Kommende Gäste & Specials

D 2023, Regie: Nicolas Jack Davies, 127 Min., engl. OmengU

Sa. 13.7. / 20:30mit Bar auf Spendenbasis und Verlosung

Musiker und Regisseur Omar Rodríguez-López filmt sein Leben seit er sieben Jahre alt ist. 1975 in Puerto Rico geboren verbringt er seine Kindheit in South Carolina und im texanischen El Paso. In der Musikszene El Pasos lernt er Sänger Cedric Bixler-Zavala kennen, es ist der Beginn einer langjährigen, kreativen und engen Freundschaft. Mit der Post-Hardcore-Band „At the Drive in” gelingen Mitte der 1990er Jahre erste große Erfolg, doch die erhoffte Selbstverwirklichung scheint unerreichbar. Die Identität als Latinos im überwiegend weiß und cis-hetereo-männlich geprägten Punk- und Hardcore-Genre sowie das kapitalistische Musikgeschäft sind von Beginn an ein Problem. 2001 verlassen Omar und Cedric die Band und formen zusammen mit Jeremy Ward, Isaiah „Ikey" Owens, Jon Theodore und Eva Gardner „The Mars Volta”. Die ganze Zeit über filmt Omar weiter und wird so zum Chronisten seiner eigenen Biographie sowie der Geschichte der Bands. 
Regisseur Nicolas Jack Davies hat das gesammelte Material Omars in eine wilde Collage aus Super 8-, VHS- und digitalen Aufnahmen verwandelt, untermalt von den Off-Stimmen Omar und Cedrics. Über 20 Jahre voller Höhen, aber auch Tiefen wie die tragischen Tode ihrer Bandkollegen Jeremy und Ikey oder die Scientology-Phase Cedrics. Vor allem ihre Herkunft, die familiären Werte und die tiefe Freundschaft halten sie zusammen. Eine unglaubliche Geschichte zweier Seelenverwandter, immer nach dem Motto: If this ever gets weird, promise me that we can just stop.

Weiterlesen...

Filme vom 11.7. bis 17.7.

D/USA 2023, Regie: Hans Block, Moritz Riesewieck, 87 Min., OmU

Ab Do. 11.7. / 17:30

Der Traum von Unsterblichkeit ist schon lange etwas, was Menschen fasziniert. Mit den neuen technologischen Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz schein man diesem Traum näher zu kommen. Menschen auf aller Welt nutzen mittlerweile die Services zahlreicher Start-Ups, die digitale Avatare erschaffen. Auf diese Weise können Trauernde mit den virtuellen Klonen ihrer Liebsten in Kontakt treten. Der Film begleitet die Pionier*innen und ersten User*innen einer Technologie, die den Tod obsolet machen will. Joshua chattet Tag und Nacht mit dem digitalen Klon seiner verstorbenen ersten Liebe. Christi möchte nur die Bestätigung, dass es ihrem verstorbenen besten Freund im Himmel gut geht, hat aber eine erschütternde Erfahrung mit seinem KI-Konterfei. Jang Ji-Sung trifft den VR-Klon ihrer verstorbenen 7-jährigen Tochter. Die Erfinder der Dienste lehnen jede Verantwortung für die tiefgreifenden psychologischen Folgen dieser Erfahrungen ab. Zahlreiche Wettbewerber hoffen auf einen lukrativen Markt, da religiöse Trauerformen an Relevanz verlieren. Ist das der Anfang vom Ende der Endlichkeit?

Weiterlesen...
D/F/SLO 2023, Drehbuch, Regie: Hanna Slak, 87 Min.

Ab Do. 11.7. / 18:00

Nina hat sich ihre Stellung als Dirigentin eines großen Orchesters hart erkämpft - als Frau in der von Männern dominierten Welt der klassischen Musik hat sie es weit gebracht. Aktuell probt sie mit dem Orchester für eine Premiere von Mahlers 5. Sinfonie, doch ein mysteriöser Zwischenfall in der Schule ihres Sohnes Lars bremst ihre Pläne aus. Bei einem Unfall, dessen Umstände rätselhaft sind, wird Lars verletzt und eine Mitschülerin kommt ums Leben. Um für ihren Sohn da zu sein, nimmt sich Nina ein paar Tage frei. Gemeinsam fahren sie auf die Insel im Westen Frankreichs, wo sie ihre Sommerurlaube verbracht haben. Doch die Insel ist im Winter schroff und kalt und das kleine Ferienhaus wird schnell zu eng. Lars will nicht über den Unfall sprechen, Nina fällt es schwer, sich von ihrer Arbeit zu lösen. Der Zwiespalt zwischen ihrer Rolle als Mutter und der vielleicht verschenkten Karriere-Chance wird immer größer.

