Junges Kino

Das CITY 46 zeigt jedes Wochenende super tolle Kinder- und Jugendfilme. Aber das ist längst nicht alles. In unserem KIJUKO Club gibt es noch viel mehr zu erleben: Lernt Filmschaffende kennen, schaut hinter die Kulissen des Kinos oder werdet selbst kreativ. Auf euch warten Filmgespräche, Spiel- & Bastelaktionen passend zum jeweiligen Film und alles im Preis des Kinotickets inbegriffen.

Und richtig spannend wird es jedes Jahr im Herbst, wenn das Filmfestival KIJUKO ein ganz besonderes Programm mit Gästen und mehr anbietet.

Filme aus dem aktuellen Programm sowie Wunschfilme können jederzeit auch tagsüber für Kindergarten- oder Schulvorstellungen gebucht werden.

Flussfahrt mit Huhn

BRD 1983/2014, Regie: Arend Agthe, mit Julia Martinek, David Hoppe, 86 Min., FSK 6, empfohlen ab 8 Jahren

Filmszene aus Flussfahrt mit Huhn
Sa. 25.7. + So. 26.7. / 15:00
Sa. 1.8. + So. 2.8. / 15:30

Opa Ewald staunt nicht schlecht, als er eines Morgens statt seiner Enkelin nur einen Zettel in ihrem Bett vorfindet. Doch da ist Johanna bereits mit ihrem Cousin Robert und den Nachbarskindern Harald und Alex samt Huhn Gonzo unterwegs auf der Weser. Gemeinsam wollen die Piraten vom „Blauen Punkt“ einen neuen Zugang zum Meer erkunden. Opa Ewald bleibt nichts anderes übrig, als schleunigst die Verfolgung aufzunehmen, bevor die Eltern etwas von dem Verschwinden der Kinder merken. Eine abenteuerlich-witzige Verfolgungsjagd beginnt, an dessen Ende die kleinen Ausreißer in eine wirklich brenzlige Lage geraten und sich sehnlichst ihren Opa herbeiwünschen. Doch gerade da hat Ewald eigene Probleme.
Wenn es einen Bremer Sommerferienfilm gibt, dann ist es dieser Kinderfilmklassiker von Arend Agthe, der 1983 rund um Bremen gedreht wurde! Ein großer Kinospaß für kleine und große Abenteurer – fantasievoll, witzig und rotzfrech! FLUSSFAHRT MIT HUHN zählt u.a. im Filmkanon des BJF und der Kinder- und Jugendfilm-Korrespondenz zu einem der 15 besten Filme aller Zeiten.

Pure Abenteuerlust führt die jungen Helden dieser Geschichte auf eine Reise, in der nur sie und nicht die Erwachsenen bestimmen, wo es lang geht. Dabei wird es nie so aufregend, dass sich die Zuschauer-Haare im Nacken sträuben…Denn spannende und komische Szenen wechseln sich immer wieder ab und der Film ist sehr ruhig und langsam erzählt – er ist eben schon ein bisschen älter. Damals, in den 80er-Jahren, war er allerdings etwas ganz Besonderes, weil nur sehr wenige Kinderfilme gedreht wurden. Vor allem nicht solche, die so viel Spaß machen und Kinderfiguren zeigen, die frech, stark und mutig sind. Geh an Bord und erlebe ein spannendes und witziges Flussabenteuer mit Robert, Johanna und ihrer Piratenbande.“ (www.kinderfilmwelt.de)

„Flussfahrt mit Huhn" ist eine klassische Abenteuergeschichte – traditionell ein männlich geprägtes Genre. Regisseur Arend Agthe überlässt die Erzählperspektive jedoch seiner Protagonistin. Im Rückblick berichtet sie von den aufregenden Geschehnissen und nimmt damit das Happy End kindgerecht vorweg. Gerahmt wird die Erzählung durch den Blick in Johannas Tagebuch, das sie auf der Reise zum mit Polaroids bebilderten Logbuch umfunktioniert. Ihre Stimme begleitet die Zuschauer/-innen in die Binnenhandlung, kehrt immer wieder als einordnender Kommentar zurück und beschließt den Film. Johannas Sprache und die Dialoge wirken dabei zumindest aus heutiger Sicht etwas altmodisch… Dennoch bleibt die Geschichte mitreißend, der Sommer und die Lebensfreude der Kinder spürbar. (www.kinofenster.de)
 


