Junges Kino

Das CITY 46 zeigt jedes Wochenende super tolle Kinder- und Jugendfilme. Aber das ist längst nicht alles. In unserem KIJUKO Club gibt es noch viel mehr zu erleben: Lernt Filmschaffende kennen, schaut hinter die Kulissen des Kinos oder werdet selbst kreativ. Auf euch warten Filmgespräche, Spiel- & Bastelaktionen passend zum jeweiligen Film und alles im Preis des Kinotickets inbegriffen.

Und richtig spannend wird es jedes Jahr im Herbst, wenn das Filmfestival KIJUKO ein ganz besonderes Programm mit Gästen und mehr anbietet.

Filme aus dem aktuellen Programm sowie Wunschfilme können jederzeit auch tagsüber für Kindergarten- oder Schulvorstellungen gebucht werden.

Der Wunderweltenbaum

GB 2026, Regie: Ben Gregor, mit Andrew Garfield, Billie Gadsdon, Claire Foy, 110 Min., FSK 0, empfohlen ab 8 Jahren

Filmszene aus Der Wunderweltenbaum
Sa. 27.6. + So. 28.6. / 15:00
Sa. 4.7. + So. 5.7. / 15:30

Die Geschwister Beth, Fran und Joe sind alles andere als begeistert von der Idee aufs Land zu ziehen. Ihre Eltern, die sich den Traum einer Tomatenplantage erfüllen wollen, haben sich aber bereits entschieden, also gibt es kein Zurück. Doch statt Langeweile wartet auf die drei erstaunten Kinder ein außergewöhnliches Abenteuer. Bei einem Erkundungsgang in dem nahegelegenen Wald entdecken sie einen riesigen magischen Baum, der bis in die Wolken reicht. Und das ist noch nicht alles: Auf dem Wunderweltenbaum leben allerlei außergewöhnliche Wesen. Beth, Fran und Joe freunden sich mit einigen von ihnen an. Fee Seidenhaar, Frau Wasch und Mondgesicht nehmen die Drei mit auf fantastische Reisen in fremde Welten, wo sie die verrücktesten Abenteuer erleben. Als sie eines Tages jedoch in einer düsteren Welt notlanden müssen, geraten sie in die Fänge der gefürchteten Schuldirektorin Frau Klaps. 

Der Film basiert auf der britischen Kinderbuchreihe „The Faraway Tree“ von Enid Blyton.

Aber auch ohne solches Vorwissen unterhält der ausgelassen-charmante Fantasyfilm tadellos. Um ehrlich zu sein: Die alte Buchvorlage war doch etwas arg altmodisch und verstaubt, da ist es gut, dass sich der Film über die hübschen Figuren hinaus viel Neues ausdenkt. Dabei geht es nebenbei um Zusammenhalt und Familiensinn, aber ebenso darum, die eigene Fantasie einfach wild aufblühen zu lassen und dafür ruhig mal Handy und Tablet beiseitezulegen. (www.kinderfilmwelt.de)


Die kleine Amélie oder Der Charakter des Regens

F/B 2025; Regie: Liane-Cho Han, Maïlys Vallade, Animation, 77 Min., FSK 6, empfohlen ab 8 Jahren

Filmszene aus Die kleine Amélie oder Der Charakter des Regens
Sa. 4.7. + So. 5.7. / 15:00
Sa. 11.7. + So. 12.7. / 15:30

Wie ein Baby und Kleinkind die Welt wahrnimmt, erzählt uns hier die kleine Amelie. Ende der 1960er wächst Amélie bei ihren Eltern, die belgische Diplomaten sind, in Japan auf. Anfangs denkt sie, sie wäre Gott, weil sich alles bei Vater Patrick, Mutter Danièle und ihren Geschwister Juliette und André um sie dreht. Nur schade, dass sie sich nicht alleine bewegen kann! Nach ihrem zweiten Geburtstag ändert sich das endlich und Amelie stürzt sich mit unbändiger Neugier auf alles, was die Welt zu bieten hat. Dabei merkt sie bald, dass sich nicht mehr alles um sie dreht, wie früher als sie kleiner war
Das Oscar© nominierte Langfilmdebüt des Regie-Duos Maïlys Vallade und Liane-Cho Han empfindet farbenfroh die Weltperspektive eines Kleinkinds nach und basiert auf Amélie Nothombs autobiographischem Roman „Métaphysique des tubes“.

