Junges Kino

Das CITY 46 zeigt jedes Wochenende super tolle Kinder- und Jugendfilme. Aber das ist längst nicht alles. In unserem KIJUKO Club gibt es noch viel mehr zu erleben: Lernt Filmschaffende kennen, schaut hinter die Kulissen des Kinos oder werdet selbst kreativ. Auf euch warten Filmgespräche, Spiel- & Bastelaktionen passend zum jeweiligen Film und alles im Preis des Kinotickets inbegriffen.

Und richtig spannend wird es jedes Jahr im Herbst, wenn das Filmfestival KIJUKO ein ganz besonderes Programm mit Gästen und mehr anbietet.

Filme aus dem aktuellen Programm sowie Wunschfilme können jederzeit auch tagsüber für Kindergarten- oder Schulvorstellungen gebucht werden.

Mein Freund Barry

D/CH 2025, Regie: Markus Welter, mit Paco von Wyss, Alma Büchenbacher, 100 Min., FSK 0, empfohlen ab 8 Jahren

Filmszene aus Mein Freund Barry
Sa. 30.5. + So. 31.5. / 15:00
Sa. 6.6. + So. 7.6. / 15:30

In der Schweiz um 1800: Der 12-jährige Georg und sein Bruder Alfons machen sich nach dem Tod ihrer Eltern auf den beschwerlichen Weg über die Schweizer Alpen. Auf der anderen Seite des Passes, in Italien, wollen sie ihr Glück finden. Georg setzt der einbrechende Schneesturm so zu, dass er völlig entkräftet in einem Kloster am Berghang zurückbleiben muss. Für seinen Aufenthalt soll er sich mit Arbeit in der Küche revanchieren, doch viel lieber möchte er mit den Hunden im Kloster, den Bernhardinern, zusammen sein. Einer der Welpen ist sehr schwach und Georg päppelt ihn heimlich in einer Abstellkammer auf. Resi, dessen Vater die Lawinenhunde anführt, und Bruder Pietro aus der Küche helfen ihm dabei. Georg glaubt fest, dass aus Barry ein furchtloser Rettungshund werden wird. Der missgünstige Novize Célestin jedoch verrät den Jungen beim Klostervorstand. Wenn Georg nun das Kloster verlassen muss, was wird dann aus seinem vierbeinigen Freund? Inspiriert von wahren Begebenheiten.

In der Schweiz ist er eine Ikone: der Bernhardiner Barry mit dem kleinen Schnapsfässchen am Hals, der zwischen 1800 und 1814 rund um den Alpenpass Großer Sankt Bernhard über 40 Menschen das Leben gerettet haben soll. Längst nicht alles, was man über den Lawinenhund zu wissen glaubt, ist aber historisch verbürgt. Schon das mit Alkohol gefüllte Gefäß, das er angeblich mit sich führte, um Verschüttete zu stärken, gehört ins Reich der Fantasie. Der Film „Mein Freund Barry“ möchte dem berühmten Vierbeiner nun ein Denkmal setzen und spinnt dafür um einige wahre Begebenheiten eine fiktive Coming-of-Age-Geschichte ... (Christopher Diekhaus, www.kino-zeit.de)


I Accidentally Wrote a Book

H/NL 2024, Buch, Regie: Nóra Lakos, mit Villö Demeter, László Mátray, 92 Min., FSK 6, empfohlen ab 10 Jahren

Filmszene aus I Accidentally Wrote a Book
Sa. 6.6. / 15:00
So. 7.6. / 15:00 ★ KIJUKO Club
Sa. 13.6. + So. 14.6. / 15:30

Die zwölfjährige Nina wächst in einer kreativen Familie auf. Ihr Vater ist Filmemacher und ihr Bruder Junior liebt Zaubertricks. Sie selbst träumt davon Schriftstellerin zu werden, doch ihre Gute-Nacht-Geschichten kommen bei Junior nicht besonders gut an. Hilfe bekommt sie von der schrulligen alten Nachbarin Lídia, einer ehemaligen Schriftstellerin. Unter ihrer Anleitung wagt Nina sich an ihre erste Geschichte. Ninas Suche nach einer Idee für eine gute Geschichte führt sie zum Alltag in ihrer eigenen Familie, wo gerade viel passiert. Ihr Vater verliebt sich in die kluge Detti und auch Nina ist das erste Mal verliebt. Und sie taucht im Laufe der Zeit auch immer tiefer in das Leben ihrer Mutter ein, die vor acht Jahren gestorben ist und über deren Verlust Nina nicht spricht. Ganz nebenbei lernt sie, wie Geschichten erzählt werden – und was Worte vom Leben unterscheidet. 

