Di. 1.1. + Mi. 2.1. / 20:00

So weit und groß – Die Natur des Otto Modersohn / KÜNSTLERPAARE

„So Mächtiges – Worte für fast Unsagbares – enthält dieses Land, die Sprache Otto Modersohns“, schwärmte der Dichter Rainer Maria Rilke vom Landschaftsmaler Otto Modersohn. Fasziniert von der Weite und der eigenwilligen Natur Norddeutschlands, wurde Modersohn 1889 einer der Mitbegründer der Künstlerkolonie Worpswede. „So weit und groß“ legt einen besonderen Fokus auf die Beziehung zu seiner Frau Paula Modersohn-Becker. Selbst Malerin, war sie einer der größten Einflüsse im Leben des Künstlers und umgekehrt. Zahlreiche Briefe, Texte und Tagebucheinträge der beiden bieten einen intimen Einblick in das künstlerische und auch das private Leben des Künstlerpaares.

Die laufende Ausstellung in den Museen Böttcherstraße zeigt eine ausgewählte Sammlung beider Künstler aus öffentlichen und privaten Beständen. Die Grundlage der Ausstellung bildet ein erst kürzlich veröffentlichter Briefwechsel zwischen Becker und Modersohn.

D 2012, Regie: Carlo Modersohn, 78 Min.

Zum Weiterlesen:

 

http://www.soweitundgross.de/pressestimmen.htm

„Eine außergewöhnliche Biografie“ (Süddeutsche Zeitung)

„Ein gelungener, klarer, intimer Einblick in das Leben und Denken Otto Modersohns.“ (Hamburger Abendblatt)

Di. 1.1. / 18:00

Mi. 2.1. / 20:30

Birthday – die amerikanische Malerin Dorothea Tanning / KÜNSTLERPAARE

2012 verstarb die Malerin Dorothea Tanning mit 101 Jahren in New York. Der Film „Birthday“ entstand noch zu ihren Lebzeiten und basiert auf ihrer gleichnamigen Autobiografie. Neben Künstlern wie André Breton oder Marcel Duchamp war sie eine Vertreterin der surrealistischen Bewegung, die sich stets von ihren männlichen Kollegen emanzipierte. 1942 lernte sie den Kollegen Max Ernst kennen und lieben. Das Zusammenleben war einerseits geprägt von starker gegenseitiger Zuneigung und Bewunderung – aber auch von Tannings Wunsch nach Selbständigkeit in der Kunst. Um in der Öffentlichkeit als eigenständige Künstlerin wahrgenommen zu werden, musste sie sich oft gegen ihren um einiges bekannteren Ehemann behaupten. Trotz dieses Konflikts hielt ihre Ehe 30 Jahre – bis zu Max Ernst Tod.

Der Regisseur begleitete Tanning über einen Zeitraum von zwei Jahren. In dieser Zeit besucht sie verschiedene Stationen ihres Lebens. Dabei werden die dokumentarischen Aufnahmen immer wieder durch surrealistische Sequenzen durchbrochen, um so dem Werk und Leben der Künstlerin auch auf der visuellen Ebene nahe zu kommen.

D 1996, Regie: Horst Mühlenbeck, mit Dorothea Tanning, 93 Min.

 

Vorfilm: Maximilana – die widerrechtliche Ausübung der Astronomie

Peter Schamoni widmete diesen Kurzfilm seinem Freund Max Ernst, der dafür das Drehbuch schrieb und den Text einsprach. Der Regisseur begleitet den Künstler bei der Entstehung seines Werks „Maximilana“. Dabei berichtet Ernst von seiner Inspirationsquelle, dem Dichter Ernst Wilhelm Leberecht Tempel, der im 19. Jahrhundert vergeblich Astronom werden wollte. „Er hatte Genie, aber kein Diplom“, so beschreibt Max Ernst dessen Schicksal und zieht interessante Parallelen zur Malerei.

D 1966, Regie: Peter Schamoni, mit Max Ernst, 12 Min.

Zum Weiterlesen:

 

„Künstlerisch engagiertes, eigenwilliges Porträt der Malerin Dorothea Tanning, ihres Lebens und ihres gemeinsamen Lebensweges (1942-1956) mit Max Ernst.“ (FBW)