To My Sisters
D 2026, Regie: Faek Falak, 96 Min., kurd. OmU

Den Kampf, den kurdische Frauen in Nordsyrien in der Region um Rojava seit Jahren gegen den sogenannten Islamischen Staat und für ein selbstbestimmtes Leben führen, wird im Westen häufig auf Schlagzeilen reduziert oder übersehen. Faek Falak, selber Kurde, folgt in seinem Film drei Frauen, deren Lebenswege sich auf unterschiedliche Weise mit dem sogenannten Islamischen Staat kreuzen: Berxwedan, eine junge Kommandeurin der YPJ, die sich bewusst für den bewaffneten Widerstand entschieden hat; Sepan Ajo, eine jesidische Überlebende, die als Kind verschleppt wurde und über Jahre sexualisierter und systematischer Gewalt ausgesetzt war; und eine deutsche Frau, die sich dem IS angeschlossen hat und heute mit den Konsequenzen dieser Entscheidung lebt.
Faek Falak: „Als Kurde aus Syrien habe ich miterlebt, wie die Frauen der YPJ ihre Einheiten gründeten und begannen, sich gegen eine der brutalsten Ideologien unserer Zeit zu verteidigen. Ihre Klarheit und ihre Haltung haben mich tief beeindruckt. „Mit To My Sisters wollte ich diesen Frauen begegnen, ohne sie zu erklären. Der Film ist kein analytischer Blick von außen, sondern eine Annäherung… Für
die Frauen der YPJ ist der Kampf nicht nur Verteidigung, sondern auch Ausdruck einer politischen und gesellschaftlichen Vision: einer Gesellschaft, die sich bewusst gegen patriarchale Gewalt und Unterdrückung stellt.“
Regie Statement von Faek Falak: „Als Kurde bin ich mit Geschichten von Krieg, Verlust und Widerstand aufgewachsen. Doch die Frauen, die in Nordsyrien gegen den sogenannten Islamischen Staat gekämpft haben, haben mich auf eine Weise berührt, die über das Politische hinausgeht. Ihre Entscheidungen, ihr Mut und ihre Konsequenz stehen für etwas, das weit über diesen Konflikt hinausweist: den Anspruch auf Würde, Freiheit und Selbstbestimmung.
Ich habe diesen Film gemacht, weil der Kampf kurdischer Frauen im Westen lange kaum wahrgenommen wurde. Als Kurde aus Syrien habe ich miterlebt, wie die Frauen der YPJ ihre Einheiten gründeten und begannen, sich gegen eine der brutalsten Ideologien unserer Zeit zu verteidigen. Ihre Klarheit und ihre Haltung haben mich tief beeindruckt. Mit To My Sisters wollte ich diesen Frauen begegnen, ohne sie zu erklären. Der Film ist kein analytischer Blick von außen, sondern eine Annäherung … Filmisch war mir wichtig, Nähe zu schaffen, ohne zu bewerten. Die Kamera bleibt bewusst nah an den Protagonistinnen und begleitet sie in ihrem Alltag ebenso wie in ihren Erinnerungen. Wir verzichten auf einen kommentierenden Off-Text, um Raum für ihre eigenen Stimmen zu lassen. (Regiestatement)