Vom 15. bis 19. April 2026 lädt das Filmfest Bremen zu seiner elften Ausgabe ein.

Fünf Tage, unzählige Geschichten und eine Stadt im Kinofieber: Das Filmfest Bremen lädt auch 2026 wieder dazu ein, die Vielfalt der internationalen Filmszene zu entdecken. Auf den Leinwänden der Stadt treffen große Kinomomente auf überraschende Perspektiven. Von Spielfilmen und Dokumentationen über Kurzfilme bis hin zu experimentellen Arbeiten, die Sehgewohnheiten bewusst herausfordern.

Zahlreiche Filmschaffende reisen dafür nach Bremen, um ihre Werke persönlich vorzustellen und mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen. Neben Gästen aus Deutschland und Europa werden auch Filmemacher*innen aus Ländern wie Südkorea, Brasilien und den Vereinigten Staaten erwartet. Der direkte Austausch mit dem Publikum gehört seit Jahren zu den prägenden Elementen des Festivals.

Neu im Programm ist 2026 der Filmpreis Diversity powered by brema und swb. Ausgezeichnet werden Filme, die gesellschaftliche Vielfalt sichtbar machen und Geschichten über Identität, Zugehörigkeit und unterschiedliche Lebensrealitäten erzählen.

Begleitet wird das Festival von Filmgesprächen, Branchenveranstaltungen, Premieren und festlichen Preisverleihungen. Das Filmfest Bremen versteht sich dabei bewusst als Publikumsfestival, offen, neugierig und mit einer großen Leidenschaft für Kino jenseits des Gewöhnlichen.

 Filmfest Bremen: Programm 2026

 Homepage: Filmfest Bremen

Becoming

KAZ 2025, Buch, Regie: Zhannat Alsanova, 93 Min., russ., kaz. OmengU

Filmszene aus  Becoming
Do. 16.4. / 15:00 ★ Filmfest Bremen
Fr. 17.4. / 18:30 ★ Filmfest Bremen

Im heutigen Kasachstan kann die 17-jährige Mila das Chaos ihres Familienlebens nicht mehr ertragen. Sie entdeckt ein Freiwasserschwimmteam unter der Leitung des geheimnisvollen Vlad. Angezogen von Struktur und Zugehörigkeit tritt Mila bei. Als sie ihren Platz zu verlieren droht, muss Mila sich entscheiden. Wie weit ist sie bereit zu gehen, um das fragile Gleichgewicht, das sie aufgebaut hat, zu bewahren?


Now I Met Her

CHN 2026, Buch, Regie: Luxi Xiao, 121 Min., mand. OmengU

Filmszene aus  Now I Met Her
Do. 16.4. / 17:00 ★ Filmfest Bremen
So. 19.4. / 20:00 ★ Filmfest Bremen

Bis zu seinem 18. Geburtstag wusste Shiyi nichts über seine Mutter, als ihm plötzlich ein Tagebuch in die Hände fällt, das die amüsanten und romantischen Abenteuer dieser Frau offenbart. Ganz tief taucht er ein in dieses ihm fremde Leben. Die Lektüre offenbart schließlich ein Geheimnis, das alles verändert, was er zu wissen glaubte…
Xiao Luxis Spielfilmdebüt zeichnet das lebendige Porträt einer chinesischen Frau und ihres außergewöhnlichen Lebens über verschiedene Epochen hinweg – eine bittersüße Symphonie aus Liebe, Lachen, Aufbegehren und gebrochenen Herzen.


Seeing Through the Darkness

Les yeux ne font pas le regard - CDN 2024, Buch, Regie: Simon Plouffe, 93 Min., div. OmengU

Filmszene aus  Seeing Through the Darkness
Do. 16.4. / 17:30 ★ mit Gast | Filmfest Bremen

„Als ich mein Augenlicht verlor, habe ich sehen gelernt“, sagt eine der fünf ProtagonistInnen, die alle ihr Sehvermögen in bewaffneten Konflikten verloren haben. Die Worte und Gedanken dieser beeindruckenden, resilienten Menschen, sowie eine immersive Tonspur und eine außergewöhnliche Bildgestaltung bringen uns ihrer Welt näher. Der Film stellt die scheinbar einfältige Frage, was Sehen überhaupt bedeutet und erinnert uns auch an unsere soziale Blindheit gegenüber Gewalt und Leiden in einer schier unendlichen Flut an Bildern.


