl Heinz Schmid.

Matthias Wallraven ist bereits seit 2013 in wechselnden Projekten für das Bremer Kommunalkino tätig. Seit Mai 2019 leitet er die Bereiche Kinder- und Jugendfilm und Filmvermittlung.

Di. 10.9. / 20:30 * mit Einführung von Matthias Wallraven

Swagger / WUNSCHFILM

Aulnay-sous-Bois ist eine der am stärksten benachteiligten Pariser Vorstädte, wo die Hälfte der Menschen unterhalb der Armutsgrenze lebt: Elf Jugendliche nehmen uns mit in ihre Welt, lassen uns teilhaben an ihrer Sicht auf die Dinge, an ihren Träumen und Ambitionen. Mal offen und selbstbewusst, mal zurückhaltend und abwägend, philosophieren sie über Herkunft, Religion, Kultur, Politik und Liebe und offenbaren dabei beeindruckende Persönlichkeiten. Denn trotz der schwierigen Verhältnisse, in denen sie aufwachsen, sind die Jugendlichen bereit, die Welt zu ihrer Bühne zu machen. Zusammen mit dem Regisseur Olivier Babinet haben sie in vier Jahren eigene Kurzfilme realisiert und über die Projekte zu einem neuen Selbstverständnis gefunden.

"Babinet hat mit „Swagger“ einen außergewöhnlichen Dokumentarfilm geschaffen, der spannende Bilder findet, die den Träumen der Jugendlichen gerecht werden. Berührend, hoffnungsfroh und voller Lebensenergie." (Matthias Wallraven / CITY 46)

F 2016, Regie: Olivier Babinet, Kamera: Timo Salminen, 84 Min., frz. OmU

Do. 12.9. / 20:30 * mit Einführung von Holger Tepe

Sa. 14.9. / 18:00

Slumming / WUNSCHFILM

Winter in Wien. Hier kreuzen sich zufällig die Wege sehr eigensinniger Gestalten: Kallmann, ein verwahrloser Dichter, der zu viel trinkt; Sebastian und Alex, die ihre Zeit mit Späßen auf Kosten anderer verbringen; und Pia, die Lehrerin, die gerne konsumiert und sich dabei treiben lässt. „Slumming“ nennen es Alex und Sebastian, wenn sie sich in heruntergekommen Kneipen über gestrandete Existenzen lustig machen. Als sie eines Abends den betrunkenen Kallman bewusstlos auf einer Bank vorm Westbahnhof finden, rufen sie nicht den Notdienst. Stattdessen verfrachten sie ihn in den Kofferraum und setzen ihn jenseits der Grenze in Tschechien aus. Durch Zufall erfährt Pia, eine der Online-Bekanntschaften Sebastians, davon  und macht sich auf die Suche nach dem ausgesetzten Poeten. Der wiederum irrt in der fremden Umgebung umher auf der Suche nach vertrautem Terrain.

A 2006, Regie: Michael Glawogger, Drehbuch: Michael Glawogger, Barbara Albert, mit Paulus Manker, August Diehl, Michael Ostrowski, Pia Hierzegger, 100 Min., teilw. OmU

Sa 14.9. / 20:30 * mit Einführung von Johanna Melinkat

Mi. 18.9. / 20:30

Wild Tales - Jeder dreht mal durch! / WUNSCHFILM

Jeder kennt das Gefühl: Ein harmloser Moment bringt das Fass zum Überlaufen und kann eine Kettenreaktion hervorrufen. In sechs thematisch zusammenhängenden Episoden zeigt Regisseur Damián Szifron Menschen, die ihrer angestauten Wut mal so richtig freien Lauf lassen. An Bord eines Flugzeugs stellen die Passagiere nacheinander fest, dass sie einen gemeinsamen Bekannten haben und nicht zufällig auf diesem Flug zusammentreffen. Eine Kellnerin erkennt in einem Kunden den Mann, der ihren Vater ruiniert hat. Ein Zwist auf einer Landstraße entwickelt sich zum Kampf auf Leben und Tod. Zusammengehalten werden die verschiedenen Geschichten durch groteske Eskalationen und überraschende, zwingend logisch erscheinende Auflösungen. Der von Pedro Almodóvar produzierte Film und argentinische Oscar-Kandidat 2015 ist „ein verrückter, geistreicher und mutiger Film, der seinesgleichen sucht“ urteilt Scott Feinberg von The Hollywood Reporter.

Relatos Salvajes, ARG/ E 2014, Regie: Damián Szifron, mit Ricardo Darín, Oscar Martinez, Leonardo Sbaraglia, 122 Min., OmU