FILM DES MONATS

Es gibt sie, diese Momente, in denen das Licht im Kinosaal langsam wieder angeht und wir noch lange sitzen bleiben, weil wir wissen, dass wir gerade etwas wirklich außergewöhnliches gesehen haben. Manche Filme wirken in uns nach – auch noch lange nach dem Kinobesuch. Unser Film des Monats ist die monatliche Empfehlung unserer Programmmacher*innen: Individuell ausgewählte Filme, die uns besonders beeindruckt haben. Einige, weil sie auf bemerkenswerte Weise aktuell relevante Themen verhandeln und unsere Sicht verändern, andere, weil sie sich durch eine außergewöhnliche Ästhetik auszeichnen, emotional berühren oder neugierig auf das Werk aufstrebender Filmschaffender machen. Der Film des Monats ist häufig aktuell, muss es aber nicht sein – auch Klassiker und neu entdeckte Filmschätze vergangener Jahre und Jahrzehnte finden ihren Platz.

Fr. 2.2. + Mo. 12.2. + Sa. 17.2. + So. 25.2. / 20:30
Di. 6.2.
+ Fr. 16.2. + Mo. 19.2. + Mi. 28.2. / 18:00

Die Lebenden reparieren

Le Havre: Als Simon am frühen Morgen mit zwei Freunden zum Surfen aufbricht, kann niemand etwas von dem drohenden Unglück ahnen: Ein schwerer Autounfall verändert auf einen Schlag das Leben des Teenagers – Simon ist hirntot. Für seine Eltern eine Welt zusammen und plötzlich müssen sie Entscheidungen treffen, deren weitreichende Konsequenzen sie an ihre Grenzen führen. Sie stehen vor der schwierigen Frage, ob sie die lebenserhaltene Technik abschalten lassen. Szenenwechsel: In Paris erfährt unterdessen die zweifache Mutter Claire, dass ihr schwaches Herz zu versagen droht, wenn nicht umgehend etwas unternommen wird. Es beginnt ein dramatisches Rennen gegen die Zeit, in denen das Schicksal Menschen zusammenbringt, die zuvor nichts verbindet und die auf einmal in ihrem gemeinsamen Kampf ums Leben und mit dem Leben vereint sind. „Die Lebenden reparieren" erzählt die Geschichte von einer Herztransplantation und zeigt dabei doch das pulsierende Leben. Episodisch erzählt, mit Tiefgang.

Réparer les vivants - F/B 2016, Regie : Katell Quillévéré, mit Tahar Rahim, Emmanuelle Seigner, Anne Dorval, Bouli Lanners, 103 Min., OmU