Di. 28.1. / 17:30 * mit Gästen: Volkrat Stampa, Dr. Henning Scherf

Es ging um sein Leben / BUCHVORSTELLUNG & FILM

Der 1904 in Bremen geborene Robert Dorsay machte in den 1930er Jahren in Berlin Karriere als Sänger, Tänzer und Schauspieler. Als Conferencier und sowie Star im „Kabarett der Komiker“ war er für seine spontane und wendige Art bekannt. Dorsay ließ sich aber nicht für die Zwecke Reichspropagandaministeriums einspannen. Das macht den Publikumsliebling gefährlich. Anfang 1943 wurde ihm dann ein ironischer Brief über Hitlers Gebaren zum Verhängnis, den die Nazis abgefangen hatten. Wegen „Wehrkraftzersetzung“ wurde Dorsay im Herbst 1943 in Berlin hingerichtet.

Volkrat Stampa, sein Cousin in Bremen, hat über viele Jahre Robert Dorsays Leben und Schicksal in Archiven und im Kontakt mit Kollegen recherchiert. Entstanden ist daraus das Buch „Es ging um sein Leben“, welches er an diesen Abend vorstellen wird.

Dr. Henning Scherf, Bürgermeister a.D., wird ein Grußwort sprechen.

Im Anschluss an die Buchvorstellung zeigen wir einen Film mit Robert Dorsay: „Es geht um mein Leben“ von 1936.

Es geht um mein Leben! / FILM

Zwei Mordkommissare stehen vor ihrem nächsten Fall: Ein Mann wurde mitten in der Nacht vor der Villa des Rechtsanwalts Dr. Lessner erschossen. Der Mann kam in einem Taxi, aber der Fahrer beteuert, nichts gesehen zu haben. Auch Dr. Lessner und seine Frau sowie der Hausangestellte Fritz haben keinen Schuss gehört. Als sich jedoch herausstellt, dass Fritz zur Tatzeit im Vorgarten war, wird er verhaftet. Bei ihrer Recherche stoßen die Kommissare auf immer mehr Ungereimtheiten, und alle Beteiligten scheinen ein Motiv zu haben.

D 1936, Regie: Richard Eichberg, mit Karl-Ludwig Fiehl, Theo Lingen, Robert Dorsay, 85 Min.

»Unterhaltungsfilme wie hier „Es geht um mein Leben!“, die auf den ersten Blick keine politische Botschaft enthalten, waren auch Teil der Propagandamaschinerie unter Hitler. Es ist deshalb wichtig, Filme aus der NS-Zeit im Kontext der staatlichen Einflüsse auf ihre Produktion zu betrachten. Sie dienten als Instrument der damaligen Ideologie und müssen, genau wie Propaganda-Filme, hinterfragt werden.« Mehr dazu hier: www.filmportal.de