As We Breathe

TUR 2025, Buch, Regie: Seyhmus Altun, 95 Min., türk. OmengU

Filmszene aus  As We Breathe
Do. 16.4. / 19:30 ★ mit Gast | Filmfest Bremen
Sa. 18.4. / 13:00 ★ Filmfest Bremen

In einer kleinen anatolischen Stadt Anfang der 2000er Jahre zerfällt still und leise die Welt der zehnjährigen Esma, nachdem eine Fabrikexplosion ein riesiges Feuer entfacht. Während Rauch das Land vergiftet und ihre Familie ums Überleben kämpft, klammert sich Esma an die Überbleibsel ihrer Kindheit. As We Breathe ist ein zartes Porträt über die Widerstandskraft angesichts unsichtbarer Katastrophen, eine Geschichte vom zu frühen Erwachsenwerden, vom Festhalten an Hoffnung und vom Nicht-Verschwinden-Wollen.


Skiff

BEL 2025, Buch, Regie: Cecilia Verheyden, 107 Min., niederl., frz. OmengU

Filmszene aus  Skiff
Do. 16.4. / 20:00 ★ mit Vorfilm: Notice Me (mit Gästen) | Filmfest Bremen
So. 19.4. / 12:00 ★ Filmfest Bremen

Die fünfzehnjährige Malou wächst mit ihren beiden Brüdern und ihrer Mutter in einer Kleinstadt auf. Im Ruderverein zählt sie zu den Besten, wird dort aber auch von ihren Teamkameradinnen gemobbt. Während ihre Mutter versucht, sich wieder auf das Dating-Leben einzulassen, ist Malous älterer Bruder Max der einzige Mensch, an den sie sich wirklich wenden kann. Doch als Malou Max’ neue Freundin Nouria kennenlernt, gerät ihr Leben aus den Fugen. Die beiden Mädchen kommen sich schnell näher, bis Malou sich in Nouria verliebt. Als Malou erkennt, dass ihre Gefühle erwidert werden, wird alles noch viel komplizierter – und sie beginnt, ihre eigene Identität zu hinterfragen.


Bei dem Screening am Do. 16.4. um 20:00 Uhr mit Vorfilm: Notice Me (UK 2026, Regie: Amy Leonard, 19 Min., engl. OmU). Mit Gästen (Notice Me)


Der Salzpfad

The Salt Path - GB 2024, Regie: Marianne Elliott, mit Gillian Anderson, Jason Isaacs, 115 Min., engl. OmU

Filmszene aus Der Salzpfad
Fr. 17.4. / 13:30 ★ Einführung in das Werk von Jason Isaacs mit anschließendem Screening | Filmfest Bremen

DER SALZPFAD erzählt die beeindruckende wahre Geschichte von Raynor und Moth Winn, einem Ehepaar in den Fünfzigern auf ihrer über 1.000 Kilometer langen Wanderung entlang der wunderschönen, aber rauen Küste Südwestenglands.

Nach der Zwangsräumung ihres Hofes, fassen die beiden den verzweifelten Entschluss, zusammen eine regional bekannte Wanderroute zu begehen – in der Hoffnung, unterwegs in der Natur Trost und Akzeptanz für ihre Schicksalsschläge zu finden. Mit letzten Kräften und Habseligkeiten, die in einen Rucksack passen, treten sie ihren Weg an, auf dem jeder Schritt ein Zeugnis ihrer wachsenden Stärke und Festigkeit wird.

DER SALZPFAD begleitet eine Reise, die allen Widrigkeiten trotzt und dabei gleichermaßen herausfordert, erheitert und befreit. Ein Porträt darüber, was „Zuhause“ bedeutet – wie man es verlieren und auf unerwartete Weise neu entdecken kann.


I Am Gitxsan

CDN 2025, Buch, Regie: Hossein Martin Fazeli, 64 Min., engl. OmengU

Filmszene aus  I Am Gitxsan
Fr. 17.4. / 14:00 ★ Filmfest Bremen
Sa. 18.4. / 18:30 ★ Filmfest Bremen

Der Dokumentarfilm folgt Phoenix Apperloo, einem frischgebackenen Absolvent der High School, der sich in Hazelton, British Columbia, Kanada, mit seinen indigenen Wurzeln auseinandersetzt. Inspiriert von Begegnungen mit Überlebenden der „Residential Schools“ schreibt er einen bewegenden Brief an Premierminister Trudeau über die Ungerechtigkeiten, die sein Volk erlitten hat. Der Film zeigt, wie das dunkle Erbe des Kolonialismus bis heute wirkt. Er zieht die Zuschauer:innen in eine Welt des Widerstands, in der das Volk der Gitxsan sich durch heftige Proteste und unerbittliche Rechtsstreitigkeiten mutig all denen entgegenstellt, die das Unrecht der Vergangenheit am liebsten vergessen würden.


