Kommende Gäste & Specials

28. Internationales Bremer Symposium zum Film

Mi. 22.5. – Sa. 25.5.mit Gästen, öffentlichen Vorträgen, Filmvorführungen und Filmgesprächen

Filme beschäftigen sich seit jeher mit Übergängen: in der Geschichte, der persönlichen Identität oder der Kinokultur selbst. Das diesjährige Symposium stellt solche Transitionen in den Mittelpunkt. Pünktlich zum 50jährigen Bestehen des Kommunalkinos Bremen blicken wir auf die vielgestaltigen Veränderungen – sei es in der filmischen Darstellung von Transgender, im Verhältnis von Filmgeschichte zu historischen Wendepunkten oder in filmkulturellen und ästhetischen Strömungen.

Das Filmprogramm des 28. Internationalen Symposiums zum Film zeigt eine Genre Vielfalt aus Filmen und Ausschnitten, die selten im Kino zu sehen sind.

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Filme vom 16.5. bis 22.5.

ARG/D/F/MEX/P 2023, Regie: Lisandro Alonso, 146 Min., OmU

Ab Do. 16.5. / 17:30

Ein Revolverheld sucht im Wilden Westen der 1870er Jahre nach seiner Tochter. Der Dschungel Brasiliens zeigt die Entwicklung indigener Völker in Nord- und Südamerika über die Jahrhunderte. Dazwischen steht Sadie, die im Pine Ridge Reservat in South Dakota lebt und das triste Leben und die Perspektivlosigkeit dieses Ort nicht mehr erträgt. Doch anstatt sich ins Auto zu setzen und wegzufahren, bekommt sie von ihrem Großvater einen magischen Trank, mit dem sie sich von ihrem Körper lösen und frei durch Raum und Zeit fliegen kann. 
In mehreren Kapiteln geht es um verschiedene Volksgruppen in Amerika und wie sie in ihrer jeweiligen Umgebung im Laufe der Jahrhunderte lebten - Lisandro Alonso, experimentierfreudiger Meister des argentinischen Kinos, führt durch die Jahrhunderte, wechselt zwischen Mexiko, Brasilien und den USA, zwischen Traum und Mythos, zwischen Western und postkolonialer Fabel.

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D 2024, Regie: Philipp Fussenegger, Judy Landkammer, 102 Min., engl. OmU

Ab Do. 16.5. / 18:00

Die kanadische Künstlerin Merrill Nisker - bekannt unter ihrem Pseudonym Peaches - ist eine der größten queeren Ikonen der Musikszene. Seit über zwei Jahrzehnten kämpft die Musikerin, Produzentin, Regisseurin, Performance-Künstlerin und Feministin für Selbstbestimmung und Sex-Positivity und gegen stereotype Gender-Etiketten. Radikal, furchtlos und immer ihrer Zeit voraus, inszeniert Peaches ihre extravaganten und mitreißenden Live-Shows. Sie stößt dabei Themen an, die weh tun und setzt sich für die Rechte der queeren Community ein. Anhand von privatem Archivmaterial, Interviews und Konzertmitschnitten zeichnet das Regie-Duo Philipp Fussenegger und Judy Landkammer Peaches Karriereweg nach. Es gibt exklusive Einblicke hinter die Kulissen der aktuellen Tour „The Teaches of Peaches Anniversary” und Wegbegleiter*innen wie Feist, Chilly Gonzales und Shirley Manson sowie Techniker*innen und Tänzer*innen kommen zu Wort.

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Umberto Eco - La biblioteca del mondo – I 2022, Regie: Davide Ferrario, 80 Min., ital. OmU

Ab Do. 16.5. / 20:15

Umberto Eco, italienischer Schriftsteller, Philosoph, Medienwissenschaftler und Semiotiker, zählt zu den wichtigsten Gelehrten des 20. Jahrhunderts. International bekannt wurde er unter anderem durch den Roman „Der Name der Rose”. Eco wurde vielfach ausgezeichnet und besaß über 20 Ehrendoktorwürden. Seine Liebe zur Sprache und zum geschriebenen Wort transportiert nicht nur sein Lebenswerk. Ecos Nachlass, seine berühmte Privatbibliothek, umfasste über 30.000 Bücher aus aller Welt, darunter 1500 antike und seltene Werke. Die riesige Sammlung ist von unschätzbarem Wert und quasi ein Gedächtnis der Weltgeschichte. Nach Ecos Tod 2016 wurde die Bibliothek, wie von ihm bestimmt, dem italienischen Staat übergeben. Regisseur Davide Ferrario, der bereits zu Ecos Lebzeiten mit ihm einen Kurzfilm für die Biennale in Venedig produziert hatte, wollte für dieses Projekt eigentlich die Übergabe des literarischen Schatzes an den italienischen Staat dokumentieren. Aus diesem Vorhaben wurde jedoch viel mehr.