Miss Moxy

NL/B 2025, Regie: Vincent Bal, Wip Vernooij, Animation, 88 Min., FSK 0, empfohlen ab 7 Jahren

Filmszene aus Miss Moxy
Sa. 1.8. + So. 2.8. / 15:00
Sa. 8.8. + So. 9.8. / 15:30

Miss Moxy ist die Hauskatze der kleinen Joosie und ein wenig verwöhnt. Gemeinsam mit ihren Katzenfreunden schaut sie auf alle herab, die „anders“ sind. Als die Familie in den Urlaub nach Frankreich fährt, nimmt Joosie ihren Liebling heimlich mit. Dort muss Moxy leider mit dem Hund der Vermieterin Rita klarkommen, die mit Brute in der Show „Animals Got Talent“ auftreten will. 
Als Rita sieht, dass Moxy Klavier spielen kann, sperrt sie das Tier heimlich ein. Und als Josie und ihre Eltern wegen eines Notfalls sofort nach Hause zurückkehren müssen, fahren sie traurig ohne ihre Katze ab. Als Miss Moxy sich endlich befreien kann, macht sie sich ebenfalls auf den Heimweg in die Niederlande. Ausgerechnet zwei Tiere, mit denen sie sich vorher niemals abgegeben hätte, werden zu ihren treuen Begleitern: Der gutmütige Brute und die kluge Schwalbe Ayo. Doch Rita ist ihnen dicht auf den Fersen.

Eine verwöhnte Katze, ein chaotischer Hund und ein alter Vogel – kann das gut gehen? Moxy, Brute und Ayo geraten jedenfalls immer wieder aneinander. Mit flotten Sprüchen und lustigen Wortgefechten sorgt Miss Moxy dabei für humorvolle Momente, die besonders Grundschulkinder ansprechen dürften. Gleichzeitig greift der Film für Kinder relevante Themen wie Freundschaft, Vorurteile und Zusammenhalt auf. Vor allem Moxys Entwicklung steht dabei im Mittelpunkt: Nach und nach lernt sie, andere nicht vorschnell zu beurteilen und ihnen zu helfen, statt sich über sie lustig zu machen. (FLIMMO)

MISS MOXY ist ein schön animierter Film mit detailreichen Figuren, leuchtenden Farben und fantasievollen Ideen. In den turbulenten Szenen gibt es viele Slapstickmomente und witzige Sprüche.
Sie wechseln sich mit ruhigeren Phasen ab, in denen Tiere und Menschen ihre Gefühle zeigen und sich Gedanken über das Leben machen. Unterstrichen wird die Handlung durch musikalische Einlagen, die an Musicals erinnern und zum Mitsingen einladen… Auszug aus dem Filmtipp von Visionkino.de (www.kinostar.de)


Wir Kinder aus Bullerbü

S 1986, Regie: Lasse Halström, mit Linda Bergström, Crispin Dickson Wendenius, Henrik Larsson, 84 Min., FSK 0, empfohlen ab 5 Jahren

Filmszene aus Wir Kinder aus Bullerbü
Sa. 8.8. + So. 9.8. / 15:00
Sa. 15.8. + So. 16.8. / 15:30

Die kleine Lisa wohnt in einem winzigen Dorf in Schweden. Bullerbü ist der schönste Ort der Welt, finden sie und ihre Freunde Inga, Britta, Ole und die kleine Kerstin. Zusammen mit Lisas frechen Brüdern Lasse und Bosse erleben sie viele Abenteuer. Besonders in den Sommerferien ist jeden Tag etwas los, denn Schwimmen, Sackhüpfen, Heubodenübernachtungen und Schatzsuche stehen auf dem Programm. Und immer versuchen die frechen Jungs, den Mädchen Streiche zu spielen. Außerdem gibt es in Bullerbü viele Tiere zu entdecken. Und was hat es eigentlich mit dem geheimnisvollen Wassergeist auf sich?

