CHILENISCHE DOKUMENTARFILME

Kinoreihe: Chilenische Dokumentarfilme (September – November 2018)

Diese dreiteilige Kinoreihe stellt verschiedene Formen der Annäherung zu dem dar, was während der Diktatur in Chile geschehen ist und bis heute immer noch gesellschaftliche, kulturelle, politische und wirtschaftliche Auswirkungen hat. Durch die Auswahl der Filme wird aufgezeigt, wie dieser historische Moment aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden kann. In Zusammenarbeit / Kooperation mit dem Instituto Cervantes Bremen, dem Generalkonsulat der Republik Chile in Hamburg und der Botschaft der Republik Chile in Deutschland.

   

Di. 16.10. / 20:00

Habeas Corpus / CHILENISCHE DOKUMENTARFILME

Nach dem Militärputsch im Jahr 1973 gehen die Mitarbeiter der Opferhilfsorganisation Vicaría de la Solidaridad das Risiko ein, das Leben von Verfolgten zu retten und den Verbleib der Verhafteten auszumachen. Mit der Zeit lernen sie, dass es eine Vernichtungsstrategie gegen Dissidenten gibt und dass sie wie ein ausgeklügelter Nachrichtendienst arbeiten müssen, um die Arbeitsweise und die direkten Verantwortlichen dieser Vernichtungsstrategie zu enttarnen.

CHI 2015, Regie: Claudia Barril und Sebastián Moreno, 80 Min., OmengU

Auf Spanisch:
El Otro Cine – Criticas:

» “Habeas Corpus” narra el importante trabajo del Comité Pro Paz y de la Vicaría de la Solidaridad, en relación a los registros y documentación sobre casos de los presos políticos y los detenidos desaparecidos durante la dictadura militar chilena.« (CRÍTICA: “Habeas Corpus” (2015) de Sebastián Moreno y Claudia Barril, una luz en tiempos de dictadura)

 

» “Habeas Corpus” es un documental que testimonia la gran envergadura del trabajo realizado por la Vicaría de la Solidaridad; pero sobre todo, reivindica la imagen y el espíritu de la verdadera labor que debe tener la Iglesia, y que en nuestros tiempos parece ya tan perdida y olvidada.« (CRÍTICA: “Habeas Corpus” (2015) de Sebastián Moreno y Claudia Barril, una luz en tiempos de dictadura)

 

El Mostrador - Cultura:
Presentan “Habeas Corpus”, el documental que retrata la lucha de la Vicaría de la Solidaridad

Di. 13.11. / 20:00

Guerrero / CHILENISCHE DOKUMENTARFILME

Der Mord an drei Mitgliedern der Kommunistischen Partei Chiles im März 1985, der als der Caso Degollados (der Fall der Männer mit den durchgeschnittenen Kehlen) bekannt wurde, war eines der Verbrechen mit den größten Auswirkungen, die während der Pinochet-Diktatur verübt wurden. Manuel Guerrero Ceballos war eines der Opfer und jener Tag sollte das Leben seines Sohnes Manuel für immer verändern. Er wurde zum Symbol des Widerstandes. GUERRERO ist ein bewegender Dokumentarfilm, der es dem Zuschauer erlaubt, hinter politische Diskurse zu schauen und uns einen intimen Einblick in das Denken eines Opfers schenkt, das sich weigerte zuzulassen, dass die Täter sein Leben bestimmen. Er zeigt uns vor allem auch auf, was die Chilenen als Nation für eine gesellschaftliche Heilung noch tun müssen.

CHI 2017, Regie: Sebastián Moreno, 65 Min., OmengU

Auf Spanisch:
» "Guerrero", el íntimo retrato del hijo de una de las víctimas del Caso Degollados.«
(El Mostrador- Cultura)

 

» “Guerrero”, el documental que retrata al hijo de una de las víctimas del caso Degollados«
(El Desconcierto)

IM RAHMEN DER FILMREIHE WURDEN IN DEN VERGANGENEN MONATEN BEREITS GEZEIGT:

Di. 11.9. / 20:00 * mit Einführung

The City of Photographers: Santiago Under Pinochet / CHILENISCHE DOKUMENTARFILME

Während der Zeit der Pinochet-Diktatur fotografierte eine Gruppe von Chilenen die Proteste der chilenischen Gesellschaft in ihren zahlreichen Facetten. Auf der Straße schlossen sich diese Fotografen im Rhythmus der Proteste zusammen und erschufen eine politische Sprache. Für sie war das Fotografieren das Ausüben ihrer Freiheit und ein Versuch zu überleben, eine Alternative, um weiterleben zu können. Sie stehen für die unwirtliche Vergangenheit Chiles und die Metamorphose der chilenischen Gesellschaft. Der Film erzählt ihre Geschichte.

La ciudad de los fotógrafos - CHI 2006, Regie: Sebastián Moreno , mit Verónica De Negri, José Durán, Paz Errázuriz, 80 Min., OmengU

 

»Die Fotografie nimmt hier den Platz des machtvollen Zeitzeugen der Pinochet- Diktatur der Jahre zwischen 1973 und 1990, eines der schlimmsten Abschnitte der chilenischen Geschichte, ein. Der Film ist zugleich kostbares Dokument und das Abbild der Geschichte eines Landes.« (Visions du reel – International Film Festival Nyon 2016)

 

Auf Spanisch:
La Biblioteca Digital del Instituto Nacional de Derechos Humanos:
Carpeta Didáctica La Ciudad de Los Fotógrafos