Die Jury des 18. Bremer Filmpreises

Dieses Jahr gehören zu der Jury die Mitbegründerin des Kino Arsenal in Berlin und der Forums-Sektion der Berlinale, Erika Gregor, und - neu in der Jury – Angelina Maccarone, Filmemacherin und Professorin an der Hochschule für Fernsehen und Film in Potsdam, sowie Ralph Eue, Filmhistoriker, Publizist, Kurator, Übersetzer und Gastdozent an der Universität der Künste in Berlin.

 

Erika Gregor (geboren 1935) war 1963 Mitbegründerin der Freunde der deutschen Kinemathek und wird seit 1970 als Betreiberin mit dem Arsenal Kino in Berlin assoziiert. Das Arsenal gilt als erstes deutsches Programmkino und hat heute Kultstatus. Es ist regelmäßig Spielort der Berlinale. Im Umfeld dieses Kinos, das sich durch seinen politisch- ästhetischen Anspruch auszeichnet, fühlt sich die Frau des Filmhistorikers Ulrich Gregor sehr wohl. Sie selbst hat bereits 1959 politisches Engagement gezeigt und die Ausstellung Ungesühnte Nazijustiz mit initiiert. Erika Gregor studierte an der Freien Universität Berlin Deutsch, Englisch, Geschichte und Philosophie, entdeckte aber schnell ihre Leidenschaft für Kino und Film. Von 1970 bis 2001 betreute sie mit ihrem Mann das von ihr eigens ins Leben gerufene Forum bei der Berlinale. Die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes wurde gemeinsam mit ihrem Mann 2010 mit der Berlinale Kamera ausgezeichnet. Erika Gregor ist Mitherausgeberin der Zeitschrift Kinemathek und seit 2014 Mitglied der Bremer Filmpreisjury.
Bild copyrigth Erika Gregor

 

Angelina Maccarone schrieb bereits Songtexte für Udo Lindenberg und andere bevor sie sich einen Namen als Drehbuchautorin und Regisseurin machte. Ihr erster Film „Kommt Mausi raus?!“ lief 1995 erfolgreich in der ARD Reihe „Wilde Herzen“.Es folgten weitere Fernsehfilme. Mit ihrem ersten Kinofilm „Fremde Haut“ gewann sie 2005 den Hessischen Filmpreis. 2006 wurde „Verfolgt“ in Locarno mit dem Goldenen Leoparden ausgezeichnet. 2011 feierte ihr Dokumentarfilm „The Look“ über die Schauspielerin Charlotte Rampling auf dem Filmfestival in Cannes Premiere und war 2012 für den Deutschen Filmpreis nominiert. Zusammen mit Carolin Emcke produzierte sie die Social Spot Kampagne „Tolerant? Sind wir selber“. Seit Oktober 2014 ist sie Professorin für Regie an der Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf“. Sie lebt in Berlin und arbeitet derzeit an einem Kinofilm.

 

Ralph Eue Publizist, Kurator, Übersetzer und Programmberater verschiedener Festivals sowie anderer kultureller Institutionen. Lehrender an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, der Universität der Künste Berlin und der Universität Wien. Zuletzt auch Künstlerischer Leiter der Projekte „Provokation der Wirklichkeit. „50 Jahre Oberhausener Manifest und die Folgen“ (2010-2012), „Susan Sontag Revisited“ (2014-2015) und "Die Continental. Eine deutsche Produktionsfirma im besetzten Frankreich. 1940-1945" (2017). Außerdem Herausgeber der DVD-Werkausgabe „Marcel Ophüls“ sowie der Einzel-DVD "Die moderne Stadt. Filmessays zur neuen Urbanität der 1950/60er Jahre" bei Absolut Medien.
Bild © Martin Jehnichen

Bisherige Jurymitglieder:

Dr. Rainer Rother (Filmwissenschaftler)
Christina Nord (Filmredakteurin)
Pepe Danquart (Regisseur und Produzent)
Hans Helmut Prinzler (Direktor Filmmuseum Berlin)
Andres Veiel (Regisseur)
Katja Nicodemus (Filmkritikerin)
Reinhard Hauff (Filmemacher, Rektor der dffb)
Christiane Peitz (Filmjournalistin)
Peter W. Jansen (†, Filmkritiker)
Helke Misselwitz (Regisseurin)