Funeral Casino Blues

D 2025, Regie: Roderick Warich, Jutamat Lamoon, Wason Dokkathum, Jutarat Burinok, 153 Min., thail. OmU

Filmszene aus Funeral Casino Blues
Do. 13.8., Sa. 15.8., Mo. 17.8. + Mi. 19.8. / 20:00
Fr. 14.8., So. 16.8. + Di. 18.8. / 17:30
Do. 20.8., Sa. 22.8., Mo. 24.8. + Mi. 26.8. / 18:00
Fr. 21.8., So. 23.8. + Di. 25.8. / 20:30
Mi. 26.8. / 15:00

Jen lebt in Bangkok und pendelt zwischen der Rezeption eines Appartement-Hauses und anonymen Hotelzimmern, in denen sie fremde Männer trifft. Sie verkauft sich als Teilzeitfreundin, manchmal bedeutet das körperliche Nähe, manchmal ist es nur ein flüchtiger Augenblick. Das verdiente Geld schickt sie ihrer Familie auf dem Land. Als eine ihrer Kunden gewalttätig wird, kommt der Barkeeper Wason Jen zu Hilfe. Auch Wason lebt prekär und wegen seiner immensen Spielschulden hat er regelmäßig die Geldeintreiber am Hals. Eine Zeit lang lassen sich die beiden verlorenen Seelen durch die neon-schillernden, schwülen Nächte der thailändischen Großstadt treiben. Dann verschwindet Jen auf einmal, ohne sich zu verabschieden, und Wason und Jens Mitbewohnerin Pim machen sich gemeinsam auf die Suche nach ihr, die sie bis an die kambodschanische Grenze führt.
Regisseur Roderick Warichs zweite Regie-Arbeit wurde ausschließlich mit thailändischen, oftmals Laien-Darsteller*innen, gedreht. Der Titel „Funeral Casino Blues" stammt von den Bestattungscasinos in ländlichen Gebieten, wo Trauer, Alkohol und illegales Glücksspiel zusammenkommen. 

… eine strukturierte, standardisierte Erzählweise liegt Warich fern. Und das macht seinen Film so unbedingt interessant, so unbedingt sehenswert. Man muss sich nur darauf einlassen, dann kann man versinken in hypnotischen Bildern, in denen die Kamera sich durch den Raum bewegt, durchs nächtliche Bangkok, dann kann man sich verlieren in den Figuren, deren Innerstem wir uns allenfalls annähern, dann kann man eintauchen in eine Geschichte, die von der Liebesgeschichte in die Noir-Gangsterstory wechselt, die zum Geisterfilm wird, ohne Horror zu sein. (Harald Mühlbeyer, www.kino-zeit.de)

In Thailand gedreht zeigt uns diese visuell beeindruckende deutsche Produktion das nächtliche Bangkok, wie wir es garantiert noch nie gesehen haben: als geisterhaften, neonglühenden Fiebertraum… Eine wunderschöne romantisch-düstere Ballade der nächtlichen Großstadt, von Geistern bevölkert und durchdrungen von der glühenden Sehnsucht nach einem anderen, besseren Leben. (Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg, www.iffmh.de)

Interview mit Regisseur Roderick Warich 
“We conducted an interview with director Roderick Warich, focusing on his film “Funeral Casino Blues”, which was selected for the Orizzonti section at the 82nd Venice Film Festival. Warich delves into the profound themes of memory loss and the burdens carried by his characters throughout the film.” (www.fred.fm, in Englisch)