Werner Herzog – Radical Dreamer

D 2022, Regie: Thomas von Steinaecker, mit Wim Wenders, Chloé Zhao, 102 Min., OmU
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Werner Herzog ist eine Ikone. Die Zeitschrift „Time“ zählt ihn zu den 100 einflussreichsten Menschen der Gegenwart. Viele Bilder seiner über 70 Filme sind heute Teil des kollektiven Gedächtnisses, um die Umstände seiner Produktionen ranken sich Mythen. Vor allem in Hollywood hat seine Person mittlerweile Kultstatus und verhilft ihm zu Rollen in Blockbustern neben z.B. Tom Cruise („Jack Reacher“). Dabei spricht Herzog bis heute Englisch mit bayerischem Akzent. Während er in seiner Wahlheimat USA zum Star aufgestiegen ist, gilt Herzog in seinem Geburtsland Deutschland weiter als Geheimtipp. Seine Filme genießen zwar in Fachkreisen hohes Ansehen, sind jedoch keine Kassenerfolge für das breite Publikum. Wie kommt es zu diesen Widersprüchen? Was macht Herzogs Filme so außergewöhnlich, dass sie weltweit für eine neue Generation von Filmschaffenden wegweisend sind? 
Anfang September feierte Werner Herzog seinen 80. Geburtstag – Anlass für Thomas von Steinaecker, ein umfassendes Porträt mit exklusiven Einblicken in Herzogs Arbeitsprozesse, bisher unbekanntem Archivmaterial und zahlreichen Interviews mit Weggefährt*innen wie Nicole Kidman, Robert Pattinson, aber auch Herzogs Frau Lena und seinen Brüdern zusammenzustellen. Steinaecker begleitet ihn in seinem Heimatdorf Sachrang, beim Dreh auf Lanzarote und in L.A. Die „klassischen“ Filme der 1970er und frühen 1980er Jahre wie ›Fitzcarraldo‹ (1982) werden hier ebenso behandelt wie Herzogs „amerikanische Zeit“ ab Mitte der 1990er, wo besonders seine Dokumentarfilme nach dem Konzept der „Ekstatischen Wahrheit“ für Aufsehen sorgen.