Der 2D-Animationsfilm bezaubert mit seiner sehr originellen, poetisch-impressionistischen Gestaltung. Amélies Sinneseindrücke sind sehr intensiv und vermischen sich auch immer wieder mit ihren Fantasien. … Diese schöne, humorvoll erzählte Geschichte berührt, aber zum Leuchten bringt sie erst die hervorragende Animation. Durch sie wird der Film zur veritablen Augenweide. (Bianka Piringer, www.kino-zeit.de)


Arco

F 2025, Regie: Ugo Bienvenu, Animation, 88 Min., FSK 6, empfohlen ab 8 Jahren

Filmszene aus Arco
Sa. 18.7. + So. 19.7. / 15:00
Sa. 25.7. + So. 26.7. / 15:30

Im Jahre 2932 wohnen die Menschen auf Stelzenhäusern, die hoch in den Himmel ragen. So soll sich die Natur unten auf der Erde von den Jahrhunderten der Umweltzerstörung erholen und oben fliegen sie mit ihren Regenbogencapes durch die Zeit. Der zehnjährige Arco aber ist noch zu klein dafür, denn das Fliegen ist erst ab Zwölf erlaubt. Ganz schön unfair, wo er doch so gerne Dinosaurier sehen würde! Eines nachts schnappt Arco sich ein Cape und springt mutig von der hohen Plattform seines Zuhauses und rein in die Vergangenheit. Aber statt in der Urzeit landet er unsanft im Jahr 2075. Hier leben die Menschen in ständiger Bedrohung vor Umweltkatastrophen und Roboter regeln den Alltag. So auch bei der gleichaltrigen Iris, die den verletzten Arco mit zu sich nach Hause nimmt und ihrem Bruder, die von einem Nanny-Roboter betreut werden. Ihre Eltern bekommen sie nur als Hologramme zu Gesicht. Auch wenn Iris und Arco schnell Freundschaft schließen, sehnt sich der Junge zurück in sein Zuhause. Doch ist ihm der Rückweg versperrt, da Arco beim Landen den Kristall, mit dem er fliegen kann, verloren hat. Zu allem Überfluss sind ihm bald auch noch drei seltsame Gestalten auf den Fersen.

Immer wieder findet dieser tolle Animationsfilm aus Frankreich zu sehr stillen Szenen, die richtig ans Herz gehen und zeigen, wie schön ein sorgsamer, rücksichtsvoller Umgang mit der Umwelt wäre. Wenn die Bilder dich ein wenig an Trickfilme aus Japan, etwa an Ponyo oder Das Schloss im Himmel von Hayao Miyazaki erinnern, ist das kein Zufall. Denn auch hier sind die Hintergrundbilder sehr detailliert gestaltet und die Figuren sehr einfach und flächig. Vor allem für die Darstellung der Natur ist das wichtig. Du sollst deren Schönheit nämlich spüren. Wie gut, dass der Film trotz aller Katastrophen hoffnungsvoll in die Zukunft blickt. Denn Arco ist ein Mutmacher für Iris. (www.kinderfilmwelt.de)

So wirkt „Arco“ insbesondere durch seine Stimmung und durch die Bilder – und durch eine Haltung, die beinahe schon aus der Zeit gefallen anmutet: Bienvenu will Hoffnung spenden. Im Film sind es die Kinder, deren Perspektive er in den Mittelpunkt stellt. Arco inspiriert und ermutigt Iris. Iris traut sich zu träumen und schöpft daraus die Kraft zur Veränderung. (Stefan Stiletto, www.kinder-jugend-filmportal.de)

»Arco« spendet Trost mit seiner strahlend-satten Buntheit, mit der Wärme, die der handgezeichneten Animation wesenseigen ist, mit den sorgsam charakterisierten Figuren, mit komischen, rührenden und aufregenden Szenen, mit lustigen und gewagten Einfällen. Vor allem aber mit dem Glauben, den er in Hilfsbereitschaft und Empathie setzt sowie, nicht zuletzt, in die unendliche Vorstellungskraft der Kinder. Es ist ihre Fantasie, die sie die Grenzen des Regelwerks überwinden und außerhalb dessen die (Er)Lösung finden lässt. (Alexandra Seitz, www.epd-film.de)
 


