LITERARISCHE WOCHE

Sa. 27.1. / 19:00 * mit Regisseurin Beatrix Schwehm

So. 28.1. + Mi. 31.1. / 18:00
Mo. 29.1. + Di. 30.1. / 20:30

Luise - Eine deutsche Muslima

Mit 19 Jahren konvertiert die Bremerin Luise zum Islam. Sie verliebt sich in Mohamed , einen Muslim aus Algerien, die beiden heiraten. Fortan lebt Luise mit ihrem Mann im Haus ihrer Eltern. Das Paar bekommt zwei Kinder. Luisas Eltern tun sich schwer, den Tschador ihrer Tochter und ihr islamisches Lebensmodell zu akzeptieren. Aber Luise ist glücklich in ihrer Welt. Ihr diesseitiges Leben hat sie ganz auf das kommende Paradies ausgerichtet: „...ein Ort, an dem es keinen Hass, keinen Neid, keine Krankheiten, keine Eifersucht und keine Trauer gibt.“ Luises Mutter hingegen verspürt immer wieder „Sehnsucht nach einer ganz normalen Tochter“. Behutsam zeigt Beatrix Schwehm in ihrem Dokumentarfilm, wie in dieser Familie zwei kulturelle Welten aufeinanderprallen. Luise und ihre Mutter lassen die Regisseurin offen an ihrer Auseinandersetzung, an ihrem Ringen um Verständigung teilhaben.

2008 hat Beatrix Schwehm für ihren Film den Grimme-Preis erhalten.

D 2007, Regie und Buch: Beatrix Schwehm, 52 Min.

Barbara Möller / Hamburger Abendblatt:
Alles nur aus Liebe. Die Filmemacherin lässt alle Beteiligten ausführlich zu Wort kommen. Sie zeigt keinen Kampf der Kulturen, sondern das Ringen um Toleranz. Und deren Grenzen....“

Mehr über die Regisseurin: www.beatrix-schwehm-film.de/ueber%20mich/filmbiografie.html

Sa. 27.1. / ab 19:00 * mit Regisseurin Beatrix Schwehm

So. 28.1. + Mi. 31.1. / 18:00
Mo. 29.1. + Di. 30.1. / 20:30


Luise und Mohamed - Aufbruch nach Algier

Luise und Mohamed , ein junges deutsch–algerisches Ehepaar, sind seit 15 Jahren verheiratet. Sie leben mit ihren drei Kindern im Elternhaus von Luise. 2014 entschließt sich das Paar nach Algerien auszuwandern. Die älteste Tochter Sinab ist elf, Sohn Ilyas sieben Jahre alt und die jüngste Tochter neun Monate. Beatrix Schwehm begleitet die Familie über zwei Jahre bei ihrem Versuch, in zwei grundverschiedenen Kulturen zu leben. Sie zeigt, wie Luise sich in Algerien ihr privates und öffentliches Leben erschließt. Mohammed, der als Ingenieur arbeitet, kämpft dafür, dass die Familie in seiner Kultur heimisch wird. Und auch er steht vielem fremd gegenüber, denn die sechzehn Jahre in Deutschland haben bei ihm Spuren hinterlassen. Und die Kinder müssen plötzlich mit einem stark autoritär geprägten Schulalltag fertig werden.

Beatrix Schwehm plant übrigens einen dritten Teil. Dann soll Luises Tochter Sainab im Mittelpunkt stehen, die in vier Jahren volljährig sein wird.

D 2016, Regie und Buch: Beatrix Schwehm, 60 Min.

Heike Hupertz / Frankfurter Allgemeine:
Luise und Mohamed wünschen sich für ihre Kinder eine selbstbestimmte Zukunft. Dazwischengrätschen sollen sie, ihren eigenen Weg gehen, eher Sand im Getriebe sein als funktionierendes Rädchen...“