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Das CITY 46 / Kommunalkino Bremen e.V. und das Theater Bremen präsentieren:

Buster Keaton - DER GENERAL

Am Sa. 16.9. / 19:30 * LIVEMUSIK-BEGLEITUNG DURCH DAS LJO BREMEN
LEITUNG: STEFAN GEIGER im THEATER BREMEN / GROSSES HAUS

Jubiläum
Vor 20 Jahren begann die künstlerische Zusammenarbeit zwischen dem Landesjugendorchester Bremen und dem Kommunalkino City 46. Seit 1997 wurden 12 Stummfilme in mehr als 30 Vorstellungen von den besten jungen Musiker*innen aus Bremen und Umgebung unter der Leitung von Stefan Geiger begleitet.

Zum Film
Der General
1862 in den Südstaaten der USA. Johnnie Gray hat zwei Leidenschaften: Seine Lokomotive namens „General" und seine Freundin Annabelle Lee. Als der Krieg zwischen den Nord- und Südstaaten ausbricht, darf Johnnie nicht an die Front, da er als Lokführer gebraucht wird. Annabelle und ihre Familie halten Johnnie für feige und sie löst die Verlobung. Ein Jahr später wird Annabelle mit ihrem Vater in der „General“ von Nordstaatlern entführt. Johnnie macht sich auf die Suche nach seiner Lok und seiner Liebe und kann trotz zahlreicher Missgeschicke als glorreicher Held nach Hause zurückkehren.

Die atemberaubendste Verfolgungsjagd mittels Lokomotive in der Stummfilmära war Buster Keatons teuerster Film, doch leider ein Misserfolg beim Publikum. Erst mit seiner Wiederaufführung im Jahr 1962 konnte Keaton (1895-1966) noch für einige Jahre die große Anerkennung für dieses Meisterwerk des Stummfilmkinos genießen.

Keaton, neben Chaplin der bedeutendste Komiker jener Jahre, war für seinen mitunter selbstmörderischen Perfektionismus bekannt. Dass er bei keiner seiner halsbrecherischen Stunts je verletzt wurde, spricht für die geniale und exakte Planung jeder Einstellung. Kaum zu glauben, dass „Der General“ vor 91 Jahren gedreht wurde.
USA 1926, Buch & Regie: Buster Keaton & Clyde Bruckman, Musik: Carl Davis, mit Buster Keaton, Marion Mack, Charles Henry Smith, 78 Min.

Stefan Geiger, Dirigent zum „General“
"Nein, es handelt sich nicht um einen ranghohen Militär, die „General" ist eine Lokomotive...und dieser Buster Keaton ist ein Genie! Das waren vor 20 Jahren meine ersten Eindrücke, die ich Karl-Heinz Schmid, dem Geschäftsführer des City 46 und ansteckend leidenschaftlichen Cineasten zu verdanken habe. Seitdem zähle ich zu den Verehrern von Keatons einmaliger Filmkunst und bin berührt von seiner aufopfernden Bereitschaft, für sein Werk alles hintanzustellen - sei es seine Gesundheit oder seine Karriere. In der Zwischenzeit durfte ich unzählige Male Keatons Filme begleiten und kann es doch kaum erwarten, ihn wie einen guten alten Freund auf seiner Lokomotive wiederzusehen."

Das Landesjugendorchester Bremen

Das Landesjugendorchester Bremen, geleitet von Stefan Geiger, versammelt junge, talentierte Musikerinnen und Musiker aus Bremen und Umgebung, um gemeinsam Sinfonien, Solokonzerte und Stummfilme zu erarbeiten und im norddeutschen Raum aufzuführen. 1971 als Streichorchester gegründet, übernahm 1996 Stefan Geiger die künstlerische Leitung des Orchesters und konnte durch seinen engagierten Arbeitsstil und seine vielfältigen Erfahrungen mit Jugendorchestern das LJO Bremen zu neuem Glanz führen. Ziel ist es damals wie heute, zu einer späteren professionellen Auseinandersetzung mit Musik, beispielsweise im Rahmen eines Musikstudiums, beizutragen.