Flussfahrt mit Huhn

BRD 1983/2014, Regie: Arend Agthe, mit Julia Martinek, David Hoppe, 86 Min., FSK 6, empfohlen ab 8 Jahren

Filmszene aus Flussfahrt mit Huhn
Sa. 25.7. + So. 26.7. / 15:00
Sa. 1.8. + So. 2.8. / 15:30

Opa Ewald staunt nicht schlecht, als er eines Morgens statt seiner Enkelin nur einen Zettel in ihrem Bett vorfindet. Doch da ist Johanna bereits mit ihrem Cousin Robert und den Nachbarskindern Harald und Alex samt Huhn Gonzo unterwegs auf der Weser. Gemeinsam wollen die Piraten vom „Blauen Punkt“ einen neuen Zugang zum Meer erkunden. Opa Ewald bleibt nichts anderes übrig, als schleunigst die Verfolgung aufzunehmen, bevor die Eltern etwas von dem Verschwinden der Kinder merken. Eine abenteuerlich-witzige Verfolgungsjagd beginnt, an dessen Ende die kleinen Ausreißer in eine wirklich brenzlige Lage geraten und sich sehnlichst ihren Opa herbeiwünschen. Doch gerade da hat Ewald eigene Probleme.
Wenn es einen Bremer Sommerferienfilm gibt, dann ist es dieser Kinderfilmklassiker von Arend Agthe, der 1983 rund um Bremen gedreht wurde! Ein großer Kinospaß für kleine und große Abenteurer – fantasievoll, witzig und rotzfrech! FLUSSFAHRT MIT HUHN zählt u.a. im Filmkanon des BJF und der Kinder- und Jugendfilm-Korrespondenz zu einem der 15 besten Filme aller Zeiten.

Pure Abenteuerlust führt die jungen Helden dieser Geschichte auf eine Reise, in der nur sie und nicht die Erwachsenen bestimmen, wo es lang geht. Dabei wird es nie so aufregend, dass sich die Zuschauer-Haare im Nacken sträuben…Denn spannende und komische Szenen wechseln sich immer wieder ab und der Film ist sehr ruhig und langsam erzählt – er ist eben schon ein bisschen älter. Damals, in den 80er-Jahren, war er allerdings etwas ganz Besonderes, weil nur sehr wenige Kinderfilme gedreht wurden. Vor allem nicht solche, die so viel Spaß machen und Kinderfiguren zeigen, die frech, stark und mutig sind. Geh an Bord und erlebe ein spannendes und witziges Flussabenteuer mit Robert, Johanna und ihrer Piratenbande.“ (www.kinderfilmwelt.de)

„Flussfahrt mit Huhn" ist eine klassische Abenteuergeschichte – traditionell ein männlich geprägtes Genre. Regisseur Arend Agthe überlässt die Erzählperspektive jedoch seiner Protagonistin. Im Rückblick berichtet sie von den aufregenden Geschehnissen und nimmt damit das Happy End kindgerecht vorweg. Gerahmt wird die Erzählung durch den Blick in Johannas Tagebuch, das sie auf der Reise zum mit Polaroids bebilderten Logbuch umfunktioniert. Ihre Stimme begleitet die Zuschauer/-innen in die Binnenhandlung, kehrt immer wieder als einordnender Kommentar zurück und beschließt den Film. Johannas Sprache und die Dialoge wirken dabei zumindest aus heutiger Sicht etwas altmodisch… Dennoch bleibt die Geschichte mitreißend, der Sommer und die Lebensfreude der Kinder spürbar. (www.kinofenster.de)
 


Miss Moxy

NL/B 2025, Regie: Vincent Bal, Wip Vernooij, Animation, 88 Min., FSK 0, empfohlen ab 7 Jahren

