PRESSEMITTEILUNG DER SPARKASSE BREMEN:

18. Bremer Filmpreis geht an Naum Kleiman

Der Bremer Filmpreis der GUT FÜR BREMEN STIFTUNG der Sparkasse Bremen 2017 geht an Naum Kleiman.

Der mit 8.000 Euro dotierte Preis der GUT FÜR BREMEN STIFTUNG der Sparkasse in Bremen wird am 19. Januar dem russischen Filmhistoriker Naum Kleiman verleihen. Der Preis, der in Kooperation mit dem City 46/Kommunalkino Bremen e.V. vergeben wird, zeichnet langjährige Verdienste um den europäischen Film aus.

 

Die Entscheidung für den 18. Bremer Filmpreisträger Naum Kleiman begründete die Jury unter anderem damit, dass er „für sein Land eine epochale Leistung der Filmund Kulturvermittlung vollbracht hat.“ Weiterhin argumentiert die Jury: „Naum Kleiman ist eine Zentralfigur filmkultureller Forschungs- und Vermittlungsarbeit. Seine Ausstrahlung reicht weit über die Grenzen seines Landes hinaus und umspannt die ganze Welt.“

Naum Kleiman ist ein russischer Filmforscher und ein weltweit führender Experte der Filmgeschichte mit dem Schwerpunkt auf den Arbeiten des sowjetischen Regisseurs Sergej Eisensteins. Zahlreiche Filme von Eisenstein rekonstruierte er, darunter „Die Beshin-Wiese“ und „Panzerkreuzer Potemkin“. Zu seinen weiteren Verdiensten für die Filmwelt gehören auch Publikationen zu filmhistorischen Themen und nicht zuletzt die Gründung des Moskauer Filmmuseums, das er bis heute gegen Angriffe seitens der russischen Regierung verteidigt.

 

Der Bremer Filmpreisträger präsentiert:

 

Cinema - A Public Affair
Do. 19.1. / 21:00 mit Gästen: Naum Kleiman, Katja Nicodemus

Filmforum
Fr. 20.1. / 10:00 - 17:00 mit Gästen: Naum Kleiman, Felix Lenz

Oktober/Sergej Eisenstein
Fr. 20.1. / 20:30 mit Gästen: Naum Kleiman, Felix Lenz

 

Die Jury des Bremer Filmpreises setzt sich zusammen aus Erika Gregor, Mitbegründerin des Kinos ARSENAL und des „Internationalen Forums des jungen Films“ der BERLINALE, Prof. Angelina Maccarone, Filmemacherin und Professorin für Film und dem Kurator, Publizisten und Hochschuldozenten Ralph Eue. Der Preis, die Bremer Wundertüte, wird jedes Jahr von einem anderen Bremer Künstler eigens für den Preisträger gestaltet.

Die Verleihung findet im Rahmen eines festlichen Senatsempfangs in der Oberen Halle des Bremer Rathauses statt (nur mit Einladung).

 

 

 

 

 

 

Nachwuchspreisträger: Felix Lenz

Bei der Preisverleihung am 19. Januar wird Naum Kleiman auch den von ihm auserwählten Nachwuchspreisträger Felix Lenz vorstellen. Um den Nachwuchspreisträger besser kennenzulernen, wird Naum Kleiman und zusammen mit Felix Lenz am Freitag, den 20. Januar 2017 ein Filmpreisträger-Forum gestalten.

 

BREMER Filmpreis

1999 vom Kino 46 ins Leben gerufen, vergab die GUT FÜR BREMEN Stiftung der Sparkasse Bremen alljährlich im Januar den Bremer Filmpreis und holt damit große Namen des internationalen Kinos nach Bremen und Stars zum Anfassen ins Rathaus.

Den Bremer Filmpreis unterscheidet von anderen Preisen, dass hier außergewöhnliche Leistungen auf ganz verschiedenen Gebieten des Filmschaffens und der Filmkultur gewürdigt werden. Ausdrücklich werden nicht nur Regisseure ausgezeichnet, denn Filmemachen sowie die Förderung und Erhaltung von Filmkultur ist Teamarbeit. So wurde der Preis auch an Cutter, Produzenten, Schauspieler wie auch Regisseure vergeben. Ausgezeichnet werden Lebenswerke oder stilbildende, richtungsweisende Ansätze oder herausragende Einzelbeiträge im europäischen Raum. Entsprechend abwechslungsreich liest sich auch die Liste der Preisträger der kleinen aber feinen Auszeichnung.

 

 

Die Jury

Die Jury des Bremer Filmpreises setzt sich aus drei vom CITY 46 und der GUT FÜR BREMEN Stiftung der Sparkasse Bremen berufenen Filmspezialisten verschiedener Provenienz zusammen.
Wichtige Kriterien für die Auswahl der Mitglieder sind die Leidenschaft für den europäischen Film und eine berufliche Verwurzelung in der Filmlandschaft. Von Beginn an legten die Jurorinnen und Juroren großen Wert darauf, dass die Preisträgerinnen und Preisträger in ihrer Arbeit nicht nur die ausgetretenen Pfade des Mainstream beschreiten, sondern innovative und kreative neue Wege gehen.
Den diesjährigen Preisträger haben ausgewählt: Erika Gregor, Angelina Maccarone sowie Ralph Eue.

 

 

Zur Gestaltung des Preises

Damit der Bremer Filmpreis ein unverwechselbares Gesicht erhält, schrieb die Sparkasse 1999 einen Designwettbewerb aus. Ein Bremer Oskar, Bambi oder Bär wurde gesucht. Und weil Bremen ruhig ein bisschen mehr Kultur vertragen kann, entschied sich die Jury für das Konzept der ›Bremer Wundertüte‹: eine Tasche, die eigens für den jeweiligen Preisträger oder Preisträgerin gefüllt wird. Und zwar jedes Jahr von einem anderen Bremer Künstler oder Künstlerin!