FBW Prädikat: besonders wertvoll: Die Figur der Lisa spricht dafür, dass hier nochmal in unverwechselbaren Zugriff die Erzählerin [Astrid Lindgren] selbst zu Wort kommt, umgeben von den sechs anderen Gespielinnen und Gespielen in heiler Kinowelt. Die Idylle der für heutige Augen sicher weit entfernten Lebensbilder von Bullerbü gibt Zeugnis von einer „Autonomie" dieser kaum noch vorstellbaren, unwirklich erscheinenden Kinderwelt, die mit dem Zauber der Landschaft in wunderbar anmutendem Einklang gezeigt wird. (FBW Filmbewertung Wiesbaden)


Aisha und das verlorene Buch

E/D/SIN 2025, Regie: Shadi Adib, Animation, 85 Min., FSK 6, empfohlen ab 8 Jahren

Filmszene aus Aisha und das verlorene Buch
Sa. 15.8. + So. 16.8. / 15:00
Sa. 22.8. + So. 23.8. / 15:30

Die 13-Jährige Aisha lebt in den muslimischen Gebieten im Spanien des 11. Jahrhunderts und träumt davon, Feuerwerksmeisterin zu werden. Ihre ersten Versuche gehen jedoch erst einmal schief und ihr Vater Ahmad möchte, dass Aisha das gefährliche Handwerk vergisst und stattdessen die Kunst der Kalligrafie erlernt wie ihre verstorbene Mutter. Als der Alchemist Txawir in der Stadt auftaucht, verführt er das Mädchen, ein streng gehütetes Buch aus der Palastbibliothek, die von ihrem Vater Ahmad geleitet wird, zu stehlen. Er zeige Aisha dafür, wie sie Feuerwerke bauen kann. Doch ohne sein Versprechen zu halten, verschwindet Txawir und ihr Vater wandert für den Diebstahl in den Kerker. Um das Buch wiederzubeschaffen und ihn vor der Todesstrafe zu retten, bricht Aisha auf trifft auf ihrer abenteuerlichen Reise auf Piraten, Zauberer und Zauberinnen.

In „Aisha und das verlorene Buch“ geht es also um ein Mädchen, das seinen Traum verfolgt und sich dafür auch über Regeln und Abmachungen hinwegsetzt. Trotzdem hat Aisha einen Sinn für Gut und Böse und weiß, auf welche Seite sie sich am Ende stellen muss…
Die Vorhersehbarkeit der Geschichte passt eigentlich gar nicht so sehr zur kunstvollen Computeranimation des Films: Sie lässt die Schauplätze wie aus Holz und Ton gemacht wirken und die Figuren wie Holzpuppen, die wie selbstverständlich durch die orientalisch wirkende Stadt rennen. Wenn du genau hinsiehst, kannst du viele Kleinigkeiten entdecken, die vom Leben in einer vergangenen Zeit und der Feuerwerkskunst erzählen. (www.kinderfilmwelt.de)


Die Legende des Wüstenkindes

F 2026, Regie: Gilles de Maistre, mit Neige de Maistre, Moun Ghazali, Kev Adams, Nahil Bouazzaoui, 92 Min., FSK 6, empfohlen ab 10 Jahren

Filmszene aus Die Legende des Wüstenkindes
Sa. 22.8. + So. 23.8. / 15:00
Sa. 29.8. + So. 30.8. / 15:30