Nóra Lakos zweiter Spielfilm wurde im Jahr 2025 zum meistgesehenen Familienfilm in Ungarn und mit mehr als zehn internationalen Preisen ausgezeichnet.

Manchmal ist es einfacher, etwas aufzuschreiben, als es laut auszusprechen. ICH HABE AUS VERSEHEN EIN BUCH GESCHRIEBEN feiert die transformative Kraft des Schreibens. Unser Film ermutigt junge Menschen, sich ihren Ängsten und Herausforderungen zu stellen, denn das ist der erste Schritt zu Glück und Selbstfindung. Mit Humor und Sensibilität erzählt, erforscht er Themen wie den Umgang mit Verlust oder die Neuordnung einer Familie. Dies sind Erfahrungen, die Kinder oft im Alltag machen… Wir glauben, dass dies ein Film ist, der uns hilft, mutig zu leben und tief zu lieben. Eine Geschichte, die es wagt, emotional zu sein, aus dem Herzen spricht und, so hoffen wir, in den Herzen ihres Publikums bleibt (Regisseurin Nóra Lakos). 

Ein witziger, rasanter Film in klaren Farben und Formen, in dem Nina das Publikum direkt anspricht, ihr eigenes Verhalten und das anderer kommentiert – und kurzerhand auch mal die Handlung umschreibt (www.lucas-filmfestival.de).


Bibi Blocksberg – Das große Hexentreffen

D 2025, Regie: Gregor Schnitzler, mit Nala, Heike Makatsch, Sophie Rois, 89 Min., FSK 0, empfohlen ab 6 Jahren

Filmszene aus Bibi Blocksberg – Das große Hexentreffen
Sa. 13.6. + So. 14.6. / 15:00
Sa. 20.6. + So. 21.6. / 15:30

Die Neustädter Junghexe Bibi ist ganz aus dem Häuschen vor Aufregung: Der große jährliche Hexenkongress steht bevor! Und diesmal soll der Kongress auf dem Blocksberg stattfinden! Da ist natürlich klar, dass Bibi und ihre Freundinnen Schubia und Flauipaui mit dabei sein wollen. Und da Bibis Mutter Barbara als Neustädter Hexe eine der Gastgeberinnen ist, dürfen die Junghexen bei den Vorbereitungen helfen. Doch sobald die ersten Besucherinnen eintreffen, geht alles drunter und drüber. Zaubersprüche fliegen durcheinander und die Althexen verhalten sich plötzlich, als wären sie verrückt geworden. Der ganze Hexenkongress droht, ein einziges Fiasko zu werden.

Der Film hat Tempo, ohne hektisch zu sein. Er appelliert an Freundschaft, Freigeistigkeit und das Vertrauen in die Jugend. So entsteht Familienkino mit Herz, das seiner Hauptfigur mit amüsiertem und solidarischem Blick durch jedes Chaos und durch jede Herausforderung folgt (Andreas Köhnemann, www.kino-zeit.de).


Jazzy – Chaos im Regenwald

GB/F/USA/CDN 2023, Regie: Tim Harper, Animation, 87 Min., FSK 6, empfohlen ab 7 Jahren

Filmszene aus Jazzy – Chaos im Regenwald
Sa. 20.6. / 15:00
So. 21.6. / 15:00 ★ KIJUKO Club
Sa. 27.6. + So. 28.6. / 15:30

Bei einem zerstörerischen Waldbrand wird das junge Orang-Utan-Mädchen Jazzy von ihren Eltern getrennt. Zum Glück wird sie von Menschen gefunden und in einem Reservat aufgenommen. Hier lernt sie viele andere Tiere kennen, mit denen sie sich schnell anfreundet. Doch als Jazzy Hinweise findet, dass ihre Eltern noch am Leben sein könnten, will sie sich unbedingt auf die Suche nach ihnen machen. Auf ihrer mutigen Reise im wunderschönen Regenwald entdeckt Jazzy auch viele schlimme Dinge: Menschen zerstören die Wildnis und das Zuhause vieler Tiere durch Abholzung und Umweltzerstörung. Und Jazzy ist klar: Sie muss alles in ihrer Kraft Stehende tun, um ihre Eltern zu finden und den Regenwald zu retten. Helfen kann ihr dabei der Affe Chance, der sich in der Wildnis bestens auskennt. Unterwegs treffen die beiden auf die Nashorndame Honkus und auf einige, nicht ganz so schöne Überraschungen.

