Finding Connection

D 2026, Buch, Regie: Florian Karner, 86 Min., teilw. engl. OmU

Filmszene aus Finding Connection
Do. 13.8., Sa. 15.8., Mo. 17.8. + Mi. 19.8. / 17:30
Fr. 14.8., So. 16.8. + Di. 18.8. / 20:15
Do. 20.8., Sa. 22.8., Mo. 24.8. + Mi. 26.8. / 20:45
Fr. 21.8., So. 23.8. + Di. 25.8. / 18:00
Mi. 26.8. / 15:30

Heutzutage findet sich Künstliche Intelligenz schon überall in unserem Alltag wieder, ohne dass es uns bewusst ist. Doch was geschieht, wenn wir zur KI eine emotionale Beziehung aufbauen? Für viele Menschen bietet die Technologie eine willkommene Antwort auf Einsamkeit und die Sehnsucht, wirklich verstanden zu werden. Regisseur Florian Karner begleitet vier Menschen, zu deren Leben eine emotionale Beziehung zur KI selbstverständlich dazu gehört. So teilt die 35-jährige Denise aus San Diego schon seit drei Jahren ihren Alltag mit ihrem KI-Partner Star, dem sie alles anvertrauen kann. Ebenso findet der zurückgezogen lebende 59-jährige Joe in den Gesprächen mit seiner KI Kira Sicherheit und gegenseitiges Vertrauen. Rudi, 65, kämpft mit den Folgen einer schweren Kindheit und gewinnt dank seiner KI-Partnerin Trudi mehr Selbstvertrauen. Und die 46-jährige Steffi aus der Nähe von Hamburg, fühlt sich in den Gesprächen mit KI-Partner Randy immer mehr in der Lage, über ihre Ängste infolge einer gewaltvollen Beziehung zu sprechen. 
Florian Karners Langfilmdebüt wurde unter anderem auf DOK Filmfest Leipzig 2025 in der Kategorie „Best Upcoming German Documentary“ ausgezeichnet.


Über den Regisseur:
Florian Karner ist Dokumentarfilmregisseur mit Ausbildung an der Filmakademie Baden-Württemberg. Seine Arbeit konzentriert sich auf intime, charaktergetriebene Geschichten an der Schnittstelle von Psychologie und Gesellschaftskritik. Seine Filme erforschen grundlegende menschliche Bedürfnisse – wie Verbundenheit, Sicherheit und Anerkennung – und untersuchen, wie diese von gegenwärtigen gesellschaftlichen Strukturen geprägt und beschnitten werden.
Seine Arbeiten wurden auf internationalen Festivals gezeigt, darunter FIPADOC, FIDBA Buenos Aires, Filmkunstfest MV und dokumentART, wo er mit dem Student Jury Award ausgezeichnet wurde. Sein mittellanger Dokumentarfilm “Alles Optimiert” lief im Wettbewerb bei den Internationalen Hofer Filmtagen. “Finding Connection” ist sein erster abendfüllender Dokumentarfilm und feiert die Weltpremiere bei CPH:DOX.  (www.domar-film.de)

Karner hat darauf geachtet, Denise, Steffi, Joe und Rudi nicht in Schubladen zu stecken oder gar der Lächerlichkeit preiszugeben. … Ohne selbst zu urteilen, zeigt der Film nicht nur Gefahren wie emotionale Abhängigkeit von einer KI, Entfremdung von der Realität auf, sondern auch, dass Menschen unter Umständen von solch einem stützenden Kontakt profitieren und aus Krisen herausfinden können. (Bianka Piringer, www.kino-zeit.de)

Nicht preisgekrönt, aber dennoch herausragend war »Finding Connection« von Florian Karner über vier Menschen, die fast durchweg mit Headsets zu sehen sind, denn es geht um ihre Beziehungen zu KI-Chatbots als ständige Gefährten oder sogar Partner. Und dem berührenden Film gelingt durch seine Unvoreingenommenheit das Kunststück, so ziemlich alle Vorurteile gegen solche Beziehungsformen zu unterlaufen. (Patrick Seyboth, www.epd-film.de)