
Figuren der Überforderung
Modernisierung, Individualisierung, Desorientierung
30. Internationales Bremer Symposium zum Film
Mi. 6.5 bis Sa. 9.5.
Seit der Erfindung des Kinos begleiten Erfahrungen von Überforderung die Film- und Kinogeschichte des Mediums. Das 30. Filmsymposium Bremen untersucht, wie das in der Ästhetik und Geschichte des Films sichtbar wird und wie sich die Bedeutung von Überforderung im gesellschaftlichen Wandel verändert hat.
Im Dialog mit der Produktionsseite zeigt das Symposium, wie Filmschaffende Überforderung denken und gestalten und wie Zuschauer*innen darauf reagieren. Außerdem richtet sich der Blick in Zeiten internationaler Krisen auch auf kulturelle und soziale Räume jenseits der westlichen Welt.
Das hier aufgeführte Filmprogramm und die Retrospektive zu Lucrecia Martel wird durch 13 wissenschaftliche Beiträge aus Deutschland, Österreich, Irland, England und Kanada ergänzt. Ausführliche Informationen zu den Vorträgen und wissenschaftlichen Beiträgen sind auf der Website der Universität Bremen abrufbar.
Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei.
Internationales Bremer Symposium zum Film: Programmheft 2026 (Deutsch)
Internationales Bremer Symposium zum Film: Programmheft 2026 (Englisch)
Veranstaltet von: CITY46 / Kommunalkino Bremen e.V. // Filmwissenschaft / FB 9 Kulturwissenschaft // Geschichte Lateinamerikas / FB 8 Sozialwissenschaften // ZeMKI / Universität Bremen
Gefördert durch: nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH // DFG // Instituto Cervantes Bremen.

30 Jahre Symposium
Das Internationale Bremer Symposium zum Film feiert Jubiläum. 1995 wird es im Rahmen des UNESCO-Projekts 100 Jahre Kino vom CITY 46 / Kommunalkino Bremen e.V. und der AG Filmwissenschaft der Universität Bremen ins Leben gerufen. Filmkultur und Filmforschung verbinden – mit dieser Ausrichtung wendet sich das Symposium seitdem gleichermaßen an ein interessiertes Kinopublikum als auch an die wissenschaftliche Fachöffentlichkeit. Im Kino statt im Hörsaal wird das kuratierte Filmprogramm zu einem jährlich wechselnden Thema durch wissenschaftliche Vorträge und Diskussionen ergänzt. Mit der Initiierung der Vergabe eines Bremer Filmpreises setzte das Symposium 1999 einen neuen, überregional beachteten Akzent. Die Ausrichtung wurde über gezielte Nachwuchsförderung und die Betonung der Notwendigkeit von breiter Filmbildung erweitert, ein zweites Forschungslabs des Bremer ZeMKI (Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung) und überregionale Kooperationspartner wie das ÖFM (Österreichische Filmmuseum) schlossen sich an. Nicht zuletzt durch die jährlichen Publikationen hat sich das Symposium über die Jahrzehnte einen internationalen Ruf erworben. Dabei werden gerade in den letzten Jahren zunehmend aktuelle gesellschaftsrelevante Themen in den Blick genommen, wie Psychische Erkrankung und Film(2021), Grünes Kino (2022) und Audiovisuelle Erinnerung (2023).
Filmprogramm
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