QUEERFILMNACHT

Die queerfilmnacht vereint die beiden bisherigen Filmprogramme – die rein lesbisch ausgerichtete L-Filmnacht und die schwule Gay-Filmnacht – und öffnet sich zugleich gegenüber Filmen, die auch andere sexuelle Identitäten wie Bisexualität, Transgender, Intersexualität usw. thematisieren.

Die queerfilmnacht wird in enger Kooperation mit dem SISSY-Blog programmiert, dem neuen Zuhause des SISSY-Magazins. Die SISSY, 2008 als Printmagazin gegründet, galt mit einer Auflage von 30.000 Exemplaren und über 5.500 Abonnenten bis zu ihrer vorübergehenden Einstellung im Herbst 2015 als wichtigstes queeres Filmmedium in Deutschland und erfreute sich vor allem innerhalb der schwul-lesbischen Szene einer enormen Bekanntheit.

Im August 2016 ging die SISSY als Online-Magazin www.sissymag.de mit dem bewährten inhaltlichen Fokus und zahlreichen neuen Formaten an den Start. Die queerfilmnacht wird in der SISSY umfangreich präsent sein.

Sa. 10.2. + So. 11.2. + Mo. 12.2. / 20:00

Born Naked

Madrid – London – Berlin: Wir folgen den beiden Anfang zwanzigjährigen Frauen Paula und Andrea, die uns einen Einblick in die lesbischen Lebensrealitäten der drei europäischen Metropolen geben. Auf der Reise werden verschiedenste Gruppen und Menschen aus der LGBTQ*-Community zu ihren Erfahrungen interviewt: Der Fokus liegt auf dem täglichen Umgang mit Ausgrenzung und Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung. Gleichzeitig wird ein buntes Bild von ganz unterschiedlichen Lebensentwürfen und Szenen gezeichnet - in Form von Punk-Rock-Festivals, selbstgemachten Zines, Partys, Kollektiven, Wagenburgen und mehr. Ganz nach dem Motto: „Wir alle sind nackt geboren – der Rest ist Verkleidung". „Born Naked“ ist nicht nur ein aktuelles Portrait der westeuropäischen LGBTQ*-Community, sondern ein Film, der das weitestgehend immer noch unsichtbare lesbische Leben in den Mittelpunkt stellt.

DE /E/GB 2012, Regie: Andrea Esteban, Dokumentarfilm, 74 Min., OmU

Fr. 16.2. / 20:30

Pihalla – Auf zu neuen Ufern

Als Strafe wird der schüchterne 17-jährige Miku dazu verdonnert, den Sommer mit seinen Eltern mitten im finnischen Nirgendwo auf dem Land zu verbringen. Ausgerechnet hier auf dem Land trifft er auf Elias, gleichaltrig und das komplette Gegenteil von ihm. Trotzdem herrscht sofort eine unüberwindbare Anziehungskraft zwischen den beiden, zusammen streifen sie durch die Landschaft, trinken Bier und rauchen. Schnell merkt Elias, dass Miku ihm und dem Rest der Welt etwas vorenthält und bringt ihn mit seiner unangepassten Art und Weise dazu, sich seiner Angst zu stellen. Alles beginnt mit einem Kuss im See.

Mit viel Gespür für Timing und Stimmungen ist Nils-Erik Ekblom ein sensibler und warmherziger Film über das Erwachsenwerden gelungen, der das Thema Sexualität gleichberechtigt neben Probleme wie Orientierungslosigkeit, Anpassungsdruck und schwierige Elternbeziehungen stellt.

Screwed - Finnland 2017, Regie: Nils-Erik Ekblom, mit Mikko Kauppila, Valtteri Lehtinen und Sanna Majuri, 100 Min., OmU