Tian – Generation Farmfluencer

ITA 2024, Regie: Meike Hollnaicher, Tom Schäfer, 62 Min., dt. OmengU

Filmszene aus  Tian – Generation Farmfluencer
Fr. 17.4. / 16:00 ★ Filmfest Bremen

Unsere Lebensmittel verlieren an Wert, die Böden ihre Gesundheit, das Klima seine Stabilität. Ein Designer mit landwirtschaftlichen Wurzeln und ein ausgebildeter Koch machen sich auf den Weg, um der Frage nachzugehen, wie Landwirtschaft auch in Zukunft bestehen kann. In TIAN begegnen sie Menschen, die ihr Land nicht nur bewirtschaften, sondern grundlegend neu denken – zwischen Tradition, wirtschaftlichem Druck und der Suche nach alternativen Wegen. Was sie verbindet, ist ihre Nähe zur Erde und die gemeinsame Überzeugung, dass Veränderung möglich ist.


Wild Waterfront (+ Vorfilm: With My Thoughts on the Sea)

ZAF 2025, Regie: Marguerite Venter, 53 Min., engl. OmengU | D 2023, R.: F. Fragale, 20 Min., ital. OmengU

Filmszene aus Wild Waterfront (+ Vorfilm: With My Thoughts on the Sea)
Fr. 17.4. / 16:30 ★ Filmfest Bremen
Sa. 18.4. / 16:00 ★ Filmfest Bremen

Als Vorfilm läuft „WITH MY THOUGHTS ON THE SEA“, der in Piombino in Italien spielt und die ökonomische Probleme der Fischer:innen zeigt, die gezwungen sind, mit größeren Fischkuttern zu arbeiten. Doch entscheidet sich Nedo selbständig zu bleiben, was seinen eigenen Preis hat.

Gefolgt wird dieser vom Film „WILD WATERFRONT“, einen Dokumentarfilm, der die Arbeit des Wildlife Management Teams an der V&A Waterfront in Kapstadt, Südafrika begleitet. Der Film spielt in der Umgebung eines geschäftigen Arbeitshafens, umgeben von Wohn-, Einkaufs- und Tourismusgebieten. Das Publikum erfährt so von einer bemerkenswerten Vielfalt an Tieren, darunter Pelzrobben, Mondfische, Flussotter und wird Zeuge wie sie mit der städtischen Umgebung interagieren. Durch die Verflechtung von Geschichten der Wildtiere und Menschen verdeutlicht der Film die Komplexität städtischer Ökosysteme und die Bedeutung der Koexistenz von Mensch und Tier.


Zusammen ist man weniger getrennt

Together Apart - D 2025, Buch, Regie: Alexander Conrads, 95 Min., dt. OmengU

Filmszene aus  Zusammen ist man weniger getrennt
Fr. 17.4. / 19:00 ★ mit Gast | Filmfest Bremen
So. 19.4. / 17:00 ★ mit Gast | Filmfest Bremen

Die idealistische erfolglose Fotografin Sophie und der ebenso erfolglose und so gar nicht idealistische Schauspieler Jojo haben sich nach acht Jahren Beziehung getrennt, leben aber seit sechs Monaten immer noch zusammen wie ein Paar. Sie schlafen zwar nicht mehr miteinander, aber immer noch im selben Bett. Bisher macht keiner der beiden Anstalten, etwas an der Situation zu ändern. Ihrer Mutter hat Sophie die Trennung bisher verschwiegen. Als die schließlich weitere finanzielle Unterstützung der Tochter an die Bedingung knüpft, dass sie und Jojo ihr endlich ein Enkelkind schenken, kommt Bewegung ins festgefahrene Leben der beiden Millennials.


Bayaan

IN 2025, Regie: Bikas Ranjan Mishra, mit Huma Qureshi, Sachin Khedekar, Chandrachur Singh, 118 Min., OmengU

Filmszene aus Bayaan
Fr. 17.4. / 21:00 ★ Filmfest Bremen
Sa. 18.4. / 15:30 ★ Filmfest Bremen

Als in einer kleinen indischen Stadt ein Brief auftaucht,
welcher einen angesehener Sektenführer des Missbrauchs beschuldigt, wird die junge Kommissarin Roohi zur Untersuchung dorthin geschickt. Konfrontiert mit einer Mauer des Schweigens und blinder Hingabe der dortigen Glaubensgemeinschaft muss sie sich in einer abgeschotteten Gesellschaft zurechtfinden, um die Wahrheit aufzudecken, die niemand auszusprechen wagt.