Filmszene aus Miss Moxy
Sa. 1.8. + So. 2.8. / 15:00
Sa. 8.8. + So. 9.8. / 15:30

Miss Moxy ist die Hauskatze der kleinen Joosie und ein wenig verwöhnt. Gemeinsam mit ihren Katzenfreunden schaut sie auf alle herab, die „anders“ sind. Als die Familie in den Urlaub nach Frankreich fährt, nimmt Joosie ihren Liebling heimlich mit. Dort muss Moxy leider mit dem Hund der Vermieterin Rita klarkommen, die mit Brute in der Show „Animals Got Talent“ auftreten will. 
Als Rita sieht, dass Moxy Klavier spielen kann, sperrt sie das Tier heimlich ein. Und als Josie und ihre Eltern wegen eines Notfalls sofort nach Hause zurückkehren müssen, fahren sie traurig ohne ihre Katze ab. Als Miss Moxy sich endlich befreien kann, macht sie sich ebenfalls auf den Heimweg in die Niederlande. Ausgerechnet zwei Tiere, mit denen sie sich vorher niemals abgegeben hätte, werden zu ihren treuen Begleitern: Der gutmütige Brute und die kluge Schwalbe Ayo. Doch Rita ist ihnen dicht auf den Fersen.

Eine verwöhnte Katze, ein chaotischer Hund und ein alter Vogel – kann das gut gehen? Moxy, Brute und Ayo geraten jedenfalls immer wieder aneinander. Mit flotten Sprüchen und lustigen Wortgefechten sorgt Miss Moxy dabei für humorvolle Momente, die besonders Grundschulkinder ansprechen dürften. Gleichzeitig greift der Film für Kinder relevante Themen wie Freundschaft, Vorurteile und Zusammenhalt auf. Vor allem Moxys Entwicklung steht dabei im Mittelpunkt: Nach und nach lernt sie, andere nicht vorschnell zu beurteilen und ihnen zu helfen, statt sich über sie lustig zu machen. (FLIMMO)

MISS MOXY ist ein schön animierter Film mit detailreichen Figuren, leuchtenden Farben und fantasievollen Ideen. In den turbulenten Szenen gibt es viele Slapstickmomente und witzige Sprüche.
Sie wechseln sich mit ruhigeren Phasen ab, in denen Tiere und Menschen ihre Gefühle zeigen und sich Gedanken über das Leben machen. Unterstrichen wird die Handlung durch musikalische Einlagen, die an Musicals erinnern und zum Mitsingen einladen… Auszug aus dem Filmtipp von Visionkino.de (www.kinostar.de)


Wir Kinder aus Bullerbü

S 1986, Regie: Lasse Halström, mit Linda Bergström, Crispin Dickson Wendenius, Henrik Larsson, 84 Min., FSK 0, empfohlen ab 5 Jahren

Filmszene aus Wir Kinder aus Bullerbü
Sa. 8.8. + So. 9.8. / 15:00
Sa. 15.8. + So. 16.8. / 15:30

Die kleine Lisa wohnt in einem winzigen Dorf in Schweden. Bullerbü ist der schönste Ort der Welt, finden sie und ihre Freunde Inga, Britta, Ole und die kleine Kerstin. Zusammen mit Lisas frechen Brüdern Lasse und Bosse erleben sie viele Abenteuer. Besonders in den Sommerferien ist jeden Tag etwas los, denn Schwimmen, Sackhüpfen, Heubodenübernachtungen und Schatzsuche stehen auf dem Programm. Und immer versuchen die frechen Jungs, den Mädchen Streiche zu spielen. Außerdem gibt es in Bullerbü viele Tiere zu entdecken. Und was hat es eigentlich mit dem geheimnisvollen Wassergeist auf sich?

FBW Prädikat: besonders wertvoll: Die Figur der Lisa spricht dafür, dass hier nochmal in unverwechselbaren Zugriff die Erzählerin [Astrid Lindgren] selbst zu Wort kommt, umgeben von den sechs anderen Gespielinnen und Gespielen in heiler Kinowelt. Die Idylle der für heutige Augen sicher weit entfernten Lebensbilder von Bullerbü gibt Zeugnis von einer „Autonomie" dieser kaum noch vorstellbaren, unwirklich erscheinenden Kinderwelt, die mit dem Zauber der Landschaft in wunderbar anmutendem Einklang gezeigt wird. (FBW Filmbewertung Wiesbaden)


Aisha und das verlorene Buch

E/D/SIN 2025, Regie: Shadi Adib, Animation, 85 Min., FSK 6, empfohlen ab 8 Jahren

Filmszene aus Aisha und das verlorene Buch
Sa. 15.8. + So. 16.8. / 15:00
Sa. 22.8. + So. 23.8. / 15:30

