Sa. 28.9. / 20:30 * mit Livemusik-Begleitung durch Ezzat Nashashibi

Das alte Gesetz / STUMMFILM MIT LIVEMUSIK

Galizien, Mitte des 19. Jahrhunderts: Baruch, Sohn eines orthodoxen Rabbiners, will Schauspieler werden. Gegen den Willen seines Vaters verlässt er das osteuropäische Schtetl, in dem er aufgewachsen ist, und schließt sich einem Wandertheater an. Die österreichische Erzherzogin Elisabeth Theresia findet Gefallen an dem jungen Mann und verschafft ihm aus heimlicher Liebe ein Engagement am Wiener Burgtheater. Dort steigt Baruch zum umjubelten Bühnenstar auf. Sein Vater jedoch lehnt seinen Lebensweg ab. Erst als der alte Rabbiner seinen Sohn im „Don Carlos" erlebt, ändert er seine Meinung.

Als „Romeo mit Schläfenlocken“ gewinnt Ernst Deutsch das Herz der von Henny Porten verkörperten Herzogin. Damit eröffnet sich ihm der Weg in die Assimilation. „Das alte Gesetz“ erscheint „als Antwort auf die Wiederkehr eines rassistischen, gegen die Ostjuden gerichteten Antisemitismus in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg" (Cynthia Walk). Mit seiner komplexen Darstellung von Orthodoxie und Emanzipation ist E. A. Duponts Historienfilm ein Höhepunkt jüdischen Filmschaffens in Deutschland. Mit der aktuellen Restaurierung wird die verschollene deutsche Premierenfassung in ihrer ursprünglichen Länge und in einer zeitgenössischen Einfärbung erstmals wieder zugänglich

(Quelle: 68. Internationale Filmfestspiele Berlin 2018)

D 1923, Regie: E. A. Dupont, mit Ernst Deutsch, Henny Porten, Ruth Weyher, 135 Min., digital restaurierte, viragierte Fassung 2017, Musik: Donald Sosin & Philippe Schoeller

Zum Weiterlesen:

…"Das alte Gesetz" erscheint "als Antwort auf die Wiederkehr eines rassistischen, gegen die Ostjuden gerichteten Antisemitismus in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg" (Cynthia Walk). Mit seiner komplexen Darstellung von Orthodoxie und Emanzipation ist E. A. Duponts Historienfilm ein Höhepunkt jüdischen Filmschaffens in Deutschland. www.filmportal.de

…Mit der aktuellen Restaurierung wird die verschollene deutsche Premierenfassung in ihrer ursprünglichen Länge und in einer zeitgenössischen Einfärbung erstmals wieder zugänglich… www.berlinale.de/de/archiv/2018