The Other Side of the River

D/F 2021, Buch, Kamera, Regie: Antonia Kilian, 91 Min., OmU
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Hala Mustafa flieht im Alter von 19 Jahren vor der ihr drohenden Zwangsheirat aus ihrer Heimat in Nordsyrien über den Euphrat nach Rojava. In der selbstverwalteten kurdischen Region schließt sie sich dem Militär an und lernt, sich selbst zu verteidigen. Mit diesem Wissen will sie auch andere Frauen vor patriarchaler Gewalt schützen. Als Hala in ihre Heimat und zu ihren jüngeren Schwestern zurückkehrt, merkt sie schnell, dass feministische Ideen beim Islamischen Staat, aber auch zu Hause in ihrer Familie massiv bekämpft werden. Zu stark wiegen gesellschaftlichen Traditionen und Strukturen. Doch Hala setzt ihren Kampf gegen den IS und das Patriarchat im Allgemeinen fort.
Künstlerin, Kamerafrau und Regisseurin Antonia Kilian lebte während der Produktion ein Jahr lang in Nordsyrien und produzierte mit jungen Frauen in Filmworkshops Kurzfilme über Frauenrechte. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen entstand schließlich als Gemeinschaftsprojekt ihr Filmdebüt. „Ich finde die kämpferische Entschlossenheit, die hinter der dortigen Frauenbewegung steht, auf ihre Weise immer noch ziemlich bemerkenswert. Nicht nur in einem militärischen Sinne, sondern auch in der sehr konsequenten, selbstverständlichen Art und Weise, wie sie sich durchsetzt“, erklärt die Filmemacherin Antonia Kilian zu ihrem Projekt. (DOKfest München)

Regisseurin Antonia Kilian im Interview (Filmloewin.de)

„The Other Side of the River“ ist eine interessante Dokumentation über den Kampf einer jungen Frau um Selbstbestimmung und Freiheit. Antonia Kilian zeigt die zwei Seiten dieses Kampfes, den Konflikt mit dem Patriarchat sowie die Erfüllung, die ihre Protagonistin empfindet, und schafft es immer wieder Anknüpfungspunkte zu finden oder zu betonen, inwiefern der Ruf nach Selbstbestimmung über die Landesgrenzen Syriens hinaus relevant ist. (Rouven Linnarz, film-rezensionen.de)

THE OTHER SIDE OF THE RIVER ist ein intimer wie intensiver Dokumentarfilm von Antonia Kilian, den man in dieser Festival-Saison im Auge behalten sollte. (Elisa Reznicek, dokumentarfilm.info)

Ein intensives, streckenweise auch intimes Porträt von Frauen, die um ein selbstbestimmtes Leben ringen, wozu auch die Reflexionen der Regisseurin über das Dasein als Feministin gehören. (filmdienst)