A nossa bandeira jamais será vermelha

BRA 2019, Regie: Pablo López Guelli, mit Laura Capriglione, Noam Chomsky, 72 Min., div. OmU
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„Unsere Flagge wird niemals rot sein!” Der Titel des Films ist ein Zitat aus der ersten Rede des brasilianischen Staatspräsidenten Jair Bolsonaro. Seine Rede läutete die Ablehnung des „westlichen Sozialismus‘ ” samt Political Correctness und die längst stattfindende, faschistische Unterwanderung der brasilianischen Demokratie ein. Wie konnte ein Populist wie Bolsonaro zum mächtigsten Mann eines der bevölkerungsreichsten Länder der Welt werden? Dieser Frage widmet sich Pablo López Guelli in seinem Dokumentarfilm von 2019. Er entlarvt dabei einen korrupten Medienapparat der Mainstream-Medien, gesteuert von sechs einflussreichen Familien. Diese werden wegen ihrer Ähnlichkeit mit Mafia-Strukturen und deren Verstrickungen in die Politik auch die „Berlusconis” genannt. Pablo López Guelli erzählt von den Schwierigkeiten unabhängiger Journalist*innen und ihrem Kampf gegen den Goliath der staatlich gesteuerten Fake News-Kampagnen.

Ein Filmabend in Kooperation mit der Arbeitsgruppe „Geschichte Lateinamerikas“ am Fachinstitut für Geschichtswissenschaft Universität Bremen / FB 8

This is a recommended commentary on the fragility and tenacity of democracy and news reporting in Brazil, as that overlaps with global corporate commerce and a deeply rooted culture of slavery. Especially in its candid reflections by those who do the work of journalism in Brazil, sometimes at their own peril, this documentary is a timely perspective on that mission, as authoritarian forces seek to redefine the profession of journalism itself. (Michael Pasqualoni, emro.libraries)