Mit Schmetterlingen, malerischen Wasserfällen oder Totalen über Baumkronen beschwört Regisseur Tim Harper die Faszination für den Regenwald; dem gegenüber stehen bedrohliche Planierraupen, Brandrodung und ein profitgieriger Konzern. Trotz teils großer Spannung und der kritischen Ausrichtung des Films bleibt die Stimmung insgesamt zuversichtlich, was auch an der beschwingten Musikuntermalung liegt. Die Animationen der Figuren und Hintergründe sind wenig detailreich, aber der jungen Zielgruppe angemessen. Kindgerecht sind auch die Voice-Over-Kommentare, die in neue Sinnabschnitte überleiten, sowie Jazzys Sprachfähigkeit. (VISION KINO – Netzwerk für Film und Medienkompetenz)


Der Wunderweltenbaum

GB 2026, Regie: Ben Gregor, mit Andrew Garfield, Billie Gadsdon, Claire Foy, 110 Min., FSK 0, empfohlen ab 8 Jahren

Filmszene aus Der Wunderweltenbaum
Sa. 27.6. + So. 28.6. / 15:00
Sa. 4.7. + So. 5.7. / 15:30

Die Geschwister Beth, Fran und Joe sind alles andere als begeistert von der Idee aufs Land zu ziehen. Ihre Eltern, die sich den Traum einer Tomatenplantage erfüllen wollen, haben sich aber bereits entschieden, also gibt es kein Zurück. Doch statt Langeweile wartet auf die drei erstaunten Kinder ein außergewöhnliches Abenteuer. Bei einem Erkundungsgang in dem nahegelegenen Wald entdecken sie einen riesigen magischen Baum, der bis in die Wolken reicht. Und das ist noch nicht alles: Auf dem Wunderweltenbaum leben allerlei außergewöhnliche Wesen. Beth, Fran und Joe freunden sich mit einigen von ihnen an. Fee Seidenhaar, Frau Wasch und Mondgesicht nehmen die Drei mit auf fantastische Reisen in fremde Welten, wo sie die verrücktesten Abenteuer erleben. Als sie eines Tages jedoch in einer düsteren Welt notlanden müssen, geraten sie in die Fänge der gefürchteten Schuldirektorin Frau Klaps. 

Der Film basiert auf der britischen Kinderbuchreihe „The Faraway Tree“ von Enid Blyton.

Aber auch ohne solches Vorwissen unterhält der ausgelassen-charmante Fantasyfilm tadellos. Um ehrlich zu sein: Die alte Buchvorlage war doch etwas arg altmodisch und verstaubt, da ist es gut, dass sich der Film über die hübschen Figuren hinaus viel Neues ausdenkt. Dabei geht es nebenbei um Zusammenhalt und Familiensinn, aber ebenso darum, die eigene Fantasie einfach wild aufblühen zu lassen und dafür ruhig mal Handy und Tablet beiseitezulegen. (www.kinderfilmwelt.de)


Die kleine Amélie oder Der Charakter des Regens

F/B 2025; Regie: Liane-Cho Han, Maïlys Vallade, Animation, 77 Min., FSK 6, empfohlen ab 8 Jahren

Filmszene aus Die kleine Amélie oder Der Charakter des Regens
Sa. 4.7. + So. 5.7. / 15:00
Sa. 11.7. + So. 12.7. / 15:30

Wie ein Baby und Kleinkind die Welt wahrnimmt, erzählt uns hier die kleine Amelie. Ende der 1960er wächst Amélie bei ihren Eltern, die belgische Diplomaten sind, in Japan auf. Anfangs denkt sie, sie wäre Gott, weil sich alles bei Vater Patrick, Mutter Danièle und ihren Geschwister Juliette und André um sie dreht. Nur schade, dass sie sich nicht alleine bewegen kann! Nach ihrem zweiten Geburtstag ändert sich das endlich und Amelie stürzt sich mit unbändiger Neugier auf alles, was die Welt zu bieten hat. Dabei merkt sie bald, dass sich nicht mehr alles um sie dreht, wie früher als sie kleiner war
Das Oscar© nominierte Langfilmdebüt des Regie-Duos Maïlys Vallade und Liane-Cho Han empfindet farbenfroh die Weltperspektive eines Kleinkinds nach und basiert auf Amélie Nothombs autobiographischem Roman „Métaphysique des tubes“.

Der 2D-Animationsfilm bezaubert mit seiner sehr originellen, poetisch-impressionistischen Gestaltung. Amélies Sinneseindrücke sind sehr intensiv und vermischen sich auch immer wieder mit ihren Fantasien. … Diese schöne, humorvoll erzählte Geschichte berührt, aber zum Leuchten bringt sie erst die hervorragende Animation. Durch sie wird der Film zur veritablen Augenweide. (Bianka Piringer, www.kino-zeit.de)


Plitsch Platsch Forever!

