Do. 29.8. bis Mi. 4.9. / 20:30

Do. 5.9. bis So. 8.9. / 17:45

Carmine Street Guitars – Der Klang des Holzes / NEU IN BREMEN

Im Herzen des New Yorker Stadtteils Greenwich Village gibt es ein Geschäft, dass sich erfolgreich der Gentrifizierung des Viertels entzieht: die legendäre Werkstatt „Carmine Street Guitars“. Hier gehen die Stars des Gitarrenspiels ein und aus. Gitarrenbauer Rick Kelly und seine Auszubildende Cindy Hulej bauen handgefertigte Instrumente aus recycelten Materialien. Das ist Holz aus alten Hotels, Bars, Kirchen und anderen lokalen Gebäuden. Nichts sieht so aus und klingt so wie eine von Rick Kellys Gitarren. Und deshalb gehören Bob Dylan, Lou Reed, Patti Smith, Jim Jarmusch, Charlie Sexton und Eszter Balint zu seinen Kunden. Fünf Tage lang begleitet Regisseur Ron Mann das Leben und Arbeiten in der Werkstatt und versucht, dem Geheimnis des Gitarrenbaus auf die Spur zu kommen.

CAN 2018, Regie: Ron Mann, mit Bob Dylan, Lou Reed, Patti Smith, Jim Jarmusch, Eszter Balint, 80 Min., engl. OmU

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»Für viele Kunden ist Carmine Street Guitars weit mehr als eine Gitarrenwerkstatt. Inmitten eines durchgentrifizierten Viertels nimmt sich der Handwerksbetrieb wie eine Bastion des alten New York aus. Oder wie der New Yorker Gitarrist Marc Ribot zu Kelly sagt: "Wenn man an die Leute und Orte denkt, die verschwunden sind, wie sich alles verändert hat, bin ich froh, dass du das noch immer machst und ich hereinspazieren kann, um Hallo zu sagen." « (Vollständige Kritik / Karl Gedlicka, Der Standard)

»Ron Manns Film ist ein auditiver und visueller Genuss für jeden Musikliebhaber und Gitarrenverehrer.« (Vollständige Kritik / Uncut Movies)

Fr. 13.9. + Di. 17.9. / 20:30

So. 15.9., Mo. 16.9. + Mi. 18.9. / 18:00

Das Wunder im Meer von Sargasso / NEU IN BREMEN

In Mesolongi, einer kleinen Küstenstadt im Westen Griechenlands, die von der Aalzucht lebt, träumen zwei Frauen davon, der Einöde zu entfliehen. Elisabeth, einst ehrgeizige Athener Polizistin, wurde vor zehn Jahren aus Athen nach Mesolongi versetzt. Einsam, frustriert und meist verkatert, führt sie ein freudloses Leben. Rita ist die verschlossene, geheimnisvolle Schwester eines Schlagersängers, der in der örtlichen Disco auftritt. Sein plötzlicher Tod erschüttert die Stadt und stellt das soziale Gefüge in Frage. Elisabeth wird mit der Aufklärung des Falls beauftragt. Je weiter sie mit ihren Ermittlungen kommt, desto mehr Geheimnisse der Kleinstadt treten zu Tage. Die beiden Frauen, die sich bisher ignoriert haben, driften aufeinander zu. Das Geschehen bietet ihnen die Möglichkeit, der Tristesse zu entkommen.

Der Thriller besticht durch die temperamentvolle und mitreißende Darbietung von Angeliki Paoulia (»Dogtooth«, »The Lobster«) und lässt Raum für unterschiedliche Deutungen.

D/GR/NL/S 2019, Regie: Syllas Tzoumerkas, mit Angeliki Papoulia, Boudali Youla, Hristos Passalis, 121 Min., engl. griech. OmU

Zum Weiterlesen:

»Ich bin sehr froh, dass ich zum ersten Mal einen Film gedreht habe, der ein Thriller ist. Das wollte ich schon immer. Auch berührt die Geschichte dieser beiden Frauen mein Herz. Sie müssen kämpfen, als gäbe es kein Morgen, mit all ihrer Kraft, mit ihrem ganzen Körper, mit ihrer ganzen Seele, um aus diesem Sumpf zu fliehen, aus dieser festgefahrenen Situation. Ich mag die weiblichen Figuren im Kino sehr. Ich inszeniere sie lieber als die männlichen Charaktere. Ich mag es sehr, sie unter Kampfbedingungen zu sehen. Alle meine Heldinnen befinden sich in einer Kampfsituation.« (Regisseur Syllas Tzoumerkas über seinen Film)

»Das fulminante Spiel von Angeliki Papoulia und die überraschende, schockierende Story generieren in To Thávma tis thálassas ton Sargassón (The Miracle of the Sargasso Sea) einen mit Aalen garnierten Provinzalbtraum mit mehreren Interpretationsebenen.« (Panorama Sektion, Filmdatenblatt Berlinale 2019)