Dreaming of Lions

Sonhar com leões - BRA/POR/ESP 2024, Buch, Regie: Paolo Marinou-Blanco, 88 Min., portug., span. OmengU

Filmszene aus Dreaming of Lions
Fr. 17.4. / 21:30 ★ mit Gast | Filmfest Bremen

Gilda, eine brasilianische Immigrantin in Lissabon, leidet an einem bösartigen Tumor im Rückenmark und hat nur noch ein Jahr zu leben. Die sarkastische Lehrerin a.D. möchte sterben, solange sie noch sie selbst ist. Nach vier gescheiterten Suizidversuchen wendet sie sich an „Joy Transition International“. Die Firma verkauft teure Workshops, die ihre Kund:innen darin schulen, sich schnell und schmerzfrei selbst ins Jenseits zu befördern. Dort trifft sie Amadeu, einen introvertierten portugiesischen Bestattungsangestellten, der ihr auf unerwartete Weise nahekommt.


Salz und Wasser

Salt and Water – D 2025, Buch, Regie: Ines Reisch, 106 Min., dt. OmengU

Filmszene aus Salz und Wasser
Sa. 18.4. / 13:30 ★ mit Gast | Filmfest Bremen

In der eisigen Welt der Antarktis und den rauen Wellen des Ozeans untersucht eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern, ob der größte Eisschild der Welt, die Ostantarktis, vom Abschmelzen bedroht ist. Die Folge wäre ein globaler Anstieg des Meeresspiegels um 52 Meter. Der Schlüssel ihrer Arbeit liegt aber auch in der Erfahrung und Fachwissen des Forschungseisbrechers POLARSTERN. Ohne sie wäre Forschung unter diesen extremen Bedingungen nicht möglich. Salz und Wasser ermöglicht einen persönlichen Einblick in das, was eine Expedition wirklich bedeutet: ein hohes Maß an persönlichen Einsatz, Geduld, Mut, Verzicht und ein starkes Bewusstsein für die Verantwortung, die auf der Schiffscrew und der Wissenschaft liegt.


Stealing Land

Zemljo krast - AT/SL 2025, Regie: Žiga Virc, mit Suzana  Krevh, Andraž Jug, Lara Maria  Vouk, 70 Min, OmengU 

Filmszene aus Stealing Land
Sa. 18.4. / 18:00 ★ mit Gast | Filmfest Bremen
So. 19.4. / 19:30 ★ mit Gast | Filmfest Bremen

Zwei Elternpaare treffen sich, um einen Vorfall in der Schule zu klären. Die Söhne haben „Zemljo krast“ – „Land stehlen“ gespielt. Bei dem Spiel malt man Gebiete in den Sand und kann über einen geworfenen Stock Teile des Landes der anderen beanspruchen – bis ein Spieler die territoriale Übermacht hat. Es kommt zum Streit, als ein Junge beschließt, „Palästina“ zu sein. Plötzlich spiegeln sich auf dem Spielplatz die Konflikte des aktuellen Weltgeschehens. Die Eltern diskutieren über Pazifismus, Klimawandel, dann über Rassismus und Rassenreinheit bei Hunden und schließlich über Sterilisationsrichtlinien. Alles gerät außer Kontrolle. Das Wohnzimmer wird zum Gerichtssaal – und zum Schlachtfeld.


Free at Heart

D 2025, Buch, Regie: Max Hegewald, mit Linus Moog, Aurel Klug, Annika Kuhl, 116 Min., dt. OmengU

Filmszene aus Free at Heart
Sa. 18.4. / 20:30 ★ mit Gast | Filmfest Bremen
So. 19.4. / 14:30 ★ mit Gast | Filmfest Bremen

Der 16-jährige Sebastian genießt sein Teenagerleben in einer kleinen Stadt: Am liebsten lässt er die Sommertage am See bei Bier und Gras mit seiner Freundin ausklingen. Dann kommt plötzlich der gleichaltrige Kolja in seine Familie, angeblich der Sohn einer verstorbenen Freundin des Vaters. Der Junge schlägt alle sofort in seinen Bann. Jedoch niemanden so sehr wie Sebastian. Es folgt eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die Sebastian mit maximaler Kraft aus dem Alltag schleudert. „Free at Heart“ von der Regie-Entdeckung Max Hegewald ist ein intensives Coming-of-Age-Drama über eine Liebe, die alle Regeln bricht – und über die Gefühle, die sich einfach nicht abschalten lassen.


