Do. 4.7. bis Mi. 10.7. / 20:30

War of Art / NORDKOREA

Nordkorea gilt als das isolierteste Land der Welt, da der totalitäre Führer Kim Jong-Un „sein Volk“ vom Rest der Welt abschottet. Politische Aktivisten und ihre Familien werden bereits für kleinste rebellische Aussagen inhaftiert. Wie ist es also möglich, ein Künstler zu sein, wenn das Regime abstrakte Kunst verbietet? Was passiert, wenn internationale Künstler nach Nordkorea reisen, um dort Kunst zu schaffen, wie sie das Regime noch nie zuvor gesehen hat?

Im Frühjahr 2017 - während die Welt am Rande eines Atomkriegs steht - reist auf Initiative des norwegischen Künstlers Morten Traavik eine Gruppe zeitgenössischer Künstler aus aller Welt nach Pjöngjang. Sie wollen für zehn Tage mit nordkoreanischen Künstlern zusammenarbeiten. Seit Jahren reist Traavik regelmäßig nach Nordkorea und versucht mittels kultureller Verbindungen und Projekte, kleine Risse in die undurchdringliche Mauer der nordkoreanischen Ideologie zu schlagen. Sein aufsehenerregendster Coup war 2015 die Organisation eines Konzerts der slowenischen Rock-Legende Laibach. Wie viel wird das totalitäre Regime diesmal tolerieren, bevor es eingreift? Der Film bietet eine einzigartige Perspektive auf die nordkoreanische Kultur.

D/NOR 2019, Regie: Tommy Gulliksen, 106 Min., chin., korean.,engl. OmU

Zum Weiterlesen

 

»Ein Blick in eine Welt, die meist komplett verschlossen ist und sich fast nur in Dokumentationen wie dieser ein wenig hinter die Kulissen blicken lässt.« (Vollständige Kritik von Michael Meyns / Programmkino.de)

 

»Nach dem LIBERATION DAY folgt der WAR OF ART! Seit 2011 arbeitet der norwegische Künstler Morten Traavik mit dem nordkoreanischen Regime zusammen. Sein erklärtes Ziel: die seit 1948 von westlicher Kultur abgeschottete Gesellschaft Nordkoreas mit moderner Kunst in Berührung zu bringen. Bei seinem jüngsten Projekt reist eine Gruppe internationaler Künstler nach Nordkorea, um sich mit einheimischen Kulturschaffenden auszutauschen. … Ein vielschichtiger Film über einen ungewöhnlichen Kulturaustausch.« (Monika Haas, DOK.fest München)

 

»The film as a whole is a thought-provoking and welcome reminder of the fact that we are all the products of cultural conditioning. And of reminding us that potent power lies not only in literal weapons but in the smallest of gestures and provocations – art as a means for disruption and communion.« (Vollständige Kritik auf Englisch / Modern Times Review)