Winde und Erinnerungen

Viöentos y Memorias - Peru/D 2022. Regie: Heeder Soto, 77 Min., spanisch/Quechua OmU

Zwischen 1980 und 2000 wurden im Bürgerkrieg zwischen der Guerilla-Organisation„Leuchtender Pfad“ und dem peruanischen Staat mehr als 90.000 Menschen ermordet. 28.000 Personen gelten bis heute als verschwunden, darunter auch der Vater von Heeder Soto. Besonders betroffen von diesem Konflikt war die indigene Bevölkerung in der Andenregion.
Viele Fragen zum Bürgerkrieg sind bis heute unbeantwortet. Dieser Dokumentarfilm versucht, diese unbeantworteten Fragen aus der Sicht der Täter*innen zu beleuchten, die auf verschiedenen Seiten zuden Waffen griffen. Können wir ihnen verzeihen? 
Heeder Soto, ein Dokumentarfilmer, Ethnologe, Künstler und Menschenrechts-Aktivist, ist der Sohn eines Verschwundenen. In seinem Film stellt er die Frage, ob ein Sohn einer verschwundenen Person diejenigen konfrontieren kann, die für den Tod verantwortlich sind. Fast 40 Jahre nach dem Verschwinden gibt es immer noch keine Informationen über das Schicksal seiner Verwandten. Heeder Soto stellt sich den Täter*innen und ihrer Verantwortung für 144.424 Opfer. Er fragt sich: „Wer und wie war damals der Feind, das Opfer und der Täter?“

Der Eintritt ist frei.

In Kooperation  mit Amnesty International Bremen