Branded to kill

J 1967, Regie: Seijun Suzuki, mit Joe Shishido, Koji Nanbara, 91 Min., jap. OmU
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Hanada steht als Nummer drei in der Liste von Auftragskillern fast an der Spitze der Rangordnung. Sein Job hat ihm viel Reichtum und Luxus sowie einen seltsamen Reis-Fetisch eingebracht. Doch in Konkurrenz um Platz eins in der japanischen Unterwelt lebt es sich gefährlich. Nach einer erfolgreichen Mission im Auftrag des Yakuza-Gangsterbosses Yabuhara, bei der Hanada Nummer zwei und Nummer vier ausschalten kann, sieht er sich plötzlich von allen Seiten umzingelt. Selbst die eigene Ehefrau fällt ihm in den Rücken.
Der japanische Kult-Regisseur Suzuki ließ seinen spontanen Inspirationen während der Dreharbeiten freien Lauf und bezog sowohl Crew als auch Schauspieler:innen in diesen Prozess ein. Das zuweilen surrealistische und durchaus unkonventionell exzentrische Ergebnis führte - nach über zehn Jahren Zusammenarbeit und 40 Filmen - zur fristlosen Kündigung Suzukis durch die Produktionsfirma Nikkatsu.

To say that Branded to Kill breaks from convention is certainly an understatement. Although like its contemporaries it draws influence from Film Noir and the James Bond franchise, however unlike the typical genre films Suzuki began to draw a wide variety of different influences into the film. Examples of its influences include satire, kabuki stylistics, pop art, surrealism, absurdism, the Gothic, psychosexual romance, slapstick and the avant garde coupled with an often atonal soundtrack, musician and academic Philip Brophy referred to all these influences as creating a “heightened otherness”. Suzuki’s flirtations with the avant garde placed the film within what was known as the Japanese New Wave. (tastethebloodofcinema.wordpress.com)

Düster-nihilistische Variante des japanischen "film noir", deren gewollte Künstlichkeit und große Gewalttätigkeit die Produktionsfirma veranlaßten, die Zusammenarbeit mit ihrem Hausregisseur nach 40 Filmen zu beenden. (Filmdienst)

Branded to Kill has passed into legend [...]. It also has a rep as a delirious, absurdist deconstruction of the crime genre. […] No action hero was ever less heroic. An absurd man in a deliciously absurd film. (Tony Rayns, criterion)

Der Lodderbast ist Dreierlei: das kleinste Kino der Welt, ein kultureller Schmelztiegel und das Wohnzimmer der beiden Hannoveraner Wiebke und Johannes Thomsen.
Im Januar 2018 haben sie sich in einem 39qm großen Eckladen ihren kulturellsten aller Lebensträume erfüllt: Mit 20 gemütlichen 50er-Jahre-Cocktailsesseln, einer selbstgemauerten Theke und einem liebevoll zusammengestellten Monatsprogramm haben sie den Kopfsprung in den Kulturbetrieb gewagt. Im März 2020 musste der Lodderbast aufgrund der Pandemie schließen. Von März bis Juli 2020 haben die Lodderbaste ein Live Online-Kino mit täglichen Filmen und Talkgästen etabliert -insgesamt haben dies 60.000 Zuschauer an den Bildschirmen verfolgt- , im Winter drauf einen Grünkohlimbiss im Kino eröffnet und sie überbrücken jetzt mit weiteren kreativen Ideen, bis der Lodderbast als Kleinstkino wiedereröffnen kann.