KIRCHE & KINO

Di. 16.1. / 19:30 * mit Einführung

Jakob der Lügner

Ein osteuropäisches Ghetto, im Jahr 1944: Eines Tages schnappt Jakob Heym, ein Ghettobewohner in der von den Nazis besetzten polnischen Stadt Lodz, durch einen glücklichen Umstand im Büro des Ghettokommandanten eine Radiomeldung vom Vorrücken der Roten Armee auf. Mit der Absicht seinen deprimierten und selbstmordgefährdeten Freunden im Ghetto zu helfen, entschließt er sich die hoffnungsvolle Nachricht zu verbreiten. Um ihr Glaubwürdigkeit zu verleihen, behauptet er im Besitz eines Radios zu sein – was für Juden bei Todesstrafe verboten ist. Im Laufe der Zeit sieht Jakob sich gezwungen, immer wieder neue Meldungen zu erfinden - und wird so zu Jakob dem Lügner. Als jedoch die Deutschen davon erfahren, setzen sie alles daran, denjenigen zu fassen zu kriegen, der es wagt, solche Nachrichten zu verbreiten…

Die Verfilmung des berühmten Romans von Jurek Becker wurde als einzige DEFA-Produktion aus den Studios in Babelsberg für einen Oscar nominiert 1977. Erster DEFA-Film im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin 1975: Silberner Bär.

DDR / CSSR 1974, Regie: Frank Beyer, mit Vlastimil Brodksy, Erwin Geschonneck, Armin Mueller-Stahl, Henry Bübchen, Manuela Simon, 100 Min.