CH 2026, Regie: Natascha Beller, mit Neah Hefti, Finnigan Inan, Alva Maurer, 87 Min., FSK 6, empfohlen ab 7 Jahren

Filmszene aus Plitsch Platsch Forever!
Sa. 11.7. + So. 12.7. / 15:00
Sa. 18.7. + So. 19.7. / 15:30

Die Freundinnen Pola und Polly verbringen im Sommer jede freie Minute im örtlichen Freibad „Plitsch Platsch“ im schweizerischen Rotwil. Als das marode Bad aufgrund von Sparmaßnahmen geschlossen wird, fallen die Elfjährigen aus allen Wolken. Dann zieht auch noch Polly weg, deren Eltern im Bad einen Imbiss betrieben haben und die ja nun arbeitslos geworden sind. Für Pola bricht eine Welt zusammen, doch sie gibt nicht auf und beschließt, für die Wiedereröffnung des Bads zu kämpfen. Gemeinsam sich mit der neuen Klassenkameradin Rosalie startet sie eine Petition und mobilisiert die Kinder im Ort.

Ein Film wie seine Heldinnen: Mit viel Kreativität, Energie und einer Spur Frechheit gelingt Natascha Beller mit Plitsch Platsch Forever ein charmanter und witziger Familienfilm, der vor allem dank Hauptdarstellerin Neah Hefti und lustigen Einfällen beim Schnitt zu gefallen weiss. Zudem bringt er einem jungen Publikum die Vorteile der Demokratie bei, was nicht nur wegen der titelgebenden Badi deutlich weniger trocken rüberkommt als im Klassenzimmer. (Chris Schelb, www.outnow.ch)


Arco

F 2025, Regie: Ugo Bienvenu, Animation, 88 Min., FSK 6, empfohlen ab 8 Jahren

Filmszene aus Arco
Sa. 18.7. + So. 19.7. / 15:00
Sa. 25.7. + So. 26.7. / 15:30

Im Jahre 2932 wohnen die Menschen auf Stelzenhäusern, die hoch in den Himmel ragen. So soll sich die Natur unten auf der Erde von den Jahrhunderten der Umweltzerstörung erholen und oben fliegen sie mit ihren Regenbogencapes durch die Zeit. Der zehnjährige Arco aber ist noch zu klein dafür, denn das Fliegen ist erst ab Zwölf erlaubt. Ganz schön unfair, wo er doch so gerne Dinosaurier sehen würde! Eines nachts schnappt Arco sich ein Cape und springt mutig von der hohen Plattform seines Zuhauses und rein in die Vergangenheit. Aber statt in der Urzeit landet er unsanft im Jahr 2075. Hier leben die Menschen in ständiger Bedrohung vor Umweltkatastrophen und Roboter regeln den Alltag. So auch bei der gleichaltrigen Iris, die den verletzten Arco mit zu sich nach Hause nimmt und ihrem Bruder, die von einem Nanny-Roboter betreut werden. Ihre Eltern bekommen sie nur als Hologramme zu Gesicht. Auch wenn Iris und Arco schnell Freundschaft schließen, sehnt sich der Junge zurück in sein Zuhause. Doch ist ihm der Rückweg versperrt, da Arco beim Landen den Kristall, mit dem er fliegen kann, verloren hat. Zu allem Überfluss sind ihm bald auch noch drei seltsame Gestalten auf den Fersen.

Immer wieder findet dieser tolle Animationsfilm aus Frankreich zu sehr stillen Szenen, die richtig ans Herz gehen und zeigen, wie schön ein sorgsamer, rücksichtsvoller Umgang mit der Umwelt wäre. Wenn die Bilder dich ein wenig an Trickfilme aus Japan, etwa an Ponyo oder Das Schloss im Himmel von Hayao Miyazaki erinnern, ist das kein Zufall. Denn auch hier sind die Hintergrundbilder sehr detailliert gestaltet und die Figuren sehr einfach und flächig. Vor allem für die Darstellung der Natur ist das wichtig. Du sollst deren Schönheit nämlich spüren. Wie gut, dass der Film trotz aller Katastrophen hoffnungsvoll in die Zukunft blickt. Denn Arco ist ein Mutmacher für Iris. (www.kinderfilmwelt.de)

