Die Schatzsuche im Blaumeisental
F 2025, Regie: Antoine Lanciaux, Stop-Motion-Animation, 77 Min., FSK 0, empfohlen ab 6 Jahren

Endlich Ferien! Die neunjährige Lucie fährt aufs Land ins Heimatdorf ihrer Mutter Caro, die dort eine spannende Ausgrabung in einer Schlossruine leitet. Dass sie für ihre Tochter darum nicht viel Zeit hat, ist gar nicht schlimm, gibt es doch für Lucie allerhand zu entdecken. Gleich am ersten Tag nimmt sie ein verletztes Dachsjunges in ihre Obhut. Und der etwas ältere Yann zeigt ihr die Umgebung und erzählt ihr von einem sagenumwobenen Schatz. Er warnt sie auch vor dem seltsamen alten Mann, der versteckt im Wald in einem Camper lebt. Da er jedoch der Einzige sein könnte, der den Dachs behandeln kann, nimmt Lucie all ihren Mut zusammen. Immer dabei sind zwei Blaumeisen, die sie auf ihren Abenteuern zu begleiten scheinen, und die freche Gans Zerbinette.
Es ist eine großartige Welt, die dieser Trickfilm eröffnet. Überall gibt es etwas zu entdecken: Unterschiedlichste Tiere streifen durch die Natur und über allem liegt die wunderbar-warme Stimmung eines tollen Sommers. Besondere daran ist vor allem, wie der Film gemacht wurde. Denn alles, was du siehst, wurde mit Hand ausgeschnitten, zusammengesetzt und dann animiert – man nennt dies auch Legetrick. Aus diesen unzähligen Ausschnitten ist dieser schöne Film entstanden, in dem es um ganz unterschiedliche Schätze aus der Vergangenheit geht. Nur Schätze aus Gold gibt es hier nicht. Was Lucie findet, ist viel mehr wert. (www.kinderfilmwelt.de)
Das meint die BJF Jugend Filmjury:
Wir geben dem Film 4 Sterne, weil er sehr vielfältig ist. Uns hat besonders die Mischung aus einer abenteuerlustigen, spannenden und tierischen Gestaltung gefallen. Der Film hat keine konkrete Aussage, vermittelt aber trotzdem, dass überall ein Abenteuer versteckt ist. Außerdem werden die Wichtigkeit der Familiengeschichte und der Einklang zwischen Mensch und Tier betont.
Ein abenteuerlustiger Familienfilm, den wir ab 6 Jahren empfehlen und der dazu anregt, stets neugierig zu bleiben. (www.jugend-filmjury.com)
„Die Schatzsuche im Blaumeisental“ ist dabei aber viel mehr als ein nostalgischer Ausflug ins Kinderkino vergangener Zeiten. Hier kommt ein äußerst liebevoll gestalteter Animationsfilm ins Kino, der mit Herz, Humor und handwerklicher Raffinesse ein Sommerabenteuer erzählt, das wegen seiner menschlichen Wärme und nicht zuletzt wegen seines Plädoyers für gegenseitigen Respekt sowohl Kinder als auch Erwachsene anspricht. Und ein wenig Poesie (aber keinesfalls Kitsch) liegt zusätzlich wie ein Hauch von Puderzucker über dem Film und macht ihn noch ein bisschen schöner. Wer hier nicht lächeln muss, hat vermutlich kein Herz. Und am Ende bleibt nur der Wunsch, dass die wirkliche Welt ein bisschen mehr wie das Blaumeisental sein sollte: voll Humor und Friedfertigkeit und randvoll mit Schätzen für alle, die bereit sind, auf Entdeckungsreise zu gehen. (Gaby Sikorski, www.programmkino.de)
