Stummfilmtradition im Kommunalkino Bremen / City 46
Seit seiner Gründung im Jahr 1974 ist es eine wichtige Aufgabe des KoKi Bremen, Film als ein zu bewahrendes Kulturgut zu pflegen. Dazu gehört auch die regelmäßige monatliche Stummfilmvorführung mit Livemusik-Begleitung im Kinosaal. Die Filmprojekte zusammen mit dem LJO Orchesters sind dabei die absoluten Highlights. Mittlerweile sind es 20 Jahre, die diese Kooperation besteht.
Am Anfang konnten im Kino 46 in Walle nur 30 Musiker Platz finden und das auch nur, nachdem ein Teil der Kinostühle abgeschraubt worden war. Die beengten Verhältnisse waren unbefriedigend und so begleitete das LJO Bremen dann 2002 Fritz Langs Klassiker „Metropolis“ in der Glocke mit allen 65 Musiker*innen. Weiter Spielorte folgten: 2013 Charlie Chaplins „City Lights“ im BLG Forum in der Überseestadt und 2015 erstmals der Klassiker „Nosferatu“ im Theater Bremen. 2017 wird das Orchester nun wieder im Theater „Der General“ von Buster Keaton begleiten.

Mit der exakten Untermalung der Filmbilder haben die jungen Musiker immer wieder das Publikum begeistert. Während der Projektphasen entsteht auf beeindruckende Weise ein enger Zusammenhalt innerhalb des Orchesters, der die Erarbeitung des oftmals sehr anspruchsvollen Konzertprogramms erst ermöglicht. Ambitionierte Musikstudenten und passionierte Hobbymusiker im Alter von 13 bis 25 Jahren haben gemeinsam Spaß am Musizieren auf hohem Niveau. Dieser engagierte Einsatz aller Beteiligten findet immer wieder tolle Resonanz in der Presse: „Ein jugendlich frisches Ensemble auf überragendem, professionellem Niveau.“

Generalprobe von „Der General“

Samstag, 16. September 2017, 13:00 – 14:30 Uhr im Theater Bremen
Hierzu sind ausschließlich Schüler*innen und Lehrer*innen eingeladen. Wie eine Livemusik-Begleitung zu einem Stummfilm funktioniert und wie der Probeprozess des Landesjugendorchesters Bremen abläuft, ist hier zu erleben. Nach Ende der Generalprobe gegen 14:30 Uhr stehen der Künstlerische Leiter des Orchesters, Prof. Stefan Geiger, einige jugendliche Mitglieder des Bremer Landesjugendorchesters sowie Karl-Heinz Schmid vom Kommunalkino City 46 für Ihre / Eure Fragen bereit.

Ticketpreis:
€ 5 für Schüler*innen und Begleitpersonen
Karten sind nur im Vorverkauf erhältlich – über den Besucherservice des Theater Bremen:
besucherservice(at)theaterbremen(dot)de // Tel 0421.3653-340

Veranstalter:
CITY 46 / Kommunalkino Bremen e.V. www.city46.de / 0421 – 957 992 90

Tickets für die Abendveranstaltung:
Theaterkasse: kasse(at)theaterbremen(dot)de // Tel. 0421.3653 – 333 vor Ort im Theater Bremen-Ticketing (Mo – Fr: 11 – 18 Uhr, Sa: 11 – 14 Uhr)
www.theaterbremen.de/karten € 28 / 23 / 18 / 9 Fördermitgl. und KoKi-Mitgl.
Vorverkauf seit 3. Juli
Musik im Auftrag von Thames Television für Channel 4. Musikaufführung vereinbart mit Faber Music Ltd., London im Auftrag von Carl Davis
Mit freundlicher Unterstützung durch den Senator für Kultur
Gefördert mit Mitteln der Waldemar Koch Stiftung