Filmreihe Schönheit - Februar bis Dezember 2017

In einer Zeit, da die Welt aus den Fugen zu geraten scheint, mag sich mancher fragen, warum man sich mit einem Thema wie Schönheit beschäftigen soll. Aber bei genauer Betrachtung fällt auf, dass große Teile unserer Gesellschaft jetzt erst recht den verschiedenen Schönheitsidealen hinterherjagen. Kaum ein Tag vergeht ohne Top Model-Show, die Zeitungen sind voll von Kosmetik- und Mode-Anzeigen, die Kunden immer jünger und bei der Oscar-Verleihung ist in vielen Medien nicht der Beste Film wichtiger, sondern wer das tollste Kleid getragen hat.
Die Filmreihe „Schönheit“ möchte das Thema mit selten zu sehenden historischen Filme sowie Dokumentar- und Genrefilmen wie z.B. Horror oder Science Fiction, die alternative Ansätze darstellen, in all seiner Vielfalt im Kino präsentieren. Abgerundet wird die Reihe mit Einführungen zu den Filmen und einem Workshop.
Die Reihe wird ermöglicht durch die Karin und Uwe Hollweg-Stiftung

Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Schönheitsideale.....

Sa. 1.7. bis Mi. 5.7. / 20:00

Rivers and Tides

Andy Goldsworthy ist weltweit bekannt durch seine faszinierenden Arbeiten mit Naturmaterialien. Eis, Steine, Blätter, Zweige, Wasser – Goldsworthy arbeitet mit dem, was er vorfindet und zumeist dort, wo er es findet. Einige seiner Arbeiten bleiben in der Landschaft bestehen, andere vergehen, schmelzen, werden vom Wind verweht. Allein Goldsworthys Fotografien halten seine kurzlebigen Arbeiten in der Vergänglichkeit der Zeit fest. Thomas Riedelsheimer konnte als erster Filmemacher den Künstler über einen längeren Zeitraum bei seiner Arbeit beobachten. Mehr als ein Jahr und über die vier Jahreszeiten begleitete er ihn nach Kanada, in die USA, nach Frankreich und Schottland. »Es gibt Momente von außergewöhnlicher Schönheit, wenn ein Werk plötzlich…geschieht…lebendig wird…das sind dann die Momente, für die ich lebe.« (Andy Goldsworthy)

D 2000, Regie: Thomas Riedelsheimer, mit Andy Goldsworthy, Musik: Fred Frith, 90 Min., OmU

Do. 13.7. bis Mi. 19.7. / 20:30

Human – Die Menschheit

Die Welt ist weit und bevölkert von Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen und Kulturen. Doch was verbindet uns alle? Was ist der Sinn des Lebens? Wie werden wir erzogen, was macht uns zu dem was wir sind? Das Menschsein ist geprägt von den immer gleichen grundlegenden Fragen. Yann Arthus-Bertrand geht ihnen auf den Grund. Auf einer dreijährigen Reise durch über 60 Länder führte er 2.020 Interviews in 63 Sprachen und filmte 500 Stunden mit Luftaufnahmen. Die faszinierende Vielfalt der Interviewten wird untermalt von bildgewaltigen Landschaftsaufnahmen aus der Luft, für die Arthus-Bertrand berühmt ist. Es sind Bilder, die die große Kinoleinwand brauchen. „Glück und Schmerz liegen in Arthus-Bertrands Montage nah beieinander und die Gesichter der namenlosen Interviewpartner avancieren zu Landschaften, aus denen der Betrachter eine breite Palette an menschlichen Gefühlen lesen kann: Angst, Scham, Liebe und Begehren, Hoffnung und Verzweiflung.“ (www.programmkino.de) Der französische Fotograf und Regisseur Yann Arthus-Bertrand nutzt seine Aufsehen erregenden Aufnahmen seit Jahren, um Menschen für den Schutz der so gefährdeten Schönheit der Erde und ihrer Bewohner zu sensibilisieren.

F 2015, Regie: Yann Arthus-Bertrand, 143 Min., OmU

Über Arthus-Bertrand
http://www.yannarthusbertrand.org/

Über seine Stiftung
GoodPlanet ist eine Organisation, die 2005 von Yann Arthus-Bertrand gegründet wurde und die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Öffentlichkeit für den Umweltschutz zu sensibilisieren und darüber aufzuklären. Im Juni 2009 wurde sie als gemeinnützige Stiftung anerkannt, wodurch GoodPlanet nachhaltig und langfristig planen konnte.
http://www.7billionothers.org/de/content/goodplanet-foundation