Inspiriert von einer Geschichte, die ihr verstorbener Großvater ihr erzählte, hat die erst 14-jährige Sun erfolgreich ein Buch veröffentlicht. Ihr Buch erzählt die Legende des Nomandenjungen Hadara, der im frühen 20. Jahrhundert als Zweijähriger während eines verheerenden Sandsturms von seiner Karawane getrennt wird. Wie durch ein Wunder überlebt das Kleinkind aber und wächst in den folgenden zehn Jahren in einer Gruppe von Straußen auf, die den Jungen quasi adoptieren. So wächst Hadara in der unwirtlichen Sahara und fernab seiner Familie auf, begleitet nur von seinem treusten Gefährten, einem jungen Wüstenfuchs. Als Sun im Rahmen einer Preisverleihung für ihr Buch selbst zu einer Reise in die Sahara eingeladen wird, begegnet sie dort dem gleichaltrigen Nomadenmädchen Kharouba – und erkennt bald, dass die Legende des Wüstenkindes Hadara weit mehr ist als eine einfache Gute-Nacht-Geschichte. Die auf wahren Begebenheiten beruhende Film ist nach „Mia und der weiße Löwe“ oder „Ella und der schwarze Jaguar“ das neue Werk des Franzosen Gilles de Maistre.

Die BJF-Jugend Filmjury Frankfurt gibt dem Film 4 von 5 Punkten: 
„In diesem emotionalen Abenteuerfilm erfahren wir viel über das Geschichtenerzählen. Er reißt uns mit auf eine faszinierende Reise in die wunderschöne Unendlichkeit der Sahara, mit all ihren Licht- und Schattenseiten. Geschmückt ist der Film mit vielen atemberaubenden Naturaufnahmen und hinterlässt einen goldenen Hoffnungsschimmer beim Publikum zurück. Auch wenn die Jury teilweise von der Frage geplagt war, wie realistisch das Geschehen gerade ist, war sie berührt und fasziniert von der anregenden Reise des kleinen Hadara. 
Wir empfehlen den Film für Kinder ab 10 Jahren, da er zwar sehr schön, hoffnungsvoll und sanft in der Darstellung von Unglück, aber dennoch emotional sehr ergreifend ist.“ (www.jugend-filmjury.com)


Die Schatzsuche im Blaumeisental

F 2025, Regie: Antoine Lanciaux, Stop-Motion-Animation, 77 Min., FSK 0, empfohlen ab 6 Jahren

Filmszene aus Die Schatzsuche im Blaumeisental
Sa. 29.8. + So. 30.8. / 15:00
Sa. 5.9. + So. 6.9. / 15:30

Endlich Ferien! Die neunjährige Lucie fährt aufs Land ins Heimatdorf ihrer Mutter Caro, die dort eine spannende Ausgrabung in einer Schlossruine leitet. Dass sie für ihre Tochter darum nicht viel Zeit hat, ist gar nicht schlimm, gibt es doch für Lucie allerhand zu entdecken. Gleich am ersten Tag nimmt sie ein verletztes Dachsjunges in ihre Obhut. Und der etwas ältere Yann zeigt ihr die Umgebung und erzählt ihr von einem sagenumwobenen Schatz. Er warnt sie auch vor dem seltsamen alten Mann, der versteckt im Wald in einem Camper lebt. Da er jedoch der Einzige sein könnte, der den Dachs behandeln kann, nimmt Lucie all ihren Mut zusammen. Immer dabei sind zwei Blaumeisen, die sie auf ihren Abenteuern zu begleiten scheinen, und die freche Gans Zerbinette.

Es ist eine großartige Welt, die dieser Trickfilm eröffnet. Überall gibt es etwas zu entdecken: Unterschiedlichste Tiere streifen durch die Natur und über allem liegt die wunderbar-warme Stimmung eines tollen Sommers. Besondere daran ist vor allem, wie der Film gemacht wurde. Denn alles, was du siehst, wurde mit Hand ausgeschnitten, zusammengesetzt und dann animiert – man nennt dies auch Legetrick. Aus diesen unzähligen Ausschnitten ist dieser schöne Film entstanden, in dem es um ganz unterschiedliche Schätze aus der Vergangenheit geht. Nur Schätze aus Gold gibt es hier nicht. Was Lucie findet, ist viel mehr wert. (www.kinderfilmwelt.de)

