Eine umfassende deutschsprachige Geschichte des italienischen Films mit seinen bedeutenden Beiträgen zur Weltkinematographie fehlte bislang. Ansätze dazu beschränkten sich auf Buchbeiträge, Zeitschriften oder außerhalb von Fachkreisen nur schwer zugängliche Publikationen. Irmbert Schenk, pensionierter Professor für Medienwissenschaft an der Universität Bremen, hat nun eine erste substanzielle Darstellung der 125-jährigen italienischen Kinematographie von der Stummfilmzeit bis zur Gegenwart vorgelegt.

Irmbert Schenk, einst auch Mitbegründer des Vereins Kommunalkino Bremen (1974) und Mitinitiator des Internationalen Symposiums zum Film im City 46, stellt sein Buch "Geschichte des italienischen Films – Cinema Paradiso?" vor.

Mi. 12.1. / 18:30 Buchpräsentation von Irmbert Schenk

 

Im Anschluss folgt La dolce vita von Frederico Fellini.

La dolce vita

I/F 1960, Regie: Federico Fellini, mit Marcello Mastroianni, Anita Ekberg, Anouk Aimée, Alain Cuny, 174 Min., OmU
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Klatschjournalist Marcello bewegt sich durch das Partyleben der dekadenten römischen Prominenz der 50er, immer auf der Suche nach einer neuen Story, während jede Menge beeindruckender Frauen ihm den Kopf verdrehen. Als Fellinis heute berühmtestes und preisgekröntes Werk im Jahre 1960 in die Kinos kam, löste es eine Welle großer öffentlicher Empörung aus – ob der dazumal skandalös wirkenden Darstellungen des “süßen” Partylebens und der Dekadenz der römischen Stars und Sternchen in den 50er Jahren. Fellinis maßgeblicher künstlerischer Einfluss auf Kultur und Gesellschaft lässt sich noch heute kaum leugnen. Nicht nur die berühmt-berüchtigte Skandal-Szene mit Anita Ekberg im Trevi-Brunnen hat sich in die Filmgeschichte eingebrannt: Fellini schuf nebenbei mit seiner Figur Paparazzo, Marcellos Fotographen, eine feste sprachliche Instanz, die seitdem etabliert ist. Mit Buchpräsentation: „Geschichte des italienischen Films. Cinema Paradiso?“ von Irmbert Schenk.