Abortion Dream Team

Nie jesteś sama - PL 2024, Buch, Regie: Karolina Lucyna Domagalska, 82 Min., poln. OmengU

Filmszene aus Abortion Dream Team
Mo. 28.9. / 20:30 ★

mit Gespräch mit den Abortion Buddys Bremen

Jede dritte Frau weltweit wird in ihrem Leben eine Abtreibung haben – das ist Fakt. In Polen stellt das Abtreibungsverbot jedoch das Leben des Fötus‘ über das der Frau. Glücklicherweise gibt es engagierte Gruppen aus der Zivilgesellschaft wie das „Abortion Dream Team“. Dies besteht aus vier Aktivistinnen, die eine Telefon-Hotline betreiben und alles in Bewegung setzen, um Frauen in Not zu unterstützen. Rund um die Uhr sind Justyna, Natalia, Karolina und Kinga mit dieser Arbeit beschäftigt und schocken nebenbei mit Aussagen wie „Abtreibungen sind okay“. Während das Abortion Dream Team auf TikTok eine Menge Follower*innen gewinnen kann und nach eigenen Aussagen bis zu 100 Abtreibungen am Tag möglich macht, gibt es gehörig Gegenwind von der polnischen Regierung und konservativen Stimmen im Land. Der Stress, die ständige Bereitschaft und Androhung von Gefängnisstrafen bleiben trotz aller Entschlossenheit nicht folgenlos für die einzeln. 
Karolina Lucyna Domagalska begleitet die Frauen in ihrem tagtäglichen Kampf für das Recht der Frauen, selber über ihren Körper zu bestimmen. Vorführung in Kooperation mit der Initiative Abortion Buddys Bremen abortionbuddys_hb@inventati.org, gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie Bremen.

Mehr Informationen: Projekt „Abortion Buddy"

Karolina Lucyna Domagalska begleitet die Aktivistinnen eng. Sie dokumentiert ihre Arbeit: die (verfremdeten) Gespräche mit Menschen, die einen Schwangerschaftsabbruch brauchen, die emotionale Unterstützung und die praktischen Hilfestellungen, die politischen und juristischen Auseinandersetzungen. Ihre Aufnahmen betonen den Idealismus und die Solidarität der Gruppe: Einer Gesellschaft, die ein Recht auf sexuelle Selbstbestimmung ablehnt und diejenigen dämonisiert, die seine Notwendigkeit erkennen, setzen sie radikale Empathie entgegen… Das Ergebnis ist ein ehrliches Porträt aktivistischer Arbeit und ein Appell, unsere Schwestern zu schützen. (Lea Gronenberg, www.filmlöwin.de)