Lesbian Space Princess

AUS 2025, Regie: Emma Hough Hobbs, Leela Varghese, Animation, 86 Min., engl. OmU

Filmszene aus Lesbian Space Princess
Fr. 10.7. / 20:00 ★ mit dem Queerfilm Festival-Team Bremen

In einer Gaylaxie weit, weit weg liegt der schwer auffindbare Planet Clitopolis. Regiert von zwei sexpositiven lesbischen Königinnen sind hier Dauer-Party und selbstbestimmter queerer Safe Space Alltag. Die 23-jährige Prinzessin Saira zählt mit ihrer introvertierten Art eher zu den langweiligeren Mitgliedern der royalen Familie. Und vor allem ist sie gerade von der unheimlich coolen Kopfgeldjägerin Kiki verlassen worden. Während ihre Mütter schon bedauern, dass Saira beim anstehenden Lesbian Ball mal wieder in der Single-Ecke stehen wird, hat die Space Princess andere Sorgen. Die Incels des Weltalls, sogenannte Straight white Maliens, haben ihre Ex Kiki entführt, um Saira zu erpressen. Sie wollen ihre königliche Doppelaxt, um deren unbändige lesbische Macht für ihre Zwecke zu nutzen. Es gibt nur ein Problem: Saira hat sie nicht! Also macht sich die Lesbian Space Princess auf den Weg, um Kiki aus den Fängen der Weltraum-Incels zu befreien. 
Das Langfilmdebüt des Regie-Duos und Paars Leela Varghese und Emma Hough Hobbs wurde unter anderem auf der Berlinale 2025 mit dem Teddy Award ausgezeichnet.

Das Queerfilm Festival Bremen zeigt den Gewinner des Publikumspreises nochmal im Zuge einer Soli-Spendenaktion.

Knallbunt, euphorisch, kompromisslos queer … ein mitreißender intergalaktischer Selbstfindungstrip mit großem Herzen und Lust auf Krawall, irgendwo zwischen wilder Sci-Fi-Musical-Komödie und heilsamer Coming-of-Age-Abenteuerreise. (Anne Küper, www.sissymag.de)

Queerfeministischer Animationsfilm für Erwachsene: voller schräger Einfälle, absurdem Humor und explizit sexpositiv … Der Humor wirkt stellenweise wie eine dezidiert queere Spielart von »Rick und Morty«, wenngleich er etwas weniger anarchisch ist. All das vor der Folie einer komplett queer gedachten Welt, die Sexualität offen thematisiert und abbildet. Ganz lässig entwirft »Lesbian Space Princess« so eine queerfeministische Utopie. Dazu gehört auch das furiose Finale, das unerwartet und anders als stereotyp heterosexuelle Rom-Coms endet. Am Ende herrscht im Safe Space nicht nonstop gute Laune und Friede, Freude, Eierkuchen. Aber diese Gay-Lexie präsentiert sich deutlich farbenfroher, fantasievoller und freier als der schnöde Rest des uns bisher bekannten Universums. (Maxi Braun, www.epd-film.de)

„Lesbian Space Princess“ ist mehr als die klassische Selbstfindungsreise und grellbunte Persiflage, die visuell zwischen „Retro-Arcade-Spiel“, „Tumblr“-Ästhetik und modernen Webcomics oszilliert. Der Film nimmt queere Identitäten mit spielerischem Stolz ernst, als Sci-Fi-Odyssee, die Klischees feiert, sie bricht – und in der die lesbische Heldin am Ende nicht stirbt. (Arabella Wintermayr, www.taz.de)

Ein knallbunter, ultralesbischer Spaß voller queerer Insider-Gags. […] Die Australierinnen Leela Varghese und Emma Hough Hobbs – die ein Paar sind – haben mit ihrem Debüt „den Film, von dem (sie sich) wünschten, dass es ihn gäbe“, gemacht: einen ultralesbischen Science-Fiction-Zeichentrick-Streifen, empowernd und witzig zugleich. (Annabelle Georgen, www.l-mag.de)