In Kooperation mit dem Gerhard-Marcks-Haus zur Ausstellung „Elisabeth Frink – Man is an Animal“. Dame Elisabeth Frink (1930-1993) gehört in England zum Kanon der modernen Bildhauerei, auf dem europäischen Festland ist sie jedoch nahezu unbekannt.

The Damned / Elisabeth Frink

GB 1963, Regie: Joseph Losey, mit Oliver Reed, Walter Gotell, James Villiers, Macdonald Carey, Shirley Anne Field, 96 Min., OmU

Als der amerikanische Tourist Simon in einem englischen Badeort mit der schönen Joan anbändelt, ahnt er nicht, dass er in eine Falle läuft. Denn die Motorradgang von Joans Bruder liegt schon auf der Lauer. Allerdings findet Lockvogel Joan Gefallen an dem Amerikaner und flüchtet mit ihm vor der Schlägertruppe. In einem Haus an der Küste treffen sie auf die Künstlerin Freya und den mysteriösen Bernard, der dort über ein abgeschirmtes Militärgelände herrscht. Doch die Rocker sind den beiden weiter auf den Fersen. Bei einem erneuten Fluchtversuch stürzen Simon und Joan in ein unterirdisches Höhlensystem, wo sie von einer Schar Kinder gerettet werden. Die Rettung verkehrt sich schon bald ins Gegenteil, denn die seltsamen Kinder sind eiskalt, und das wahre Grauen steht noch bevor. Unter dem Einfluss der Kuba-Krise und der nuklearen Bedrohung Anfang der 1960er Jahre schuf Joseph Losey ein visionäres Endzeitdrama – im Hintergrund der Szenerie stets lauernd die verstörenden Skulpturen der englischen Bildhauerin Elisabeth Frink.

Dem Sozialisten und Exilamerikaner Joseph Losey, der sich von Beginn seiner Karriere an Fragen der Ausgrenzung, sozialer Standards und derer Unterwanderung, Außenseitern und Stigmatisierten zugewandt hatte, gelingt formal ein Horrorfilm, wie er sein muss: Atemberaubend und zutiefst verstörend. (Lost in Facts and Fiction)

Ein spannender Genre-Hybrid von beeindruckender visueller und inszenatorischer Kraft. (Laf Überland / Deutschlandfunk Kultur)

„Sie sind verdammt“ ist ein beinahe vergessenes Meisterwerk, welches seiner Zeit voraus ist und den Zuschauer nachhaltig verstört. Grandiose Darsteller, eine wunderschöne Bildgestaltung und eine fantastische Ausstattung sind das i-Tüpfelchen auf einer lange nachhaltigen Parabel über Gewalt in all seinen Ausprägungen und den ganz normalen Faschismus. (Marco Koch / Filmforum Bremen)