Roya

D/CS/LUX/IRN 2026, Regie: Mahnaz Mohammadi, mit Melisa Sözen, Maryam Palizban, Hamidreza Djavdan, 92 Min., FSK 16, farsi OmU

Filmszene aus Roya
Sa. 9.5., Mo. 11.5. + Mi. 13.5. / 17:30
So. 10.5. + Di. 12.5. / 20:00
Do. 14.5., Sa. 16.5., Mo. 18.5. + Mi. 20.5. / 20:30
Fr. 15.5. + So. 17.5. / 18:00
Mi. 20.5. / 15:30

Roya, eine iranische Lehrerin, wird vom islamischen Regime beschuldigt, Studentinnen zum Verbrennen ihrer Kopftücher angestiftet zu haben. Als nationale Bedrohung landet sie im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis. Die Vernehmer setzen monatelang alles daran, ihren Widerstand mit körperlicher Gewalt und psychologischen Druck zu brechen. Eines Tages wird Roya im Rahmen eines Scheinverhörs die Todesanzeige ihres Vaters gezeigt. Er sei gestorben und wenn sie ein Geständnis ablegt, dürfe sie zur Beerdigung gehen und wäre dann später frei. Tief getroffen von dieser Nachricht willigt Roya ein. Doch es ist ihre Schwester, die beigesetzt wird, und zurück in der Wohnung erfährt Roya, dass ihr Mann sie betrogen und verlassen hat. Roya bewegt sich wie ein Schatten durch ihr eigenes Leben, ständig überwacht und innerlich zerrissen. Sie verliert zunehmend die Kontrolle über ihre Wahrnehmung und die Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Realität und Einbildung verschwimmt. Nach drei Tagen in Freiheit kehrt Roya ins Gefängnis zurück. Doch etwas in ihr hat sich verändert. Trotz des anhaltenden Drucks weigert sie sich, das erzwungene Geständnis abzulegen und bleibt im Schweigen.
 

Über die REGISSEURIN
Mahnaz Mohammadi ist eine iranische Filmemacherin und Frauenrechtsaktivistin. Mit ihrem fundierten Hintergrund im Dokumentarfilm hat sie in ihren Werken seit langem die Kämpfe und die Widerstandsfähigkeit der Frauen im Iran festgehalten. Deswegen wurde sie im Iran wiederholt verfolgt und verhaftet, unter anderem mit einer siebenjährigen Haftstrafe wegen „Gefährdung der nationalen Sicherheit“ und „Propaganda gegen das Regime“. Sie verbrachte mehrere Monate in Haft im Evin-Gefängnis, und obwohl das Urteil später aufgehoben wurde, lebt sie weiterhin unter strengen Einschränkungen. Ihr Reisepass wurde für zehn Jahre beschlagnahmt. Nach ihrem ersten Spielfilm SON MOTHER (2019) durfte sie keine Filme mehr drehen. ROYA wurde ohne offizielle Genehmigung im Untergrund gedreht und markiert ihre Rückkehr zum narrativen Kino und ihren zweiten Spielfilm. (Knut Elstermann im Gespräch mit Regisseur Mahnaz Mohammadi während der Berlinale 2026, www.radioeins.de)