Kleine schwarze Fische

TRK 2014, Regie: A. Haluk Ünal, Ezel Akay, Serpil Güler, Cem Terbiyeli, Önder ince, 79 Min., türk., kurd. OmU

Filmszene aus Kleine schwarze Fische
Sa. 11.4. / 18:00 ★ mit Einführung

Die Kamera bei diesem Dokumentarfilmprojekt richtet sich auf die kurdischen Kinder und ihre verlorene Kindheit im Südosten der Türkei. Der berührende Blick auf das Leben der Kinder in der immerwährenden Gefahren- und Kriegszone macht eindringlich klar, was das anrichten kann. Ihnen zuzuhören und von ihren Erlebnissen zu erfahren, ist für den Regisseur ein wichtiger Schritt, um zu verstehen, wie die Vergangenheit die Gegenwart beeinflusst. Regisseur A. Haluk Ünal: „Wir können das Schicksal Tausender Kinder nicht verbessern, bis die Gewalt im Südosten der Türkei aufhört, bis endlich Frieden herrscht. Wir hoffen, mit dieser Dokumentation einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zu leisten, um die schlimmen Zustände sichtbar zu machen und der Gewalt und dem Blutvergießen endlich ein Ende zu setzen.“ Der Film basiert auf der Buchvorlage “It’s not what you think” der Kurdinnen Rojin Akın und Funda Danışman, die beide in dieser Region geboren und aufgewachsen sind.

Ein Filmabend mit Einführung und anschließender Diskussion.

In Kooperation mit Women Defend Rojava HB und Women Defend Rojava BRD

Alle Spenden des Abends gehen an die Hilfsorganisation Hey va Sor a Kurdistanê e.V.

Auszeichnung mit dem „Öngören-Preis für Demokratie und Menschenrechte“ beim 21. Filmfestival Türkei Deutschland. Auszug aus der Jurybegründung: 

„Dieser Dokumentarfilm setzt poetische visuelle Kontraste zu dem Realismus der geschilderten Gewalttaten im Südosten der Türkei. Geschehen in einem jahrzehntelangen Krieg, erinnert von elf kurdischen Überlebenden. Der unaufgeregte Erzählstil der Filmepisoden und die Schönheit der Landschaft, in der all dies geschah und noch geschieht, verdichten sich zu einem überzeugenden Friedensappell ohne Pathos; ein berührender Film über verlorene Kindheiten.“ (Jurybegründung, 21. Filmfestival Türkei Deutschland)