So wirkt „Arco“ insbesondere durch seine Stimmung und durch die Bilder – und durch eine Haltung, die beinahe schon aus der Zeit gefallen anmutet: Bienvenu will Hoffnung spenden. Im Film sind es die Kinder, deren Perspektive er in den Mittelpunkt stellt. Arco inspiriert und ermutigt Iris. Iris traut sich zu träumen und schöpft daraus die Kraft zur Veränderung. (Stefan Stiletto, www.kinder-jugend-filmportal.de)

»Arco« spendet Trost mit seiner strahlend-satten Buntheit, mit der Wärme, die der handgezeichneten Animation wesenseigen ist, mit den sorgsam charakterisierten Figuren, mit komischen, rührenden und aufregenden Szenen, mit lustigen und gewagten Einfällen. Vor allem aber mit dem Glauben, den er in Hilfsbereitschaft und Empathie setzt sowie, nicht zuletzt, in die unendliche Vorstellungskraft der Kinder. Es ist ihre Fantasie, die sie die Grenzen des Regelwerks überwinden und außerhalb dessen die (Er)Lösung finden lässt. (Alexandra Seitz, www.epd-film.de)
 


Flussfahrt mit Huhn

BRD 1983/2014, Regie: Arend Agthe, mit Julia Martinek, David Hoppe, 86 Min., FSK 6, empfohlen ab 8 Jahren

Filmszene aus Flussfahrt mit Huhn
Sa. 25.7. + So. 26.7. / 15:00
Sa. 1.8. + So. 2.8. / 15:30

Opa Ewald staunt nicht schlecht, als er eines Morgens statt seiner Enkelin nur einen Zettel in ihrem Bett vorfindet. Doch da ist Johanna bereits mit ihrem Cousin Robert und den Nachbarskindern Harald und Alex samt Huhn Gonzo unterwegs auf der Weser. Gemeinsam wollen die Piraten vom „Blauen Punkt“ einen neuen Zugang zum Meer erkunden. Opa Ewald bleibt nichts anderes übrig, als schleunigst die Verfolgung aufzunehmen, bevor die Eltern etwas von dem Verschwinden der Kinder merken. Eine abenteuerlich-witzige Verfolgungsjagd beginnt, an dessen Ende die kleinen Ausreißer in eine wirklich brenzlige Lage geraten und sich sehnlichst ihren Opa herbeiwünschen. Doch gerade da hat Ewald eigene Probleme.
Wenn es einen Bremer Sommerferienfilm gibt, dann ist es dieser Kinderfilmklassiker von Arend Agthe, der 1983 rund um Bremen gedreht wurde! Ein großer Kinospaß für kleine und große Abenteurer – fantasievoll, witzig und rotzfrech! FLUSSFAHRT MIT HUHN zählt u.a. im Filmkanon des BJF und der Kinder- und Jugendfilm-Korrespondenz zu einem der 15 besten Filme aller Zeiten.

Pure Abenteuerlust führt die jungen Helden dieser Geschichte auf eine Reise, in der nur sie und nicht die Erwachsenen bestimmen, wo es lang geht. Dabei wird es nie so aufregend, dass sich die Zuschauer-Haare im Nacken sträuben…Denn spannende und komische Szenen wechseln sich immer wieder ab und der Film ist sehr ruhig und langsam erzählt – er ist eben schon ein bisschen älter. Damals, in den 80er-Jahren, war er allerdings etwas ganz Besonderes, weil nur sehr wenige Kinderfilme gedreht wurden. Vor allem nicht solche, die so viel Spaß machen und Kinderfiguren zeigen, die frech, stark und mutig sind. Geh an Bord und erlebe ein spannendes und witziges Flussabenteuer mit Robert, Johanna und ihrer Piratenbande.“ (www.kinderfilmwelt.de)

„Flussfahrt mit Huhn" ist eine klassische Abenteuergeschichte – traditionell ein männlich geprägtes Genre. Regisseur Arend Agthe überlässt die Erzählperspektive jedoch seiner Protagonistin. Im Rückblick berichtet sie von den aufregenden Geschehnissen und nimmt damit das Happy End kindgerecht vorweg. Gerahmt wird die Erzählung durch den Blick in Johannas Tagebuch, das sie auf der Reise zum mit Polaroids bebilderten Logbuch umfunktioniert. Ihre Stimme begleitet die Zuschauer/-innen in die Binnenhandlung, kehrt immer wieder als einordnender Kommentar zurück und beschließt den Film. Johannas Sprache und die Dialoge wirken dabei zumindest aus heutiger Sicht etwas altmodisch… Dennoch bleibt die Geschichte mitreißend, der Sommer und die Lebensfreude der Kinder spürbar. (www.kinofenster.de)