Flussfahrt mit Huhn
BRD 1983/2014, Regie: Arend Agthe, mit Julia Martinek, David Hoppe, 86 Min., FSK 6, empfohlen ab 8 Jahren

Opa Ewald staunt nicht schlecht, als er eines Morgens statt seiner Enkelin nur einen Zettel in ihrem Bett vorfindet. Doch da ist Johanna bereits mit ihrem Cousin Robert und den Nachbarskindern Harald und Alex samt Huhn Gonzo unterwegs auf der Weser. Gemeinsam wollen die Piraten vom „Blauen Punkt“ einen neuen Zugang zum Meer erkunden. Opa Ewald bleibt nichts anderes übrig, als schleunigst die Verfolgung aufzunehmen, bevor die Eltern etwas von dem Verschwinden der Kinder merken. Eine abenteuerlich-witzige Verfolgungsjagd beginnt, an dessen Ende die kleinen Ausreißer in eine wirklich brenzlige Lage geraten und sich sehnlichst ihren Opa herbeiwünschen. Doch gerade da hat Ewald eigene Probleme.
Wenn es einen Bremer Sommerferienfilm gibt, dann ist es dieser Kinderfilmklassiker von Arend Agthe, der 1983 rund um Bremen gedreht wurde! Ein großer Kinospaß für kleine und große Abenteurer – fantasievoll, witzig und rotzfrech! FLUSSFAHRT MIT HUHN zählt u.a. im Filmkanon des BJF und der Kinder- und Jugendfilm-Korrespondenz zu einem der 15 besten Filme aller Zeiten.
Pure Abenteuerlust führt die jungen Helden dieser Geschichte auf eine Reise, in der nur sie und nicht die Erwachsenen bestimmen, wo es lang geht. Dabei wird es nie so aufregend, dass sich die Zuschauer-Haare im Nacken sträuben…Denn spannende und komische Szenen wechseln sich immer wieder ab und der Film ist sehr ruhig und langsam erzählt – er ist eben schon ein bisschen älter. Damals, in den 80er-Jahren, war er allerdings etwas ganz Besonderes, weil nur sehr wenige Kinderfilme gedreht wurden. Vor allem nicht solche, die so viel Spaß machen und Kinderfiguren zeigen, die frech, stark und mutig sind. Geh an Bord und erlebe ein spannendes und witziges Flussabenteuer mit Robert, Johanna und ihrer Piratenbande.“ (www.kinderfilmwelt.de)
„Flussfahrt mit Huhn" ist eine klassische Abenteuergeschichte – traditionell ein männlich geprägtes Genre. Regisseur Arend Agthe überlässt die Erzählperspektive jedoch seiner Protagonistin. Im Rückblick berichtet sie von den aufregenden Geschehnissen und nimmt damit das Happy End kindgerecht vorweg. Gerahmt wird die Erzählung durch den Blick in Johannas Tagebuch, das sie auf der Reise zum mit Polaroids bebilderten Logbuch umfunktioniert. Ihre Stimme begleitet die Zuschauer/-innen in die Binnenhandlung, kehrt immer wieder als einordnender Kommentar zurück und beschließt den Film. Johannas Sprache und die Dialoge wirken dabei zumindest aus heutiger Sicht etwas altmodisch… Dennoch bleibt die Geschichte mitreißend, der Sommer und die Lebensfreude der Kinder spürbar. (www.kinofenster.de)










