Di. 18.6. / 20:30 * mit Theresa George, Darstellerin und Ethnologin

Drift / ETHNOLOGIE

Zwei Frauen verbringen ein Wochenende an der Nordsee. Sie gehen am Strand spazieren, essen Fischbrötchen und checken ihre Wetter-Apps. Himmel, Horizont, Wasser. Während die eine bald zurück zu ihrer Familie nach Argentinien fliegen wird, fährt die andere in die Karibik und sticht dort in See. Auf einem Segelboot überquert sie den Atlantik. Eine Welle folgt der anderen, jede ist anders. Die Gedanken geraten auf Abwege, die Zeit verliert ihre Ordnung – und das Meer übernimmt die Erzählung.

„In ihren Bildern bleibt die Künstlerin und Regisseurin Helena Wittmann nämlich ausgesprochen vage. Die Orte, zu denen und an denen ihre beiden Frauen sich bewegen, markiert sie nie genau durch eindeutige Wahrzeichen, es bleibt einem zunächst nur, nach Hinweisen zu suchen: Hafenkräne am Horizont, die Musik im Autoradio während einer Fahrt über die Karibikinsel. Sonst ist Drift ein einziges Schwimmen: wir wissen nicht, wohin die Frauen reisen, warum sie reisen, wer sie sind, wenn sie nicht reisen.“ Karin Dörksen in https://www.kino-zeit.de

D 2017, Kamera, Regie, Schnitt: Helena Wittmann, mit Theresa George, Josefina Gill, 97 Min.

Im Rahmen des Kolloquiums des Instituts für Ethnologie und Kulturwissenschaft www.uni-bremen.de/de/kultur/

 

Trailer http://www.fuenferfilm.de/home/drift

 

Zum Weiterlesen

Von Strand zu Strand
Es gehört zu den schönen Ereignissen, die man fast nur auf Festivals erlebt: zwei Filme direkt hintereinander zu sehen, die unerwartet perfekt zueinander passen, sich gegenseitig ergänzen oder ganz verschiedene Blicke auf einen Themenkomplex ermöglichen.
https://www.kino-zeit.de

Der Film auf der Viennale (englisch und deutscher Text): www.viennale.at