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D/CH 2024, Buch, Regie: Heidi Specogna, 88 Min.

Ab Do. 16.5. / 20:30

Die in der Schweiz geborene Fotografin, Aktivistin und Humanistin Claudia Andujar (*1931) zieht Mitte der 1950er nach Brasilien. Auf ihren Reisen durch das Amazonasgebiet trifft sie auf die indigenen Yanomami. Lange lebt sie mit den Yanomami zusammen und macht es zu ihrer Lebensaufgabe, sie im Kampf gegen Vertreibungsversuche und den Raubbau in den Regenwäldern zu unterstützen. Mit medialen Kampagnen erreichen sie das Interesse der internationalen Gemeinschaft, die sich für den Schutz der Yanomami einsetzt. So schaffen sie es nach langem Kampf, dass den Yanomami in den 1990ern Gebietsrechte im Amazonas zugesichert werden. Der Kampf gegen die Zerstörung des Regenwaldes geht weiter und wird heute von der jungen Generation Indigener fortgeführt. Mit selbstgedrehten Reportagen informieren sie die Öffentlichkeit über die riesigen Umweltzerstörungen und dokumentieren ihr Leben dort. 
Die renommierte Dokumentarfilmerin Heidi Specogna porträtiert Claudia Andujar und ihren lebenslangen Kampf für den Erhalt wertvollen Lebensraumes.

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Kinder- & Jugendkino

DK 2023, Regie: Karla Nor Holmbäck, 75 Min., FSK: 0, empf. ab 5 J.

Sa. 11.5. / 15:00 // So. 12.5. / 15:00KIJUKO Club // Sa. 18.5., So. 19.5. + Mo. 20.5. / 15:30

Die kleine Blumenfee Rosa hat ihr Zuhause, den sicheren Rosenbusch, noch nie verlassen! Jeden Morgen und Abend kümmert Rosa sich darum, dass sich die Blüten öffnen und wieder schließen. Eigentlich ist es auch ganz schön dort, doch sie fühlt sich oft sehr einsam. Die vielen anderen Tiere des Sommerlands haben kaum Zeit für sie – und die Welt da draußen scheint so groß, dass Rosa sich nicht aus ihrem Busch hinaustraut. Ein Glück, dass eines Tages der Schmetterling Silk schlüpft und sich mit Rosa anfreundet! Silk ist überhaupt nicht schüchtern und schafft es, der Blumenfee Lust auf Abenteuer zu machen. Doch heraus aus dem Rosenbusch, traut sich Rosa weiter nicht. Als Silk jedoch von einem bösen Steintroll entführt wird, bleibt Rosa gar keine Wahl. Sie will ihre neue Freundin retten!

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D 2024, Regie: Soleen Yusef, 119 Min., FSK: 6, empf. ab 9 J.

Sa. 18.5., So. 19.5. + Mo. 20.5. / 15:00 // Sa. 25.5. / 15:30 // So. 26.5. / 15:30KIJUKO Club

Seit sie sich erinnern kann, spielt Mona Fußball - und zwar besser als die meisten Jungs, ihre Brüder eingeschlossen. Zu Hause in Syrien gehörte Fußball zum Alltag, auch während des Krieges. Doch als die kurdische Familie nach Deutschland fliehen muss, fällt es der 11-jährigen schwer, sich an der neuen Grundschule im Berliner Wedding wohl zu fühlen. Der Klassenlehrer begrüßt sie freundlich, aber schnell merkt Mona, dass es an ihrer Schule ziemlich hart zur Sache geht. Nicht einmal zum Training der Mädchenmannschaft traut sie sich anfangs zu gehen, denn die Mitschüler*innen benehmen sich Mona gegenüber mies. Doch ihr außergewöhnliches Talent bleibt dem engagierten Klassenlehrer Herr Chepovsky – genannt Herr Che – nicht verborgen. Er überredet Mona, sich dem Mädchenteam anzuschließen und schnell fühlt sie sich auf dem Fußballplatz wieder ein bisschen wie früher. Um gewinnen zu können, muss das Team lernen gemeinsam kämpfen - statt gegeneinander.

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