Aflamna ist arabisch und bedeutet zu Deutsch „unsere Filme“. Jährlich zeigen wir im Rahmen des Aflamna Filmfestivals, in Kooperation mit der Sphinx Filmagentur, eine Auswahl an aktuellen Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen aus dem arabischen Raum. Ins Leben gerufen wurde Aflamna 2012. Mit dem Festival soll der europäischen, insbesondere der deutschen Gesellschaft, die Kunst und Kultur des Orients nähergebracht werden. Es soll zum Nachdenken anregen, indem es unterschiedliche kulturelle und politische Ansichten darstellt, geschichtliche Aspekte aufgreift und kritische Fragen stellt. Hauptziel ist es Diskussionen über unser gewähltes Thema anzuregen und die deutsche und die arabische Kultur in Austausch zu bringen. Aus diesem Grund versuchen wir die Filme nicht nur in Kommunalkinos in Bremen, sondern in verschiedenen Städten in ganz Norddeutschland auszustrahlen. Weitere Austragungsorte sind unter anderem Hannover, Hamburg und Oldenburg. (Text: www.gusour.com)

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Wonder Box صندوق الدنيا

EG 2020, Regie: Emad El Bayat, 90 Min., OmengU
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Vier verschiedene Geschichten, die scheinbar nicht miteinander verknüpft sind , ereignen sich in einer Nacht in der gewaltigen Stadt Kairo¬ - schnelllebig, unbarmherzig und voller Absurditäten. Die Charaktere werden gezeigt auf ihrer Suche nach Beständigkeit und Balance zwischen individuellen Träumen und dem erbarmungslosen Tempo der Stadt.

Deutschkurs فصل اللغة الالمانية

D 2019 Regie: Nehad Hussein, 63 Min.
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Andjela, Sami, Filmon, Shahrooz, Ahmad und Viktor nehmen an einem Deutschkurs teil. Während die Lehrerin erklärt, wie man im Deutschen Wünsche und Träume ausdrückt, sind sie mit ihren Gedanken woanders. Andjela hat einen Brief bekommen, in dem ihre Abschiebung angekündigt wird. Sami hat Alpträume von seiner Zeit im irakischen Flüchtlingslager. Und Filmon ist verliebt. Im Projekt FilmZuFlucht haben Menschen aus Bremen mit und ohne Flucht- und Migrationserfahrungen gemeinsam einen Film entwickelt. Er erzählt von ihren Erlebnissen bei der Flucht und im deutschen Alltag. Dabei konnte zum Teil auf Material zurückgegriffen werden, das die Beteiligten in ihrer Heimat oder auf der Flucht gedreht haben. Mit dem Film finden sie ihren eigenen Ausdruck für das, was sie noch immer belastet – und für ihre Wünsche und Träume.

Die Sehnsüchte, Bedürfnisse, Träume und inneren Konflikte der Geflüchteten sind formal unterschiedlich gestaltet und verdichten sich im episodischen Erzählen und in der Gegenüberstellung von kulturellen Unterschieden zu Ausblicken auf vergleichbare Lebensziele. Der Film ist das Ergebnis eines beispielhaften Teamprojekts über eine Gruppe von Menschen, die viel zu wenig wahrgenommen werden. (Jurybegründung: Deutscher Generationenfilmpreis)

SOFIA صوفيا

F/MA/QA/L 2018, Regie: Meryem Benm’Barek, 80 Min., arab. frz. OmU
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Während eines Mittagessens mit der Familie bekommt Sofia starke Bauchkrämpfe. Ihre Cousine Lena, Medizinstudentin, stellt nach kurzer Untersuchung fest: sie ist hochschwanger und steht kurz vor der Geburt. In Marokko ist außerehelicher Sex strafbar. So versucht Lena heimlich, Sofia zu einer sicheren Geburt zu verhelfen – und zu einem Vater für das Kind. Meryem Benm’Barek beleuchtet die Stellung der Frau in Marokko aus verschiedenen Blickwinkeln. Beeindruckendes, mehrfach preisgekröntes Regiedebüt.

Orientalische Miniaturen منمنمات شرقيه

D 2020, Regie: Nehad Hussein, 45 Min., OmU
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Als Frauen mit arabischem Hintergrund, die alle zu unterschiedlichen Zeiten und aus verschiedenen Lebensrealitäten für ein neues Leben nach Deutschland gekommen sind, sehen Heideh, Choman und Miral sich trotzdem immer mit den gleichen Fragen konfrontiert. Fragen, die ihnen Nachbar*innen, Freund*innen, Bekannte immer wieder stellen. Fragen, die nach Antworten verlangen. Die sie regelrecht belagern. In Husseins Film Orientalische Miniaturen begegnen wie nun nicht nur diesen Fragen, sondern auch den Antworten.