Das meint die BJF Jugend Filmjury:
Wir geben dem Film 4 Sterne, weil er sehr vielfältig ist. Uns hat besonders die Mischung aus einer abenteuerlustigen, spannenden und tierischen Gestaltung gefallen. Der Film hat keine konkrete Aussage, vermittelt aber trotzdem, dass überall ein Abenteuer versteckt ist. Außerdem werden die Wichtigkeit der Familiengeschichte und der Einklang zwischen Mensch und Tier betont. 
Ein abenteuerlustiger Familienfilm, den wir ab 6 Jahren empfehlen und der dazu anregt, stets neugierig zu bleiben. (www.jugend-filmjury.com

„Die Schatzsuche im Blaumeisental“ ist dabei aber viel mehr als ein nostalgischer Ausflug ins Kinderkino vergangener Zeiten. Hier kommt ein äußerst liebevoll gestalteter Animationsfilm ins Kino, der mit Herz, Humor und handwerklicher Raffinesse ein Sommerabenteuer erzählt, das wegen seiner menschlichen Wärme und nicht zuletzt wegen seines Plädoyers für gegenseitigen Respekt sowohl Kinder als auch Erwachsene anspricht. Und ein wenig Poesie (aber keinesfalls Kitsch) liegt zusätzlich wie ein Hauch von Puderzucker über dem Film und macht ihn noch ein bisschen schöner. Wer hier nicht lächeln muss, hat vermutlich kein Herz. Und am Ende bleibt nur der Wunsch, dass die wirkliche Welt ein bisschen mehr wie das Blaumeisental sein sollte: voll Humor und Friedfertigkeit und randvoll mit Schätzen für alle, die bereit sind, auf Entdeckungsreise zu gehen. (Gaby Sikorski, www.programmkino.de)


Jazzy – Chaos im Regenwald

GB/F/USA/CDN 2023, Regie: Tim Harper, Animation, 87 Min., FSK 6, empfohlen ab 7 Jahren

Filmszene aus Jazzy – Chaos im Regenwald
Sa. 5.9. / 15:00
So. 6.9. / 15:00 ★ KIJUKO Club
Sa. 12.9. + So. 13.9. / 15:30

Bei einem zerstörerischen Waldbrand wird das junge Orang-Utan-Mädchen Jazzy von ihren Eltern getrennt. Zum Glück wird sie von Menschen gefunden und in einem Reservat aufgenommen. Hier lernt sie viele andere Tiere kennen, mit denen sie sich schnell anfreundet. Doch als Jazzy Hinweise findet, dass ihre Eltern noch am Leben sein könnten, will sie sich unbedingt auf die Suche nach ihnen machen. Auf ihrer mutigen Reise im wunderschönen Regenwald entdeckt Jazzy auch viele schlimme Dinge: Menschen zerstören die Wildnis und das Zuhause vieler Tiere durch Abholzung und Umweltzerstörung. Und Jazzy ist klar: Sie muss alles in ihrer Kraft Stehende tun, um ihre Eltern zu finden und den Regenwald zu retten. Helfen kann ihr dabei der Affe Chance, der sich in der Wildnis bestens auskennt. Unterwegs treffen die beiden auf die Nashorndame Honkus und auf einige, nicht ganz so schöne Überraschungen.

Mit Schmetterlingen, malerischen Wasserfällen oder Totalen über Baumkronen beschwört Regisseur Tim Harper die Faszination für den Regenwald; dem gegenüber stehen bedrohliche Planierraupen, Brandrodung und ein profitgieriger Konzern. Trotz teils großer Spannung und der kritischen Ausrichtung des Films bleibt die Stimmung insgesamt zuversichtlich, was auch an der beschwingten Musikuntermalung liegt. Die Animationen der Figuren und Hintergründe sind wenig detailreich, aber der jungen Zielgruppe angemessen. Kindgerecht sind auch die Voice-Over-Kommentare, die in neue Sinnabschnitte überleiten, sowie Jazzys Sprachfähigkeit. (VISION KINO – Netzwerk für Film und Medienkompetenz)