Die 13-Jährige Aisha lebt in den muslimischen Gebieten im Spanien des 11. Jahrhunderts und träumt davon, Feuerwerksmeisterin zu werden. Ihre ersten Versuche gehen jedoch erst einmal schief und ihr Vater Ahmad möchte, dass Aisha das gefährliche Handwerk vergisst und stattdessen die Kunst der Kalligrafie erlernt wie ihre verstorbene Mutter. Als der Alchemist Txawir in der Stadt auftaucht, verführt er das Mädchen, ein streng gehütetes Buch aus der Palastbibliothek, die von ihrem Vater Ahmad geleitet wird, zu stehlen. Er zeige Aisha dafür, wie sie Feuerwerke bauen kann. Doch ohne sein Versprechen zu halten, verschwindet Txawir und ihr Vater wandert für den Diebstahl in den Kerker. Um das Buch wiederzubeschaffen und ihn vor der Todesstrafe zu retten, bricht Aisha auf trifft auf ihrer abenteuerlichen Reise auf Piraten, Zauberer und Zauberinnen.

In „Aisha und das verlorene Buch“ geht es also um ein Mädchen, das seinen Traum verfolgt und sich dafür auch über Regeln und Abmachungen hinwegsetzt. Trotzdem hat Aisha einen Sinn für Gut und Böse und weiß, auf welche Seite sie sich am Ende stellen muss…
Die Vorhersehbarkeit der Geschichte passt eigentlich gar nicht so sehr zur kunstvollen Computeranimation des Films: Sie lässt die Schauplätze wie aus Holz und Ton gemacht wirken und die Figuren wie Holzpuppen, die wie selbstverständlich durch die orientalisch wirkende Stadt rennen. Wenn du genau hinsiehst, kannst du viele Kleinigkeiten entdecken, die vom Leben in einer vergangenen Zeit und der Feuerwerkskunst erzählen. (www.kinderfilmwelt.de)


Die Legende des Wüstenkindes

F 2026, Regie: Gilles de Maistre, mit Neige de Maistre, Moun Ghazali, Kev Adams, Nahil Bouazzaoui, 92 Min., FSK 6, empfohlen ab 10 Jahren

Filmszene aus Die Legende des Wüstenkindes
Sa. 22.8. + So. 23.8. / 15:00
Sa. 29.8. + So. 30.8. / 15:30

Inspiriert von einer Geschichte, die ihr verstorbener Großvater ihr erzählte, hat die erst 14-jährige Sun erfolgreich ein Buch veröffentlicht. Ihr Buch erzählt die Legende des Nomandenjungen Hadara, der im frühen 20. Jahrhundert als Zweijähriger während eines verheerenden Sandsturms von seiner Karawane getrennt wird. Wie durch ein Wunder überlebt das Kleinkind aber und wächst in den folgenden zehn Jahren in einer Gruppe von Straußen auf, die den Jungen quasi adoptieren. So wächst Hadara in der unwirtlichen Sahara und fernab seiner Familie auf, begleitet nur von seinem treusten Gefährten, einem jungen Wüstenfuchs. Als Sun im Rahmen einer Preisverleihung für ihr Buch selbst zu einer Reise in die Sahara eingeladen wird, begegnet sie dort dem gleichaltrigen Nomadenmädchen Kharouba – und erkennt bald, dass die Legende des Wüstenkindes Hadara weit mehr ist als eine einfache Gute-Nacht-Geschichte. Die auf wahren Begebenheiten beruhende Film ist nach „Mia und der weiße Löwe“ oder „Ella und der schwarze Jaguar“ das neue Werk des Franzosen Gilles de Maistre.

