LUNES DE CINE - MONTAGSKINO
HABÍA UN HORIZONTE. Es gab einen Horizont. Die Neuerfindung der Filmgenres
„Wenn wir an Filmgenres denken, denken wir nicht an das spanische Kino. Das ist anders als bei anderen europäischen Filmländern oder im US-amerikanischen Kino, wo man diese vertrauten Codes hat, anhand derer man die Filme einordnen kann. Seit einigen Jahren wagt sich das spanische Kino in Bereiche vor, in dem es diese konventionellen Definitionen nutzt, um mit den Erwartungen an das Genre zu brechen.
In Zusammenarbeit mit der SEMINCI eröffnet die Filmreihe HABÍA UN HORIZONTE. Es gab einen Horizont. Die Neuerfindung der Filmgenres vier sehr freie Perspektiven, die dazu einladen, Genres wie das Musical, Science-Fiction, Film Noir und Roadmovie neu zu denken.
Die ausgewählten Filme feierten ihre spanische Premiere bei der 68. und 69. Ausgabe des Festivals SEMINCI, dessen Leiter José Luis Cienfuegos im Dezember letzten Jahres verstorben ist. Sie stehen stellvertretend für die einzigartige und mutige Programmgestaltung des Festivals, die Cienfuegos drei Jahrzehnte lang in Gijón, Sevilla und Valladolid geprägt hat. Das Instituto Cervantes widmet diese Reihe, die Werke von Filmschaffenden vereint, die er seit Beginn ihrer Laufbahn mit großer Leidenschaft unterstützt hat, seinem Andenken.
Über die Reihe „Es gab einen Horizont. Die Neuerfindung der Filmgenres“
Von Mariona Viader und Javier H. Estrada, Ko-Direktoren von SEMINCI
Alle vier Filme der Reihe sind eindrucksvolle Beispiele für die einzigartige und mutige Vision bei der Programmgestaltung und Organisation der Filmfestivals, die José Luis Cienfuegos über drei Jahrzehnte hinweg prägte.
So ist Polvo serán von Carlos Marques-Marcet (Eröffnungsfilm der SEMINCI im Jahr 2024) eine musikalische Tragikomödie, die die verschwimmenden Grenzen zwischen Leben und Tod erkundet. Ángela Molina verkörpert Claudia, eine Frau mit einer tödlichen Krankheit, die beschließt, in die Schweiz zu reisen, um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Eine Reise ohne Wiederkehr, die sie gemeinsam mit ihrem Partner antritt – eine unerwartete Feier des Lebens und der bedingungslosen Liebe jener Menschen, die uns auf unserem Weg begleiten.
Ebenfalls dem physischen und emotionalen Unterwegssein gewidmet, präsentiert sich On the Go – der Debütfilm von María Giséle Royo und Julia De Castro – als ungewöhnliches Roadmovie durch Andalusien an Bord eines weißen Chevrolets und hinterfragt dabei die Beziehung zur Mutterschaft in unserer Zeit neu.
La parra, der dritte Langfilm von Alberto Gracia und Gewinner des Alquimias-Preises bei der SEMINCI, greift Elemente des Film noir und des Fantastischen auf, um die Rückkehr seines Protagonisten in seine Heimatstadt Ferrol nach dem Tod seines Vaters zu erzählen. Ein Spiegelspiel von rätselhafter Atmosphäre, dass die galicische Stadt als einen geisterhaften Ort erscheinen lässt – eine Art Phantominsel, auf der nichts wirklich real wirkt, wo jedoch alles in einer gemeinsamen Vergangenheit verwurzelt ist.
Schließlich versetzt uns das Debüt von Anna Cornudella Castro, The Human Hibernation (FIPRESCI-Preis bei der Berlinale), in eine Welt, in der der Mensch drei Monate im Jahr verschwinden muss, um Winterschlaf zu halten. Der Film stellt die Vorstellungswelt der klassischen Science-Fiction infrage und löst eine Reflexion über unsere Beziehung zum Ökosystem aus – in Form einer anregenden und visionären ökologischen Utopie.
Hier findet ihr einen Trailer zur Reihe
Die Filme:
Mo. 07.09.2026 / 18:00 Uhr: POLVO SERÁN (2024) von Carlos Marqués-Marcet
Mo. 05.10.2026 /18:00 Uhr: THE HUMAN HIBERNATION (2023) von Anna Cornudella
Mo. 02.11.2026 / 18:00 Uhr: LA PARRA (2023) von Alberto Gracia
Mo. 07.12.2026 / 18:00 Uhr: ON THE GO (2023) von María Gisèle Royo und Julia de Castro
Bei jeder Filmvorführung der Reihe lädt das Instituto Cervantes Bremen Sie auf ein Glas Wein aus einer spanischen Region ein! Kleine Köstlichkeiten kommen von Pura Mila.
Hier geht es zur Seite des Instituto Cervantes Bremen.