Green Wave

CHN 2025, Regie: Lei Xu, mit Chuanjun WANG, Chaoying Xu, 106 Min., mand. OmengU

Filmszene aus Green Wave
Sa. 18.4. / 21:00 ★ Filmfest Bremen

Fast 40 Jahre alt und erfolglos als Drehbuchautor durchlebt Wei Fei seit Jahren Höhen und Tiefen in Peking. Doch dann soll plötzlich sein Science-Fiction-Drehbuch verfilmt werden. Wei Fei ist bereits gefährlich euphorisch, als zu allem Überfluss noch sein Vater Lao Wei auftaucht, mit einer geheimnisvollen Antiquität im Schlepptau. Der Vater bringt Wei Feis sorgfältig ausgearbeitete Tagesroutine derart durcheinander, dass der Sohn sich in den Alkohol flüchtet und die Wohnung meidet. Der Vater ist nun gezwungen, auf eigene Faust durch Peking zu ziehen, auf der Suche nach potenziellen Käufern seiner Antiquität. Doch an einem entscheidenden Tag führt das Schicksal Vater und Sohn wieder zusammen.


Saving Spoonie

D 2025, Buch, Regie: Till Harms, 87 Min., OmengU

Filmszene aus Saving Spoonie
So. 19.4. / 12:30 ★ mit Gast | Filmfest Bremen

Spoonie, der Löffelstrandläufer, wäre ohne Dr. Christoph Zöckler und eine eingeschworene Gruppe aus internationalen Ornithologen längst ausgestorben. Als wäre das nicht schlimm genug, verläuft die Flugroute des spatzengroßen Watvogels, mit dem sonderbaren Löffelschnabel, von Russland über Nordkorea und China bis nach Myanmar – und somit durch diverse Krisenregionen des letzten Jahrzehnts. Die Arbeit der Task Force ist auch eine politische Herausforderung. Sie verlangt diplomatisches Fingerspitzengefühl bei der Abstimmung mit den Ländern auf der Flugroute. So spiegelt sich in der Tragikomödie über Spoonies Schicksal der Kampf um die bedrohte Vielfalt, in einer zerbrechlich gewordenen Welt.


Luisa

D 2025, Regie: Julia Roesler, mit Celina Scharff, Eva Löbau, 94 Min.

Filmszene aus Luisa
So. 19.4. / 15:00 ★ mit Gast | Filmfest Bremen

Die 22-jährige Luisa lebt in einer Wohngruppe für Menschen mit Behinderung. Zunächst merkt niemand, wie die neugierige junge Frau immer stiller wird. Als man überraschend feststellt, dass Luisa schwanger ist, steht schnell die Vermutung des sexuellen Missbrauchs im Raum. Luisa schweigt zu alledem. Die Untersuchungen werden zur Belastungsprobe für Luisa, ihren Freund Anton sowie das gesamte Personal der Einrichtung.

Der Film wir in der deutschen barrierefreien Fassung gezeigt – mit UT und Audiodeskription.


Paint me a Road Out of Here

USA 2023, Regie: Catherine Gund, mit Mary Enoch Elizabeth Baxter, Faith Ringgold 90 Min., OmengU

Filmszene aus Paint me a Road Out of Here
So. 19.4. / 17:30 ★ Filmfest Bremen

1971 schuf die Künstlerin Faith Ringgold das monumentale Gemälde „For the Women’s House“. Gewidmet war es allen Insassinnen im Frauengefängnis Rikers Island. Fünfzig Jahre später entdeckt die Künstlerin Mary Enoch Elizabeth Baxter, dass das Werk in Gefahr ist. Mit einer bunten Gruppe aus Aktivist:innen, Politiker:innen, Künstler:innen, Gefängniswärter:innen sowie Faith Ringgold selbst startet sie einen Kampf für den Erhalt des Gemäldes, der zugleich ein Kampf gegen die Unterdrückung der Frau ist. Paint Me a Road Out of Here erzählt die wilde Geschichte des Gemäldes und zweier Seelenverwandter, die mit ihrer Kunst und ihren Stimmen mächtige, unterdrückende Institutionen herausfordern.