Die BJF-Jugend Filmjury Frankfurt gibt dem Film 4 von 5 Punkten: 
„In diesem emotionalen Abenteuerfilm erfahren wir viel über das Geschichtenerzählen. Er reißt uns mit auf eine faszinierende Reise in die wunderschöne Unendlichkeit der Sahara, mit all ihren Licht- und Schattenseiten. Geschmückt ist der Film mit vielen atemberaubenden Naturaufnahmen und hinterlässt einen goldenen Hoffnungsschimmer beim Publikum zurück. Auch wenn die Jury teilweise von der Frage geplagt war, wie realistisch das Geschehen gerade ist, war sie berührt und fasziniert von der anregenden Reise des kleinen Hadara. 
Wir empfehlen den Film für Kinder ab 10 Jahren, da er zwar sehr schön, hoffnungsvoll und sanft in der Darstellung von Unglück, aber dennoch emotional sehr ergreifend ist.“ (www.jugend-filmjury.com)


Die Schatzsuche im Blaumeisental

F 2025, Regie: Antoine Lanciaux, Stop-Motion-Animation, 77 Min., FSK 0, empfohlen ab 6 Jahren

Filmszene aus Die Schatzsuche im Blaumeisental
Sa. 29.8. + So. 30.8. / 15:00
Sa. 5.9. + So. 6.9. / 15:30

Endlich Ferien! Die neunjährige Lucie fährt aufs Land ins Heimatdorf ihrer Mutter Caro, die dort eine spannende Ausgrabung in einer Schlossruine leitet. Dass sie für ihre Tochter darum nicht viel Zeit hat, ist gar nicht schlimm, gibt es doch für Lucie allerhand zu entdecken. Gleich am ersten Tag nimmt sie ein verletztes Dachsjunges in ihre Obhut. Und der etwas ältere Yann zeigt ihr die Umgebung und erzählt ihr von einem sagenumwobenen Schatz. Er warnt sie auch vor dem seltsamen alten Mann, der versteckt im Wald in einem Camper lebt. Da er jedoch der Einzige sein könnte, der den Dachs behandeln kann, nimmt Lucie all ihren Mut zusammen. Immer dabei sind zwei Blaumeisen, die sie auf ihren Abenteuern zu begleiten scheinen, und die freche Gans Zerbinette.

Es ist eine großartige Welt, die dieser Trickfilm eröffnet. Überall gibt es etwas zu entdecken: Unterschiedlichste Tiere streifen durch die Natur und über allem liegt die wunderbar-warme Stimmung eines tollen Sommers. Besondere daran ist vor allem, wie der Film gemacht wurde. Denn alles, was du siehst, wurde mit Hand ausgeschnitten, zusammengesetzt und dann animiert – man nennt dies auch Legetrick. Aus diesen unzähligen Ausschnitten ist dieser schöne Film entstanden, in dem es um ganz unterschiedliche Schätze aus der Vergangenheit geht. Nur Schätze aus Gold gibt es hier nicht. Was Lucie findet, ist viel mehr wert. (www.kinderfilmwelt.de)

Das meint die BJF Jugend Filmjury:
Wir geben dem Film 4 Sterne, weil er sehr vielfältig ist. Uns hat besonders die Mischung aus einer abenteuerlustigen, spannenden und tierischen Gestaltung gefallen. Der Film hat keine konkrete Aussage, vermittelt aber trotzdem, dass überall ein Abenteuer versteckt ist. Außerdem werden die Wichtigkeit der Familiengeschichte und der Einklang zwischen Mensch und Tier betont. 
Ein abenteuerlustiger Familienfilm, den wir ab 6 Jahren empfehlen und der dazu anregt, stets neugierig zu bleiben. (www.jugend-filmjury.com

„Die Schatzsuche im Blaumeisental“ ist dabei aber viel mehr als ein nostalgischer Ausflug ins Kinderkino vergangener Zeiten. Hier kommt ein äußerst liebevoll gestalteter Animationsfilm ins Kino, der mit Herz, Humor und handwerklicher Raffinesse ein Sommerabenteuer erzählt, das wegen seiner menschlichen Wärme und nicht zuletzt wegen seines Plädoyers für gegenseitigen Respekt sowohl Kinder als auch Erwachsene anspricht. Und ein wenig Poesie (aber keinesfalls Kitsch) liegt zusätzlich wie ein Hauch von Puderzucker über dem Film und macht ihn noch ein bisschen schöner. Wer hier nicht lächeln muss, hat vermutlich kein Herz. Und am Ende bleibt nur der Wunsch, dass die wirkliche Welt ein bisschen mehr wie das Blaumeisental sein sollte: voll Humor und Friedfertigkeit und randvoll mit Schätzen für alle, die bereit sind, auf Entdeckungsreise zu gehen. (Gaby Sikorski, www.programmkino.de)