
Fr 24.2. | 20:30 Uhr
Stummfilm mit Live-Musik
»Warum machen Sie nicht einen Film über Berlin – ohne Story?« Diese Frage des Drehbuchautors Carl Mayer (Das Cabinet des Dr. Caligari) stand am Beginn des Films von Ruttmann. Trotz scheinbarer Willkürlichkeit des Ergebnisses, konzipierte Ruttmann seinen Film als dokumentarisches Kunstwerk, das die Großstadt Berlin
als lebenden Organismus darstellt. Im immer schneller werdenden Rhythmus einer langsam zum Leben erwachenden Stadt sah er die Analogie zu einer Sinfonie und unterstrich dies im Filmschnitt. Für die damalige Zeit ungewöhnlich, setzte Ruttmann zahlreiche kurze Schnitte ein, um die Hektik der Großstadt anschaulich werden zu lassen. Die abwechslungsreiche Verschränkung von Bild und Filmmusik schuf einen der großen Klassiker des Stummfilms.
D 1927, Regie: Walther Ruttmann, Stummfilm, 63 Min.
»Stummfilm + 2«, musikalisch begleitet von Ezzat Nashashibi (Klavier) und Joachim Friedrich (Saxofon).