I Accidentally Wrote a Book

H/NL 2024, Buch, Regie: Nóra Lakos, mit Villö Demeter, László Mátray, 92 Min., FSK 6, empfohlen ab 10 Jahren

Filmszene aus I Accidentally Wrote a Book
Sa. 12.9. / 15:00
So. 13.9. / 15:00 ★ KIJUKO Club
Sa. 19.9. + So. 20.9. / 15:30

Die zwölfjährige Nina wächst in einer kreativen Familie auf. Ihr Vater ist Filmemacher und ihr Bruder Junior liebt Zaubertricks. Sie selbst träumt davon Schriftstellerin zu werden, doch ihre Gute-Nacht-Geschichten kommen bei Junior nicht besonders gut an. Hilfe bekommt sie von der schrulligen alten Nachbarin Lídia, einer ehemaligen Schriftstellerin. Unter ihrer Anleitung wagt Nina sich an ihre erste Geschichte. Ninas Suche nach einer Idee für eine gute Geschichte führt sie zum Alltag in ihrer eigenen Familie, wo gerade viel passiert. Ihr Vater verliebt sich in die kluge Detti und auch Nina ist das erste Mal verliebt. Und sie taucht im Laufe der Zeit auch immer tiefer in das Leben ihrer Mutter ein, die vor acht Jahren gestorben ist und über deren Verlust Nina nicht spricht. Ganz nebenbei lernt sie, wie Geschichten erzählt werden – und was Worte vom Leben unterscheidet. 

Nóra Lakos zweiter Spielfilm wurde im Jahr 2025 zum meistgesehenen Familienfilm in Ungarn und mit mehr als zehn internationalen Preisen ausgezeichnet.

Manchmal ist es einfacher, etwas aufzuschreiben, als es laut auszusprechen. ICH HABE AUS VERSEHEN EIN BUCH GESCHRIEBEN feiert die transformative Kraft des Schreibens. Unser Film ermutigt junge Menschen, sich ihren Ängsten und Herausforderungen zu stellen, denn das ist der erste Schritt zu Glück und Selbstfindung. Mit Humor und Sensibilität erzählt, erforscht er Themen wie den Umgang mit Verlust oder die Neuordnung einer Familie. Dies sind Erfahrungen, die Kinder oft im Alltag machen… Wir glauben, dass dies ein Film ist, der uns hilft, mutig zu leben und tief zu lieben. Eine Geschichte, die es wagt, emotional zu sein, aus dem Herzen spricht und, so hoffen wir, in den Herzen ihres Publikums bleibt (Regisseurin Nóra Lakos). 

Ein witziger, rasanter Film in klaren Farben und Formen, in dem Nina das Publikum direkt anspricht, ihr eigenes Verhalten und das anderer kommentiert – und kurzerhand auch mal die Handlung umschreibt (www.lucas-filmfestival.de).


Plitsch Platsch Forever!

CH 2026, Regie: Natascha Beller, mit Neah Hefti, Finnigan Inan, Alva Maurer, 87 Min., FSK 6, empfohlen ab 7 Jahren

Filmszene aus Plitsch Platsch Forever!
Sa. 19.9. + So. 20.9. / 15:00
Sa. 26.9. + So. 27.9. / 15:30

Die Freundinnen Pola und Polly verbringen im Sommer jede freie Minute im örtlichen Freibad „Plitsch Platsch“ im schweizerischen Rotwil. Als das marode Bad aufgrund von Sparmaßnahmen geschlossen wird, fallen die Elfjährigen aus allen Wolken. Dann zieht auch noch Polly weg, deren Eltern im Bad einen Imbiss betrieben haben und die ja nun arbeitslos geworden sind. Für Pola bricht eine Welt zusammen, doch sie gibt nicht auf und beschließt, für die Wiedereröffnung des Bads zu kämpfen. Gemeinsam sich mit der neuen Klassenkameradin Rosalie startet sie eine Petition und mobilisiert die Kinder im Ort.

