queerfilmnacht goes online!

Ab Januar geht die queerfilmnacht bis auf weiteres online. Jeweils einen Monat stehen zwei Filme als Video on Demand zur Verfügung, an deren Einnahmen auch das CITY 46 als Partnerkino beteiligt wird.

Los geht es mit dem preisgekrönten schwulen Armeedrama „Moffie“ aus Südafrika und dem lesbischen Filmklassiker „Sister My Sister“ in restaurierter Fassung. Im Februar folgen der Coming-of-Age-Film „Minjan“, der in der jüdischen Gemeinde einer russischen Einwandererfamilie im New York der 1980er spielt, und das dänische trans Familiendrama „Eine total normale Familie“. Und im März gibt es ein skandinavisches Doppel: mit dem schwulen Liebes- und Trennungsdrama „Are We Lost Forever“ aus Schweden und dem rauen lesbischen Liebesfilm „Baby Jane“ aus Finnland.

Online im März

Baby Jane

FIN 2019, Regie: Katja Gauriloff, mit Roosa Söderholm, Maria Ylipää, Nelly Kärkkäinen, 90 Min., OmU

Jonna ist gerade zum Studium nach Helsinki gezogen und taucht voller Abenteuerlust in das pulsierende Nachtleben ein. In einer queeren Bar lernt sie Piki kennen – und ist sofort fasziniert von der geheimnisvollen Frau mit der dunklen Stimme. Piki eröffnet Jonna ein ganzes Universum neuer Erfahrungen.

Shootingstar Roosa Söderholm und die Sängerin Maria Ylipää spielen in Katja Gauriloffs rauem Liebesfilm „Baby Jane“ ein Paar, dessen stürmische Beziehung auch entlang von Abgründen verläuft.

Im Sommer 2012 entdeckte ich eine Taschenbuchausgabe von Sofi Oksanens „Baby Jane“ im Regal unseres lokalen Supermarktes. Als ich es las, wusste ich instinktiv, dass dies der Stoff für meinen ersten Spielfilm sein würde. (Regisseurin Katja Gauriloff über ihren Film)

Are We Lost Forever

S 2020, Regie: David Färdmar, mit Jonathan Andersson, Björn Elgerd, Micki Stoltt, Nemanja Stojanovic, 103 Min., schwed.. OmU

Hampus und Adrian trennen sich nach einer jahrelangen Beziehung. Hampus empfindet vor allem Erleichterung: Zu oft wurde er von seinem Ex verletzt und enttäuscht. Doch Adrian trauert tief und weiß nicht, wie er ohne Hampus weiterleben soll. Selbst als beide neue Partner finden, kann Adrian seine große Liebe nicht vergessen.

Der schwedische Regisseur David Färdmar erzählt einfühlsam und authentisch von den Scherben einer zerbrochenen Beziehung und der leisen Hoffnung auf einen Neuanfang.

Vor ein paar Jahren habe ich auf ein Post-it geschrieben: „Die erste Szene eines Films sollte sein, wie eine Person mit ihrem Gegenüber Schluss macht. Was passiert dann?“ Das habe ich in meine Schublade getan und erst mal wieder vergessen. Dann habe ich selbst Trennungen erlebt. Als ich irgendwann wieder diese Notiz entdeckt habe, dachte ich: Das ist ein gutes Thema für einen Film! (Regisseur David Färdmar im Interview)