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So. 19.3. bis Mi. 22.3. / 20:00

Hunger

Wer erinnert sich noch an Bobby Sands? Der Mann saß zusammen mit seinen IRA-Kameraden im Hochsicherheitstrakt des berüchtigten Maze-Gefängnisses in Nordirland. Das war Anfang der 1980-er Jahre, als der heute fast vergessene Nordirland-Konflikt sich auf dem Höhepunkt befand. Im ersten Teil erlebt das Publikum mit, was Folter und Erniedrigung bedeuten. Die Insassen im Hochsicherheitstrakt wollen als politische Gefangene anerkannt werden. Aus Protest weigern sie sich, Gefängniskleidung zu tragen, beschmieren die Zellenwände mit Exkrementen und waschen sich nicht. Dem „Dreckstreit“ folgt ein 22 Minuten dauerndes Gespräch, in dem Bobby Sands mit einem katholischen Priester über das Recht streitet, durch Hungerstreik sein Leben zu riskieren. Der dritte Teil schließlich zeigt das langsame Sterben des Bobby Sands.
Ein verstörend aktueller Film in Zeiten, in denen die irische Grenze zur EU-Außengrenze wird und der amerikanische Präsident Folter als legitime Maßnahme des Staates propagiert.

GB/IRL 2008, Regie: Steve McQueen, mit Michael Fassbender, Liam Cunningham, Stuart Graham, 91 Min., OmU

Eine Kooperation mit der Roten Hilfe e.V. zum weltweiten der Tag der Politischen Gefangenen am 18. März.
Die Rote Hilfe e.V. ist eine linke strömungsübergreifende Schutz- und Solidaritätsorganisation mit bundesweit mehr als 8000 Mitgliedern. Zusammen mit verschiedenen Initiativen nutzt die Rote Hilfe e.V. diesen Tag, um auf das Schicksal und die Haftbedingungen gefangener Genoss*innen überall auf der Welt aufmerksam zu machen.

Weitere Infos:https://www.rote-hilfe.de/ueber-uns