Weiterlesen...
I/F/CH 2023, Drehbuch, Regie: Alice Rohrwacher, 130 Min., ital. / engl. OmU

Ab Do. 11.7. / 20:00

In der Toskana im Norden Italiens treibt sich in den 1980er Jahren eine Bande von Grabräubern herum. Die „Tombaroli” verdienen mit dem Raub und Verkauf wertvoller etruskischer Grabbeigaben ihren Lebensunterhalt. Wie alle Tombaroli verfolgt auch Bandenanführer Arthur seine ganz persönlichen Chimäre - ein Trugbild von einem großen Schatz, den man doch nie finden wird. Die Chimäre bedeutet für die Bande die Erlösung von der Arbeit und der Traum von leichtem Reichtum. Für Arthur, einen jungen Engländer bei den Tombaroli, sieht sie wie die Frau aus, die er verloren hat: Benjamina. Um sie zu finden, fordert Arthur das Unsichtbare heraus und begibt sich in die Erde - auf der Suche nach der Tür zum Jenseits, von der die Mythen sprechen. 
„La Chimera” bildet nach „Land der Wunder” (2014) und „Glücklich wie Lazzaro” (2018) den dritten Teil von Alice Rohrwachers unbetitelter Filmtrilogie zum Thema „Was tun mit der Vergangenheit”. Alle vier Spielfilme erlebten bisher ihre Uraufführung beim Festival in Cannes.

Weiterlesen...
D/VEN 2023, Regie: Juan Camillo Cruz, Marc Wiese, 95 Min., OmU

Ab Do. 11.7. / 20:30

Venezuela versinkt im Chaos. Die Demokratie ist abgeschafft, die Menschen hungern, Gewalt ist an der Tagesordnung. Rund sieben Millionen Menschen sind in den letzten Jahren aus dem Land migriert, fast eine Million Kinder sind von den Flüchtlingen allein zurückgelassen worden. Der Film führt in das schlimmste Barrio des Landes: Santa Rosa in Maracaibo. Die Bewohner hier versuchen nur, den nächsten Tag zu erreichen. Zwei alleinerziehende Frauen und ihre Kinder stehen im Mittelpunkt des Films. Carolina war die Chefin von vier kriminellen Banden, hat gemordet und wird bis heute von allen hier respektiert und gefürchtet. Jetzt hilft sie den Menschen hier, sie besorgt einen Sarg für ein totes Kind und organisiert eine Nachbarschaftshilfe. Die alleinerziehende Kiara und ihre Kinder versuchen, sich mit allen Mitteln durchzubringen. Kiara hat Drogen verkauft und sich prostituiert, heute geht sie mit den kleinen Kindern betteln. Ihr 14jähriger Sohn Yorbenis ist schon ein Verbrecher mit eigener Waffe. Die Gewalt gehört für ihn zum Alltag, da fühle man nichts, sagt er. Auf der Suche nach einem besseren Leben macht Kiara sich schließlich auf den beschwerlichen Weg nach Kolumbien. 
Ihre kleinen Kinder nimmt sie alle mit, doch Yorbenis bleibt alleine zurück.
Hinweis: Dieser Film enthält explizite Darstellung von Gewalt und Tod von Neugeborenen.

Weiterlesen...

Kinder- & Jugendkino

S 1962, Regie: Olle Hellbom, 90 Min., FSK: 0, empf. ab 6 J.

Sa. 6.7. + So. 7.7. / 15:00 // Sa. 13.7. + So. 14.7. / 15:30

Jedes Jahr im Sommer kommen zahlreiche Feriengäste auf die schwedische Insel Saltkrokan. So auch die Familie Melcherson bestehend aus Vater Melcher, seiner fast schon erwachsenen Tochter Malin und ihren drei jüngeren Brüdern Johan, Niklas und Pelle. Pelle freundet sich sogleich mit Tjorven an, die mit ihrer Familie und ihrem Hund Bootsmann auf der Insel lebt. Es wird ein Sommer voller großer und kleiner Abenteuer und dann müssen die Kinder schließlich noch das geliebte Ferienhaus retten.

Weiterlesen...
D 2023, Regie: Stefan Westerwelle, 94 Min., FSK: 6, empf. ab 8 J.

Sa. 13.7. + So. 14.7. / 15:00 // Sa. 20.7. + So. 21.7. / 15:30

Erst fällt die Bootstour mit Papa in Neustrelitz ins Wasser, dann wird der zehnjährige Finn auf der Zugfahrt zu Mama nach Berlin auch noch von einem betrunkenen Erwachsenen beklaut. Dass sein Rucksack samt Zugticket, Handy und seinem geliebten Fotoalbum mit allen Familienerinnerungen weg ist, merkt er erst, als die unfreundliche Schaffnerin ihn kontrollieren will. Aber niemand glaubt Finn und so wird er an der nächsten Station der Polizei übergeben. Im Polizeiauto sitzt bereits die geheimnisvolle Jola, eine junge punkige Ausreißerin. Weil die Polizisten so mit sich selbst beschäftigt ist, bemerken sie nicht, dass Jola und Finn abhauen. Jola möchte unbedingt ans Meer und Finn unbedingt zu Mama. Als die beiden einen roten Traktor finden, den Jola kurzschließen kann, beginnt eine Reise voller verrückter Begegnungen.

Weiterlesen...