Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt / Film und Vortrag

Filmabend in Kooperation mit dem Masterstudiengang „Transnationale Literaturwissenschaft: Literatur, Theater, Film (FB 10 - Sprach- und Literaturwissenschaften der Universität Bremen => http://www.master-transnationale-literaturwissenschaft.uni-bremen.de/)

Mi. 19.6. / 18:00 * mit anschließendem Skype-Gespräch mit den Regisseur*innen

Film: Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt

Zu zweit zogen Patrick und Gwen im Frühling 2013 von Freiburg gen Osten los. Dreieinhalb Jahre und 97.000 Kilometer später kehren sie zu dritt aus dem Westen wieder nach Hause zurück. Mit einem kleinen Budget und ohne zu fliegen haben sie einmal die Welt umrundet. Spontan und neugierig suchten sie dabei immer die unmittelbare Nähe zu den Menschen und stellten sich der Natur. Als Anhalter erkundeten Gwen und Patrick Tadschikistan, Georgien, Iran, Pakistan, China und die Mongolei. Von Japan aus ging es mit einem Frachtschiff nach Mexiko. Nach der Geburt von Sohn Bruno 2015 fuhren sie mit einem alten VW-Bus durch Mittelamerika. Als sie im Frühjahr 2016 nach einer Schiffspassage von Costa Rica nach Spanien wieder europäischen Boden unter den Füßen haben, beenden sie ihre Weltumrundung mit einem 1.200 Kilometer langen Fußmarsch bis vor die Haustüre in Freiburg.

Ausgezeichnet mit dem GILDE-PREIS der deutschen Filmkunst-Programmkinos als "Kinophänomen des Jahres"

D 2017, Regie: Gwendolin Weisser & Patrick Allgaier, 120 Min.

Zum Weiterlesen

Sendebeitrag Aspekte 21.07.2017:

Dokfilm "Weit" über eine Weltreise. Der Überrraschungshit des Sommers
"WEIT. Die Geschichte von einem Weg um die Welt" - ein unverstellter Film von einem jungen Paar aus Freiburg, das einfach so um die Welt reist, schafft etwas Großartiges: Er gibt uns das Vertrauen in die Welt zurück, in fremde Menschen, …

https://www.zdf.de/kultur/aspekte/weit-dokfilm-eine-reise-um-die-welt-100.html

Mi. 19.6. / 20:30

Vortrag zu „Weit“ von Magali Trautmann: „Fiktionalisierende Montage im Dokumentarfilm“.

Magali Trautmann studierte Romanistik und Filmwissenschaft in Berlin und Paris. Sie promovierte 2016 über den narrativen Dokumentarfilm und war als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Masterstudiengang «Transnationale Literaturwissenschaft: Literatur, Theater, Film» der Universität Bremen tätig. Zuvor war Magali Trautmann freie Autorin für Trick- und Dokumentarfilm für verschiedene Sender (Arte, Deutsche Welle, DSF, Pro7) und arbeitete an Kurzfilmen (The Second Experiment, D 1999; Geschichten von anderswo, D 2007) sowie an zwei Kinodokumentarfilmen mit. (Fussballgöttinnen, D 2006; Comerade Couture D 2009).

 

Abstract des Vortrags von Magali Trautmann:


Ich werde hineingezogen ins Geschehen. Ich kann mich mit Figuren identifizieren. Ich erlebe ihre emotionalen Höhepunkte und Tiefschläge hautnah mit.
Narrative Dokumentarfilme beziehen mich als Zuschauerin in die Geschichte mit ein. Dabei adressieren sie sich nicht direkt an mich. Es gibt keine Talking Heads und keine Voice of God. Das Wissen über die Welt wird allein durch die Figuren vermittelt, in ihren Aktionen, aus ihrer Sicht, erzählt in einem dramaturgischen Handlungsstrang.
WEIT. DIE GESCHICHTE VON EINEM WEG UM DIE WELT (2017) von Gwendolin Weisser und Patrick Allgaier ist ein aktuelles Beispiel für einen Dokumentarfilm der fiktionalisierend erzählt. Der Vortrag legt dar, wie diese Wirkung erreicht wird, welche Mittel eingesetzt und welche Wege (um die Welt) betreten werden, um mich die erzählte Geschichte wie in einem Spielfilm miterleben zu lassen.
(Magali Trautmann)