Ein Film wie seine Heldinnen: Mit viel Kreativität, Energie und einer Spur Frechheit gelingt Natascha Beller mit Plitsch Platsch Forever ein charmanter und witziger Familienfilm, der vor allem dank Hauptdarstellerin Neah Hefti und lustigen Einfällen beim Schnitt zu gefallen weiss. Zudem bringt er einem jungen Publikum die Vorteile der Demokratie bei, was nicht nur wegen der titelgebenden Badi deutlich weniger trocken rüberkommt als im Klassenzimmer. (Chris Schelb, www.outnow.ch)


Toy Story 5

USA 2026, Regie: Andrew Stanton, Animation, 102 Min., FSK 0, empfohlen ab 8 Jahren

Filmszene aus Toy Story 5
Sa. 26.9. + So. 27.9. / 15:00
Sa. 17.10., So. 18.10., Sa. 31.10. + So. 1.11. / 15:30

Die achtjährige Bonnie ist begeistert von ihrem neuesten Spielzeug, dem froschförmigen Tablet Lilypad. Eigentlich wollten ihre Eltern Bonnie das gar nicht schenken, doch da ihre Tochter ausgelacht wird, weil sie noch immer gerne analog spielt, haben sie ihr das Tablet besorgt. Vielleicht findet Bonnie nun endlich Freundinnen in der Nachbarschaft, wenn sie weiß, worüber die reden? Bonnies bisherige Spielzeuge Cowgirl-Puppe Jessie und Astronaut Buzz Lightyear sind besorgt, denn Bonnie lässt wegen Lilypad plötzlich alles andere im Kinderzimmer links liegen. Was wird nun aus ihnen und den anderen Spielzeugen? Und ist es nicht schädlich für Bonnie, nur noch mit Lilypad zu spielen? 

Den Atem rauben einem, wieder einmal, besonders die animierten Bilder. Kleinste Feinheiten wie Verschleißspuren an den Spielzeugen sind derart liebevoll gestaltet, dass es eine pure Freude ist. Optisch gehört „Toy Story 5“ ganz klar in die erste Liga.
(Christopher Diekhaus, www.programmkino.de)

Insgesamt bietet Toy Story 5 viel Freude für die ganze Familie. Die Geschichte sorgt für erfrischende Abwechslung, verleiht Figuren wie Jessie die notwendige Tiefe und lässt selbst Eltern nicht unberührt, da sie sich in den Fragen moderner Erziehungsmethoden wiederfinden oder selbst darüber reflektieren können, welcher Weg für Bonnie der richtige wäre. Dennoch wirkt der Film immer dann etwas unausgewogen, wenn er den Fokus von der Haupthandlung nimmt, um die alte Garde wieder stärker ins Rampenlicht zu rücken.
(Kenan Hasic, www.kino-zeit.de
 


Arnie & Barney retten das Wasser

E/IR/D 2026, Regie: Sean Heuston, Animation, 75 Min., FSK 0, empfohlen ab 6 Jahren

Filmszene aus Arnie & Barney retten das Wasser
Sa. 17.10., So. 18.10. + Sa. 31.10. / 15:00
Sa. 7.11. + So. 8.11. / 15:30

Als der Bach trocken fällt und ihrer Wiese plötzlich das Wasser ausgeht, wollen ausgerechnet die tollpatschigen Ameisen Arnie und Barney versuchen, ihr Zuhause vor dem Austrocknen zu retten. Bei ihrer Suche nach dem verschwundenen Wasser geht vieles schief, doch das Pannen-Duo stößt auch auf mysteriöse Machenschaften. Ob Arnie und Barney mit Hilfe der Superheldenmücke SzzKeat die große Dürre auf ihrer Wiese doch noch abwenden können? 

Arnie und Barney, die beiden Nebenfiguren aus dem Biene-Maja-Universum erhalten in diesem Spin-off ihren großen Auftritt und beweisen, dass man auch mit wenig Köpfchen, aber viel Fantasie und Eifer ans Ziel gelangen kann.