Zwischen uns das Meer
F/M/B/KAT 2024, Drehbuch, Regie: Saïd Hamich Benlarb, mit Ayoub Gretaa, Anna Mouglalis, Grégoire Colin, 117 Min., frz. OmU

Marseille, Anfang der 1990er Jahre. Der 27-jährige Nour ist ohne Papiere aus Marokko nach Frankreich gekommen. Er schlägt sich mit Gelegenheitsjobs und kleinen Geschäften durch und lebt ein Leben am Rand der Gesellschaft, frei und doch fragil. Als Nour Serge begegnet, einem charismatischen und unberechenbaren Polizisten, verändert sich sein Leben grundlegend. Durch Serge lernt Nour auch dessen Frau Noémie kennen. Die beiden sind zwar verheiratet, doch Serge fühlt sich mehr zu Männern hingezogen. Noémie hat dies jahrelang stillschweigend ertragen und beginnt nun eine Affäre mit Nour. Zwischen den dreien entsteht eine Beziehung aus Begehren, Abhängigkeit und Sehnsucht. Über ein Jahrzehnt prägen Freundschaft, Liebe und Verlust Nours Leben im Exil.
Interview mit Saïd Hamich Benlarb:
Aber für ZWISCHEN UNS DAS MEER wollte ich mich mit der Flüchtigkeit des Gefühls des Exils auseinandersetzen. Der Versuch, den schwer fassbaren Aspekt des Exils einzufangen, schien mir nur durch die Romantik möglich. Ich wollte meine Figuren nicht auf ihre Identität als Migranten reduzieren, sondern ihre Unsicherheiten, Freundschaften, Liebesbeziehungen und Ansichten zeigen. (Presseheft)
›Across the Sea‹ begleitet seinen Hauptcharakter über rund zehn Jahre und zeichnet so das Bild einer ganzen Epoche. Dabei erzählt der Film unglaublich facettenreich von Liebe und Lust in all ihren Formen sowie von der ungeheuren persönlichen Last der Migration. Für Nour wird sie gar zur existenziellen Bedrohung. Doch am Ende bleibt uns die Hoffnung, dass die Liebe ihn zu retten vermag. Ein Film von großer Menschlichkeit. Publikumspreis 2024, Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg 2024




