Mi. 18.9. + Do. 19.9. / 20:00

Sa. 21.9. + Mo. 23.9. / 17:45

Walk Don’t Walk / MOBILITÄTSWOCHE

Manhattan aus der Fußperspektive. Auf die Idee von Regisseur Thomas Struck, Hunderte von Menschen ohne Kopf zu filmen, muss man erst mal kommen. In keiner anderen Stadt sind so viele Menschen verschiedener Herkunft und Klassen auf den Beinen. Weil es keine Parkplätze gibt, gehen alle zu Fuß: Manager, Künstler, Angestellte, Jogger, Touristen, Fetischisten. In der Alltagshektik lassen sie sich noch nicht einmal durch die Ampelanzeige »Don't Walk« aufhalten. Jeder in Manhattan hat und hält seinen Takt, der Strom öffnet und schließt sich, kaum eine*r wird angerempelt. Jede*r Einzelne ist ein Beat im Rhythmus der Stadt, jeder Ort hat seine Musik. Ihre besondere Freude am Laufen zeigen die New Yorker beim Marathon. Zehntausende laufen, schlendern oder humpeln 26,2 Meilen, unabhängig vom Wetter. Die Doku von Thomas Struck über die Beine von Manhattan ist sexy, schnell und tabubrechend, begleitet vom Tropical Groove des prominenten Klarinettisten Don Byron, den Analysen der Chefredakteurin des Fetischmagazins »Leg Show« und den unschlagbaren Sprüchen der New Yorker zu ihren unteren Extremitäten.

In Kooperation mit autofreier StadTraum Bremen e.V.

D 2000, Regie und Buch: Thomas Struck, 60 Min., engl. OmU

Zum Weiterlesen:

»Thomas Struck hat zwar viele Passanten auf ihr Verhältnis zu ihren Füßen angesprochen, deren O-Ton in der Regel aber nur aus dem Off eingeblendet. Dank dieser ungewöhnlichen, unkonventionellen Machart wirkt Walk, Don't Walk ästhetisch reizvoll.« Vollständige Kritik, Kirsten Liese, WDR3

»Nine-Eleven, wie die New Yorker sagen, ist heute schon Geschichte. Und auch wenn es sonst nicht stimmt, in Manhattan ist wirklich nichts mehr so, wie es vorher war. Insofern ist "Walk Don't Walk" bereits ein historisches Dokument, auch wenn man längst wieder zur Arbeit rennt und nicht ums Leben.« Silvia Hallensleben, Tagesspiegel www.filmzentrale.com