NEU IN BREMEN

Do. 5.4. + Fr. 6.4. + Sa. 14.4. + Mo. 16.4. + Di. 17.4. / 18:00

So. 8.4. + Mo. 9.4. + So. 15.4. / 20:30

Pio

Mit den Mitteln des Neo-Realismus porträtiert Carpignano eine Roma-Familie im äußersten Süden Italiens. Im Mittelpunkt steht der halbwüchsige Pio, dessen „coming of age“ erzählt wird. Der Junge bewundert seinen Vater und vor allem seinen älteren Bruder. Beide sind Kleinkriminelle und von beiden lernt er mit großer Begeisterung, alles Mögliche mitgehen zu lassen, was nur eben greifbar ist. Als sie auf einer nächtlichen Einbruchstour erwischt werden, kann Pio zwar fliehen, aber sein Bruder wird gefasst. Pio gelingt es, ihn zu befreien. Als Anerkennung dafür wird er in die Gemeinschaft der erwachsenen Männer aufgenommen. Er sieht darin die Herausforderung, sich als Beschützer und Verteidiger der Familie zu bewähren. Aber die Prüfungen, denen er sich ausgesetzt sieht, scheinen übermächtig.



„Jonas Carpignano’s second feature — and Italy’s entry for this year’s foreign-language Oscar — is shockingly alive, startlingly accomplished and remarkably acute. It’s a neo-realist study of a kid with special gifts for leadership, daring and friendship. And for stealing everything in sight. (Wall Street Journal / Joe Morgenstern)


A CIAMBRA - I, USA, F, S, D, BRA 2017, Regie: Jonas Carpignano, mit Pio Amato, Koudous Seihon, Iolanda Amato, 118 Min., italienische OmU

Fr. 6.4. / 20:30

Sa. 7.4. bis Mo. 9.4. / 18:00

Reseba – The Dark Wind

Im irakischen Teil von Kurdistan hat das junge jesidische Paar Reko und Pero gerade erst fröhlich seine Verlobung gefeiert, als der Ort von einem Kommando des IS überfallen wird. Dabei verlieren etliche Bewohner ihr Leben. Pero und die anderen jungen Frauen versuchen sich zunächst zu verstecken. Aber das Kommando nimmt sie gefangen, verschleppt sie und bietet sie auf einem Sklavenmarkt dem Meistbietenden zum Verkauf an. Obwohl erfahrene Verwandte und Nachbarn ihn dringend warnen, macht Reko sich auf die Suche nach seiner Verlobten. Trotz monatelanger Strapazen und allerlei  widriger Erfahrungen gibt er die Hoffnung nicht auf. Schließlich findet er sie in Syrien und bringt sie zurück. Dennoch scheint es für die beiden kein Happy End zu geben, denn Pero ist schwer traumatisiert. Zudem stellt sich heraus, dass sie schwanger ist. In dieser von starken Traditionen geprägten Gesellschaft, in der die Familienehre über alles geht, ist nicht jeder bereit oder in der Lage, ihrem Schicksal mit Verständnis zu begegnen.


IRQ, D, SYR, KAT 2016,  Regie: Hussein Hassan Ali, mit Rekish Shahbaz, Dimen Zandi (II), Adil Abdolrahman, 92 Min., kurdische OmU