Galapagos – Trauminseln im Pazifik

D 1962, Regie: Heinz Sielmann, 92 Min., in Koop. mit der Sielmann-Stiftung

Heinz Sielmann, Pionier der Tierdokumentation, wandelte 1960 auf Darwins Spuren und erkundete das einzigartig vielfältige Ökosystem der Galapagos-Inseln im Pazifik. Auf eigene Kosten verbrachten Sielmann und sein Team ein Jahr auf der entlegenen Inselgruppe. Sie untersuchten unterschiedliche Tierarten und deren faszinierende Anpassung an die äußeren Lebensumstände und dokumentierten das im Film. An kaum einem Ort ist die Evolutionstheorie so erfahrbar wie in dieser „Arche Noah des Pazifiks”. Der Film war ein Riesenerfolg und wurde auf der Berlinale im gleichen Jahr mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet. Doch die Neugierde auf diese außergewöhnlichen Naturphänomene nach Sielmanns Film lockte zu viele Touristen auf die Inseln. Also gründete Sielmann 1994 seine bis heute bestehende Stiftung, um unter anderem die Vielfalt der Galapagos-Inseln vor dem Aussterben zu bewahren. 2017 wäre Heinz Sielmann 100 Jahre alt geworden.

Die Bilder, die so nah an die Tiere herangehen wie sonst nirgends, sind einzigartig. So auf Tuchfühlung wird man mit den Tieren auf Galapagos heute nicht mehr kommen, denn auch dort hat der Tourismus längst Einzug gehalten. (Martin Posselt / br.de)

Zählten die Behörden 1990 noch 40 000 Touristen auf den Galapagos-Inseln, waren es 2006 bereits 145 000. Genau wie von Heinz Sielmann befürchtet, bedeutet dieses Mehr an Besuchern aber auch einen höheren Druck auf das Naturparadies. (tagesspiegel.de / Sept. 2010)

Bei der Expedition 1960/61 entstanden unvergessliche Bilder einer Tierwelt und einer Landschaft, die einmalig und von ungeheurer Schönheit sind. (Filmmuseum Potsdam)

In Kooperation mit der Sielmann-Stiftung