Wolves

CH 2025, Buch, Regie: Jonas Ulrich, mit Selma Kopp, Bartosz Bielenia, 100 Min., FSK 16, schweizerdeutsch OmU

Filmszene aus Wolves
Mi. 22.4. / 20:30 ★ mit Einführung

Um ihrem familiären Stress und dem eintönigen Job zu entfliehen, stürzt sich die 23-jährige Luana in die Black Metal Szene der Schweiz. Bei einem Konzert der Band WLVS lernt sie den charismatischen Sänger Wiktor kennen, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Auch Wiktor scheint interessiert an Luana und so beschließt sie spontan, die Band auf ihrer Tour zu begleiten und sich um Social Media und Merchandising zu kümmern. Zwischen ihr und Wiktor entwickelt sich eine Beziehung, und zurück in der Schweiz zieht sie bei ihm ein. Doch sein Verhalten bleibt unberechenbar – mal zärtlich, mal abweisend. Auch das „Spiel“ mit politisch rechtem Gedankengut der Band wird immer mehr zur Zerreißprobe. 
Regisseur und Drehbuchautor Jonas Ulrich, der mit „Wolves“ sein Langfilm-Debüt vorlegt, wollte die Szene so authentisch wie möglich gestalten. So wurde extra für den Film die Black Metal Band WLVS gegründet, die für die Dreharbeiten mit eigenen Songs auf Tour ging und in echten Clubs spielte. „Wolves“ wurde beim Max Ophüls Preis 2026 mit dem Preis der Jugendjury wie auch mit dem Preis der Filmkritik ausgezeichnet. In Kooperation mit dem Bremer Hellseatic Festival.

«Wolves» gewährt Einblick in eine sehr eigene Musikszene und erzählt gleichzeitig eine fesselnd zwiespältige Liebesgeschichte. Ein gelungener Erstling mit einer vielversprechenden jungen Schauspielerin: «Der Film zeigt auf, wie schnell eine Person in eine toxische Beziehung geraten kann», sagt die 24-jährige Selma Kopp, «und auch, wie schwierig es ist, das als involvierte Person zu erkennen. Ich hoffe, dass der Film dafür sensibilisieren kann.» Am Zurich Film Festival schaffte es das Drama als einziger Schweizer Beitrag in den Spielfilm-Wettbewerb und erntete viel Applaus. Ein Film für Metal-Fans und solche, die es werden wollen. Die Hoffnung des Regisseurs: «Wenn am Schluss des Tages jemand sagt, ich finde die Musik gar nicht so schlecht, wie ich dachte, dann bin ich nicht unfroh.» (Sandra Steffan, www.srf.ch)

In Bildern von großer Schönheit erzählt dieses Drama von Grenzen, die sich verschieben, und Abgründen, die sich auftun, wobei die kleine auf die große Welt verweist. Mutig und authentisch blickt der Film in einen unbekannten Kosmos, den wir durch die Augen der Protagonistin erleben. Im Kontrast zwischen weichem Licht und scharfer Musik baut sich eine intensive Kinoatmosphäre auf. (Auszug aus der Jurybegründung des Filmkritik Preises auf dem Max Ophüls Festival, www.ffmop.de)

Ein raffiniertes Zusammenspiel von laut und leise, intensive Bilder und außergewöhnliche Musik machen den von uns ausgewählten Film, gemeinsam mit seinem sehr relevanten Thema, zu einem wichtigen Kinoerlebnis, nicht nur für unsere Generation. (Auszug aus der Jurybegründung der Jugendjury des Max Ophüls Festival, www.ffmop.de)