FILM DES MONATS

Es gibt sie, diese Momente, in denen das Licht im Kinosaal langsam wieder angeht und wir noch lange sitzen bleiben, weil wir wissen, dass wir gerade etwas wirklich Außergewöhnliches gesehen haben. Manche Filme wirken in uns nach – auch noch lange nach dem Kinobesuch. Unser Film des Monats ist die monatliche Empfehlung unserer Programmmacher*innen: Individuell ausgewählte Filme, die uns besonders beeindruckt haben. Einige, weil sie auf bemerkenswerte Weise aktuell relevante Themen verhandeln und unsere Sicht verändern, andere, weil sie sich durch eine außergewöhnliche Ästhetik auszeichnen, emotional berühren oder neugierig auf das Werk aufstrebender Filmschaffender machen. Der Film des Monats ist häufig aktuell, muss es aber nicht sein – auch Klassiker und neu entdeckte Filmschätze vergangener Jahre und Jahrzehnte finden ihren Platz.

Di. 7.1. - Do. 9.1. / 20:00

Mo. 13.1., Mo. 20.1., So. 26.1. + Do. 30.1. / 17:30

Di. 14.1., Mi. 15.1. + Mo. 27.1. - Mi. 29.1. / 20:30

Di. 21.1. bis Do. 23.1. / 18:00

Mi. 22.1. / 15:30

Jam / Film des Monats

Der abgehalfterte Schnulzensänger Hiroshi muss sich eines allzu begeisterten weiblichen Fans erwehren, als diese ihn kurzerhand kidnappt. Der gerade entlassene Häftling Tetsuo nimmt Rache an seinen Ex-Kumpanen – mit seiner an den Rollstuhl gefesselten Großmutter im Schlepptau. Und der junge Takeru versucht, durch drei gute Taten seine Freundin aus dem Koma zu erwecken, weil der Wahrsager es ihm geraten hat. Unabhängig voneinander trotzen die drei Männer ihrem Schicksal, bevor sich ihre Wege innerhalb weniger Stunden kreuzen.

Den japanischen Regisseur Sabu fasziniert die Absurdität der menschlichen Existenz und die Tragik von Figuren, die in einer Welt voller Zufälle versuchen, die Kontrolle zu bewahren. „Spielbälle sind sie allesamt, die das Schicksal zusammenführt, deren Wege sich kreuzen, beeinflussen, die sich verletzen, aber auch retten.“ (Michael Meyns, www.programmkino.de)

J/D 2018, Regie & Buch: Sabu, mit Shô Aoyagi, Mariko Tsutsui, Keita Machida, 102 Min., japan. OmU

Weiterlesen:

"JAM ist ein unterhaltsamer, actionreicher und bisweilen sehr komischer Film über Zufall und Schicksal..." (Rouven Linnarz / film-rezensionen.de)

"Die Absurdität der menschlichen Existenz, von Zufällen geprägt und geleitet: Das ist die Welt, in der der japanische Regisseur Sabu seine Geschichten ansiedelt..." (Michael Meyn / programmkino.de)